Veredeln 1

Leute es juckt mir ja so in den Fingern, dass ich sogar noch nach der Wanderung und bei Dämmerung, den ersten Testlauf machen musste.

Wegen dem Licht hatte ich jetzt keine Zeit noch lang mit dem Foto rumzumachen. 🙂 Das ist jedenfalls eine Avocado, direkt aus dem Kern geschlüpft. Davon hab ich die Spitze genommen.
Beide Teile schön lang mit einer frischen Rasierklinge geschnitten. Die Klinge hab ich vorher abgewaschen, falls irgend ein Öl mit eingelagert ist.
Sorry, wieder zu dunkel fürs Handy. Hab Teflon für gut befunden. Das hat keinen Klebstoff, ist fein und man kann es mit Gefühl drauf stretchen. Jetzt bleibt das Bäumchen erst mal im Schatten.

Dasselbe will ich jetzt so bald wie möglich mit einer Manga probieren!

Wanderung bei Arguayo

Das Wetter ist an solchen Tagen überhaupt nicht kalkulierbar. Also probierten wir unser Glück über den Wolken.

Und wir hatten ein Glück!
Interessante Wege und eine unglaubliche Stille!
Immer im Blick, dass es sich jederzeit ändern könnte. Es schien von beiden Seiten zu kommen.
Hier scheint mir der Teide weiter entfernt, als von Zuhause!
Happy Pinos! 🙂
Und immer wenn man sich umgedreht hat. 😀
Wir haben ein super Vierergrüppchen. Mehr geht ja gerade nicht.
Die Wolken kamen dann genau zum richtigen Zeitpunkt, kurz bevor wir das Auto erreichten.

Irgendwann rief mich Jeanot und meinte: Wenn du mit Bonsai arbeitest, dann hab ich den richtigen Stein für dich!

Ich lies ihn liegen und lief weiter. Dabei erzählte ich Jeanot, dass ich jetzt vielleicht immer an den Stein denken muss!? Weil mir ging das sogar beim Fotografieren schon so, dass ich es manchmal jahrelang bereut hab, dass ich für die eine Szene damals das Auto nicht angehalten habe! Dann dachte ich wieder an den Stein und wie ich ihn sogar in der Hand hielt. Er war nicht schwer! Mist, ich musste zurück rennen und den Stein einpacken! Es war noch nicht so weit. 😀 Und auch nicht mehr so weit zum Auto.
Hab schon ne Idee, aber jetzt schau ich ihn mir erst noch mal ein paar Tage an.

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Genial! Sämlinge, meist noch mit Samen am Stengel. Lassen sich schadfrei trennen! Natürlich 100 x besser als große!
7 Palmen = 2€ Wenn der Samen verloren geht, markiere ich sie mit dem Holz, nur zum beobachten.

So kann man später alle Abstände selber bestimmen! Über die Jahre treiben manche wieder seitlich kleinere Spitzen aus den Wurzeln. Ähnlich wie Bambus, aber nicht ganz so invasiv! So viele Töpfe hab ich gar nicht, wie ich bräuchte. Darum dürfen die bald direkt in die Erde. Für mich ist das schon was besonderes, zu wissen, dass diese Wurzeln direkt, ohne einen Knick und ohne eine Windung, in den Boden schieben dürfen! Und von Anfang an dabei zu sein! 🙂

Palmenfamilie

Heute kann ich mein Glück gar nicht fassen! Erinnert ihr euch an meine Palmenfamilie? Damals zerlegte ich eine Gruppe Palmen und verteilte sie in mehrere kleine Gruppen und Einzelpflanzen. Heute, nachdem sie gerade den Umzug für ein paar Monate überstanden haben, sehen sie so aus:

Unproblematisch, bis ins hohe Alter filigran, bilden sie immer gleich mehrere Ebenen. Zwischen anderen Palmen tragen sie viel zu einem schönen Busch-Effekt bei! Und man kann sie vor allem eng zusammen stopfen! Das ist genial!

Neulich dachte ich, schade, dass ich davon nicht viel mehr habe, weil bis jetzt sind es hauptsächlich zwei Sorten, die ich hier verteile. Heute stoppte ich extra im Palmenladen um zu fragen, ob man nicht doch Winzlinge kaufen kann. Man sieht sowas nie. Sonst immer gleich 40 – 60 € im 30cm Topf. Dann sagte die Verkäuferin, nur eine Sorte gäbe es und zeigte mir genau diese kleinen Palmengruppen. 🙂 2 €, der Topf.

