Las espinas

Oder einfach, Tag der Dornen!

Blick aus dem Orangengarten, vor der Arbeit.
Aller Anfang…
Wenn man den Gestrüppsammler erst mal auslegen kann gehts. Nicht mehr wegzudenken das Teil! In dem Bild kann man das Gestrüpp im Feigenbaum gut sehen.
Alles Dornen, endlos!
Danach rupfte ich stundenlang Dornengestrüpp aus dem Feigenbaum. Viele Stränge sind gut sechs Meter lang und peitschten nur so auf mich runter. 🙂 Die Terrasse hinter dem Feigenbaum ist auch schon abgeräumt. Dafür ist der Feigengarten wieder voll mit Dornengestrüpp.
Vom Feigenbaum aus gesehen: Hab gar nicht damit gerechnet, dass dieser Pfad ein richtiger Garten ist. 🙂 Links unten wartet der zweite Teil vom Mangogarten.
Zum ersten mal auf einen Blick: Links der Orangengarten, dahinter der Wald. In der Mitte der neue Garten und unten der Feigengarten
So sieht jetzt eine kleine Feuerstelle aus.

Mangogarten

Der Anfang ist gemacht. Es sind schon Mengen an Gestrüpp die man wegschaffen muss, aber dann kommt fast immer ein sehr schöner Boden ans Licht.

Das restliche Gestrüpp lasse ich vorerst als Sichtschutz zu den Nachbarn stehen. Nicht damit die nicht reinsehen können, sondern weil es mir etwas unangenehm ist, wenn die mit ihren Kindern im Pool rumplanschen. Ich will ja deren Privatsphäre nicht stören!

Darüber hab ich heute auch mit Alejandro geredet, nachdem ich ihm den ganzen Garten zum ersten mal gezeigt hab. Er erzählte mir, dass er vor etwa 37 Jahren das letzte mal darin rumgerannt ist. Da war alles voll mit Bananen. 🙂
Ich sagte zu Alejandro, dass ich das Gefühl habe, dass der Steinhaufen hinter der Mauer nicht einfach nur ein Steinhaufen ist, sondern mit einer ganz besonderen Absicht errichtet wurde. Alejandro meinte, dass er sehr alt ist und, dass es vielleicht mit den Pyramiden im Süden zu tun hat. Auf Wikipedia steht auch, dass es von diesen Pyramiden viel mehr gab. Viele wurden nur als billiges Baumaterial abgetragen. Die sagen auch: Morras, Majanos, Molleros oder Paredones.

In diesem Sinne ist diese Rückwand eine Aussenmauer meiner Pyramide. 🙂 Die schönste Mauer geht links, hinter dem Gestrüpp, nochmal drei Meter nach unten. Die ist nur von meinen Nachbarn aus zu sehen. Oder von meiner neutralen Zone. Ein langer Grünstreifen auf der ersten Ebene, auf den ich noch nie einen Fuß gesetzt hab.
Von oben sieht man diese „Pyramide“ ja auch. Die weiße Steinmauer in der Mitte mit den Farnen oben drauf. Genau dahinter ist der neue Garten.
So ziehe ich das Gestrüpp aus dem Tal.

In genau zwei Wochen ist der große Feuertag: San Juan. Da darf ich den ganzen Tag zündeln. Erst ein großes Feuer, dann noch viele kleine im Tal.
Hab ich heute entschieden. Dann kann ich alles trockene Zeugs voll rausrupfen und muss es vor allem nicht mehr rumschleppen. Danach hab ich alles vom Hals. Unglaublich! Ein Traum! 😀

Die zweite Ebene

Heute nutze ich das milde Wetter zum Aufräumen. Es geht endlich an die zweite und dritte Ebene.

Als erstes brauche ich einen Durchgang, über den ich nachher all das Gestrüpp hochziehen kann.
Der Hügel über der Mauer gehört später zum Bonsaigarten. Er bekommt bald noch einige Palmen verpasst. Jetzt steige ich vor der Mauer ab.
Vor wenigen Wochen konnte man nichtmal den Boden sehen.
Drei Schritte weiter stehe ich vor einem alternativen Aufstieg, der früher auf mehrere alte Pfade geführt hat.
Noch drei Schritte weiter, seht ihr die Mauer, die ich heute ausgegraben hab.
Noch ein Stück weiter stehe ich vor ein paar Metern eingestürzter Mauer.
Beim Blick zurück sieht man nicht mal mehr die Mauer mit dem ersten Abstieg. Diese knappen 20 Meter sollten für den neuen Mangogarten reichen. Links ist die Terrasse gut drei Meter breit und wird bis zur Mauer etwa sieben Meter breit.
Von der eingestürzten Mauer knipse ich nun Richtung Feigengarten. Jetzt fällt mir erst auf, dass dieser etwas tiefer liegt. Bisher konnte ich das nie zusammenhängend sehen.

