Stengel

Als ich noch jung und naiv war, kaufte ich diese grünen Urzeit-Stengel:

Damals wusste ich aber noch nicht, dass sie sich über Rizome unterirdisch breit machen. Also kann man sie nicht unter eine Anti-Unkrautfolie setzen. Wegen einer unkontrollierten Verbreitung will es ebenfalls sorgfältig überlegt sein, wo sie nun leben sollen. Darum standen sie wochenlang, fast ohne Erde im Topf. Also robust sind sie schon mal! Heute fiel mir endlich der perfekte Platz für die Sorgenstengel ein:

Sie zieren jetzt gemeinsam mit zwei schönen Steinen den Eingang zum Wald. Dort haben sie auch einen Rahmen, falls sie zu beginnen zu wuchern.

Die Ecke ist für eine anspruchslose Zierde genau richtig! Vielleicht setz ich noch zwei Kakteen und so Zeugs dazu. Werde bald einen befreundeten Gärtner besuchen und eine Menge solcher sorglos Pflanzen mitbringen.

Papas

„Kartoffeln“. Einfach mal als Bodentest. Aber ein Kartoffelbauer werde ich ganz sicher nicht! 😶 Bin da mehr fürs Ernten von Bäumen und Stäuchern. Aber sowas ist ja schnell probiert und bevor die aufgeräumte Fläche brach liegt, drück ich lieber noch mehr Samen und Zeugs wie Knoblauch in den Boden.

Hab das Thema kurz im Internet studiert und zum nachträglichen Anhäuffen reichlich Erde zurück gehalten.

Das Beste ist aber immer noch der Blütenduft von dem Orangenbäumchen! Darum bleib ich hier fast jeden Abend noch ne Weile sitzen.

Guanabaña

Gestern hat mir Manuel wieder zwei kleine Pflänzchen geschenkt. Die erste wird ein Guañabana Baum.

Noch ein Baby, aber es will trotzdem gut überlegt sein wo der mal stehen wird.
So könnte er mal aussehen wenn er größer wird.
Die süßsauren Früchte sollen ein Wundermittel gegen Krebs sein!

Die zweite Pflanze soll eine kanarische Palme sein. Wahrscheinlich ein kleines Kommunikationsproblem! 🙂 Das sieht für mich eher nach Königspalme aus, was mir auch recht wäre! Vorerst ziehe ich sie in einem größeren Topf hoch, weil es schwer zu entscheiden ist, welches die nächsten wichtigen Plätze für Palmen sein werden. Ich hab sie gleich meinem kleinen Vogelfreund gezeigt, der aufgeregt gezwitschert hat. 😃 wegen der weissen Fliegen stellte ich die Palme gleich mal neben dem Orangenbaum auf die Mauer. Da kann mein Vögelchen die Schädlinge gleich abknabbern. 😊 wir sind ein Team!

Wasserfilter

Die Tage mach ich mir Gedanken, ob ich für das Fincawasser eine größere Planung vornehmen soll. Auch wenn es manchmal gut aussieht, sammeln sich langristig unerwünschte Stoffe ab. In größeren Tanks sammeln sich über die Jahre ganze Berge von salzig- kalkähnlichem Zeugs. Den meisten Bäumen schadet das nichts, aber es tut nicht allen Pflanzen gut!

Das ist eine akzeptable Tankfüllung!
Während demselben Füllvorgang, wurde es beim dritten Tank plötzlich schlechter. Das kann z.b. an Arbeiten an den Tanks und Kanälen liegen. Drei Tage Licht machen den Rest. Zum Gießen kein Problem, aber z.b. für Topfpflanzen hätte gerne einen besseren Standart gesichtert. Also baute ich einen Testfilter mit 15l. Volumen. Kies, grobem Sand, feinem Sand, flies und das Ergebnis? Statt einer grünen Brühe hatte ich eine braune! 😃
Von rechts: Das Fincawasser und die ersten Filterergebnisse. Alle zwei Flaschen entsprechen etwa einer Spülung vom ganzen Filtervolumen. Nicht ganz, weil es mischt sich ja auch. Ein paar Flaschen nehme ich täglich mit in den Wald, wo ich etwas Vorrat horte. Die grüne Brühe ist halt voll mit Luftbläschen und scheint fast schon zu gären. Spannend wie sich das gefilterte Wasser in den Flaschen hält! Manche Flaschen benutze ich schon lange als Gewicht, um meine Tücher zu beschweren. Und wenn da keine Algen drin sind bilden sich bisher auch keine.

