Zu dunkel

Heute habe ich viele Stunden geschnitten, geschliffen und gemalt. Als das Tageswerk im Rohbau stand war es zu dunkel zum fotografieren.
Die Überraschung halte ich euch für morgen auf! Hier hab ich ein paar Bilder von gestern. Damit es später was zum vergleichen gibt, knipste ich im unteren Pavillon sowas wie eine Bestandsaufnahme :

Die höchsten Blattspitzen der Papaya ragen gerade so über das Pavillon hinaus. Die Maracuas auf dem Dach schlagen offensichtlich auf den Dünger und die Pilze an. Sie wachsen jetzt schön saftig grün und schnell wie Bohnen. Sie blühen jeden Tag und Bienen schwirren auch überall rum.

Sichtschutz und Windschatten sind noch nicht perfekt, aber für mich ist es jetzt schon ein Traum!
Für den idealen Schatten sollte das Dach vor allem auf der linken Seite zu wachsen.

Schauen wir mal was bis Ende des Monats passiert.

Pozo el final

Nach der Entscheidung zur Gästetoilette räumte ich dem Pozo doch mehr Raum ein.

Ein Brett geopfert und viel altes Eisen verwertet.

Nach der ersten Ladung, setzte ich ein Rohr für den zentralen Ablauf.

Nur noch den Winkel korrigieren und alles schön flüssig bis in die Seiten rütteln.

Fertig! Eine kleine flache Duschtasse reicht mal fürs Erste.

Mit roter Erde etwas abgetönt.

Das hätte ich jetzt auch noch etwas verkünsteln können, aber man hat nur wenig Zeit und es hat dann auch gereicht! Den ganzen Beton hab ich von Hand in der Schubkarre angerührt. Das sind gute Bewegungen, ein gutes Training! Aber danach war mein Nacken auch etwas versteinert.

Ferreteria

Heute Morgen lief ich das erste mal zu unserer Ferreteria. Easy!
Es geht nur ein paar Meter den Hügel hoch, entlang der einzigen flachen Straße.

Einmal ums Eck und schon sieht man sie.

Die gefällt mir total gut, weil sie mich irgendwie an Modelleisenbahnen erinnert. 🙂

Aus der Nähe betrachtet erkennt man den alt kanarischen Stil unter der Farbe.

Gleich gegenüber, auf dem Heimweg.

Flache Straße zurück. 🙂

Noch einmal runter geblickt. Der rote Punkt ist das Ziel.

Der Kleber hat heute noch gefehlt! In dem Zug kaufte ich gleich Schellen, um die Zaunpfosten zu stabilisieren.

Dank des herzlichen Empfangs und des traumhaften Wetters, hat diese Tat jetzt richtig gute Laune gemacht!
Die Lage ist genial! Es sind nur Spaziergänge. Die Steigungen sind echt heftig! Ich meditiere mich da langsam im Standby hoch und bin dankbar, dass alles so geschmeidig läuft!

Anschlüsse

Wegen dem Samenstecken und dem Pflegen der Pflanzen, kam ich erst am Abend zu zwei Stunden Baustelle:

Vorher.
Nachher.

Der weiße Anschluß ist eine Option, für eine vorübergehende Gästetoilette. Wenn der nächste Pozo fertig ist, zieh ich damit um und mach hier nen Deckel drauf. Am Ende kommt ja eh noch ein anderer Bodenbelag oben drauf

.Beide Rohre bekommen ein schönes Gefälle.

Abwasser aus dem Vorzelt zu leiten eröffnet mir ganz andere Möglichkeiten. Ein einfaches Spülbecken im Vorzelt wäre von einer Aussen Küche perfekt abgerundet. Das dicke Rohr unter der Erde soll in der Mitte vom Pozo enden. Den Bodensyphon im Vordergrund, will ich oberhalb und demontierbar in den Deckel eingießen. Das Dusch und Regenwasser platscht dann ebenfalls direkt von oben in die Mitte der Grube.

Juhuu, mein Paket ist da!

Weil ich noch extra Platz und Gewicht zur Verfügung hatte, stopfte ich alles Mögliche mit rein, was mir sonst zu sperrig oder zu schwer wäre.

Ein Prototyp meiner ersten Schlappen, die ich Zuhause nie angezogen hätte, weil neue Modelle weiter entwickelt sind! Aber hier sind die Gold wert und es zählt nur noch, dass sie robust sind.