Der Schwabe zerlegt die natürlich erst mal in Einzelpalmen! 😄

Aber das ist noch lange nicht alles! In aller Ruhe hab ich mich heute umgesehen und unwiederstehliche Pflanzen entdeckt!

Mein japanischer Lieblingsfarn. Eigentlich unkaputtbar! Ob er mein Wasser verträgt wird sich zeigen! Wenn ja, werd ich ihn vermehren! Man kann damit wunderschöne Bonsai Arrangments und kleine hängende Gärten gestalten!

Überall fragte ich nach kleinen Palmeritas und lies mich über alle möglichen Fruchtbäume beraten. Der Arbeiter vom Gartencenter schickte mich zur Konkurrenz! Dort fand ich weitere Schätze! Lustig war, dass ich auch dort die Verkäuferinnen nach winzigen Palmenbabies gefragt hab. Eine schickte mich raus und ich kam dann mit der hier zurück:

Eine Königspalme für 30 € Eben fand ich sie zum ersten mal überhaupt, für 60.

Die Verkäuferin lachte und sagte: klein ist die aber nicht. 😃 Wir scherzten weiter, bis ich es nicht mehr verstand. Dann sagte ich, oft verstehe ich es, wenn ich nachts im Bett liege! Dann lachte sie und erwiederte, ja genau, das kennt sie auch und wir scherzten wieder weiter… das war sehr nett! 🙂 Wir werden nächste Woche heiraten! si un broma! 🙂

Ist es eine Palme, oder ist es ein Farn? Es ist gekauft! 12 €, wollte ich schon lange, zu den Farnen. Werden riesig die Dinger!
Etwas Abwechslung für den Palmengarten!
Auch für den Palmengarten, dann muss ich mir mit meinen Phantasienamen nicht mehr so blöd vorkommen! 😃

Will noch zwei Königspalmen für den Palmengarten holen! Das sind wahre Monster und sie wachsen extrem schnell! Da kannst ne Hängematte über dem Boden spannen, gießen und ab die Post! 🙂 So schnell sind die!

Im Palmenladen hab ich zuvor noch diese drei Avocados geholt, die für unsere Klimazone perfekt sind. Unter 20 € pro. Hier steht die Sorte „Hass“. „Pinkerton“ hab ich heute auch gesucht, aber leider nicht gefunden. Ich bleib aber dran, an der Vielfalt!

Bei einer pfropfe ich gleich nochmal ne andere Spitze drauf. Einfach mal n bisschen rumspielen.

Aber das war noch nicht alles! Erstens freue ich mich über die Entdeckung, dass man hier „Amagana“, die einzigartige und genialste Bonsaierde kaufen kann! Damit haben die Bonsai eine tolle Zukunft! Und hier kommt das Beste: 😅

Eine Kerbzange für den perfekten Astschnitt!
Ich weiß, scheinbar total verrückt! 🙂 Es gab auch eine schöne für 16 €, aber genau die hier, hab ich seit Jahrzehnten in Deutschland und es ist ein Traum mit der zu schneiden! Allein auf 60 Ficus Bäumchen verteilt, relativiert sich diese Investition! Dann hab ich ja noch Pinien, Zedern und Obstbäume zu schneiden! Das schlauste überhaupt! Eine japanische Meisterschnipfe! Gar keine Zweifel, eigentlich kann ich gar nicht ohne leben! 😀
Bouganville. Das war sogar ein leicht angetrockneter Ast! Wenn sich der Schnitt nach unten verjüngt, ist es am besten für die Heilung!

Flamboyant

Mike hat die Tage an mich gedacht und mir Samen aus dem Süden mitgebracht.

Mit Schraubstock, einem großen Schraubenzieher als Meißel und einem Hammer, musste ich um jeden Samen kämpfen!
Hoffentlich kommen alle! Man findet ihn auch unter dem Begriff Flammenbaum, wegen seiner leuchtend roten Blüten. Es sind schnell wachsende Bäume, die sich z.b zu schönen „Schirmen“ gestalten lassen. Oder zu Kaskaden über der Arena.
Dann hab ich noch dieses Gemüseding von Manuel eingetopft. Das muss ich noch irgendwo probieren, ob ich das überhaupt im Garten will.

Ansonsten hab ich mir einen lockeren Tag gegönnt. Pause für die Finger! Mehr Abwechslung hilft! Nicht gleich wieder übertreiben! 😉 Hab gleich Mittags ein gepflegtes Mittagessen gekocht. Schön vernünftig und so. 🙂 es gibt immer Kleinigkeiten bei den Rundgängen! Öfter schabt man im Vorbeigehen, mal hier und da ne Ecke rund,.. Alles wächst, das Unkraut auch, bedrohlich!

