…diese Leute hier! 😊 Gestern stand bereits 20min. nach meiner Message Julio vor der Tür und brachte mir eine volle Flasche Gas. Sein freundliches Lächeln ist ansteckend und gibt mir das Gefühl, dass er mich richtig gern sieht. Ein sehr sympathischer Kerl, der mir die Flasche immer bis zur Kochstelle trägt. Dann zeigte ich ihm mein Urinario und sagte, dass er immer willkommen ist, falls er keines in seinem Laster hat.
Mit leuchtenden Augen lief er hin und sagte: Que chulo! Was soviel heissen kann wie: Schick, fancy, aber auch angeberisch! Soviel positive wie negative Bedeutungen, was mir die Sprache nicht gerade erleichtert!
Er hat sich richtig Zeit genommen und sich voller Interesse die vielen Plantidas erklären lassen. Natürlich bekam auch er sein Tulsi-Basilikum Töpfchen und freute sich! 😊
Auf dem Weg zum Einkauf, dachte ich, dass es höchste Zeit wäre meinem Lieblingsnachbarn Javier seinen Tulsi zu bringen. Hey, wie die sich gefreut haben mich zu sehen! Sie luden mich gleich zum Kaffee ein und wir saßen so lange gemeinsam am Tisch, dass ich nach dem Einkauf im Dunkeln den Hang runter klettern musste.
Man sieht sich kaum noch, weil wer geht bei windigen 19 Grad schon noch vor die Tür? 😄
Früher Vogel…
…und kein einziger Wurm! 😄 Es war noch dämmrig, als ich die ersten Steine in die Hand nahm. Ich wollte einfach diesen schrecklichen Abschnitt hinter mich bringen!
So sah es aus: Eigentlich dachte ich, dass ich alles abtragen müsse und wieder Berge von Geröll wegschieben, um es nachher wieder zurück zu schieben. Wenn einem dann immer wieder Lawinen vor die Füße fallen… Sowas demoralisiert mich, aber es ging auch besser! Erstens legte ich rechts nochmal eine Reihe Steine auf und konnte darauf hin den ganzen Schutt, der links schon abgestürzt ist, in die neue Mauer einbauen.

Nachdem ich die unteren Felsen der linken Mauer geprüft hab, entschied ich mich für eine andere Variante!
Einen neuen breiteren Sockel davor bauen und dieses Stück alte Mauer einfach unter der Neuen begraben.

Jetzt ist der gefährlichste Teil geschafft, weil die Lawinen nur noch hinter die Mauer stürzen und auch nichts mehr zerstören können!


Aber ich freu mich schon auf diesen Weg! Der Weg ist meine Mauer und verläuft quasi wie ein breiter Panoramaweg über meiner Finca, bis zum Waldrand.
Wir biegen aber später gleich nach 10m rechts ab, auf die neue riesige Rampe, die ich ebenfalls bald beginnen werde!
Bananentoni
Heute war ein richtiger Wintertag! Immer wieder Nieselregen und windig.
Darum konnte ich gar nicht viel machen, was für die Gesundheit gar nicht schlecht ist! Mir gehts zwar super, aber darauf bin ich auch in den nächsten Wochen angewiesen, daher bin ich vorsichtiger, als es vielleicht manchmal scheint! 😃
Hier, die Mauer von Gestern:

Von Heute:

Links begann ich abzutragen. Hier wird die Mauer eher etwas schmäler, wo sie eigentlich breiter werden sollte! Also muss bis zum Boden runter alles weg.

Dann nutzte ich die Regenpause zum Einkaufen. Leider hatte ich keine Kamera dabei, denn es gab spektakuläre Bilder, mit dunkelgrauem Himmel, knallener Sonne, Regen und Regenbögen, wie ich sie nur selten gesehen hab! Ganz viel Abwechslung! Beim letzen Kilometer hat mich der Regen erwischt! 🙈


Dann ein Highlight, das ich zum Glück nach dem Einkauf gleich entdeckt hab!

Bin noch ein wenig rumgelaufen, bevor es beim nächsten Regen vollens dunkel wird.





Und schon wieder Regen, tschüß! 🙂
Mauer – Nachmittag
Zum Glück stürzte nicht alles runter! Der erste Teil steht schon wieder. Para siempre! Hab den neuen Teil bei der Dämmerung noch kurz mit dem Schlauch markiert.

