El Noche

Mit einem Tag Verspätung gab es gestern endlich die super Pizza aus Garachico! Ein Abschiedsessen für Isabel, die für eine Weile weg sein wird. Aber erst mal 45min. Wartezeit, für einen Spaziergang.

Zum ersten mal wieder so richtig intensive Meerluft!
windige 23 Grad.

Wir kommen quasi von der übernächsten Halbinsel im Hintergrund. Da draussen am Meer bläst schon ein ganz anderer Wind! Wir flitzten Heim und fielen auf Isabelˋs Terrasse über unsere Pizzen her, weil wir wollten keine drei Stunden auf einen Tisch warten. Bei meinen Nachbarn war es total windstill und nicht eine Stechmücke! Ein paar Schritte weiter, bei mir, weht ein ganz leichtes Lüftchen aus dem Norden. Nur Dank der Plantage, sonst hätte auch ich den starken Ostwind, der in Garachico ein bisschen ungemütlich war! In der Nacht saß ich noch etwas in dem Pavillon-Alto rum. Wie schön, keine Mücke! Aber auch verrückt, jetzt wo ich fast 100 Quadratmeter Moskitonetze mitgebracht hab! 😃 Naja, die kommen früh genug! Bei Nacht sieht man die grüne Höhle mit ganz anderen Augen! Umsäumt von Palmen und Farnen. Hier oben fühle ich mich wieder richtig wohl, aber unten, katastrophe! 😄

Start

Fürs Protokoll:
Sodele, die ersten Samen gehen ins Rennen:

Man muss Prioritäten setzen! Die Popenovii soll die beste Maracuja auf dem Planeten sein! Zur Sicherheit hab ich gleich 25 Stück gesetzt, die seit gestern im Regenwasser quellen. Ja, Regenwasser, extra dafür deponiert! 🙂 Hoffentlich keimem Viele, dann kann ich gleich alle Freunde damit versorgen. Es kommen ja noch mehr! Daneben stehen schonmal vier Quadrangularis. (Riesengranadilla)

Jiaogulan, teils im Wasser bewurzelt, ohne Erde- in Folie eingeschweißt transportiert und vor Ort gleich frei gelassen. Die Ersten überstanden schon ein paar Sonnenstrahlen. Das „Kraut der Unsterblichkeit“ wäre somit gesichert!
Dahinter stecken die ersten zwei Taschenmelonen und ein paar falsche Maracuja Samen in der Erde. Im großen Topf: Die Samen der besten Papaya, die ich je gegessen hab! Sie war klein, aus Ghana und innen ganz rot!

Abgekocht!

Die letzte Blumenerde war so trocken, dass eigentlich kaum noch was darin leben konnte. Dachte ich. Doch beim Abkochen krabbelten tatsächlich Insekten im Deckel!

In diese Erde stopfe ich heute Abend für über 30€ Samen, darum geh ich keine Kompromisse mehr ein! Alles wird mindestens ne halbe Stunde abgekocht.

Frangipanis

am Morgen.

Heute gönne ich mir einen freien Sonntag! Hier schimpfen die Reiher und die grünen Papageien! 😊

Unkraut 1. – Schmarotzer

Es ist das Gegenteil vom letztem Jahr, als ich es noch nie so nass erlebt habe! Heute ist es so staubtrocken, dass alle unbefestigten Wege, wie an der Schutthalde, zerkrümeln. Dafür hab ich es doch noch recht grün.

Als erstes ziehe ich meine Kreise vom Steingarten aus, der schon wieder grob befreit ist.
Die ersten „Golden Cane“ Palmeritas sehen schon aus wie Palmenbabies.
Die Riesenfächerpalme bekam letztes mal gerade ihr zweites Blatt.
Die Romanzoffizianische Kokos wachsen auch!

Die meisten Kentias sind vertrocknet, aber die wollte ich eh in Töpfe stellen, weil ich inzwischen den Platz für andere Pflanzen brauchen werde.

