Es gibt noch nichts zu sehen, sondern nur einen Bericht fürs Protokoll, falls ich das Datum mal nachschlagen will! 🙂 Das hier ist ja inzwischen auch mein Tagebuch. 😉
Gestern setzte ich diese Samen einer Fächerpalme mit viel längeren Armen.und noch ne andere Palme. Eben las ich, dass die Keimzeit 2 – 4 Monate betragen kann.
Egal! Die Zeit rast eh rum und je mehr wächst, desto einfacher kann man dieser Tatsache etwas positives abgewinnen! Heute haben wir Calima. Das erste mal seit langem ist es fast schon grenzwertig warm! Gestern hatten wir schon eine Hitzewarnung. Deshalb war der schattige Tag ein großartiges Geschenk zum arbeiten.
Am frühen Abend begann ich dann doch mit der Arbeit, die ich mir heute Morgen ursprünglich zur Pflicht gemacht hab. 20 Stämme möglichst mitsamt Wurzeln rausreissen.
Und keiner ging freiwllig! Die waren ja alle schon abgebrochen, weil sie eben nicht raus wollten. 🙂
Das waren mal wieder echt elende Stunden mit viel Keuchen und Schweißausbrüchen! 😀 Und dann kam auch noch der Hunger. Aber ich habs durchgezogen! Hatte lange Klamotten und geschlossene Schuhe an, weil ich gestern so vollgesaut war von der Wolfsmilch! Gestern musste ich mich mit all den Kratzern beim Duschen so schrubben, dass es an beiden Beinen geblutet hat. Hätte ich es heute nicht vollendet, müsste ich vielleicht morgen bei Sonnenschein mit langen Klamotten arbeiten und das wäre noch schlimmer als heute!
Meine Klamotten klebten zum Overall zusammen. 🙂Hat sich gelohnt! Ich liebe diesen Platz! Wald, Kaktus, Terrassen und Horizont. Es riecht nach Ziegen und hat teils ne ganz andere Botanik. Dem Geruch nach is es sicher gut gedüngt! 😀 Muss ja Jahrzehnte her sein mit den Ziegen!
Fast jeden Tag könnte ich mit den folgenden Worten beginnen: „Eigentlich wollte ich heute etwas ganz anderes machen…“ Aber ich genieße auch diese Freiheit und Spontanität! Natürlich hat alles seine Gründe! Die heutige Aktion war auch im Sinne der zukünftigen Wasserleitungen, um die es heute noch gar nicht geht. Aber bald, aber bald… 🙂
Bisher brauche ich eine Leiter um auf die fünfte Ebene zu kommen, weil diese Nische im Wald, ein versteckter Aufstieg, bereits seit Jahrzehnten zugewuchert ist.Und so sieht es jetzt von unten aus.Einen Stock höher, von der fünften Ebene betrachtet, sah man auch nur eine dunkle Ecke. Und ich hatte hier schon über zwei Meter rausgeräumt!Wenn man jetzt auf der fünften Ebene fünf Schritte Richtung Grenzmauer läuft……und dann nochmal drei Schritte Richtung Ecke……dann taucht, fast schon versteckt, der Abstieg zum Wald auf.Alles noch ein bisschen roh. Läuft sich aber besser als es aussieht und es wird natürlich noch perfekt. Eben hab ich die ersten Stufen rein gekratzt.
Das ist super, weil jetzt wurde die Leiter frei. Bin richtig begeistert! Fast der ganze Wald ist noch sichtgeschützt und hat wirklich genug schattige Plätze! Es kommt aber inzwischen genug Licht rein, dass ich viele junge Pinien pflanzen kann. Mit jedem Stück, das die Pinien wachsen, kann man wieder ein paar Äste mehr rausschneiden. Die hintere Hälfte wird bis hoch zur fünften Ebene ein Pinienwald und die vordere Hälfte ein subtropischer Wald, mit Palmen und Baumfarnen. Ein natursteinbrunnen mit Orchideen, wäre noch ein Zukunftstraum.
Heute hab ich mich ein paar mal ins Bild gestellt, damit ihr die Größen besser abschätzen könnt.
