Land in Sicht! :-)

erste Station in Lanzarote. Die Insel erkennt man gleich weil dort nur weiße Häuser stehen. Der Rest sieht ein bisschen aus wie ne braune Wüste. Nachher gehts erst mal nach Gran Canaria bis wir dann, in ca. 10 h, endlich auf Teneriffa ankommen. Inzwischen kamen wir auch in die kanarische Zeitzone, die unserer Sommerzeit entspricht. Es ist hier also eine Stunde weniger spät.

Buenos días

eben ging hier die Sonne überm Atlantik auf. Die Nacht ging     trotz dem lauten Gebrumme gut rum. Beim ersten Spaziergang aufs Deck musste ich feststellen… es ist warm!
Am frühen Morgen, wie schön! Gestern hatte es um diese Zeit an der Südküste Spaniens frostige 6 °C. Heute sind es etwa 16° und leicht bewölkt.  Die Luft tut gut und ich kann endlich wieder breit grinsen ohne, dass mir die spröden Lippen einreissen. 🙂 Zum Glück durfte ich eben kurz zu meinem Wohnwagen unter Deck. Dafür musste ich mich etwa 10 cm flach machen, um reinzuflundern, damit ich ein paar vergessene Kleinigkeiten holen konnte.  Vielleicht meld ich mich nach dem Frühstück nochmal… auf jeden Fall wünsch ich euch allen ebenfalls milde Temperaturen und einen happy day!

Der Atlantik…

..ist zum Glück sehr ruhig! Die ersten 6 h gingen super rum, somit sind die ersten 20 % geschafft. 🙂 Wie schon geschrieben, kann ich gar nicht alles erzählen was mir die Tage bei der Fahrt alles wiederfuhr. Z.B. fürchtete ich bereits vor Wochen, mitsamt Wohnwagen einmal in eine enge Sackgasse zu geraten in der ich nicht mehr umdrehen kann. Voila, auf dem Weg zu einer vermeindlichen Autobahnraststätte passierte mir genau das. Vorn und hinten hatte ich vielleicht 2 Meter Spielraum zum wenden. Als ich gerade damit begann 20 mal hin- und her zu stechen, bemerkte mich ein freundlicher Nachtwächter. (Ja, natürlich bei Nacht! Wenn schon. 🙂 ) Er öffnete das große Tor seiner Fabrik damit ich in dem Hof wenden kann. Was für ein Glück! Ich stand zwar bereits schon quer, (natürlich 🙂 ) aber das vereinfachte die Situation trotzdem ungemein.
Leider kann ich noch keine Fotos hochladen, weil der Kartenleser spinnt.
Übrigens hab ich mir Spanien viel flacher vorgestellt, aber das scheint ja ein einziger Berg mitsamt Schneegipfel zu sein. Zum Glück hat mir Klaus seinen tollen Mercedes mit V8 anvertraut, denn der ursprüngliche Plan war den Wohnwagen mit einem älteren Kleinbus zu ziehen. Kaum vorstellbar! Genausowenig könnte ich mir vorstellen den ganzen Weg wieder zurück fahren zu müssen! Ein,- zwei mal musste ich aus der Situation heraus richtig Gas geben, aumann, das Teil geht ja ab wie ne Rakete! 😀 Danach musste ich mich immer erst mal vergewissern ob der Wohnwagen noch dran hängt. 😀 Wer ist Klaus? Ein wichtiger Freund auf der Insel, der mich zum einen inspiriert und gewissermaßen auch mein Leben verändert hat. Und für diejenigen die ihn noch nicht kennen, werde ich ihn bei Gelegenheit mit seiner Frau Angelika vorstellen.  Wie gesagt, jetzt kann ich ja eh keine Bilder hochladen. Bis bald…

Ferry :-)

