Nein, kein déjà vu!

Das sind bereits die nächsten 10 000 Postkarten. 🙂 Sie hängen inzwischen bei jedem Kind zuhause an der Pinwand, wie mir mehrere Eltern versicherten. In den letzten fünf Wochen haben sich ca. 8000 Gäste eine mitgenommen.

Es ist total verrückt, was gerade alles passiert! Nachdem ich nun millionenfache Umdrehungen nutzte um die Virtuosität und Schnelligkeit zu trainieren, erinnerte ich mich gestern mal wieder daran langsam zu tun und beim Spielen wieder tiefer in mich zu gehen. Während ich die „Bögen“ spannte, zog mir manchmal langsam die Gänsehaut an den Beinen hoch und ich hatte dabei das Gefühl, dass es nun allen so geht, die um mich herum standen. Die Reaktionen werden immer freundschaftlicher und überwältigender! Mit dem Vorführen der Einzelklänge kann man die Besucher schön nah zu sich heranholen und wenn sie alle aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen, ordentlich „Gas“ geben. Wenn ich in den Gesprächen erwähne, dass ich auch meine Bühnenkleider selber nähe, kommen ab und zu Fragen wie: Ob ich auch kochen kann und noch zu haben bin? 😀 Wir lachen den ganzen Tag zusammen! Liebe wird zu meiner Superkraft und das spüren die Menschen!
Die Energie bounced derart hin- und her, dass ich manchmal fast anfange zu leuchten. 😀 Und ich erlebe tolles: Die letzten zwei Tage stand ein junges hübsches Mädchen vor mir und begann ihren ganz eigenen Stil zu tanzen. Dabei hat sie so eine Wahnsinns-Ausstrahlung, dass alle nur noch staunen…
Es gibt eine Stelle bei der die Straße wegen einer Brücke etwas vertieft durch den Boden läuft. Links davon ist ein Weg mit einem Geländer, etwa auf meiner Schulterhöhe. Dort begann ein älterer Mann, wie auf einem Podest, zu tanzen. 84, wie ich später erfuhr. Plötzlich standen drei Jungs rechts von ihm und drei Mädels links. Sie tanzten erst frei und es entwickelte sich ganz automatisch zu einer tollen Choreografie. Ständig erlebe ich wie sich Menschen und Generationen in meinem Schallbereich verbinden! Alle reden und witzeln miteinander! Ich komm aus dem Staunen nicht mehr raus! „Was passiert da gerade?“ Denk ich viele male am Tag! Es ist wunderschön und wird keine Sekunde langweilig! Jetzt weiß ich genau in welche Richtung ich weiter nach meinem Weg suchen muss und wo noch das größte Potential schlummert! Ebenso spüre ich, dass noch großartige Dinge auf mich zu kommen. Total aufregend!  🙂

48 000

Laut meinem Beatreport kommt heute der neunte Tag in Folge. Letzten Sonntag war so viel los, dass ich den ganzen Tag über die Maschine durchgerattert hab. Dabei drehte sich Doretta 48 000 mal. Das könnte ein Tagesrekord sein.
Die Leute sind so begeistert! Wir feiern gemeinsam den ganzen Tag! 🙂
Die Tage ist das Wetter super angenehm. Einfach herrlich! Nebenher hab ich noch so viel zu tun, dass ich nicht sehr oft zum Schreiben kommen werde.
Es gibt Anfragen für CDs und Events zu beantworten… Heute bestellte ich sechs neue Akkus für drei Akkupacks, die zum Fahren benötigt werden.
Ausserdem entschied ich mich die Tage für eine größere Investition: Meine wichtigste Workstation, die es so gar nicht mehr zu kaufen gibt, macht mir aus demselben Grund Sorgen! Wenn mit dem Gerät mal was passiert, dann bin ich geliefert! Es muss mindestens ein gebrauchtes Zweitgerät her. Eigentlich bräuchte ich für die Insel ein weiteres.
Es ist zudem sehr mühsehlig meine Sounds zu bearbeiten, weil das Gerät fest in der Maschine installiert ist! Dabei muss ich mich immer zur Seite drehen, was sehr anstrengend wird. Wenn ich das Gerät vor mir stehen hätte, könnte ich abende lang neue Sounds kreieren. Dann kann ich am Saisonende alle Daten wieder auf die anderen Geräte übertragen. Somit übertrage ich jeweils die Fortschritte vom anderen Ende, was mir viele mühsehlige Wochen an Arbeit erspart!
Ausserdem kann ich damit dann wieder ältere Projekte aufleben lassen, die ausschließlich auf dieser Groovebox basieren. Als Beispiel gäbe es folgende Videos: http://diemusikmaschine.de/videos/didgeridoo-sitar-goeg-live-experiment-mellow-ambient/
http://diemusikmaschine.de/videos/lost-goeg/