Hier konnte ich ohne Druck mit der Rückseite vom Rechen drüber streichen. 2 – 3 mal und die Keimlinge vertrocknen an der Sonne. Die erste testbereiche sind nach 2 Wochen immer noch frei. Man müsste nen Rasenmäher mit drahtbürsten haben, dann könnte man es kurz verschreddern bevor es Wurzeln ausbildet.
Sonst sieht das ganz schnell so und noch schlimmer aus.
War ein kühler, schattiger Tag heute. Ein schöner Abend tröstet!

Dritte Aktion heute.

Beim Gang zur nächsten Baustelle ist interessant zu sehen, dass das Grünzeugs vor allem die Häuser dahinter abdeckt. Je nachdem, wie weit man zum Rand kommt, sieht man nur das Meer und dann auch die Häuser. Deshalb lass ich da noch einiges stehen.
Wie gesagt, schon lange ein Dorn im Auge und eine Aktion macht so einen großen Unterschied!
Katastrophe! Hier willste halt im Mondlicht nicht rumlaufen!
Hab noch Schätze für den Steingarten gerettet!

Eigentlich ist das alles eine lange Rattenschwanzaktion! Denn ursprünglich wollte ich ein Loch graben und wusste nicht wohin mit der Erde. Würde man sie auf die Löcher schütten, wäre sie vielleicht nach dem nächsten Regen weg. Also, erst mal alles vorbereiten. Hier mache ich eine Drainage-, Dichtung-, Mauer- und Wurzellüftung mit Sand. Der ist sehr rieselfähig und deshalb perfekt dafür! Leider nicht geeignet um Wege zu bauen, weil er sich nicht festdappt.

Er wird heller, wenn er trocken ist, aber jetzt kann eh Erde drauf.
Jetzt kann man auch mal im Mondlicht rumlaufen, wenn man weiss wo es aufhört! 😃
Als nächstes noch von dieser Seite aufräumen, die Ecke fertig machen, Erde drauf und schnell die Yukkas und Palmen rein.

Oh doch…

…jetzt kann ich es schon fühlen! Mein Herz geht auf! 🙂

Eben hab ich die linke Fläche wieder rausgeputzt, weil die Nachbarin kurz weg war. Wenn sie mich da oben sieht, denkt sie vielleicht „Baustelle“!? Wenn sie mich nicht sieht, kann sie nachher höchstens denken:“huch, sauber!“ Meine Kante schwebt fast schon bedrohlich über den Nachbarn. Darum mach ich mir Gedanken, denen nicht auf dem Kopf rum zu tanzen.
Aber diese Fläche ist doch schon schöner, oder? Man kann sie sehen und sogar drauf rumlaufen! Das ist neu!
Im Hintergrund seht ihr vielleicht die Natursteinmauer, die mein Nachbar Alexandro erst im Sommer gebaut hat. Unterhalb wird also auch aufgeräumt.

Nichtmal 2 h.

Das ist es, was mich gerade wieder voran treibt: Was man für Veränderungen sehen kann, wenn man es mal zwei Stunden lang richtig übel durchzieht!😄

Es soll schnell schöner werden, dann kann ich mich anschließend die ganze Zeit darüber freuen! 😃
Für den Überblick hab ich an der Ecke einen Pfosten und den roten Kübel hingestellt. Jetzt sieht man meinen ganzen Sandkasten. 🙂
Aber dafür sind jetzt mindestens 20 cm tief durchgehackt. Das muss man erst mal wieder gerade ziehen! Ein Problem das es langfristig zu lösen gilt!
Diese jahrzehnte alte Grasbüschel wiegen teils weit über 20kg! Mit dem Sand und den Steinen in den Wurzeln. Bei den jüngeren ist es ja nicht mehr soo schlimm! Aber für die 20 cm „Pflug“ reichts noch! NACHTRAG: Die Büschel von diesem Jahr gehen doch noch sehr leicht raus!
Jetzt steh ich wieder bei der Feuerstelle, wo ich gestern gearbeitet hab. Seht ihr die Ecke noch? Von hier sind es 30 Meter.

Vor 10 Minuten dachte ich stöhnend, das reicht für heute! 😃 Aber jetzt juckt es mich schon wieder, den Meerblick noch etwas rauszuputzen! Weiter!