Juhuu, endlich bin ich auf der Fähre angekommen. Einen kurzen Moment sah es so aus als müsste ich rückwärts mitsamt 2,50 breitem Wohnwagen die Rampe hochfahren, doch ich sagte dem Matrosen, „no possible, es la primera vez“ dann fragte er mich ob ich es vorziehen würde vorwärts reinzufahren. Was für eine Frage? Morgen muss ich halt etwa 20 Meter rückwärts rausfahren, was nur halb so wild ist, weil dann die Bremse vom Wohnwagen gelöst bleibt. Das war übrigens genau was ich befürchtete, weil Klaus eben dieselbe  Erfahrung mit dem gleichen Monster“- Wohnwagen machen musste und die Beschreibung dieser Situation klang nicht so lustig. Doch eigentlich schon! 😀 Auch mit dem Ticket gabs zum Glück keine Probleme. 🙂 Hätte ich die Länge vom gesamten Gespann eingetragen wäre der Preis auf 1600 € gestiegen. So kam ich mit 700 davon. Wer kann schon spanisch? 😉 Ein Österreicher erzählte mir, dass er für sein kleines Wohnmobil 1200 zahlen musste und er „steigt sogar früher aus. Jedoch gestern hatte ich erst mal weniger Glück, als ich dem Tip von Klaus folgen wollte, erst mal ohne Wohnwagen den Weg zum Hafen abzuchecken. Super Idee! Nur als ich den Wohnwagen abhängen wollte krachte die Spindel vorne auseinander, ohne der man das Teil gar nicht mehr abkriegt. (Oh, das Schiff legt gerade ab 🙂 ) Zum Glück konnte mir die Senorita vom Campingplatz übers Telefon so ein Teil besorgen. Ich musste nur noch 20km an die vorgegebene Adresse fahren ud das Teil für gerade mal 20 € abholen. Ich kann euch gar nicht sagen wie ich mich über diesen „Stengel mit Stützrad gefreut hab. In dieser Werkstatt wollten sie sofort mein Video sehen, nachdem ich Ihr Interesse mit einer Postkarte geweckt hatte. Sie waren so begeistert, dass ich dem Team ein kleines Didgekonzert angeboten hab. Sowas hatten sie auch noch nie gesehen und sie staunten nicht schlecht, als sie in das hohle Rohr schielten. Haha, der Chef wollte mich gleich mit seiner Tochter verheiraten, weil auch sie Percussion spielt… naja, sie fands nicht ganz soo lustig, aber trotzdem gewann ich neue Freunde und konnte mein Spanisch probieren. 🙂
Als ich wieder zum Campingplatz fahren wollte freute ich mich gerade mal eine Kreuzung weit über das neue Teil, als ich bereits die nächste vermeindliche „Panne“ auf die Mütze bekam. Plötzlich soff das Auto ab und brachte überhaupt keine Leistung mehr, er lief gerade mal noch 30 km/h und nahm überhaupt kein Gas mehr an. Zu meiner Erleichterung sah ich, dass ich versehentlich auf den Tempomat getippt hatte, der auf 30 gedrosselt war. 😀 Aumann! 🙂 Kurz hab ich richtig gemerkt wie mein Herz nach unten rutschte, dann wieder: „yihaaa!“
Inzwischen fuhr ich fast genau 3000 km und nun muss ich nur noch 37 h. Bootle fahren, abwarten. 🙂 Hab mein neues e Didge dabei, tolle Isomatten und ein Kissen das so flauschig ist, dass vielleicht gleich meine Tasche explodiert nachdem ich es eben hinein gestopft hab. 🙂 ok, vielleicht schreib ich später mehr, denn jetzt hab ich ja Zeit. 🙂

alegría! :-)

Oder zu deutsch – „Freude“. Inzwischen bin ich nach ca. 2500 Km gut in Huelva angekommen und fand auch schon einen schönen Campingplatz  beim Doñana Nationalpark.  Das liegt direkt am Meer, ziemlich am untersten Zipfel, nicht allzu weit von der Portugisischen Grenze enternt. Werde etwas mehr berichten sobald ich den Ort bei Tageslicht gesehen hab. Auf jeden Fall duftet es hier fein und die Temperaturen sind sehr mild.

…im warmen Süden angekommen

Nach 2 x 12 h Fahrt kam ich gut an der Südküste Spaniens an. Sitze gerade unterm blauen Himmel und geniesse die Sonne auf einem schönen Campingplatz. Das Abenteuer kann man kaum in wenigen Worten beschreiben. Z.B. Wurde ich in der ersten Nacht nach 2 h. von einem sc*#§“ Franzosen mit lautem Klopfen, nein, eher brutalem Gehämmere, geweckt und von der Raststätte vertrieben. Dann schlief ich halt an der nächsten weiter. 🙂 Gestern führte mich mein Navi direkt durch die Innenstadt von Valencia. Die Hölle! Teils unförmige Kreisverkehre mit 6 – 8 Spuren aber ohne Fahrbahnmarkierungen… plötzlich war ich der einzige mit einem fetten Wagen im Stadtzentrum. Es wurde immer enger, ein einziges hektisches Gerangel zur Stoßzeit und ich musste den Wohnwagen zentimetergenau zwischen Menschen und Autos durchziehen. Dazu wurde es dunkel und es gab einige Baustellen die alles nochmal verschärften. Zum Glück war ich ähnliche Situationen vom LKW fahren bereits gewohnt! Die Anspannung legte sich erst nachdem sich an einer Kreuzung wiede die ersten breiten Lkw`s unter den Verkehr mischten, bzw. vor mir reingedrückt hatten. Nun wusste ich, dass der Engpass geschafft ist. Noch nie hab ich mich so über einen Vierzigtonner vor meiner Nase gefreut! 🙂 Die Straßen wurden wieder breit und es ging rasch weiter. Jetzt geht es die letzten 700 km nach Huelva.

