Camino 3

Seht euch das an: Jetzt, um 19:30 kommt ein ganz warmer Wind aus dem Westen! Die Richtung ist wegen der Stürme gefürchtet! Zum Glück ist der Vulkan erloschen! Das Meer hört man auch ganz laut aus dem Westen und von dort wirkt es viel mächtiger als bei Nordwind!

Hab das Fenster aufgemacht um die Wärme rein zu lassen! 🙂

Heute hab ich noch einen dicken Felsen dazu gelegt und noch ein Paar aufgebaut.

Die Kante vom Unteren hab ich mit dem Hammer schön angepasst!

Bild Unten: Rechts von dem kleinen schwarzen Stein zieh ich alle Felsen aus der alten Mauer um sie zu retten. Die gedachte Verlängerung der Holzleiste, lässt einen die Steigung vom Weg erahnen.

Jetzt benutze ich bereits die Auffahrt um den Schutt von da Oben rein zu werfen. Die Steigung ist sehr angenehm und vor allem geeignet in Zukunft 1000 schwere Schub- oder Sackkarren hoch zu schieben.
Die Arbeit ist so abwechslungsreich und macht Spaß, dass die Tage ganz schnell rum gehen!

Winzlinge!

Sagt Hallo zum neuen Leben!

Nichtmal so groß wie eine Stecknadel, hätte ich sie fast im Dunkeln, wo die Töpfe geschützt zum Keimen stehen, übersehen. Die Chinesische Beerentraube, oder die Beere der fünf Geschmäcker, weil ihr reicher Geschmack angeblich in alle Richtungen zugleich gehen soll!
Unten steht eine ebenfalls winzige schwarze Maulbeere, die mir noch gar nicht bekannt ist, aber auf die sich schon manche Freunde freuen!! Das gibt richtige Bäume, die viel blaue Sauerei machen! 😊 Lecker!

Camino 2

Inzwischen bin ich wieder voll in meinem Element! Körperlich total geschmeidig, kaum Hunger und Energie ohne Ende! Die Grenze liegt, wie beim Laufen, beim Hitzkopf! 🥵
In der Mittagspause baute ich mit einem alten Holzrahmen ein eigenes, feineres Sieb.

Heute zog ich die ersten Felsen aus der Mauer dahinter, bevor der Bereich eh verschüttet wird. Im nächsten Bild liegen u.a. zwei mega Trümmer, die man nicht unbedingt oben drauf legen will! Die Form ist weniger geeignet hoch aufzubauen, aber da ich eh so urig angefangen hab, fügt sich sowas ganz gut in diese „alte“ Rustico Mauer!

Am schwierigsten ist das zusammen schieben!

Beim Bauen war es ganz schnell klar, dass ich mit den Felsen ein paar Akzente setzen werde. Die schönsten Expenplare kommen so besser zur Geltung und dürfen auch mal wie ein kleiner Gipfel bis zu 30cm über das Weg Niveau raus ragen! Vielleicht wirkt das Ganze nachher wie eine miniatur Skyline.

Hier liegen bereits die ersten 5 – 6 Schubkarren Bauschutt mit drin, wodurch ich an anderer Stelle etwas Boden dazu gewinne. Man macht so keine Sprünge, aber dafür laufen vier Missionen gleichzeitig! Weg bauen – Fundament graben – schutt versenken und bald noch Revuelto sammeln, weil ich mit jedem Meter Weg, das vielfache an Geröll darunter brauchen werde!

Die Holzleise vor der Mauer skizziert die Steigung.

Camino Panorama

Hab die Steine nass gemacht, damit man die Farben sieht.! 🙂

Wie ich mich auf diesen Augenblick gefreut hab und endlich ist er da! Die Arbeitswege sind so vorbereitet, dass ich den tiefen Weg ausgraben kann und das ganze Gerümpel, das ich nicht verwerten kann, direkt in den hohen Weg einfüllen. Eine Arbeit mit drei Effekten! Beide Wege entwickeln sich und dabei gewinne ich massig sauberes Baumaterial wie Revuelto!

Am Morgen recycelte ich erst mal ein paar alte Rohre und installierte einen Kanal in den Weg. Dabei geht es erst mal darum, die Pflanzeninsel daneben mit Wasser zu versorgen. Jetzt kommt dort der Anschluss direkt aus dem Boden!
Durch das dickere Rohr läuft wieder ein Ringkanal und später kann man noch Stromkabel oder weitere Rohre durch schieben. Dafür werde ich mich eines Tages selbst umarmen! 😄

Das Sieb ist genial! Ich leg es drauf, schütte ne halbe Schubkarre Revuelto drauf, verstreiche es mit dem Rechen und heb anschließend das Sieb auf meiner Seite hoch. Das Grobe fällt hinter den Weg und der Belag wird richtig schön!

Auf der anderen Seite der Baustelle wird es immer geräumger. Fast schon ein Nebeneffekt! 🙂 Von der Ausbeute her ist es eine wahre Freude! Viele große Felsen zum Bauen und ein ganz sauberer Sand, den man nur raus sieben muss.

