Ernte

Gestern bekam ich schöne Neuigkeiten aus meiner Finca, dass alles prächtig wächst und, dass bei meinen Freunden bald Kürbis auf dem Tisch stehen wird! 🙂

Trotzdem hab ich das Gefühl, dass der seit meiner Abreise kein Bisschen gewachsen ist.
Die hingegen schon und das zählt!

Die ersten drei Bittergurken wurden zum Dörren geerntet. Theoretisch müssten die den Wert von dem Wasser einspielen, das ich in einem halben Jahr für die gesamte Finca benötige. Gut, am Marketing müssen wir noch arbeiten! 😄 Aber dann könnte das neben Jiaogulan zu einer richtig interessanten Perspektive werden! 🙄
Bei dem Telefonat mit Geza konnte ich richtig die Inselstimmung spüren! Es zieht mich extrem zurück und ich weiß, dass es mir dort jetzt viel viel besser ginge!

Verbindungen

Manchmal ist es so schön, wenn liebe Menschen zum richtigen Zeitpunkt ins Leben kommen! Zum Beispiel hält mich meine liebe Inselschülerin Fabienne öfter auf dem Laufenden, die gerade ebenfalls Europaurlaub macht! Einfach so! 🙂 Sie ist halt auch ein treues Stierlein und das tut einfach gut! Sehr bewegend war heute ein zweites Treffen mit Hara, den ich ja schon bewundere! Ein Tai Chi Meister der als Chinesisch Dolmetscher gearbeitet hat… mir scheint, er weiß noch jeden Satz, den ich vor vielen Jahren gesagt hab! Unsere Inspiration ist also keine Einbahnstraße, im Gegenteil! Er kommt durch seinen langen Weg irgendwie vom ganz anderen Ende! Im Osten ist ja das Karma so eine zentrale Sache, was ich ja auch nicht ausschließen will! Bei mir stehen Taten, das Kämpfen und die Eigenverantwortung ganz vorne! So Aussagen, die übrigens nicht von ihm kamen, wie: „So Gott will“, reissen mich eher aus dem Sessel! Nein, es ist keine Trotz Reaktion, aber für mich auch nicht die „Mitte der Straße“! Daher denke ich gleichzeitig, auf anderen Ebenen, das werden wir noch sehen! Um eben in die Mitte zu kommen! „Das Eine schließt das Andere nicht aus!“ Eine Mitte auf die wir uns einigen konnten! Wir sind uns eh einig, aber andererseits kommt es mir so vor, dass es kaum ein Zufall sein kann, dass unsere Wege nach vielen Jahren wieder zusammen führten. Und das bin halt wieder typisch ich: Mal sehen was man da nützliches Rausholen kann! 😀
Inzwischen traf ich schon einige Best-Friends! Gleich sehe ich Sancho und morgen meine lieben T.l.inis. 🙂 😀
Das tut gut, weil mein Leben verbeutelt es schon etwas! Rückblickend kommt es mir so vor, als würde ich über einen Fluss springen, von Stein zu Stein. Es ist ok, weil ich kann ja meistens schon die nächsten drei Steine vor mir sehen. Aber kaum stehe ich, sinkt wieder einer ab, dass ich gezwungen bin weiter zu hüpfen, flexibel zu bleiben. Als Beispiel, hab ich ja wahnsinnig viel in Studiotechnik investiert um möglichst unabhängig Musik produzieren zu können! Damals waren CDs noch was wert! Zumindest im Eigenvertrieb bei eigenen Konzerten und auf der Straße. Dann strebte man Downloads an, aber jetzt, mit den Streaming Portalen haben Produktionen für Independent Musiker einfach kaum einen Wert mehr. Also wurde ich zum Livemusiker, aber den Satz muss ich ja nichtmal mehr zu Ende schreiben… Schon ok, ich bin trotzdem dankbar, aber manchmal macht mich das auch müde!
War heute drei mal Laufen. Endlich mal über 20 Grad! War auch Zeit sonst würde ich von meiner Kocherei zu schnell zunehmen! Ich putz die ganzen leckeren Töpfe ja allein weg! 😀

Lernen

Hab meinen Rhythmus immer noch nicht ganz gefunden, aber neben dem Fitness stopfe ich jetzt noch das Spanisch-Lernen in die morgentliche Routine ein. Der Wortschatz soll wachsen und ich will mich nächstes mal unbedingt noch sicherer fühlen. Meine Freunde da unten überraschen! 🙂 Ausserdem liebe ich diese aufregende Sprache! Und wisst ihr noch? Es hält den Verstand jung und geschmeidig! 🙂 Spanische Sendungen laufen jetzt öfter nebenher und dann freut es mich schon, wenn ich sogar mal das schnelle Gebabbel verstehe! 😀 Es setzt sich spürbar! Die drei Wochen Pause haben jedenfalls nicht geschadet!