Jedenfalls kommt es weiterhin immer schöner raus. Vielleicht setzte ich einen 500 l. Tank mit Schwimmerschalter ganz oben auf den Hügel, wo das Wasser reinkommt. Gleich darunter könnte ich geschlossene 4 x 1000 l. Tanks setzen. Ebenfalls mit Schwimmerschalter, der den Filter schliesst, wenn die Tanks gefüllt sind. Dann hätte ich immer 4000l. auf dem Berg, der bis ins Tal richtig Druck macht. Wenn Wasser abgelassen wird, öffnen sich Tank und Filter automatisch, damit sich der Puffer von 4000 Liter wieder auffüllt. Für 350 € und jährliche Sandkosten von 30 € würden es mir die Pflanzen vielfach danken!

Nachtrag1:

Die nächste Pulle wird noch heller! Ob es wohl noch ganz klar wird? Bleibt spannend!

Guano

Hach, die automatische Bewässerung macht mir täglich Freude und spart mir über eine Stunde am Abend! Bald reicht es auch alle 2 – 3 Tage, dafür lass ich sie länger laufen, damit es tief in den Boden sickert und die Wurzeln folgen können. Heute hab ich einen Flüssigdünger gekauft NPK 4 – 5 – 6, also auch für Kakteen geeignet. Damit fülle ich zwei Bierflaschen hochdosiert. Ja, es gab Franziskaner. 🤗 Jetzt kann ich rumfaufen und kleine Schlücke in die Sickerrohre füllen. Während dessen tropfen die Schläuche noch ne halbe Stunde nach und spülen alles in die Tiefe. Es kommt also fast nichts an die Oberfläche. Echt sehr ergiebig! Man kann täglich giessen und der 1000l. Tank hält trotzdem wochenlang!

Bunter Strichregen auf dem Atlantik.
Das sind gerade einfach schöne Abende!

Wetter

Als wäre die Zeit stehen geblieben, weil es sich zumindest wettertechnisch jeden Tag gleich anfühlt. An schattigen Tagen haben wir 22°, mit Sonne 25 – 27°C. Momentan ein Sommertraum! Mittags verkrieche ich mich gerne im Vorzelt, mit Blick aufs Meer.

Und das sieht auch jede halbe Stunde ganz anders aus! Ziemlich klar, weil Calima hatten wir schon lange keinen mehr.
Hoffentlich kommen in den Fotos die Farben halbwegs zur Geltung. Der Horizont ist lange nicht mehr so offen, wie ich das auch schon gewohnt war. Aber von dieser Höhe sieht man so viele Spiegelungen und Facetten, dass man sich kaum satt sehen kann.

Wenn ich dann aber raus laufe und mich umdrehe, bin ich fast jedes mal überrascht!

Denn da oben ist es oft ziemlich dunkel. Bei dem weißen Haus ist die Bundesstraße und ganz oft die Wettergrenze. 400m. weiter oben  erlebt man eine ganz andere Realität! Seht ihr das oberste Häuschen, links von dem Hügelchen, eher am rechten Bildrand? Das hatte ich auch mal angeschaut. Billig. Die Geschichte erinnert aber an Wesen, bei denen ich hier bereits zu viel Zeit verschwendet hab. Genau derselbe Mist! Ausserdem hat man Verkehrslärm und würde jetzt in der Kälte sitzen.

Hier jammert man ja schon bei 17° und morgens glaubt man bei 15° bereits seinen Atem zu sehen, so kalt ist das! 😃

Mit dem Roller fuhr ich ja schon oft rauf und runter. Zuerst denk ich: boah, ist das heiss hier… dann kalt kalt… warm warm…usw. 😃 Ich liebe es und irgendwo muss das Wasser ja auch noch herkommen.