Das sind jetzt richtig große Felsbrocken, die mit einem überzeugenden Gewicht gegen den Hang drücken!
Aber ehrlich: Nach dem Essen war die Arbeit erst mal voll übel! 😄 Dabei war ich eh schon müde und hatte keine Lust! Im Mauersockel musste ich ein paar riesen Wurzeln raushacken, die vielleicht ihren Beitrag an der eingestürzten Mauer geleistet haben! Lawinen kamen runter! Massen an Geröll zum aufräumen! Berge! Für den Sockel musste ich noch Felsen in den Boden künsteln, weil vorher war dort der alte betonierte Wasserkanal.
Am Ende war es ein guter Lauf! Steine rasten beim ersten Auflegen ein wie Türschlösser! Das ist nicht immer so!
Noch 1-2 Reihen, dann muss ich den linken Teil der Mauer komplett abtragen und neu aufbauen. Das Geröll hinter diesen Steinen, kann ich dann vom linken Teil direkt rechts hinter die neue Mauer werfen.
Nächste eingestürzte Mauer
Heute Morgen begann ich mit einer ganz großen Baustelle!
Auf dem folgenden Bild seht ihr die schwierigste und vielleicht sogar die wichtigste Stelle, auf der Finca:

In der Mauer von den Nachbarn steckt Schutt. Aber ganz unabhängig von diesem Schönheitsfehler, will ich den Weg aus dem Tal, an dieser Stelle zufällig auf dasselbe Niveau aufhäufen. Dann verläuft er an der Mauer entlang und später soll er unten, im Palmengarten, mit einer neuen Rampe fortgesetzt werden.


So sah es da unten aus. Früher zog ich dort bereits einen riesen Berg alter Palmenblätter raus, die sich über 30 Jahre lang dort angesammelt hatten. Und einen Hühnerstall. So macht man das hier! Einfach zum Nachbarn werfen! 😂 🥲

Am Wasserschlauch sah ich wieviel nach meiner Abreise noch nachgerutscht ist. Es kam viel weniger schlimm als befürchtet!

So gewann ich wieder ein paar Meter Land, wo ich vorher noch nie laufen konnte!

Bis zur Mittagspause hatte ich schonmal viele Steine weg und den Hügel davor grob abgetragen.

Es ist fast schon beruhigend, dass die Mauer an der Stelle schlecht gebaut war, weil ich befürchtete, dass der Hintergrund sich senkt und schiebt! Der linke Teil sieht nämlich ganz so aus! Das müsste ich alles abtragen und besser aufbauen.
Der Übergang zum Schutt wird nicht einfach! Wenn diese Mauer stabilisiert ist, beginne ich mit der Rampe im Palmengarten. Diese kann ich dann mit dem Schutt auffüllen, den ich hier rauskratzen kann. Erst dann sehe ich, was darunter vorkommt und wie ich den Übergang zur Schutthalde bauen kann. Der Weg soll später vor uns, siehe nächstes Bild, eine Linkskurve machen und am Schutthang entlang verlaufen.


Rechts von dem Bruch muss ich wahrscheinlich nicht so viel abtragen wie am Anfang befürchtet. Hoffentlich kommt nicht so viel von Oben nachgerutscht! Aber diesmal gibt es wenigsrens Fluchtwege!
Auf jeden Fall kann man jetzt schonmal Laufen und Arbeiten! 😊

Hier sieht man mal die komplette Höhe der Nachbarmauer, die evtl. mit da unten drauf lastet. Inzwischen hab ich damit aber schon ein besseres Gefühl!

14:00 Uhr, bin schlapp! Einfach mal ganz langsam weiter machen. 😳 😄
Waldarbeit
Bei folgendem Ereignis, fiel mir mal wieder auf, wie groß die Finca eigentlich ist: Neulich war ich Einkaufen und als ich zurück kam, lag ein umgestürzter Baum quer im Weg! Aber das war auch kein Wunder, weil ich hab im Frühjahr die Wolfsmilsbäume um den Stamm herum geschält, damit sie trocknen. Der treue Leser erinnert sich vielleicht!? Unter dem Begriff Kahlschlag, hab ich HIER davon berichtet. Damals konnte man ja keine Reaktion an den Bäumen bemerken und viele Bäume waren heute noch saftig! Sie spritzen nicht mehr wie Arterien, aber trotzdem ne üble Sauerei! Zuvor hatte ich schon im Pfirsichgarten umgestürzte Bäume. So viele, dass ich nach meiner Rückkehr dachte, ich hätte mich verlaufen!







