Viele Früchtchen!

Was für ein Fest! 🙂

Die zwei großen roten Maracujas hab ich aus dem Gemüseladen, den Rest hat mir Geza heute geschenkt, bei dem gerade auch täglich die Avocados vom Baum fallen.

Sehr interessant finde ich die zwei Kugeln unten rechts. Sie haben eine Form und das Muster einer Granadilla, sind aber innen rot und schmecken total süß! Die gelben „Edulis Flavicarpa“ können auch mehr als doppelt so groß werden. Wenn man sie liegen lässt bis sie schrumpfeln schmecken sie perfekt süß-sauer! Aber selbst frisch gegessen, sind die säuerlichen Kandidaten das sinnlichste Erlebnis von allen! Man spürt die Erfrischung noch Minuten danach! Aber ich liebe sie alle und die Abwechslung machts!

Pozo 1

Das war heute der erste kleine Startschuß Richtung Bauarbeiten. Der Boden im Steingarten ist etwas wannenförmig. Irgendwann will ich den gesamten Bereich mit Steinplatten auslegen, damit man später alles mal kurz durchkehren kann. Noch besser wäre natürlich abspritzen! In der Regenzeit kann es passieren, dass sich zuviel Wasser im Steingarten ansammelt und nicht mehr abläuft. Es stand letzten Winter gelegentlich an die 10cm tief. Ausserdem ist es gerade der attraktivste Duschbereich! Bisher hab ich die 10 – 20 Liter Duschwasser mit dem Eimer weggeschleppt und das sollte sich heute ändern:

Also begann ich zu graben, um zu sehen was mich da unten erwartet. Schon nach einer Stunde wurde es immer besser!

Für so ein poröses Gestein muss man an anderen Orten metertief graben! Es lösen sich immer mehr Steine unter denen fast schon höhlenartige Hohlräume vorkommen. Viele Steine taugen sogar als Baumaterial um die Seitenwand damit zu befestigen, bevor ein Betondeckel drauf kommt. Nach drei Stunden riss ich mich los, weil ich es mir diesmal ganz fest vorgenommen hab, mich nach der Op nur ganz langsam zu steigern! Sagen wir über mindestens drei Tage! 😃 Das ist ja auch fast schon wieder sechs Wochen her! Jetzt bin ich natürlich wieder sehr motiviert! Man könnte jetzt schon einen kompletten Starkregen drin versenken. Am Ende wird diese Sickergrube auf jeden Fall für eine Dusche, eine Aussenküche und auch für sagen wir mal, schnelle Geschäfte reichen! Mehr nicht, weil wenn der Starkregen doch mal zuviel werden sollte, soll es kein Klopapier oder ähnliches rausdrücken! Dafür werde ich noch viele Gruben an noch besseren Stellen graben. Die 20l. Duschwasser, die ich gestern extra stehen lies, waren im selben Moment in dem sie unten aufschlugen weg! Genial! Mich freut das vor allem, weil ich damit die Ablaufeigenschaften von der Hochebene besser kennen lerne! Der wichtigste Faktor für die Botanik! Alles Andere kann man mit den Jahren verbessern, aber das nicht! In anderen Fincas sah ich schon, dass der Untergrund früher wie zu betoniert wurde, damit ja keine Erde in den Steinspalten verschwindet. Wenn mit diesem Präparieren übertrieben wurde, ist die Finca nachher wie eine wasserdichte Badewanne. In meinem alten Grundstück, waren dagegen die Felsen so groß, dass selbst Selique mit dem großen Bagger Probleme hatte! Diese Grube wurde übrigens später von dem Psycho-Idioten zu betoniert, nachdem ich den Eingang versteckt hatte! 🙂

Waschtag

Viel Arbeit bedeutet auch, dass sich bereits eine ordentliche Ausstattung angesammelt hat und dann hälts auch wieder ne Weile. Bei der Gelegenheit hin und her zu fahren, brachte ich die von Geza vorgezogenen Pflanzen nach Hause.

Vier Charapitas, mit ihren besonderen Chilli Beeren.

Ein paar Artemisia, die wahrscheinlich Jahreszeiten bedingt, zu früh zu blühen beginnen.

Auf die ersten Brahmi bin ich schon sehr gespannt! Ob man jemals die Eidechsen auf sie loslassen kann? Auf jeden Fall ist es schön ein paar neue Pflanzen vorab zu haben und nicht nur in „leere“ Töpfe zu starren! 🙂
Eben hab ich noch ne Weile Didge gespielt, nachdem ich das Neue endlich ausgepackt hab.