Das Saftbuch und meine alten Siebe für Bonsaierde. Die vielen verchiedenen Siebe werden mir noch wichtige Dienste leisten, für Sand, Holzkohle, aber auch für Bonsaierde. Denn es gibt auch hier Agadama, die besondere Bonsai-Lehm-Kügelchen aus Japan, die man Sieben muss!.

Ein schwerer Packen Papier mit dem Ausdruck von dem genialen Birkenbihl Spanischkurs, könnte auch so manchen Freunden helfen!

Praktisches Zeug wie die Faltbox, die ich Zuhause nie genutzt hab. Der blaue Universalstoff ist sehr vielseitig einsetzbar und könnte auch als kompakter Bluescreen Hintergrund zum Filmen helfen. Einen Großen hab ich ja schon hier, aber man überlegt schon öfter, bevor man einen 3 x 4 m Tuch durch den Dreck zieht.

Endlich ist der Kanister da, mit dem ich jetzt mikroorganismen aktivieren und vermehren kann. Bisher hätte ich keinen passenden Ersatz dafür gefunden, weil kein Gewinde passt. Im Kanister sind über 4000 Kapseln zum befüllen. Dafür hab ich schon neue Clip Beutel.

Fünf Liter Nemöl, das gerade dringend gebraucht wird, weil wir eine Weiße-Fliegenplage haben, wie ich es noch nie gesehen hab. Alle Pflanzen die ich bisher einmal gespritzt hab leben total frisch auf! Andere, wirksamen Spritzmittel, machen eine schwarze klebrige Sauerei und das hier macht nur Freude! Natürlich hab ich damit auch an Freunde und Nachbarn gedacht.

Dann kamen noch mehr Folientanks und der grübe Hanfstoff, mit dem ich Zuhause noch nichts anfangen konnte. Hier ist das ein unerreichbarer Schatz, falls ich jemals zum Nähen kommen sollte. Und seht ihr meine Schrauben und Rundmuttern? Eigentlich dachte ich, dass sie noch gar nicht da drin wären und konnte sie Zuhause nicht mehr finden! 🙂

Das dritte Moskitonetz hab ich jetzt auch auf Lager. Noch brauche ich es nicht so dringend und vor allem denke ich über eine weitere Motifikation nach, bevor das Erste zum Einsatz kommt.
Insgesamt hab ich damit 70kg auf die Insel geschleppt, die fast alles beinhalten, was ich in der letzten Saison vermisst hatte.

Weg zur Fiesta

Gestern Abend lief ich über den oberen Weg ins nächste Tal. Mit einem Didge auf der Schulter gings zu Chris und Deby. Hier sind ein paar Eindrücke. Beim ersten Bild kam ich gerade oben, an der flachen Querstraße an.

Hinter dem Tank und dem weissen Haus, sieht man die Bananenplantage. Mein Startpunkt liegt links davon.
1km, kurz vor dem Ziel.

Jetzt wirds spannend:

Rechts von diesem Baum, sieht man den nördlichen Hügel von La Palma und links davon, liegt der südliche Teil, mit dem Vulkan.

Pozo & Hochebene

Bei dem Anblick kann einem das Aufsammeln des Schutts und der Scherben schnell zuviel werden! Da half nur noch der Gedanke, Eimerchen für Eimerchen als Füllstoff für den Pozo zu gewinnen!

Dabei riss ich noch absichtlich mit dem Rechen, scharfe Stolperfallen, also hochkant stehende Scherben aus dem Boden, die noch mehr Scherben aus der Oberfläche ziehen. Es war einfach zu gefährlich um barfuss zu laufen.

Vorher. Die erste kanarische Phoenix, oder die letzte, am Ende der Hochebene.
Nachher. Von der anderen Seite aus gesehen.

Vielleicht erreiche ich mit dieser Aktion die Schwelle, ab der es besser und besser wird, anstatt nur weniger schlimm!? Wie oft dachte ich beim Aufräumen: „Wenn ich jetzt doch nur ein Loch hätte, in das ich einfach alles reinschütten könnte!“ Von dem her ging damit echt ein Traum in Erfüllung!
Nochmal in genüsslichen Bildern:

Als Drainage ist das super!