Oder z.b. meine zwei Reggae Songs, die mir heute noch Freude machen. Auch diese produzierte ich jeweils an einem Tag:

sonnige Tage!

Das Kühlzelt für die Elektronik arbeitet super! Geräte die vorher „geglüht haben werden nichtmal handwarm. Das ist sehr beruhigend und ein wichtiger Schritt für zuverlässige Dauereinsätze! Bis zum 14. Juli ist ein täglicher Einsatz auf der BUGA geplant.

naja…

alles in allem lief der gestrige Tag sehr gut, nur der Anfang war wieder zum verzweifeln: Als erstes fiel die vordere Kette vom Nockenfon aus unerklärlichen Gründen zwei mal runter. Danach nie wieder. Einfach so!?
Aber was noch merkwürdiger ist. Alle zwei bis drei Minuten drückt es aus bisher unerklärlichen Gründen den Didge & Sitarsound für einen Moment weg. Es wirkt wie eine Fehlfunktion von einem der dynamischen Effekte. Gates und Kompressoren sind ja massenhaft  unter der Haube am arbeiten. Diejenigen die direkt in der „Leitung“ liegen hab ich auch mal zum testen abgeschaltet.
Über den Tag verschwand es mehr und mehr, aber nicht ganz. Damit bin ich immer noch ratlos…
Im Grunde ist es für die Gäste nicht hörbar, aber für mich sind gerade die sich scheinbar selbst reparierende Probleme am schlimmsten!
Selbst bei der Fehlersuche wurde ich gefilmt und hörte eine Minute später mein Testgezupfe von einem fremden Smartphone… echt nervig! Wie versteinert startete ich den Tag! Die Leute sind allerdings so gut drauf, dass sich das in wenigen Minuten wieder aufgelöst hat. Happy day!

Prüfung

Der Tag war echt eine Prüfung für mich! Voller Vorfreude fuhr ich bestens vorbereitet zur Buga, wo ich auch die Maschine aufgebaut hab. Erst gab es ein Elektrikproblem mit der neuen Kühlung, dann ein Kabelbruch bei einem von über 30 Audiokabeln. Ausgerechnet der Kick, den ich gestern perfektioniert hab… nachdem ich schon wochenlang am fummeln bin. Mechanik super, audio tot… Fehlersuche… kompliziert. Jemand labert mir die Ohren voll und geht nicht weg! Ich fahr genervt weg und er läuft mir hinterher.  🙂  Ein Kabel vom Stimmgerät war ein guter Ersatz für das kaputte! Dann sprangen plötzlich zwei Ketten abwechselnd runter. Immer wieder! Die neuen Kettenspanner überfordern die kleine Achse von dem alten Fallkugelsequenzer.

Man sieht richtig wie sich die Welle links hochbiegt. Die alten, grauen Füßchen sind noch  klapperdünn und mit Spax-Schrauben fixiert. Alles wackelt. Die kleinen Kugellager gingen kaputt, weshalb die Welle viel zu viel Spiel hatte.
Hab noch kurz überlegt ein Lager zu wechseln, aber an dem Punkt gab ich dann doch lieber auf. Besser repariere ich das Ganze erst mal entgültig, weil die Achse als Verteilerstück für weitere Ketten zu wichtig ist!

Daheim zerlegte ich erst mal das komplizierte Gebilde und präparierte alles für eine stärkere Edelstahl-Achse. Das heisst: Drei Kettenräder und alle Fallkugeln aufbohren und neue Gehäusefüße für größere Kugellager bauen. Ja, Kugellager, fiel es mir siedend heiß ein! Schnell stürmte ich zum technischen Handel der viel früher schließt als andere Läden. 9 Minuten vor Ladenschluß bekam ich noch meine neuen Kugellager. Doch mein Glückstag!  🙂 Auch das Roller fahren war zwischendurch ein Highlight .

