El Bosque…

…heisst auf spanisch Wald. Und der schönste Wald auf der Insel steht jetzt bei mir!  😀

Na gut, man muss sie noch suchen. 🙂 Von links: Valencia Orange, die gerade zu blühen beginnt. Da hinten steht die zweite Orange die schon ganz betörend duftet. Vielleicht bildet sie tatsächlich schon ihre ersten Früchte aus. Im Topf, eine neue Palme einer mir unbekannten Art. Sie bildet mehrere Stämme aus und scheint sich wie ein Busch breit zu machen. Ganz schick! Dann noch die Avocado und Palme nr.1 hab ich auch nochmal neu, mit besserer Erde eingesetzt.

Und so kams: Als ich kurz mal ein Loch für ein Bäumchen graben wollte musste ich erst 1 – 2 mal die Stellen wechseln weil ich direkt auf große Felsen stiess. Es war schön warm und mir lief die Brühe nur so runter! Als ich dann mal einen Felsen aus dem Boden reissen konnte, offenbarte sich dieses Bild:

Plötzlich war das Loch 1,20 Meter tief und sah aus wie ein Höhlensystem. Würde man den Untergrund nicht präparieren wäre die Gefahr groß, dass nach einigen Wochen die komplette Erde verschwindet! Entweder vom Regen weggespült oder durchgerieselt wie in einer Sanduhr. Also große Steine dann kleinere und am besten noch mit feinem Kies abdichten.


Doch letzteres gefällt mir nicht, darum machte ich ein Experiment mit Kokosfaser die das versickern der Erde für viele Jahre verhindern wird. Sollte diese je vergammeln, was ich nicht glaube, dann hat die Pflanze sicher bereits einen mächtigen Wurzelballen.

Wenn man die Bäumchen kauft und genau hinsieht fällt auf, dass deren Topferde so gar nichts mit den Erde bei uns zu tun hat. Unsere Erde hat zwar gute Ablaufeigeschaften und viele Mineralien, weil sie fast nur aus Sand und Steinen besteht, aber sie kann auch betonhart werden! Also ist sie ganz sicher kein guter Start für kleine Pflänzchen, später arrangieren sich die Bäume und Palmen aber offensichtlich sehr gut damit. Snief, meine Frangipanis wäre in dem Dreck fast gestorben. Also nutzte ich meine Siesta und lies mich erst nochmal vom Fachmann beraten. Nach einem kurzen Gespräch war mir klar, dass es sich auf jeden Fall lohnen wird, für jeden Baum extra 12€ Qualitätserde zu investieren. Nein, es war mir vorher schon klar und ich wurde nur bestätigt. 🙂

Diese Tortour von drei Löchern zu buddeln hat mich übrigens fast den ganzen Tag gekostet, was ich ziemlich schlimm fand! 🙂 Achso, das Fundament im Hintergrund hab ich auch noch neu betoniert. Also kein verlorener Tag! Und ich gönnte mir endlich mal wieder die Zeit am Morgen laufen zu gehen, so gut!

 

 

Gecko

Mit den Geckos verhält es sich ein bisschen wie mit dem Pilze sammeln: Sieht man einen, sieht man plötzlich alle! Zum Glück hab ich heute etwas betoniert, denn es saß ein ganz armes Geckotröpfchen“ im Zementeimer und kam nicht mehr raus. Als ich ihn fangen wollte quietschte er herzzerreißend, megasüß! 🙂 Dann setzte ich ihn auf einen Stein, aber er war so steif vor Angst, dass er nichtmal die zitternden Hinterbeinchen auf den Stein bekam. Als er sich beruhigt hatte wartete er noch ne Weile auf seinem Stein und huschte dann zum Glück wieder munter weiter.

Meine Eidechsen!

Manchmal muss man der Natur auch mal wieder etwas zurück geben!

Das ist nun ihr eigener Teller!
…und ein provisorisches „Steinhäuschen“. Später bekommen sie was schöneres!

Das sind übrigens Reviertiere die sich fetzen wie manche Katzen. Daher freut es mich natürlich wenn hier halbwegs Frieden beim gemeinsamen Frühstück herrscht!

Nur wenn der Chef kommt gehen sie alle.
und schauen höchstens noch aus sicherer Entfernung zu.