Wächst

Damit wir in ein paar Wochen ein Bild zum Vergleich haben. Dieser Kandidat fängt gerade an zu wachsen.

Und einen netten Bildeffekt hab ich heut versehentlich auch entdeckt.

Mir scheint zwei Kakteen bekommen in diesem Sommer ihre ersten Blüten.

Ingwer

Seit heute Morgen hab ich eine Ingwerplantage.

Dieser Bericht kommt übrigens live aus dem Wald!

Gleich hinter diesem Busch, den ich als Trennwand stehen lies, befindet sich der Orangengarten. Man sitzt hier im Schatten und bekommt tatsächlich immer wieder eine Brise der Orangenblüten ab. Ein Traum!
Ein Quatratmeter Ingwer zwischen zwei Valencia-Orangen.

Die Erntezeit wird frühestens im November beginnen.

Fast schon biblisch!

Oder an was müsst ihr denken, wenn ihr diese Dornen seht?

Ich hab sie eben von dem großen Orangenbaum geschnitten. Er ist tatsächlich veredelt und mir fiel eben erst folgender Unterschied auf:

Der vordere Ast hat riesen Dornen, der hintere hat fast keine.
Der Vordere kommt vom unteren Stamm, der Hintere vom aufgesetzten Teil.

Hab schon alles fachmännisch abgeschnitten. Würde man die unteren Äste wachsen lassen, würden sie schnell dominieren und der untere Abschnitt vom Stamm würde noch dicker. Wenn ich dagegen die Äste knapp oberhalb wachsen lasse, wird dieser Teil vom Stamm dicker. Sicher kämen von unten auch keine guten Früchte, weil die veredeln das ja nicht umsonst!

NACHTRAG, 22:00 Uhr: Das war eine wichtige Entdeckung, denn danach untersuchte ich alle Orangenbäume um festzustellen, dass die alle veredelt sind! Man sieht es nur nicht! Bzw. die Stellen sind immer sehr weit unten und man kann nur eine feine Linie erahnen, wenn man ganz genau sucht. Nach dem Umzug wurden fast alle unteren Stammtriebe dominant, weil der veredelte Teil immer viel anfälliger ist. Hab schon reagiert und werde morgen Bilder dazu machen.

Physalis im Orangengarten

Heute hab ich neun Pflanzen als Randbepflanzung eingesetzt. Zuerst hab ich im Internet geschaut, wie groß die überhaupt werden können. Die Pflänzchen, die man am ehesten an den dunklen Flecken vor dem Rand erkennt, könnten ne kleine Hecke werden. Ich las ebenfalls, dass diese Früchte richtig edel sind! Viele Vitamine, Mineralien, Protein und Antioxidantien… Und alles einzelverpackt! 😃

Jetzt lohnt es sich wenigstens da unten zu gießen! Später bekommt der Park mindestens ein eigenes Bewässerungssystem.
Neun stehen oben und wachsen bereits in der prallen Sonne. Zwei weitere hab ich eben schon rausgeholt, weil sie zu dicht standen. Die hier werde ich auch noch weiter verteilen. Vorerst stehen sie aber wegen der Bewässerung ganz praktisch beinander.

Sechs Pflanzen stehen noch im Topf. Vielleicht teste ich die zum Vergleich in einem anderen Klima. Würde jede nur 10 Früchte tragen, wären es schon 240. Ich geh mal von doppelt so viel aus, aber hier wächst das Zeugs echt sehr gut! Ernte von Dezember bis Juni.

Angeblich kann man eine sehr gute Marmelade davon machen! Im Smoothie wären sie sicher auch eine sehr erfrischende Bereicherung!

Eben hab ich noch Pepperoni Samen eingesetzt. Das wäre auch noch eine nette Randbepflanzung zwischen den Bäumen und scharfe Pepperoni kann man auch immer brauchen… oder trocknen.