Rechts das Ältere der zweiten Generation und links das Neue Masterclass.

Zwei mal dasselbe und doch liegen Welten dazwischen! Das Ältere ist etwas zu tief gestimmt, weil das Mundstück konstruktionsbedingt sehr problematisch umzusetzen war! Bei der geringsten Korrektur wird der Innendurchmesser zu groß! Erst bei dem linken Exemplar kürzte ich kompromisslos und goß nachträglich ein neues Mundstück in den Schaft ein. Das neue Mundstück hat innen eine kleine „Stufe“ die sich extrem positiv auf das Spielen auswirkt! Der Ansatz bleibt einem total treu, während es happy und leichtfüssig „federnd- hüpft und bounced“. Deshalb hatte ich es auch von der ersten Minute an bereut, es damals in den Laden gestellt zu haben! Es blieb zum Glück verpackt im Lager, weil es dort schon genug „Masterclass“ Didges gab. Man sieht auch oben am Bild, dass das Neue viel dünnwandiger gebaut wurde. Das Rechte spielt sich dafür fast schon wie ein schweres Euka. Auch ein super Mundstück, aber was ganz anderes! Es klingt dunkler und erdiger. Das Neue passt viel besser zu den Sitars und auch zur Maschine! War also ne gute Entscheidung!

Work – Fun – Balance

Passt! 😊

Die tolle Hängematte macht hier noch viel mehr Spaß! 😄

Hier kann ich sie ganz im Sinne des Erfinders in die Breite spannen. Die gespannte Hauptschnur gibt dem Moskitonetz eine schöne Form. Auch wenn es halb offen ist.

Da kann man auch das Handy zum Video schauen aufhängen.

Als extra Sichtschutz hab ich daneben das erste Sonnensegel aufgehängt. Durch das grüne Dach sieht man von der Straße aus eh nichts mehr!

Genug Platz für die Sitzgruppe oberhalb…
…und für eine weitere große Zone unterhalb.
🤤😴

Wohnwagen

Gestern hab ich fast den kompletten Tag über den Wohnwagen abgestaubt und rausgewischt. Letztes mal war alles so knapp, dass ich für den Haushalt gar keine Zeit mehr hatte! Nach so einer langen Zeit ist es echt schlimm, weil man muss echt jede Tasche, jedes Kabel und jedes Instrument feucht abwischen!

Umso größer war der Vorher- Nachher Effekt, mit dem ich anhand meiner versifften Miniküche nicht angeben will! 😄 Auch wenn ich noch nicht ganz fertig bin, ist es schon wieder meine kleine Wohlfühl-Studioinsel!
Nur die arme Musikmaschine muss mal wieder richtig rausgeputzt werden, weil das tut irgendwie richtig weh, diese unter dem Calima-Staub begraben zu sehen!

Fläche kratzen.

Weil das Pavillon so spontan und kurz vor Saisonende entstand, wurde bisher am Boden gar nichts gemacht. Nicht ein halber Meter war hier eben und der Boden war viel zu hoch. Oben musste ich erst mal das braune Laub aus dem Dach zupfeln.

Erst mal die Erde abkratzen und sammeln. Links zog ich den Kies ab und rechts hab ich alles etwas aufgehäuft. Nur um etwas Fläche zu gwinnen, weil ich will noch keine Tiefbauarbeiten beginnen.

Nur mal eine erste Höhe zum testen. Jetzt kann ich dort gerade so stehen.

Gummiteppich zurück und schon steht der schönste Schattenplatz wieder zur Verfügung. Jetzt kann man hier wenigstens zu zweit sitzen. Dort werde ich auch noch tiefer graben und damit die untere Zone etwas auffüllen. Das ist aber noch nicht genau entschieden.

Füttern

Inzwischen muss ich schon „vorgestern“ schreiben, weil ich zwei mal direkt am frühen Abend eingeschlafen war. Beim Versuch zu Schreiben. Letztendlich habt ihr nicht viel versäumt! Ein Tag wurde dem ersten Großeinkauf für Trinkwasser und Gartenzeugs gewidmet. Gestern befüllte ich den ganzen Tag über den Dünger-Eimer, mit Pilzsporen und Flüssigdünger. Die Brühe sickert dann über 30min. in die Fallrohre. Die knappe Hälfte meiner Lieblingspflanzen ist verwöhnt, aber das Ganze geht noch ne Weile! Dann werde ich noch Tage mit Putzen und Aufräumen zubringen.

