Um die nächste Flut im Vorzelt zu vermeiden, hab ich heute kurz einen Damm gebaut:
Vorher.Nachher.
Einfach innen und aussen am Zaun eine Steinreihe gelegt und mit etwas Beton aufgefüllt. Aussen goß ich nochmal einen Sockel vor die Steinreihe, damit ja alles dicht ist!
Etwas Sand drauf und schon sieht es so aus, als würde es schon immer da liegen!
Jetzt wird das ganze Regenwasser von der Straße schonmal bis in die Einfahrt umgeleitet, wo es nur noch um wenige Zentimeter geht, damit es in die andere Hälfte der Hochebene umgeleitet wird, wo es dann schön versickern kann. Das war schonmal so, aber im Frühjahr hab ich den Containerplatz ausgegraben und damit dem Wasser neue Wege aufgetan, die ich nun wieder verschlossen hab.
Eine neue Maracuja Sorte ist geschlüpft! Angepriesen war sie als Mango Maracuja, die Passiflora Tripartita Azuayensis.
Zu dem Bild kam ich beim Samenkauf.
Von den Blüten her sehen sie rosa und trompetenförmig aus, wie die Bananenmaracuja, Coactilis und Mixta. Bin schon sehr gespannt, ob diese hier wachsen!? Allerdings hab ich inzwischen dazu gelernt, dass die süße Granadillas, die hier prächtig wachsen, eigentlich in einer Höhe zwischen 800 und 2200m Höhe zuhause sind! Damit steigen natürlich die Chancen, dass auch andere Passionsblumen aus dem Hochland bei uns wachsen könnten!
Tja, was macht man bei so einem Wetter? Zuerst hab ich eingeheizt und die Heizung versehentlich etwas hoch gedreht. Ruckzuck 25 Grad! 😃 So gehts wieder! Hab viele Pflanzenvideos angeschaut. Es gibt so viel über die verschiedenen Maracujas zu lernen! Die absolute Superfrucht! Für einen Moment hatte es aufgehört zu regnen und ich nutzte die Gelegenheit, wenigstens bis zum Gemüse- und Tiefkühlladen hoch zu laufen. Ein Glückstag, frische rote Maracujas.
Von so prächtigen Riesenfrüchten träume ich noch nichtmal! Wie schwer die sind!
Zwei Stück hatten bereits 160ml Inhalt, mit dem ich ein einfaches Sirup Rezept aus einem Video testen wollte. Etwa gleich viel, statt doppelter Menge, braunen Zucker und Wasser gekocht. Maracuja dazu und schön durchrühren. Dann durch ein Sieb reiben, fertig! 10 Sekunden Stabmixer, um die Frucht besser von den Samen zu trennen und es wäre sicher noch viel besser!
50 ml Sirup, auf einen Liter Wasser, schmecken schon intensiv nach Maracuja und extrem lecker!
Kann mich kaum bremsen! 😄
Ein frisches Früchten musste ich unbedingt noch probieren!
Die sind so saftig und einfach unglaublich!
😋 In gute Mangos könnte ich mich ja bereits reinlegen, aber Maracujas sind bisher als meine absoluten Favoriten unerreicht! 🥰 Hab noch sechs Stück. 9 Früchte für 11€, mit dem Kiloreis von 7€ sind die nicht billig, aber dann zahlt der Händler auch gut, wenn man selbst Überschüsse von dieser Qualität hat! Wird es bei mir vielleicht nie geben! 😃 Höchstens wenn ich nicht da bin. 🙂
Gestern Abend ging es schon los! Immer wieder lauschte ich einem extrem tiefen Brummen, das ich nicht zuordnen konnte! Von den Abständen her, könnten es extreme Wellen gewesen sein, die in den Steilhang schlugen!? Aber so laut? Heute Morgen schrieb eine Freundin im Süden, dass sie heute früh ein Erdbeben und ein Gewitter erlebt hat, was hier extrem selten vorkommt. Also es gibt wahrscheinlich mehr Erdbeben als Gewitter. Heute Morgen wieder, Erdbeben oder Gewitter, keine Ahnung!? Das Zelt hielt so weit dicht, aber unterm Wohnwagen floss ein Schlammbad durch und suchte sich den Weg in den Steingarten. Hab es weg gewischt und jetzt bleibt es sauber!
Im Steingarten stand das Wasser schon, als ich bemerkte, dass der Abfluss verstopft, oder überfordert war. Geöffnet, rauschte alles in Sekunden ab!