Jetzt geht es eine Terrasse weiter runter:


Jetzt kann ich wieder schön lange Spaziergänge machen und 40 jähriges Wolfsmilchszeugs wäre bald unter Kontrolle!
pssssssss
😄 Endlich! Auch weil es jetzt nicht mehr hier rumliegt. Für die Spülung brauche ich noch einen Adapter, aber die Wasserleitung verläuft schonmal komplett aussen herum.

Dabei hab ich es noch ganz spontan rechts, statt links in die Ecke gehängt. Dann sieht man es nicht mehr vom Pavillon aus. Bzw. wenn das Klohäuschen mal gegenüber drin steht, ist es vollens verdeckt.
Als es dann fertig war, musste ich nicht pinkeln! 😃 Also schnell nen Liter Wasser rein schütten. Als ich dann wirklich mal musste, war ich ganz am anderen Ende der Finca! 😄
Aber das kommt gleich im nächsten Beitrag!
Muskelkater
Von den hundert tausend Kniebeugen gestern, als ich die Bambuswand geflochten hab. 🤪








Das ganze Gefälle ist direkt auf den Abfluss ausgerichtet.
Für einen Rohentwurf und dafür, dass es an einem Sonntag entstand, bin ich mit dem Tageswerk ganz zufrieden!

Rechenschieber
🙂

13:30 Uhr, Mittagspause. Natürlich hätte ich am liebsten gleich die Rückwand mit Urinario eingebaut, aber davor sollte ja der Boden halbwegs auf dem entgültigen Niveau liegen. Zumindest bräuchte ich einen Plan, wie es am Ende aussehen soll. Also buddeln, trennen und schieben!
Ohne doppelten Nutzen wäre ich moralisch verloren! So gewinne ich einfach erst mal Schotter, Erde und Revuelto, mit dem ich schon sehr viel Geld gespart hab!


Beim Rechen und Trennen, wird es fast schon zum Nebeneffekt, dass ich das Zeugs schichtweise immer weiter Richtung Steingarten ziehe, um dort ebenfalls eine Senke auszugleichen, damit alles einen schönen Flow, mit der richtigen Ablaufrichtung bekommt. Die Raumhöhe im Bad-Pavillon reicht langsam aus, um ein Regendach darunter zu bauen. Dafür brüte ich eine neue Idee aus, wie man die Pavillons unterhalb der Maracujas abdecken kann. Transparent und ultra leicht, damit man es für die Pflege und Ernte der Maracujas schnell und einfach öffnen, oder aufklappen kann.

Es ist ärgerlich, dass ich den Schotter später mal wieder verschieben muss, aber um seinen endgültigen Platz vorzubereiten bräuchte ich Steine aus dem Tal und dafür brauche ich eine gigantische Auffahrt, damit ich endlich mit der Schubkarre rauf und runter rennen kann. Es wird also bald eine sehr große Baustelle geben, mit der ich einen „Knoten“ öffnen will!
Für die Umrandung von Bad, Pavillon und Steingarten würde ich gerne antike Steine nutzen, die ich gerade aus dem Tal kratze und da unten ebenfalls auf Häufen sammeln muss, weil einfach der Weg noch nicht da ist!
Bambuswand
Was für eine Arbeit! 93 Stengel mit je fünf Drahtreihen verknotet und getackert. Fast sechs Stunden durchgezogen und man braucht echt viel Geduld! Am schlimmsten ist es an die 500mal in die Knie zu gehen, weil die Arbeit nur auf dem Boden möglich war! Zwischendurch musste ich mal wieder Material ernten, aber dafür hab ich jetzt schon einen Vorrat für die nächsten Wände.


Innen kommt jetzt ein schönes Holzbrett quer über die ganze Breite. 60 cm hoch… vielleicht schon morgen, dann könnte ich nämlich mein Pinkelbecken montieren! 🙂 Seht ihr Männer? Man muss für seine Träume kämpfen! 😄