Jede Einzelne frisst aber nur 1 – 2 Minuten und zieht dann mit nem Brocken Vorrat ab, dann kommt die nächste. Mein Plan mit Sonnendach und Teller ging jedenfalls auf. Alles weg! 🙂

 

Die erste Palme

gestern setzte ich noch spontan, kurz vor Feierabend, meine windgepeitschte Palme in den Boden.

 

An der Stelle besteht der Boden noch aus Erde.

Das gibt mir eine neue Motivation und es hat auch einen symbolischen Wert für mich! Ausserdem hilft es mir, wie eine Skizze, ein paar weitere Stellen zu entscheiden, wo überhaupt und warum was wachsen sollte.

Später hab ich sie vor dem Wohnwagenfenster aus dem man eh nur die Nachbarhäuser und eine Mauer sehen würde.

So sieht man sie von der Sonnenterasse aus. Nun war mir klar, dass hinter dem Stahlrohr das auf dem Boden liegt, bis zur Ecke „Meerblick“ Am besten viele Bäume, Büsche und Palmen stehen sollten, weil auf den Teil vom Panorama kann ich am ehesten verzichten und reichlich Sichtschutz kann auch nichts schaden! 😉
Aber das Beste ist: Alle Pflanzen die erst mal in der Erde stehen wachsen ja von selber weiter! 🙂

…und wie die raus wollte!

 

Ufo

Echt spannend was man hier während der Arbeit alles zu sehen bekommt! Von dem abwechslungsreichen Berg ganz abgesehen, fliegen auch so manchmal interessante Dinge vorbei. Hier war es z.b. ein Ufo:

Steine rücken die Dritte.

Ein kluger Freund hat mir mal gesagt: „Arbeite so, dass du nicht jeden Stein zwei mal in die Hand nehmen musst!“
Das klingt mir ständig zwischen den Ohren wenn ich am Arbeiten bin. Darum versuche ich immer, am besten direkt in Armesweite, die Steine zu verarbeiten, die ich gerade in der Hand halte. Am folgenden Beispiel seht ihr ein Bild von dem Fundament, kurz bevor ich es mit Beton ausgegossen hab. So viele Steine und man kann keinen einzigen einfach so hinwerfen! Jeder Einzelne wird gedreht, getauscht und gewendet bis er seinen Platz hat.
Was man am Ende sieht ist eigentlich nur die Oberfläche, aber wie ihr seht, muss man zum Befüllen noch viel mehr Steine in die Hände nehmen. Schlimm, wenn man die alle drei mal rumschleppen müsste!
🙂

Zweimillionenfüßler

Gestern musste ich beim Buddeln eine merkwürdige Art eines Tausenfüßler zwangsevakuieren. 🙂

Nicht nur, dass er extrem lang ist und viele Beinchen hat, er schien auch zwei Köpfe zu haben, die sich nicht immer ganz einig waren wo hin sie wollen. Hier wollten Beide in dieselbe Richtung. 😀 Natürlich hab ich genau hingeschaut, ob es zwei, sich vergnügende Tiere sind, konnte aber keinen eindeutigen Übergang entdecken!? Nachtrag: Natürlich seh ich auf dem Foto den Kopf, aber beim Arbeiten renn ich durch die Gegend und hab  wirklich keine Zeit für Romantik. 🙂

Steine rücken, die Zweite:

Heute räumte ich nochmal tausende Steine hin- und her:

Die Ecke war noch ein tiefes Loch und das Ganze sehr gefährlich, denn würde man stolpern, könnte man direkt über die Mauer in die Tiefe fallen. Das wollte ich heute auf jeden Fall ändern!
Da hinten seht ihr noch einen letzten „Problemfels“ den ich erst noch umdrehen und flachlegen musste.
Überall wo ihr Erde seht war eben noch eine Steinwüste. Alles weggeräumt und in Richtung Meerblick geschoben. So gewann ich gleich zwei mal mehr Land, was mich mal wieder zu sportlichen Leistungen motivierte!
Ein schönes Beispiel für ein Prachtexemplar zum Mauerbau, das man auf keinen Fall versehentlich verbuddeln darf! Dann sortiere ich noch die Kategorie der „historischen Steine“. Das sind die, die alt aussehen und mit Flechten oder Moos bedeckt sind. Meistens sind diese eh leicht und schwammig und wären für den Mauerbau weniger geeignet. Aber perfekt für einen schönen Steingarten!