Bisher stand das Wasser an solchen Tagen knöcheltief und das tagelang! Letztes mal dachte ich schon, wenn ich jetzt doch nur einen Stöpsel ziehen könnte und alles ablassen! Voila! 😊
Von dieser Ecke aus, muss ich am Zaun entlang einen Steinsockel ein betonieren, damit der Starkregen der Straße bis in die Einfahrt umgeleitet wird, sonst läuft die ganze Straße bis in den Steingarten durch! Der neue Pozo, (sprich: posso) schluckt aber das Wasser der kompletten Straße mühelos weg!
Starkregen und Schneefall wurden voraus gesagt. Wetterwarnung Stufe Gelb, seit letzter Nacht. Bis um 13:00 Uhr war es noch ganz schön und jetzt nieselt es ganz leicht. Windstill, warm, herrlich! Schon wieder trocken!
Am Vormittag nutzte ich das Glück, dass noch alles trocken ist und band ein Tarp als Zeltplane unter das Vorzelt.
Zwei Holzleisten waren noch auf Lager. Die musste ich nur 5cm kürzen, das untere Ende abrunden, Bohren und oben mit Draht hoch binden.
Eine große Bereicherung an Regentagen, den trockenen Aussenraum vollwertig nutzen zu können! Jetzt kann ich z.b. hier draussen schreiben, die Sitar raus stellen und spielen, was vorher wegen des Sprühnebels nicht möglich war. Kar, keine große Sache einen Lappen da hoch zu hängen, aber es sind halt doch 18 Quatratmeter und Stoff ist teuer! Geht es günstiger als für 60€ ein hochwertiges Tarp zu opfern? Jetzt ist das endlich ein richtiger Schattenplatz!
22 kleine Geschenke. Die restlichen Tulsi Basilikum zum verschenken sind alle umgetopft.
Links steht mein Topf, der ein paar Wochen voraus hat. Die Blätter schmecken so unglaublich lecker und ich knabber ganz oft im Vorbeigehen was ab!
Etwas größer macht der Tulsi natürlich viel mehr her! Dann springt einem schon der Duft entgegen und ich kann direkt sagen: Probier mal! 🙂
Oranje Ananas Melonen hab ich noch eingepflanzt, vor allem um Platz zu gewinnen.
Dank Julio, meinem Gasflaschenlieferanten konnte ich heute draussen frittieren! Der Service klappt super! Heute Morgen Flasche leer, Julioˋs Fanfare gehört, ne Nachricht geschrieben. Er antwortet in wenigen Minuten, dass er in einer Stunde bei mir sein wird und schon trägt er die volle Pulle bis ins Vorzelt. Also gabs heute gleich nach der heißen Dusche meine Lieblingsfischkroketten! 😊
Zwei von Fünf. Nicht zu heiß frittiert werden sie total lecker!
Am Sonntag hab ich mir trotz Handschuhe und Kombizange eine Blase am Mittelfinger geholt! Das ziehen der langen Wurzeln ging teilweise so schwer, dass es mir bei einer Profizange die Gummigriffe vom Wergzeug gezogen hat! Zusätzlich noch ein paar kleine Schnitte in den Fingern, waren Grund genug für eine Planänderung! Pikieren und Umtopfen: Z.B Einzeltöpfe für 13 kleine Bambùsitos, damit ich die später schön in ihrem Beet verteilen kann. 15 weitere Bambussamen sind schon gesetzt.
Daneben stehen rechts, winzige Gojis und links Ghanesische Papayas.
Frisch geschlüpft, ist neben der zweiten „Flavicarpa“ eine „Tango“ Maracuja. Eigentlich ist die Tango eine rote Edulis, die hier eh schon stehen sollten. Die Neuen sind aber Samen vom Profi, der die Qualität dieser Riesenfrüchte, sowie die von den „Flamingos“, in höchsten Tönen gelobt hat.
Ebenfalls neu, die „Black Cobra“ Chilis. Viele der winzigen Samen sind eine „Fehlkonstruktion“, weil die Samenhüllen derart eng, hart und verkrustet sind, dass die Keimlinge nur selten unversehrt raus kommen!
Zwei Sorten Maracujas bekamen einzelne Zwillingstöpfe, weil sie bei mir eh paarweise gepflanzt werden. Auf der anderen Seite wurden zu wenig überschüssige Pflanzen abgeholt. Also muss ich anderweitig Platz schaffen, indem ich einige in den Boden setze. In dem bereits bewässerten Beet, das im Orangengarten liegt, stehen jetzt: 2 x Tomate – „Petit Chocolate“, 2x „Blaue Katzastan“ Tomaten, 1 Physalis „Queen Malinalco“, 2 x „Birnenmelonen“, 1 x „Spitzpaprika Violet“ und zwei neue Okras. Mit den Okras auf der Hochebene bin ich bisher noch gar nicht glücklich! Jedenfalls wird dieses Sortiment jetzt automatisch bewässert und die Nächsten können nachrücken!