Jetzt muss ich mich mit all dem Gestrüpp beeilen, denn bald schon ist der große Feuertag, an dem die ganze Insel gleichzeitig den ganzen Mist verbrennt.

Morgenrot

Hier sind ein paar Eindrücke von meiner morgentlichen Laufrunde:

Am Horizont sieht man den Leuchtturm vom Ostenende. Das Wasser spiegelt mehr Farben als die Kamera aufnehmen kann.
Während meiner ersten Runden geht die Sonne auf.
Es ist schön, warm, mystisch…
…es riecht nach Meer…
…und es rauscht.

Davor und danach laufe ich Barfuss den Berg hoch- und runter. Schöner kann ein Tag kaum beginnen!

Palmenbabys

Nur für den späteren Vergleich:

Das ist die erste die schon seit 2 – 3 Wochen im Boden steht.
Diese geht seit heute ins Rennen…
…und die auch.

Frühaufsteher

Heute stand ich bereits um 6:15 Uhr auf und fühlte mich wie ein Held! 😀
Bei euch daheim ist es da bereits 7:15 Uhr und schon seit Stunden hell. Bei uns ist es aber um die Zeit noch stockfinster. Als ich eine halbe Stunde später barfuss den Berg runter lief war gerade mal das erste Morgenrot zu sehen. Bei meinen ersten Runden ging die Sonne auf und es war herrlich! Nach dem Laufen ging ich erst mal eine Runde Gießen und stellte fest, dass das die schönsten Stunden des Tages sind! Zwei Palmen hab ich auch gleich in den Orangengarten gepflanzt. Jetzt stehen dort drei kleine Fiederpalmen. Die erste, die ich vor gut zwei Wochen in den Boden gesetzt hab, wächst schon sichtbar schneller. Generell wachsen Palmen aber eher langsam.
Das nächste mal nehme ich die Kamera mit. Heute hab ich nur Bilder vom letzten Sonnenuntergang.

Das Meer war wild, aber von hier oben sieht alles aus wie Spielzeug.
Bei La Palma hat es wieder geregnet. Die haben an der Ostküste ganz viel Regen und es ist ein richtig grüner Djungel.
Rechts über dem Atlantik regnet es auch. Ich beobachte es sehnsüchtig! 🙂

Achja, gestern war ich mit Chris und Deby im Süden um für Mike, einem guten Freund, Autos zu testen. Bin mit fetten Jeeps rumgefahren und es war echt ein Spaß! Es war auch schön mal wieder durch unsere kleine abwechslungsreiche Welt zu fahren!

Kakteen

Eben haben Isabel und ich unsere Kakteen von Lorenzo`s Kakteenfarm abgeholt.

Neben dem fetten Orangenbaum sehen die richtig klein aus, aber das sind teils schon mächtige Brocken! Manche sind sie unglaublich schwer! Wenn man davor steht sehen die wirklich sehr beeindruckend aus.

Der Hügel hinter dem Steingarten wird teilweise zum Kakteengarten. Dort stehen sie dann in schwarzem Pikon, wodurch die Farben noch leuchtender rauskommen werden. Spannend wird ja auch in welchen Farben und Formen die jeweils blühen. Manche sah ich hier schon ein bis drei Meter hoch und unglaublich fett.

„Sitz der Schwiegermutter“ 🙂
Viererpack. Die werden noch getrennt.
Der mit den Riesenstacheln wirkt fast schon hypnotisch.
Vor allem von oben. 🙂
Der lebende Stein wuchs hier zufällig.

Unterstützung

Wenn ich mir vorstelle, dass ich hier als Eigenbrödler niemanden kennengelernt hätte, dann würde hier glaub gar nichts laufen! Was hier alles schief gehen kann… als ungeduldiger Mensch hätte man hier auch weniger Spaß! Zum Glück helfen mir viele Freunde „Knoten für Knoten“ zu lösen, fahren mich auch mal, oder leihen mir ein Auto, packen mal mit an usw… Vor allem Isabel und Geza helfen mir dabei Lücken, wie z.b. eine Dusche, oder gelegentlich eine Waschmaschine, zu überbrücken. Rositha, die Frau von meinem lieben Freund und Nachbar Manuel, übernimmt jetzt Verhandlungen für meinen Strom und Wasseranschluß. Genial! Voraussichtlich komme ich sehr günstig an all die wichtigen Anschlüsse, aber man braucht, wie gesagt, Geduld!
Zum Glück hab ich mich am Abend nochmal aufgerafft einen kleinen Spaziergang zu machen!