Das ist die Mauer zur fünften Ebene. Hinter mir liegen die ganzen Gummibäume und Kakteen, die erst in 2-3 Jahren trocknen. Vor mir das Gestrüpp das ich noch wegräumen muss. Ca. 80 m. bis zur Feuerstelle. Sieben Meter weiter rechts von mir geht es nochmal zwei solche Stufen nach unten, bis in den Feigenwald. Von dort ginge es nochmal eine Stufe runter. Diese lass ich aber als neutrale Zone zwischen mir und den Nachbarn stehen. Hier mit meinem kleinen grünen Kaktus.Links an der Mauer vorbei beginnt der Pfad nach ganz oben.Hier steh ich am Ende der fünften Ebene.
Obwohl es ein herrlich schattig – milder Tag mit 23° C. ist, hat es mich heute echt Überwindung gekostet, mich zur Arbeit zu motivieren! Es gibt hunderte Büsche mit Wurzeln raus zu reissen und die ganzen Gummibäume spritzen eine ganz üble Milch in der Gegend rum. Von der kann man blind werden, wird man immer gewarnt. Sie juckt zwar nicht direkt auf der Haut, aber wenn sie auf den verkratzen Armen und Beinen festtrocknet wirds doch sehr unangenehm! Die Handschuhe und das Werkzeug klebt… Ein leidvoller Job, aber sowas macht man ja nur ein mal! Also ziehe ich es am besten so schnell wie möglich durch!
Das war der Stand vom letzten mal.Ein paar Stunden später. Bei dem weißen Streifen ist die Grundstücksgrenze. Die Gummibäume sind zumindest mal so weit gestutzt, dass sie nicht mehr ständig auf mich runter tropfen können. Aber es hat sich gelohnt! Die Erde ist wie im ganzen Park sehr schön locker und hier hab ich einen sonnigen Platz für mindestens fünf Bäume.Wenn ich mich auf der Stelle umgedreht hab, sah ich in den Waldrand.So sieht es jetzt aus. Links und rechts müssen die Gummibäume noch weg, dann hat es hier Platz für 3 – 4 große Avocados. Hier kommt mittags der erste Schatten.Gleiches Bild, nur ein paar Schritte zurück: Unten links ist der WaldrandJetzt bin ich tief in den Busch gelaufen und fotografiere wieder raus. Bis zur der Grundstücksgrenze, bei dem weißen Strich, ist die Terrasse 23 Meter lang.
Jetzt kommen die Schattenseiten:
Die Schere hab ich geliefert und sie fehlt mir sehr! Auch der Pickel, dessen Stil ich neulich geklebt hab, knackt schon wieder verdächtig. Wenn der auch noch kaputt geht bin ich echt schikaniert! Aber es könnte ab Montag hier wieder alles lockerer werden. Dann kann man solche Dinge endlich wieder einfacher einkaufen.Einerseits ist es ja ein großer Durchbruch, dass ich jetzt beim Aufräumen einfach das Gestrüpp einen Stock tiefer werfen kann. Auf der anderen Seite ist der letzte Garten, den ich aufgeräumt hab, schon wieder voll mit Zeugs! 😀Das Gestrüpp in Ebene 4. 🙂 Jetzt stapel ich die Gummibäume hinten bei dem Rohr, dann kann man schon wieder laufen. Darauf freu ich mich jetzt richtig! Einfach mal ganz gemütlich ein paar Stämmchen stapeln. Jetzt kann ich die Mauer und den Kaktus von der Hochebene aus sehen und es gefällt mir sehr! Ein schöner Akzent, der den endlosen Busch etwas auflockert! Allerdings ist die fünfte Ebene 110 Meter vom Wohnwagen entfernt. D.h. kurz mal rüber rufen ginge kaum! 🙂
Willkommen auf der fünftenn Ebene! Jeder Lappen von dem Kaktus ist so groß, dass man es sich kaum vorstellen kann! Schätze mal 50 x 30 cm und sauschwer! Die ersten Meter sind geräumt und man kann den Kaktus jetzt vom ganzen Grundstück aus sehen.Rechts liegt eine sonnige Fläche und die linke Hälfte umrahmt den schattigen Wald, der eigentlich mehrstöckig ist.Der Kaktus steht auf der sechsten Ebene. Links und rechts vom Kaktus gibt es weitere Terrassen. Vielleicht wird das rechts der Pfirsichgarten.Rot: Kaktus. Blau: fünfte Ebene.Gelb: sechste Ebene. Grün: Der Weg zum Hinterausgang.
War ne heftige Arbeit soweit! Verkratzt und verstochen, obwohl es da oben gar keine Dornen gibt. Jetzt hab ich mir eine mega Siesta verdient!