Abfahrt

Zumindest nach den Vorbereitungen kann ich sagen, dass mir anscheinend kein Problem erspart bleibt! Egal, Schritt für Schritt gehts voran und gleich gehts los Richtung Spanien. Auf dem ersten Bild seht ihr meinen Plan A. jedoch das Prüfen des Gewichts, das auf die Anhängerkupplung drückt, lies mir keine Wahl. Nochmal alles umräumen.

Inzwischen liegt der Roller direkt über den zwei Achsen des Wohnwagens und das Gewicht scheint perfekt balanciert zu sein. Zum „Glück ist kein Tropfen Sprit mehr drin!

Mal sehen wann ich wieder Wlan habe, dann berichte ich weiter, aber das könnte ein paar Tage dauern bis ich wieder die Ruhe und Zeit finde zu posten.

Seitenwand

erste Bilder mit Velourtapete. Damit ich aus den Resten passende Kissen nähen kann, hab ich drei Farben von der selben Qualität ausgesucht. Als feine Zwischenstufe kommt noch ein schönes beige ins Spiel.

Die Tischdecke wird mit kleinen Magneten unterm Tisch befestigt, damit in der Ecke nichts rumbaumelt.

In der Kombination kann ich mich auch gut mit den grün-grauen Hängekästen arrangieren.

neue Türverkleidung

Je schöner der Innenbereich wird desto unangenehmer stechen einem die alten Elemente ins Auge. Wie z.B. die beige Türverkleidung die selbst in Originalfarbe etwas vergilbt aussah. Jetzt hab ich sie, passend zur Sitzgruppe, mit Velour bezogen.

Die Mückenfalle

Auch wenn die Mückenstiche vor Ort harmlos sind, kann ich gerne darauf verzichten! Derzeit gibt es bei mir noch ziemlich viele von den kleinen Plagegeistern! Darum besorgte ich mir von Biogents die vermutlich beste Mückenfalle die man auf dem Planeten kriegen kann. Damit ich Nachts, trotz des Betriebsgeräusches, in der Stille, den Fröschen und Grillen lauschen kann, wollte ich unbedingt die Lautstärke der Falle drastisch reduzieren. Dafür baute ich den Originallüfter aus und ersetzte ihn durch Luftschläuche, die von einem Schallgedämpften Rohrlüfter aus der Ferne versorgt werden. (Dieser ist auf den Bildern zu sehen.) Damit erreiche ich zusätzlich den praktischen Nebeneffekt, dass man die Falle nicht mehr so einfach im vorbeigehen mitnehmen kann. Auf dem Bild seht ihr also den Bau des Lüfters mit einem Gehäuse aus Resonanz- unterdrückenden MDF.
Der Lüfter berührt das Gehäuse nicht, sondern „schwimmt“ vibrationsgedämpft in den schwarzen Dichtringen.

Nun bekommt der Lüfter am Ein- und Ausgang noch spezielle Schalldämpfer, damit nur noch das reine Luftgeräusch zu hören sein wird. Es gibt auch ein Insidervideo in dem ich meine Modifikationen demonstriert habe: Allerdings hab ich dieses Testvideo gedreht als das schallgedämpfte Gehäuse noch gar nicht gebaut war. Trotzdem kann man darin die Verbesserungen deutlich in zwei Schritten hören! Da meine Videokamera ihr Mikrofon bei leiseren Filmen automatisch nachregelt, legte ich noch ein Decibel Messgerät ins Bild. Den Papierstreifen nutze ich um den Luftstrom zu vergleichen.
Dieser Luftstrom saugt die Mücken letztendlich in einen Fangsack in dem sie vertrocknen. Das geniale daran ist: Dass Biogents spezielle „Haut- Duftstoffe entwickelt hat, die in dem Luftstrom zirkulieren. (Wir riechen davon nix!) Aber die Ingenieure von Biogents setzten noch einen drauf: Nun kommt auf das Gerät eine künstliche Nase die zusätzlich noch co² „ausatmet“ was eine unwiderstehliche Kombination für die lästigen Viecher ergibt.

Um das Ganze perfekt zu machen kommt noch eine co² Zeitschaltuhr dazu. Diese gibt nur morgens und abends co² ab, eben wenn die meisten Mücken angreifen. Sobald ich schlafen gehe, wird die co² Zufuhr abgeschaltet und der Wohnwagen hauptsächlich durch ein Fenster belüftet, welches am weitesten von meinem Bett entfernt ist. An diesem ist ein Moquitonetz und direkt davor steht die Falle. So nutze ich meine Atemluft, um die ganze Nacht hindurch Mücken in die Falle zu locken. Die „Haut- Duftstoffe werden ja auch ohne co² Zufuhr weiterhin  beigemischt.  Natürlich werde ich, auch wenn die Falle selbst im Freien steht, zur Sicherheit ein co² Messgerät mit Alarmfunktion installiert haben! 😉
Jetzt bin ich selber schon sehr gespannt und werde natürlich so bald es geht von den Fang- Ergebnissen berichten!

DBtest from GöG Music on Vimeo.