Das Große hab ich früher schonmal mühevoll im Zentrum verkleinert. Jetzt muss ich die halbe Büchse wieder ausbohren. 🙂

Gegen 22:00 war der Umbau fertig. Die neuen Füße konnte ich mit meinen geliebten Rundmuttern knackefest sichern. Jetzt kann da auch mal was drauf fallen, kein Problem! 21mm Multiplex. Die Edelstahlwelle ist ebenfalls kompromisslos. Viel besser um den Fallkkugelsequenzer einzustellen. Das sind jetzt fette M10 Muttern, statt 8. Die lassen zwischen den Fallkugeln kaum Platz.

Am besten wäre ganz links, zwischen den zwei Ketten, ein dritter Fuß mit Kugellager. Der müsste aber schnell und einfach zerlegbar sein. Aber dafür, sowie für dekorative Schnörkel war heute keine Zeit.

23:30 Uhr, die Maschine ist wieder gepackt, auf ein Neues!

Wochenende in Wassertrüdingen

Zurück von der Gartenschau. War sehr schön dort!

Samstag Abend traf ich meine Inselfreunde Chris und Mike am See. Deby & Benji waren natürlich auch da. Und ich lernte ein paar Freunde der Freunde kennen… Nach einem gemeinsamen Essen verbrachten wir einen entspannten Abend bei Mike, wo alle übernachteten.

Sonntags besuchten mich nochmal alle bei der Gartenschau und Chris brachte seine Eltern mit, die ich letzten Winter auf der Insel kennen lernte.
Das war schon eine mega Freude!  🙂
Nachmittags besuchte mich ein anderer Freund, den ich seit Jahren öfter vermisst hab. Mesut. Bei uns reicht es wenn wir nur drei Worte chatten und wir bekommen Krämpfe vom Lachen! 🙂


Boah, seh ich fertig aus! 🙂 Die Temperatur war auch echt grenzwertig, aber es lief trotzdem sehr gut! Der Schatten sowie die Kühlung für die Elektronik haben sich bewährt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht!
Jetzt muss ich weder Dauereinsätze noch Rekordwetter fürchten!  🙂

Sonnenschutz

Um mich auf die kommenden heiße Tage vorzubereiten besorgte ich mir einen weißen Zeltstoff. Heute Morgen legte ich gleich los:


Es ging knapp her! Der Deckel hätte größer werden können, aber so gefällt es mir auch. Wahrscheinlich nimmt das Gewebe im Nachhinein noch mehr die Form an, so wie es bei der Regenhaube der Fall war.

Jetzt hab ich gögseidank einen viel kühleren Schatten!  😀
Es geht gleich am nächsten Projekt weiter, + 2 Reparaturen, bevor es heute Abend ans Packen geht.

Nachtrag 17:00 Uhr: HiHat-Maschine repariert, Blinklicht- Kabelbruch gelötet, und:

Einen dritten Lüfter eingebaut. Rechts vom Lüfter ist ein Verbindungsstecker, damit man ihn trennen kann. Denn der Lüfter hat Power und ist richtig laut! Der Wind bläst so stark durch die ganze Anlage, dass ich dahinter noch richtig stark angeblasen werde. Genau auf Sitzhöhe, dass er schön unters Hemd blasen kann.  🙂 Wenn die Maschine Spielt hört man von den Lüftern nichts mehr!

Nachtrag 20:00 Uhr: Um den Mixer und alles vor den Sonnenstrahlen zu schützen hab ich mich erst mal für eine einfache Testvariante entschieden: Ein Sonnenzelt mit feststellbarem Deckel.


In den hinteren Ecken steckt jetzt jeweils ein Gewinde um z.b. so einen Deckel festzumachen. Zwischen Zelt und Kasten zirkuliert noch etwas Luft. Vorerst tuts mal ein Baumwolltuch um den weißen Kasten zu tarnen.