Spannend!

Gerade eben verkosteten wir die erste Physalis „Queen de Malinalco“ und die erste „Toma Verde“!

Geza berichtete zu meiner Verwunderung, dass ihm die weiße Physalis besser schmeckt, als die Lila. Weil für ihn als Veganer, hat die Lila einen ganz leicht käsigen Beigeschmack, was ich gar nicht nachvollziehen konnte! Nach dem ich die Gelbe probiert hatte, verstand ich was er meint! Man würde kaum auf die Idee kommen so etwas raus zu schmecken, aber wenn man es sucht, wird man fündig!
Allesamt sind eher einem sehr lieblichen Gemüse zuzuordnen, als süßen Früchten! Wie die bekannte Andenbeere, die sogar säuerlicher, aber auch fruchtiger schmeckt.
Auch die Grüne schmeckt sehr lecker, leicht tomatig mit erfrischender Apfel Konsistenz! Die Grüne wird in Mexico traditionell zum Kochen verwendet und ist auch bei ein paar Starköchen beliebt! Sie schmeckt aber auch roh sehr fein und könnte die Abwechslung z.b. für ganz leckere Sandwitches sein!
Für mich fliegt die Weiße also raus. Lila, Gelb und Grün gehören in Zukunft auf meine Finca la Musica!

Queen de Malinalco

Das sind ja nur Winter Testpflanzen, sonst können die Mannshoch werden! Dabei sehe ich als Problem, dass sie irgendwann unter ihrer eigenen Last zusammen brechen!
Dafür brauche ich die vielen Bambussptizen. In die Verzweigungen von 3-4 besenförmigen Bambusstengeln, kann man immer wieder die Ästchen der Physalis einhängen! Das kostet weder Draht, Schnur, noch Mühe!

Toma Verde
Lila

Ebenfalls spannend fand ich die Feststellung, dass ich seit Tagen weder im Vorzelt, noch bei meinem Sonnenstrand Fliegen sah! Keine Einzige! Dann fiel mir wieder ein, dass meine Nachbarin mir eine Pflanze geschenkt hat, um Fliegen zu verscheuchen!

Sie ist schön, duftet ganz fein und stinkt nicht, wie ich am Anfang befürchtete!

Der Grundstein liegt!

Die ersten zwei Meter Mauer für den neuen Panoramaweg liegen!

Einfach ein paar Schätze zusammen tragen und etwas rumspielen! Dafür ist der ruhige Sonntag genau richtig! Diese Stelle wird den ganzen Palmengarten und somit meinen Lieblingsplatz prägen, wofür ich natürlich ganz besondere Steine suche!

Wie kleine Korallen! 🙂

Mit dem blosen Auge betrachtet, schimmern die Flechten in zig Farben! Sie leuchten auch schön im Mondlicht, oder wenn es regnet!

Ausgegraben

Endlich ist die kostbare Erde aus dem Weg geschafft! Heute hatte ich echt genug von der Buddelei! Feuchte Erde in den Sandalen und Tonnen zu schleppen!

Von hier aus ist der Weg 15m. lang und zur Wand, wo die Brücke enden wird, 14m.
Von der anderen Seite.

Einen riesen Rattenhöhle, oder einen Kaninchenbau, hab ich entdeckt.

Am Abend hab ich die Höhe aus nivelliert und eine Schnur gespannt, mit der man das geplante Gefälle sehen kann.

Vom Beginn des Weges, hab ich 1,70 Steigung um an der Wand bei 2,10m. raus zu kommen. (Gegen das Gefälle im Palmengarten
Aus dem tiefsten Punkt meines geplaten Fundaments aus gemessen, käme ich hinter der Mauer und der Brücke auf eine Höhe von über 2,70m.

Ab morgen kann ich endlich die ersten Steine legen!
Jetzt gibts gleich ne super Pizza beim Besten in Garachico! Bin mit Geza und Isabel unterwegs. Danach gebe ich noch eine kleines Didgekonzert!

Endlich wieder normal!

Heute Morgen um sieben im Vorzelt:

Da steht man gleich viel motivierter auf! Allerdings war mein Arbeitstag gemixt, weil ich zwischendurch mit Isabel zum Einkaufen nach Puerto gefahren bin. Immer ein Spaß! Dann war ich so hungrig, dass ich bereits mittags was kochen musste! Ravioli mit Birnen und Käsefüllung, Tomatensoße mit Pepperoni und Röstknoblauch. Dann noch viel Tulsi über den reifen Gruyere! 😊 Vergesst Basilikum und bestellt euch Tulsi Samen! Danach war aber ne Siesta nötig! 😄

Was für eine Tagesernte. Letzte Nacht gab es Wind! Das Gelbe links ist die erste Physalis, Queen de Malinalco, die leider zu früh auf den Boden fiel. Aber die reift wahrscheinlich nach. Die lila Physalis, war die erste Frucht von der zweiten Pflanze. Die brauchen etwas länger, werden aber noch größer als die Ersten! Wenn die genauso lecker schmecken, setze ich natürlich auf diese Samen! Die gelben Maracujas sind viel zu klein! Mit der ersten 20m. Schrottpflanze hatte ich gleich mal extrem Pech! Einfach mal ein Beweis, dass ich die Dinge nicht schön rede, nur weil es meine Babies sind! 😄
So kam ich also nur 2 x eine Stunde zum Graben, weil ich auch mal wieder richtg heiß duschen wollte!