Hinter dem Wald wartete ein schönes Beet auf mich. Hier hatte ich bereits einen Pfad rein geschnitten.Am Nachmittag war es bis zur Grundstücksgrenze geräumt. Das Rohr, ganz hinten auf der Mauer, ist die Grenze. Davor hab ich einen Sammelplatz für die ganzen Gummibäume eingerichtet. Rechts steht vorerst noch 2 – 3 Meter Gestrüpp als Sichtschutz. Von der anderen Seite, mit Blick auf den Wald. Sah vorher so aus. Die Mauer sehe ich heute auch zum ersten mal als Ganzes.Über die Leiter geht es auf die fünfte Ebene und auch zum Hinterausgang.Die nächste Ebene wird morgen geräumt, dann sieht man endlich den großen Kaktus 🙂 Die Fläche ist fast so hoch wie meine Hochebene, auf der anderen Seite vom Tal.
Die vielen Entscheidungen sind echt ne Belastung, weil ich nie wieder Bäume rauseissen und umsetzen will! Zig Möglichkeiten und alles auf einmal entscheiden ist auch nicht leicht! Endlich gibt es einen Anfang und weitere Ideen wachsen wieder beim machen! Der Überblick hat auch seine Wirkung! Jetzt hab ich nochmal alle Pläne über den Haufen geworfen, weil ich für den schönsten Abschnitt plötzlich klar vor Augen habe was zu tun ist!
Das ist ein Panorama von meiner Mittelerde, die ich zum Mangogarten machen wollte.
Es gibt noch mindestens vier weitere Gärten für Nutzbäume, aber das hier wird mein Zentralpark! Ein Aufenthaltsort zum wohlfühlen. Vielleicht eine Holzterrasse mit Minibar. Strom, Wasser, Toilette Abwasser. Denke auch über einen Sonnenplatz mit Saharasand nach. Viele Palmen! Sonnensegel, Hängematte. Zeltplatz. Ein Schnipfelplatz im Schatten um Bonsai Bäumchen zu gestalten.
Wenn man reinkommt sieht man rechts den neuen Tamarillo und dahinter die Mauer mit dem kleinen Hügel. Diese Mauer, die in der Mitte in den Hügel übergeht ist ja schon eine Miniaturlandschaft für sich. Besser könnte ein Bonsaigarten gar nicht angelegt sein!Links von der Mauer ist ein kleiner Weg mit Abstieg zur nächste Terrasse. Man kann also links um den ganze Hügel herum Bonsais verteilen und man sieht sie nachher aus verschiedenen Gärten.Der Wasserkanal auf der anderen Seite wäre perfekt für eine Bonsai-Rohling-Massenvermehrung. Vermutlich trage ich die ganzen Steine auf dem Dreieck ab und nutze sie hinterm Steingarten als Übergang. Man könnte eine Holzterrasse drauf setzen, denn man hat von dort eine schöne Aussicht! Ein kleiner Holzweg, der mitten in den Bambus führt wäre eine nette Spielerei. Oder mach ich einen Sonnenplatz mit Sahara Sand und je einer Palme links und rechts in die Ecke. Statt Terrasse einen doppelten Hochsitz!? Oben auf der Mauer hat es einen merkwürdigen Absatz. Da könnte man mit einer Leiter auch ne Holz-Sitzfläche drauf machen und…Dort oben könnte man viele Bonsai drauf setzen, die in Kaskaden den Fels runter hängen. Mach ich alles, weil hier wächst das Zeugs ja wie irre!
Wie wärs mit einem kleinen Biopool? Brunnen- Miniatur Kunstbach und Wasserfall… Wenn ja, dann wäre das der Platz dafür! Muss es mir gerade nochmal ansehen. 🙂
Seht mal was mir mein lieber Nachbar Jabier eben geschenkt hat:
Das sind sechs kleine Pfirsichbäumchen, die er aus seinen Kernen gezogen hat. Und seine Früchte waren wirklich sehr lecker! In den nächsten zwei Wochen sollte ich noch fast einen Pfirsichgarten vorbereiten.Bei der Gelegenheit hab ich ihn gleich gefragt wo ich Piniensetzlinge für meinen Wald finden könnte. Dann zog er gleich los und suchte mir diesen kleinen Kandidaten. Meine erste Pinie! 🙂 könnt ihr den Wald schon riechen? 😀