Das Wetter ist traumhaft und das muss man ja auch ausgiebig genießen! 😊

Pavillon bajo

Gestern hab ich mich nochmal in die untere Zone gewagt. Es ist schon sehr verstörend das Chaos zu sehen, aber alles in allem kann ich schon sehr zufrieden sein! Es beginnt mit dem Weg nach unten:

Hinter dem Steingarten wuchsen die meisten Pflanzen nämlich prächtig!

Bein oberen Pavillon blüht die „Edulis“ (rote Maracuja) und unten auch:

Die Blätter sind mir zu gelb. Vielleicht Eisenmangel.

Hier hab ich erst mal frei geräumt und mit dem Eimer impfe ich schon wieder den Boden:

Zuerst bekommen immer drei Pflanzen einen Eimer Pilzsporen, über die der Boden zu nützlichen Symbiosen bereichert wird. Dann kommt ein Eimer leichte Guanolösung hinterher.

Die Papaya scheint bald durch das Dach zu schießen! Die wurde echt beeindruckend fett! Und die ersten Maracujas holen sich endlich den Rest vom Dach.

Die Bittermelonen waren schon völlig durch und haben sich schon wieder über die ganze Breite erneuert.

Jetzt fühle ich mich auch hier unten wieder wohl! Die ganzen Häuser sind mitsamt Straße ausgeblendet. Hinten rechts klettert die erste Granadilla Richtung Dach. Die wachsen am Anfang extrem langsam und werden dann irgendwann extrem schnell.

Auf dem Rückweg warf ich nochmal einen Blick über das Pavillon Alto. Das dunkle rechts ist ein Neem Baum von den Nachbarn.

Die Farne in der Abendsonne. War mir nicht klar ob sie das Fincawasser vertragen! Jetzt kann ich auch damit planen.

Supermarkt

Heute war ich gleich zwei mal einkaufen.

Erst hamsterte ich im Gemüseladen die schönsten Maracujas und holte mir Zeugs für zwei Süßkartoffelpfannen mit Papaya als Nachtisch.
Im Tiefkühlladen holte ich mir Leckereien zum frittieren, die ich gleich brutzeln musste weil mein Tiefkühlfach zu klein ist!

Mir fehlten aber noch Mayonaise, Säfte und Zitronen. Also lief ich nochmal breit grinsend den Berg hoch, Richtung Supermarkt.

Nichtmal einen Kilometer am Meer entlang, entspricht nur einem Bruchteil meiner täglichen Laufstrecke. Alle paar Minuten wechseln Sonne und Wolken und trotzdem hab ich schon mein Sonnen-Limit erreicht! Aber zum rumhängen ist es gerade echt genial!
Jetzt werde ich im Vorzelt die nächsten Maracuja Samen stecken und lausche dabei einem meiner vielen Hörbücher.

Frühsport

Am besten erledige ich möglichst die ganze Tagesarbeit bevor die Sonne raus kommt!

Meterhohe Bäume schmarotzen mein Wasser und vor allem die furchtbaren Rhizinus stehen kurz vor der Samenexplosion!
Vorher: Die braunen Dinger sind ebenfalls voll mit Samen! Wie offene, randvoll gefüllte Becher, die wie Rasseln klingen.
Nachher. Freude! Darunter kamen sämtliche Palmeritas und Pflanzen raus. 3-4 kleine Palmeritas sind vertrocknet. 2€ Verlust, hab mit mehr gerechnet!
Auf dem Meer zieht es zu. Hoffentlich keine Asche, aber der Hubschrauber fliegt noch.
Vorher. Das letzte Stück hinter dem Wohnwagen. Ein Zentner Teppich.
Jetzt kann ich zumindest wieder überall rumlaufen.
Natürlich sammeln sich wieder Berge von Biomasse an.
Eben sah es noch so aus. Um halb elf riss ich die Kleider vom Leib und setzte mich auf einen zweiten Kaffee ins Vorzelt. Erst das perfekte Lüftchen bei 25 Grad und jetzt nieselt es!
Um diese Jahreszeit freut man sich hier über jede Wolke und wenn dann der Rgen noch die Luft reinigt ist das wie ein Jackpot!
Vorher.
Nachher. Hof und Einfahrt sind auch schon aufgeräumt.

Dabei begrüssten mich einige Nachbarn, die sich richtig freuen. Sogar die Plantagenarbeiter aus dem Tal, die bisher weniger Interesse zeigten, scheinen sich zu freuen.
Jetzt kommt wieder der frische Regenduft, der an Eukalyptus und Melaleuka erinnert.