Vorher.
Nachher.
Vorher.
Nachher.

Gottseidank ist das eine wunderschöne Erde! Kompostschichten, teils 40 Jahre vererdet. Da kommt noch viel mehr! Die Grundlage für Jahre, um sie mit Mist, Kohle, Kompost, evtl. Kokosfaser und Pikon zu mischen. Das ist so beruhigend, wenn das wichtigste Element für zukünftiges Leben einfach mal da ist! Später muss ich fast alles über den neuen Weg auf die Hochebene schleppen. 🤪

Feiertag

Heute war es mir eh zu matschig zum graben, aber hier ist auch ein Feiertag! Keine Ahnung was, aber an so ganz stillen Tagen scheint das etwas zu bedeuten! 🙂
Eben hatte ich mit Isabel ein Physalis Testessen:

Weiß gegen Lila. Die Lila erinnert mich wieder total an eine leckere Cherrytomate, nur hat sie eben noch einen extra fruchtigen Geschmack, mit dem sie sich nochmal abhebt! Eindeutig süßlich, lecker, aromatisch!
Die Weiße ist auch nicht wirlich schlecht, kommt aber bei weitem nicht an die Lila ran. Sie erinnert auch an eine Tomate, aber eher an eine farblos, neutral schmeckende, leicht säuerliche Frucht!
Auf die Frage an Isabel, wie viele von 10 Töpfen sie der Weißen bereitstellen würde, sagte sie, lieber nur 10 mal Lila und keine Weiße! Genauso denke ich auch!
Jetzt bin ich natürlich auf die grünen und die gelben Queen de Malinalco gespannt. Vielleicht bleibt auch nur eine im der Auswahl!? Genauso denke ich bei den Melonen. Wenn ich die Besten meiner 14 Sorten kenne, reichen mir am Ende wahrscheinlich die zwei Besten! Aber die Gewissheit will ich schon haben, bevor ich mein halbes Leben lang zweitklassige Früchtchen anpflanze, nur weil ich nichs anderes probiert habe!

Dann machten Isabel und ich einen kleinen Spaziergang über die Nachbarfinca, von der aus ich in den Palmengarten sehen und fotografieren kann.

Es sieht aus wie bei archäologischen Ausgrabungen! Je tiefer ich den Graben rechts für das Fundament grabe, desto tiefer kann ich den ganzen Bereich später ausgraben! Eine irrsinnige Arbeit, von der ich aber den Rest meines Lebens profitieren kann!

Man kann schon erahnen, wo der Weg wie eine Wendeltreppe nach unten führt. Das wird eine ganz tolle Gartenarchitektur! 🥰 😄

Riesenbaby

Heute sind es genau vier Monate, seit ich die ersten Maracuja Samen in den Boden gesteckt hab! Täglich tanze ich mehrals um 35 Töpfe, die kaum ein Lebenszeichen von sich gaben. In Sorge um meine Samen, heizte ich manchmal sogar nachts durch und schlafe fast immer mit geschlossenem Fenster! Heute ist endlich wieder eine Geschlüpft!

Passiflora Quadrangularis, oder Riesengranadilla. 🥰 Das Beste daran ist natürlich die Hoffnung, dass doch nicht alles so tot ist, wie es scheint! Ebenfalls genial, sind die vier Monate! Das bestätigt nämlich genau die Zeit, in der bei Geza Granadillas aus der gebrauchten Erde geschlüpft sind! Bisher konnte ich nur vermuten, dass es sich hierbei um Riesengranadillas und nicht um die „normale Ligularis“ handelt, von der noch einjährige Samen rumfahren könnten!

Also habe ich schon Zwei mit Verdacht auf Quadrangularis und eine sicher gekennzeichnete. Die kleine Granadilla kann sich ja selbst sehr erfolgreich bestäuben, weshalb wir wahrscheinlich bereits mit der einen Mutterpflanze glücklich werden könnten!
Bei Geza sind allerdings nochmal zwei Granadillas nachgeschlüpft, was mich für ihn so wahnsinnig freut! Typisches Geza Karma: Er ist so lieb, dass er mir die einzigen zwei Pflanzen überlies und prompt sind bei ihm zwei weitere nachgeschlüpft! 😄
Heute ist ein Regentag, die Temperatur stieg aber bereits in der Nacht auf unser normales Niveau! Von 13, auf etwa 18 Grad am Morgen. Das mag für euch in D. niedlich klingen, macht aber ein Unterschied wie Tag und Nacht! 🤪