Schwitz!!

Man sieht leider nicht wie mir die Brühe runterläuft. Aber ich glaube, dass man es mir trotzdem ansehen kann! Bei wolkenfreiem Himmel arbeite ich zum Schutz vor der Sonne in langen Kleidern mitsamt Mütze und Nackenschutz.
Gestern tauschte ich sogar meine Sicherheitssandalen gegen richtige Schuhe ein.  😀
Das ist vor allem in den ersten 1-2 Stunden heftig, dann ist man so nassgeschwitzt, dass es schon wieder kühlt.  🙂

Erinnert ihr euch an die Dachziegel, die man im vorletzten Beitrag noch sehen konnte? Die wollte ich noch vor dem Frühstück „kurz“ mal wegräumen. Dann waren es doch gut 50 schwere Schubkarren, die ich quer durchs Gelände schieben durfte. Jetzt kann man zum ersten mal die „komplette“ Wand hinter mir sehen. Sie ist ja noch nicht ganz fertig

 

 

Sunrise

Der Teide am Morgen:

…kurz bevor bei uns die Sonne aufgeht, beginnt der Berg zu leuchten. Am besten gefällt er mir, wenn eine Wolke wie eine Kappe über den Gipfel schleicht.

Mein erster Gecko

Geckos sind so cool! Je näher ich ihm mit kam, desto mehr riss er die Augen auf. 😀 Aber ganz vertrauenssehlig! Als er mir später über die Hand huschte fühlte er sich ganz warm, weich und samtig an.

Orangenblüten

Vielleicht muss ich dieses Jahr schon einen ersten Sommerurlaub einlegen, um meine erste Orange zu Ernten!?  😀

Sonnenterrasse 2

Am Sonntag hab ich es gerade noch zum Sonnenuntergang geschafft den Boden der Terrasse einzuebnen und eine erste Steinreihe aufzustellen.

Hier bekam mein alter Farn sein erstes schönes Plätzchen auf dem er sich nun breit machen darf. Die Steine stehen doch da als würden sie sich küssen!? 🙂 Sieht man das oder seh nur ich das? 😀  Die oberen Steine spenden dem Farn zudem Schatten.
An der vorderen Ecke kann man in Zukunft einen zweiten Teil von dem Farn sehen.
Wenn man es genauer betrachtet entdeckt man inzwischen überall unterschiedlichste Pflänzchen in – und zwischen den Steinen.
Vielleicht kommt in der linken Ecke noch eine zweite Reihe Steine drauf, oder dahinter. Dann bekommt auch das Erdreich dahinter mehrere kleine Hügel, um den Garten interessanter zu gestalten.

Fundament und Sonnenterrasse

soweit hab ich es gestern noch geschafft:

Vorne, an der Stirnseite des Fundaments befinden sich später die Türen des Containers. Bisher konnte ich mich noch nicht entscheiden ob ich dort eine Rampe hinbauen werde. Wahrscheinlich aber nur ein- zwei schicke Stufen, vielleicht etwas abgerundet. Denn ich hab ja für die Musikmaschine drei Meter lange Rollstuhlrampen dabei.
Die Aussparung links lass ich mal offen. Vielleicht kommen da mal 1-2 große Rollkästen für Eimer, Besen und so Zeugs rein!?
Mal sehen ob ich die Sonnenterrasse heute noch grob fertig bekomme…
Das Fundament bekommt heute auch nochmal eine letzte flache Steinreihe draufgesetzt.

Alles nochmal neu mit alt!

Nach längerem Betrachten gefiel mir meine Wegbegrenzung gar nicht mehr, weil sie irgendwie unharmonisch zusammengehudelt war. Also nutzte ich u.a. den „verlorenen“ Sturmtag und schleppte noch mehr auserwählte Steine an. Dann drehte und tauschte ich jeden Stein so oft, bis ich zu jedem einzelnen Stein, bzw. seiner Posisition nur noch „ja“ sagen konnte. Hier ist ein erster Vorgeschmack:

Jetzt bekommen die Steine von hinten einen kleinen Betonsockel verpasst und dann kann endlich die erste Ecke mit Erde befüllt werden.
Für mich sind die alte Steine nicht nur eine Mauer, sondern sie erzählen auf ihre Art eine Geschichte. Eine Mikrowelt! Wenn man sie näher betrachtet entdeckt man zig verschiedene kleine Pflanzen die schon sehr lange ein Leben auf „kargen“ Steinen bestreiten und die es sehr wohl verdienen weiter zu leben! 🙂 Ich wähle sie natürlich wegen der Schönheit und nicht aus Prinzip!  😉
Wenn das Ganze von hinten mit Erde aufgehäuft wird, decke ich diese gleich mit einem Flies ab und fülle schwarzen Lava-Kies drauf, damit es nicht gleich zuwuchert. Hab ich mir bei Klaus abgeschaut und find ich genia!  🙂 Für jede weitere Pflanze muss man nur den Kies etwas beiseite schieben, Loch rein – Pflanze rein und wieder zuschieben. Der dunkle Boden gibt einen irren Kontrast und lässt die Pflanzen darauf richtig leuchten. Jetzt ist es für mich die richtige Umgebung für Kakteen, Palmen, aber auch Bonsai Bäumchen. Bonsai sagt ja eigentlich aus, dass sie in Schalen stehen, (max. 123cm hoch) doch ich gestalte die  Bäume während sie in der Erde stehen und die meisten bleiben es auch. Mal sehen wie anmutig man Orangen- und Avocadobäume gestalten kann…

Jetzt kann ich mich jedes mal freuen wenn ich an der Mauer vorbei laufe und das ist meine größte Motivation! Langsam bekomme ich das Gefühl „mein Ding“ zu finden, von dem ich hier bisher noch gar nicht so genau wusste wie das mal aussehen könnte.

Kanarisches Wetter

Seit dem Sturm haben wir endlich das typisch kanarische Wetter. Die Abende bleiben noch lange warm und morgens hat es 18 – 20°C. im Wohnwagen. Nach dem Aufstehen muss man nur noch die Tür öffnen um die herrliche Wärme reinzulassen. (Nachtrag, im Moment- 13:00Uhr, hat es 24°C. im Schatten, also 5-7° C. wärmer als bisher.)
Am Abend kann man wieder stundenlang draussen sitzen. Mir fiel es vor allem beim Rollerfahren auf, dass ich plötzlich ohne Halstuch und Handschuhe Kurzstrecken fahren kann.

Fürs Protokoll! 🙂 Genau Anfang März schafft es die Sonne bis zu der „Kerbe, zwischen den Hügeln. In zwei Wochen dürften die Tage nochmal länger werden, weil die Sonne dann endlich über dem Meer untergeht und nicht mehr frühzeitig hinter den Hügeln verschwindet.

 

Tag 10

…für die Schubkarre 😀

Bilder sagen mehr als Worte.

Sturmfrei

Letze Nacht fing es derart an zu stürmen, dass ich kaum schlafen konnte.
Bei jeder Schlaf-Etappe träumte ich so verrückte Sachen, dass mir immer noch nicht ganz klar ist ob ich am Lärm, oder an den Träumen aufgewacht bin!  😀

Trotzdem ist es, im Schatten gemessen, mit bis zu 23°C. einer der wärmsten Tage seit dem ich hier bin.

Der Wind kommt heute aus dem Westen, was ich hier auch noch nicht oft erlebt hab. Wenn es abends ganz Still wird, hört man an solchen Abenden die Stadt aus der Ferne.
Der Wohnwagen steht auch beim Sturm souverän, und schwingt ganz selten auch mal ein wenig mit. Vor allem wenn Regen dazu kommt hat die Mischung eine enorme Wucht! Leider hat es meine kleine Palme schlimmer erwischt als alle anderen im Umkreis und sie verlor schon zwei komplette Blätter.

Nur noch zwei Blätter, aber Hauptsache die jungen Triebe bleiben ganz! Bald kommt sie in den Boden und dann geht sie erst richtig ab.

Sonst ist aber alles gut hier! Folgendes Bild sehe ich so oft, was mir immer wieder das Gefühl gibt auf der glücklichen Seite zu stehen. 🙂

In der Stadt regnets und bei uns scheint die Sonne. Manchmal kommt ein ganz feiner, milder Sprühnebel, so gut! Achja und in dem blauen Haus gegenüber hab ich jetzt auch Freunde. 🙂 Vater Santiago, kann sogar deutsch und der Sohn Efren, den ich zuerst kennen lernte. Wir hatten gleich vom ersten Blickkontakt an eine super connection..! Es ist interessant, weil die am anderen Ende des Tals sehr wohl mitbekommen, dass ich hier wie ein Irrer am rumschuften bin. Jetzt darf es sich ruhig rumsprechen, dass wir Freunde sind, dass ich ein Künstler bin, der mit guten Absichten kam und weiter auch nicht stören wird.