Ganz vorne auf der Hochebene stehen noch zwei Canarische Palmen, die vom Unkraut überwuchert waren. Die scheinen auch mit dem Schutt zufrieden zu sein!
Nr.2, mehr Canarische will ich nicht!

Jetzt kommen nämlich bald meine israelischen Riesendattelbabies, die bei Geza zur Pflege waren!

Diese drei Papayas sind hier echt dankbar! Zumindest im Sommer. Alles befreit vom schmarotzenden Gestrüpp! Diesen Bereich der Hochebene bewässere ich jetzt täglich. Vor allem wegen der Papayas, Maracujas und Kiwanos.
Die Kiwanos lagen komplet auf dem Boden rum. Mittags hatte ich die Geduld alles schön hoch zu flechten. Dann musste ich noch zig matschige Blätter abschneiden. Kiwanos haben mit ihren haarigen Nadeln den perfekten Eidechsenschutz! Die werden scheinbar am laufenden Band Früchte liefern! 7-8 sind bald fertig und unzählig weitere wachsen.
Um die Ecke stehen noch mehr.

Auch die Maracuja hab ich sicher eine Stunde lang sortiert und aufs Dach geflochten. Endlos Unkraut gerupft, bis mir das Pavillon wieder gefiel.

Die Bäume hinterm Wohnwagen haben die Avocado im Vordergrund total verdrängt. Jetzt bekommt auch diese die doppelte Menge Wasser und muss es auch nicht mehr teilen.

Verzeiht die schlechten Bilder! Scheinbar war ich näher an meinen Grenzen als gedacht! Dieses bedeckte Wetter täuscht, denn man brutzelt hier auch unter den Wolken, oder dem Calima-Staub. Die erste Vulkanasche kam auch schon bis zur Insel, aber wir hatten nochmal Glück! Es kam schon verdammt nah! Schon um 20:00 Uhr, hat es mich gestern mit leichten Kopfschmerzen nieder gebügelt und ich schlief 12 Stunden! 😃

Einkauf zu Fuß

Ab 13:00 Uhr wird es echt ziemlich warm zum arbeiten, aber das ist ok! 😅 Um die Zeit kann man gerade noch duschen, bevor das Wasser zu heiß wird! Es ist herrlich, klatschnass im Steingarten zu stehen und sich trocken fönen zu lassen! So genial, dass ich jetzt das Tor hinter mir schließen kann! Die Frische hab ich gleich ausgenutzt, um den Berg für einen kleinen Testkauf hoch zu steigen.

Oben angekommen. Zwischen die zwei größeren Gebäude kommt der L.
Im linken Block sind der Gemüse- und Tiefkühlladen. Daneben stehen noch einige Läden leer und es wäre nicht schlecht, wenn hier noch mehr Leben rein kommt!
Ein Blick zurück von ganz Oben. In der Mitte steht der Wohnwagen.
Das 3€/Kilo. Hier liegen für 4€ sehr leckere Früchte. Die sind total süß! Da werde ich noch öfter zuschlagen, weil die seh ich zum ersten mal in dem Laden! Die sind auch relativ groß!
Diese fand ich heute Morgen im Pavillon, als ich den grünen Himmel angestarrt hab. 😄 Süss-Sauer, aber für eine „Flavicarpa“ doch sehr süß!

Mir fehlen die Bienen! Auf dem Boden liegen hunderte und hunderte vertrockneter Blüten! Jetzt frag ich mal gezielt, was der Profi empfiehlt, um Bienen anzuziehen und zu halten!? 😉
Achja und Teifkühlkost bringe ich mit einer drei schichtigen Isoliertasche gut nach Hause. Dabei bleibt das Eis knatterhart!

Moin

Mein erster Moment ohne Kopfweh! Stille, Wärme und Mangoduft!