Inzwischen schau ich immer öfter sehnsüchtig auf die Wolken und wünsche sie mir ins Tal. 🙂 Gestern hat es mal getröpfelt. Sehr oft ist die Regengrenze nichtmal 100 Meter weiter oben. Und damit meine ich nicht die Höhenmeter! Naja, im Winter freut man sich darüber.
Auf dem Bild steht der Wohnwagen ganz links unter dem grünen Haus.
Der Klang, der Geruch… Um diese Zeit sieht man die vielen Schichten Vulkangestein sehr schön. Ich sitz auf einem abgekühlten Feuerberg.
La Palma am Horizont.
Mich faszinieren die vielen Licht und Farbfacetten, die vor dem Horizont auf dem Meer spiegeln. Lässt sich kaum festhalten.
Blick nach rechts: Seht mal die Farben. Ich lasse die Bilder extra unbearbeitet, damit es möglichst authentisch aussieht. Im Tal seht ihr die schöne Villa Punta, von Edith und Lorenzo. Kann man schöne Appartements mieten! 😉 Rechts davon ist ein buntes Feld voller Kakteen. Sehr bald werde ich euch eine tolle Sammlung davon vorstellen!
Noch ein Blick zurück…
…dann fiel mir das süße Kätzchen vom letzten mal auf, das mir eine Weile gefolgt ist. 🙂

Noch mehr Palmen

Gestern war ich gleich nochmal Palmensetzlinge ausstechen. Es war ein richtig harter Job und das erste mal seit langem, dass ich davon eine ganz üble Blase an der Handfläche habe! Gruselbilder erspare ich euch! Doch es hat sich gelohnt!

Insgesamt komme ich damit auf über 80 Setzlinge, wovon viele noch ihren Samen im Wurzelwerk haben. Von den anderen könnten erfahrungsgemäss schnell mal 90 % sterben.
Der Sommer macht die ganze AKtion nicht leichter. Also drückt mir die Daumen!
So werden die Blätter später mal aussehen. Wobei das auch noch eine kleine Palme ist, die sich gerade erst vom Umzug erholt. In dieser Größe kostet eine etwa 60 €.

Apropo`s Kosten: Eben hab ich ne Packung Ibuprofen geholt. 40 Tabletten a 600 mg. für 1,89 €. Konnte es gar nicht glauben! Hier spare ich auch so täglich viel Geld!

Mehr von Allem

Das Glück begann schon am Morgen! Auf dem Heimweg von meiner Laufrunde machte ich einen kleinen Stop bei Edith um mein Bonsai-Buch zu holen. Weil bei Edith und Lorenzo so viele schöne Palmen stehen, fragte ich Edith nach Samen. Dann zeigte sie auf eine meiner Lieblingspalmen und meinte, dass die sich andauernd selber aussamt und sie manchmal sogar Setzlinge aus dem Boden ziehen muss. Dort durfte ich gleich ein paar Babys ausgraben und morgen noch viel mehr!

Die meisten haben noch den Samen dran aus dem sie noch eine Weile Kraft zehren.
Bald verteile ich sie direkt im Palmengarten und setze sie gleich in den Boden.

Schon im ersten Winter suchte ich nach Ficus mit kleinen Blättern, die sich zum gestalten von Bonsais eignen. Es gab aber all die Jahre keine normalen zu kaufen, sondern nur so geflochtene Stämme und so Deko-Zeugs. Heute fand ich endlich ein paar!

Für 3,80 € gab es solche Töpfe, die ich nun nach und nach ins Wasser stelle um die Wurzeln aufzuweichen. Dann fummel ich mit viel Geduld die Wurzeln auseinander.
Solche Mehrfachstämme mit ungünstigem Winkel und eigenen Wurzeln schneide ich auseinander und mache einzelne Bäumchen daraus. Für Single-Bonsais taugen die einseitigen Wurzeln nichts, aber man kann die fehlenden Wurzeln später mit einer Technik nachzüchten. Oder ich arrangiere mit diesen Kandidaten kleine Wälder.
Auch das sind jetzt zwei Bäumchen.
Aus dem ersten Töpfchen konnte ich vier rausholen.
Aus dem zweiten sechs. Die bleiben zur Kontrolle noch ne Weile im Töpfchen, dann setze ich sie direkt einzeln in den Boden, damit sie in der Erde ein bis zwei Jahre schnell wachsen können. Spätestens nach zwei Jahren muss ich sie ausstechen und wieder einsetzen, wahlweise in den Boden, in Töpfe und später in Schalen.

Mit den ersten zwei Töpfen kam ich also auf einen Stückpreis von unter 80 Cent. Das freut mich unendlich, denn aus den Samen kam bisher nicht viel und ich fand es in letzter Zeit echt traurig, dass ich hier ums verrecken keine zu kaufen finden konnte! Dabei suchte ich über drei Winter in jeder Gärtnerei und in jedem Laden!
Aber jetzt kommt das Beste: Seht mal was mir Isabel für einen schönen Baumfarn nachträglich zum Geburtstag geschenkt hat!

Ein Baumfarn ist für mich ein ganz alter Wunschtraum! Er wird den vorderen Wald verzaubern!