Jetzt geht der neue Weg fast 15 Meter lang zum Meerblick.

Wenn man alles zurechtgedreht und aufgeräumt hat, scheint sich die gesamte Menge drastisch reduziert zu haben. Dann muss man wieder viele Schubkarren voller Steine herbei schieben, um das Ganze auszugleichen.

Und was ist die Moral von der Geschicht?
„Wenn man erst mal steinreich ist, braucht man immer mehr Steine!“ 😀

Frühstück mit meinen Freunden, den Eidechsen.

Bereits letztes Jahr riss der böse GöG so viel Büsche raus und räumte Steine um. Das gefällt den Eidechsen natürlich gar nicht!
Als ich heute meinen täglichen Orangensaft gepresst hatte, bekam ich den Eindruck, dass die kleinen Tierchen das riechen und interessiert geschaut haben. Also probierte ich mal den Kleinen das Fruchtfleisch zu präsentiern und ob ich damit wieder ein paar Pluspunkte bei ihnen sammeln kann.

Da kam schon die erste und schmatzte zufrieden. Am Ende nahm sie sich noch einen großen Brocken mit.

Dann kam eine nach der anderen und zum Schluß noch die große, die mich am Anfang mit ihrem Interesse inspiriert hat. Bei der fiel mir auf, dass es zum Problem wird, wenn das Fruchtfleisch an der Erde klebt. Also kaufte ich ihnen gleich danach für zwei Euro einen eigenen Teller. Vielleicht bekommen sie auch noch ein Steindach, damit sie sich wohlfühlen und das Fruchtfleisch nicht so schnell austrocknet. Es war echt megaschön! Wir saßen Auge in Auge und schmatzten alle zufrieden vor uns hin. 🙂 Ich glaub jetzt sind wir wieder Freunde!

Weg durchs Geröll

Beim Graben für die Strom- und Wasserleitungen sammeln sich dort eine Menge Steine an, wo später der Garten mit Erde befüllt wird. Damit das nicht alles im Weg rumliegt, schiebe ich es Richtung Meer, wo der Boden bisher nur aus Felsen und Löchern besteht. Dabei eintdeckte ich ein paar Probleme:
Erstens muss man noch einige ganz große Felsen drehen und die Umgebung ausgraben, damit man sie tief genug im Boden versenken kann. Sonst müsste ich später den gesamten Boden wegen ein paar Felsköpfen mit zig Tonnen Material anhäufen, damit man nicht über die Felsen stolpert. Hier sind ein paar Exemplare die ich bereits versenkt hab:

Dabei muss man oft viele Steine rausziehen, damit man andere Steine rausziehen kann die wiederum die Felsen blockieren. Dann die Felsen so lange drehen bis sie tief genug in ihre Löcher passen. Danach wieder alles auffüllen mit großen und immer kleineren Steinen. (Immer mit dem Hintergrund, dass ich eigentlich nur einen Graben für die Leitungen buddeln wollte. Und ich zieh jede Tagesetappe eisern durch, die ich mir vorgenommen hab!. Gestern auch mal mit Stirnlampe im Dunkeln.)  🙂

Dazu kommt, dass ich alle brauchbaren Steine, mit denen man später die Mauer bauen kann, auf der Seite sammeln muss. Denn die sind sehr wertvoll und auch nicht unendlich vorhanden. Also darf man keinen einzigen schönen Stein zum füllen verschwenden. Und seht ihr die Aussenmauer? Viele Meter zerbröseln bereits! Wahrscheinlich muss ich erst mal ein Stahlbeton Fundament reingiessen, damit ich dort überhaupt erst mal anfangen kann meine 30 – 40 Meter Wand hochzuziehen. Also muss ich richtig Gas geben um wenigstens das Gröbste zu schaffen!

…und so entsteht ein neuer Weg. Das ist dann aber auch sehr befriedigend, wenn man Meter für Meter dazu gewinnen kann, auf denen man in Zukunft immer laufen und auch erst mal arbeiten kann!