Dann hab ich am kühlen Waldrand die erste Noni eingepflanzt, bevor sie mir noch in dem kleinen Topf vertrocknet. Muss nicht klappen, denn 350 – 650 Höhenmeter sind empfohlen und ich habe hier nur warme 150 Höhenmeter.
Die ersten Physalis „Toma Verde“ blühen schon! Wahrscheinlich weil die Tage schon so kurz sind. Das macht aber nichts, weil diese Saison geht es vor allem ums Probieren, entscheiden und Samen sammeln!
Fast den ganzen Tag! Aber es ist angenehm mit Maracujas zu arbeiten! Sie sind robust und zäh, auch was Insekten und Krankheiten angeht. Einfach unproblematisch, wenn sie mal groß sind! Nichts juckt, sticht oder kratzt! Manchmal duftet es und man ist fast immer von Bienen umschwärmt, die über dem Dach rumschwirren. 🙂
Zwischendurch hab ich die ersten Meter schwarzen Flies an den Zaun gebunden. Blickdicht, winddicht und ein schönerer Hintergrund!
Zwei Anschlüsse für Abwasser sind ganz hinten in einem kleinen Kübel versteckt.So kam ich auf mein Gefälle und sollte dafür den Boden an die Schnur anpassen.
Das ganze Pavillon ist jetzt genau 20m lang und voller Kugeln. 😊
Vom Steingarten runter fotgrafiert.
Das Klohäuschen wird später in dem neuen Pavillon fertig gebaut. Dort steht es sturmgeschützt und ich kann es sogar mit einem der Pfosten verschrauben!
Im Hintergrund sieht man fast die komplette Pflanze, die noch keine zwei Jahre alt ist!
Heute Mittag hab ich mich fein bekocht und im Pavillon gegessen. Danach Siesta in der Hängematte. 😴 Dann die Arbeit, auf die ich mich weniger gefreut hab. In den Maracujas rumklettern klingt zwar lustig, ist aber echt anstrengend! Die Eisenstangen einflechten, alleine alles halten, plus Teile und Werkzeug. Beide Seiten der 3m. Stange befestigen. Die Blechbügel zum verbinden fluchten manchmal nicht, verkanten. Ein Rohrende war auf einer Seite leicht Plattgedrückt. Schraubstock, Hämmern, Feilen und natürlich alles von Hand sägen. Dann der Draht! Eine Hölle für sich, wenn große Drahtspulen nach abgerollten 9m. verflochten sind und sich nicht mehr lösen. Man kann es sich kaum vorstellen, wie die großen Drahtringe hin und her fliegen. Sofort verkuddeln oder gar knicken! Doch dann konnte ich endlich Maracujas entflechten, was genauso viel Geduld fordert, aber viel mehr Spaß macht! 😊
Es sind noch nichtmal alle Drähte dran, aber jetzt wollte ich es endlich sehen.
Als es dunkel wurde, zog ich noch los, zum Einkaufen. 20:30 Uhr und es ist noch total warm! Ein Segen für die Samen und Keimlinge!
Der Wecker geht einen Monat und eine Stunde vor. 🙂
Da zieht man gerne schon in der Dämmerung los! Heute, Mangas pflegen:
Manga „Lippens“, Vorher.Nachher.Vorher. „Keitt“.Nachher. Später schnitt ich den Fünften auch noch ab, weil Wagenspeichenäste sehen echt blöd aus!Vorher. „Torbert“ Wächst schön, gibt aber einen Stern voll Äste. Nachher. Einer steht etwas höher für die Spitze und drei Hauptäste auf derselben Höhe sind ideal!Mein erster „Osteen“ ist am größten und er hätte mich bald eingeholt. Aber der Seitenast muss weg, oder tiefer!Vorher, Von der anderen Seite gesehen.Nachher. Damit ich den einfach mal wachsen lassen kann, band ich den dominanten Seitenast runter. Das Bäumchen ist eh schon chaotisch genug!
Während dessen zog ich wieder konkurrierendes Unkraut mitsamt seinen Pfahlwurzeln raus. Jedes Bäumchen wurde mit Neemöl und EMs gespritzt und bekam anschließen eine Infusion mit Dünger und EMs -Mikroorganismen. 10 Uhr, fertig! Der jährliche Wachstum beginnt jetzt erst so langsam!