Ja, mein deutscher Funkwecker ist immer noch verwirrt und geht einen Monat vor. 😄

Mit der Zeitumstellung steh ich hier ziemlich früh auf. Strom und Kühlschrank gecheckt, läuft super!
Letzten Abend war ich mit Geza und Isabel essen und auf heute haben wir schon die beste Pizza der Welt im schönen Garachico geplant.
Beim Essen berichtete Geza von der besten Neuigkeit: Direkt neben unserem Gemüsehändler wird ein Lidl eröffnet. D.h. nach meinen 150m Garten, geht es nur noch 200m den Berg hoch und dann werde ich fast alles greifbar haben, was man so braucht. Zentraler könnte meine stille Idylle kaum liegen und ich werde hier unten keinen Unterschied wahr nehmen.
Ich zehre immer noch von der Freude unserer Begegnungen! Chris und Deby hab ich auch schon besucht und das war so schön! Auf meinen Chris bin ich richtig stolz, weil er so eine traumhaft schöne Finca aufgebaut hat und immer noch baut! Bzw. er restauriert ein uraltes traditionelles Häuschen.
Mein Geza hütet meine Pflanzenbabies und hat schon die ersten Artemisias im Boden stehen. Isabelita füttert mich mit Mangos durch und bringt etwas Leben ins Tal. 6:45 Uhr und immer noch stockfinster! 😏

Erste Fortschritte

Vorher.
Nachher.
Den Topfpflanzen gehts ganz gut!

Das mit dem Unkraut ist gar nicht so schlimm! Es sind wenige Wurzeln, an denen oft fünf Quatratmeter teppichartiges Gestrüpp hängt. Wenige Griffe und das Gröbste ist schon weg!

Die Kiwanos lagen alle auf dem Boden. Jetzt hab ich mal das Gröbste auf die Drähte gehängt.
Schön, es gibt bald ne kleine Ernte!
Es ist wie beim Pilze suchen: Sieht man eine, seht man alle! Insgesamt aber weniger als erhofft. So 30 – 50 wurden schon geerntet und die Saison hat hoffentlich erst angefangen.

Aller Anfang…

Puh, da wartet Arbeit auf mich! 🤪 Heute muss ich mich erst mal aklimatisieren! Kopf und Nackenschmerzen sind überwunden. Wie beim Fechten kämpfe ich mich durch Spinnennetze und Unkraut! Es ist dämpfig und diesig, aber warm! 🙂
Nicht alle Pflanzen haben überlebt, aber das was noch steht scheint unkaputtbar! Der Sommer war heiß und sicher ging öfter was mit dem Wasser schief! Sogar einige Wildpflanzen und Bäume sind vertrocknet! Jetzt seid ihr sicher schon auf die ersten Bilder gespannt!?

Bereits am Eingang vom Steingarten ist alles überwuchert!
Auch am oberen Pavillon muss ich mir erst mal jeden Meter zurück kämpfen! Das Untere und alle präparieren Flächen sind noch ok!
Die Königspalmen haben gerade so überlebt und treiben. Die Papayas lieben das Wetter wie es ist!
Rechts werden die Bittermelonen gelb und sollten eh von den immergrünen Maracujas verdrängt werden!
Es gibt aber noch weiterhin Ernten und unsere Silos sind reichtlich gefüllt!
Die fertigen Früchte werden meistens von Eidechsen gefressen und hier zahlt sich das Pavillon aus!
Wird höchste Zeit, dass ich das Neemöl hier rein lasse!
Die Papaya im Pavillon macht Freude!
Und die Königspalme links davon auch! Hauptsache überlebt! Die Palmen dürfen jetzt über den Winter aufleben!
Die Papayas auf der Hochebene wachsen auch schön! Die stehen sogar ganz vorne auf der Schutthalde und sahen im Frühjahr noch sehr krank und mickrig aus!
Ein paar Farbflecken trösten über das Chaos hinweg!
Vorzelt und Steingarten sind total zugewuchert!
Es ist klar was zu tun ist! Das ist der preparierte Bereich!
Hinter dem Wohnwagen schießen die Wildbäume aus dem Nichts bis zu 4m. hoch!

Ihr könnt euch nicht vorstellen wie intensiv es im Wohnwagen nach Mangos riecht! Ich wusste nichtmal, dass die so extrem riechen können und total verschieden.

Die Rote ist eine „Osteen“, von meinem Bäumchen. 🥰

Also die Freude überwiegt! 😊