Den Rest fülle ich mit feinem Kies auf, damit ich es bis unter den Rand vollstopfen kann. Damit geht es morgen weiter…

Jetzt kann man hier endlich barfuss laufen. Die Hochebene hat auch ne ganz andere Ausstrahlung, wenn man von unten hoch kommt.
Ach, da hab ich ja noch ein Bild vom Eingangsbereich:

Der ganze Schutt ist jetzt auch weg. Bin also ganz zufrieden! Material für Morgen hab ich auch schon geholt.

Pozo 3

Wann habt ihr euch das letzte mal über die luxuröse Abwasserentsorgung gefreut?
Seht ihr? Hier wird man echt dankbar und das macht glücklich! 🤗
Schon das Aufräumen der Steine, hab ich erst mal umbenannt in: „Das Versorgen meiner Lieblingsbaustellen mit den Steinschätzen!“ Dann überwand ich mich ein letztes mal in die Grube hinab zu steigen.

Jetzt verschwand ich bereits unter der Oberfläche.
Ringsherum alles total porös!
Der Wohlfühlfaktor hält sich beim Rumkrabbeln da Unten in Grenzen! 😃

Dann war ich aber auch froh wieder draussen zu sein, weil das Loch von den kleinen Lawinen fast schon kugelförmig wurde. Das dürfte in der Mitte fast zwei Meter Durchmesser haben und man sieht ja wie durchlöchert das ist.
Jetzt gibt es mindestens zwei Möglichkeiten einen Pozo zu bauen: Wenn er für die Toilette ist, braucht man quasi eine vertikale Höhle, die innen trocken gemauert wird. Die Alternative hab ich mir von Selique abgeschaut. Er füllte den Pozo mit großen Felsen, damit dazwischen viele verzweigte Höhlen und Räume entstehen. Für meinen Abwasserpozo bei so günstigen Bedinungen reicht mir eine kleine Ausführung davon!

Die ersten 80cm wurden mit ganz grobem Schutt gefüllt, dann kam das alte Fass drauf.

Bis das wegrostet dient es als Konstruktionshilfe. Beim Füllen achte ich auf eine gute Statik mit vielen Hohlräumen. Von jetzt an füllte ich keinen Pozo, sondern räumte auf der Hochebene den Schutt weg!

Endlich weiß ich mal wieder wohin damit, ohne es drei mal umzuräumen!

Jetzt kann ich den Schutt und kleine Steine einfach reinschütten. Aber es ist ein Feiertag und ich hab schon zwei Einladungen! 🙂 Das Duschen war herrlich! Erst war es grenzwertig warm und dann musste auch mal getestet werden wie lange es warm kommt. Die schwarze 50m Leitung wirkt wie ein Duchlauferhitzer und die Temperatur geht kaum runter. Der Sandwasserfilter arbeitet übrigens noch perfekt!

Pozo 2

Nach einer kurzen Siesta, kam der Schatten und ich grub noch eine Weile gemütlich vor mich hin:

Es kamen ein paar richtig schöne Bausteine für die Mauern raus.

Inzwischen stand ich schon schultertief und kann von da Unten die Eimerchen langsam nicht mehr in die Schubkarre werfen. Das Arbeiten war nach der Dusche viel angenehmer, weil es jetzt nicht mehr staubt.
Morgen kratz ich noch ein bisschen das weiche Zeugs aus der Mitte und dann ist das für die Ewigkeit, weil das Wasser in alle Richtungen abfliessen kann. Das Füllen mach ich ganz einfach… morgen mehr!

Viele Früchtchen!

Was für ein Fest! 🙂

Die zwei großen roten Maracujas hab ich aus dem Gemüseladen, den Rest hat mir Geza heute geschenkt, bei dem gerade auch täglich die Avocados vom Baum fallen.

Sehr interessant finde ich die zwei Kugeln unten rechts. Sie haben eine Form und das Muster einer Granadilla, sind aber innen rot und schmecken total süß! Die gelben „Edulis Flavicarpa“ können auch mehr als doppelt so groß werden. Wenn man sie liegen lässt bis sie schrumpfeln schmecken sie perfekt süß-sauer! Aber selbst frisch gegessen, sind die säuerlichen Kandidaten das sinnlichste Erlebnis von allen! Man spürt die Erfrischung noch Minuten danach! Aber ich liebe sie alle und die Abwechslung machts!