Mit Sitar und Didgeridoo wird es kaum mehr auffallen.
Ursprünglich dachte ich an eine Stoffwand“ die als Schattenspender vom Schirm runter hängt. Aber die würde das Sichtfeld zu sehr einschränken und auch noch die Flügel verdecken. Bis zum Abend konnte ich mich für keine Lösung entscheiden. Darum bin ich jetzt echt froh, dass am Ende doch noch etwas nützliches raus kam!  🙂

Schwanenhals

Für alle Freunde mit denen ich mich über ein Moderationsmikrofon auf der Musikmaschine unterhalten hab: Inzwischen hab ich mich für ein Schwanenhals- Mikro entschieden, das am Didgeständer befestigt wird. Dann hängt mir nichts im Gesicht rum und ich hab trotzdem die Hände frei.
In letzter Zeit spüre ich, dass ich viel öfter mit den Zuhörern kommunizieren will! Sie lieben es und kommen sofort begeistert näher, wenn ich z.b. frage, ob ich mal die Einzelklänge vorführen soll.
Das ist megaschön und macht mir auch Spaß, nur hab ich nicht gerade die geübte „Marktschreier Stimme“.
Es gibt auch mitten im Spiel Situationen, dass z.b. Eltern von mehreren Kindern sagen: „Eine Karte reicht!“ Dann würde ich gerne öfter einwerfen, dass dann immer nur die anständigen Kinder zu kurz kommen. „Übrigens war ich auch mal der Kleinste und dann gibt es nachher schon keinen Streit.“ Alle lachen!  🙂 Solche Kleinigkeiten stellen eine schöne Verbindung her! Dann fühlt sich die „Arbeit noch freundschaftlicher an, die Zeit geht noch schneller rum und ich löse mich vollens von dem Gefühl mich irgendwie beweissen zu müssen.

Juhuu!

Es ist wieder da und ich freu mich so!

Es ging um das blaue Biest. (Nein, der Kasten darüber hätte den Namen „Beast“ eher verdient!) Oben drauf liegt eine dazu gehörige, sau- teure Fernbedienung, die zum Nachfolger übrigens nicht gepasst hätte. Darum hätte ich die Einstellungen, die in der Fernbedienung gespeichert sind, nicht auf das „Neue“ übertragen können.

Nachdem mein wichtigster Elektronikhandel bereits geschlossen hat, weiss ich es wirklich zu schätzen, überhaupt noch einen Fachhandel zu finden, der das so schnell reparieren kann. Ohne, dass das empfindliche Teil erst mal von Paketboten zig mal rumgeworfen wird! Jetzt hat es ein neues Netzteil und wird sicher wieder lange halten.
Super, 2250€ und verdammt viel Zeit & Arbeit gespart!

Vor dem Einbau nutzte ich die Gelegenheit nochmal alle Kabel durchzugehen und 2-3 überflüssige Kabel zu entfernen. Zerlegt kamen fast 40 Münzen aus allen möglichen Ritzen hervor, die mir die Leute einfach in den Kühlschacht geworfen haben. Heute hab ich auch die komplette Ledertasche und den eingenähten Didgeständer schön mit Lederfett gepflegt.

Zur Feier hab ich mir gleich eine schöne Papaya und eine tolle Mango geholt. 🙂

Leichtigkeit

ja, ich hab mich über den letzten Winter gehen lassen und schleppte seither viel zuviel Wampe mit mir rum! 🙂 Jetzt hab ich mir endlich mal wieder 2-3 Kilo diszipliniert runter gerannt und gespielt. Selbst bei 30°C. war es eben traumhaft schön zu Laufen! Endlich kann ich wieder von meiner Leichtigkeit schwärmen! Das möchte ich nie wieder verlieren, denn dann läuft alles wie von selber. Ich empfinde so viel Dankbarkeit für die Gesundheit und die freie Zeit! Muss gleich nochmal los!  🙂  Eben rannte ich den schönen Hügel hoch und jetzt gehts nochmal an meiner Echaz entlang. Das ist der Weg, den ich bei dem Video „Jump“ entlang gefahren bin. Mir wäre fast nach meinem Lieblingsbaum, kennt Ihr den? Er hat keine Blätter…
Am Waldrand neben der Echaz hört man manchmal nur Vögel und das Wasser plätschern. Heute traf ich meinen Freund Horst, der auch immer Barfuss unterwegs ist. Nach einer kurzen Unterhaltung laufen wir beide mit mehr Energie weiter! Herrlich!
Es ist der Purzelbaum. 😀