Gewerbe

Eben schickte ich eine Gewerbe-Ummeldung mit der Post ab. Eigentlich geht es mir nur um einen Nachweis, dass ich ungehindert einkaufen kann, weil ich ja derzeit meinen Schwerpunkt auf Produktionen verschieben muss. Man will mich halt gleich einordnen und wie soll das funktionieren!? 🙂 Woher soll ich denn wissen was als nächstes für Ideen kommen werden? Was diese „merkürdige Zeit“ mir für Möglichkeiten lässt? Meiner Ansicht nach, bin ich ja eh ein Kunsthanderker, aber das geht ja meistens fliesend in Performance-Kunst und Musik über. Instrumente verkaufe ich wenn, dann meistens an meine Schüler und wo da der Schwerpunkt liegen soll kann keiner so genau sagen! Ich bin einfach zu vielseitig für so ein Schubladen-System! 😀 Lassen wir uns überraschen und ich werde euch damit auf dem Laufenden halten. 🙂 Laut einem Telefonat mit der IHK gehts!

Doretta

Hab heute die große Musikmaschine wieder aktiviert. Sagen wir Teil 1, weil auf einmal ist das kaum zu schaffen! Sie ist so wahnsinnig kompliziert! 😄

Zuerst musste ich eine neue Box einbauen, die ich für laute Konzerte mit auf die Insel geschleppt hatte. Die Erwartungen waren hoch, weil ich beim ersten mal mit so einer fetten Box vor Rührung geheult hab! 😃 Dafür war es heute echt mickrig, aber es gab noch mehr Probleme! Der Kick hat nicht funktioniert, der Bass spinnt und manche Midi Kanäle spielten verrückt. Zum Glück hab ich viel Zeit das in mehreren kleinen Etappen zu lösen!
Die Schlagzeugmaschine braucht noch eine neue Magnetwalze, die ich ebenfalls auf die Insel geschleppt hab. Naja, ich kann ja eh nicht performen… jetzt freu ich mich auf das neue Zeugs für die nächsten Sandalen! Trotzdem, ein bisshen traurig ist es schon!

Hara

Heute hatte ich schon einen ganz seltenen Gast! Ein sehr kluger und interessanter Mensch, der mich früher mit so wenigen Worten so powervoll inspiriert hat! Zum Beispiel die kurze Aussage, „die Hüfte ist das Zentrum,“ schwärmte ich ihm heute vor. 😀 Deshalb denke ich so oft an ihn!
Damit hat er mein Leben als Barfussläufer auf das nächste Level gebracht und es wirkt immer noch nach! Ein Tai Chi Meister muss es ja wissen, dachte ich mir. Das Thema vertieften wir heute unendlich, in vielen Variationen und es ist so interessant! Er ist inspiriert vom Osten, z.b. Tibet und mein Fokus ging übers Laufen und den Evolutionsforscher, Daniel Lieberman, Richtung Peru, wo die Läufer ebenfalls tagelang durch die Weiten laufen! Hara erklärte, anhand eines Gummibandes und zwei Stiften wie die Gazellen hüpfen, was sich mit dem Barfuss-Laufen aus den Sehnen total deckt! Man muss es nur lange genug durchziehen, dann kommt man von selber drauf… Barfuss richtet es einen eh von selber auf. Aus den Sehnen zu laufen wird zum Lebenswerk, wenn man erst so spät anfängt, aber das Interessante ist, dass der Körper es vielleicht am meisten liebt, wenn man bei der Bewegung gar nicht auf diesen fokusiert ist, sondern auf den Flow, auf die innere Mitte! Wenn es still wird im Kopf! Wenn man sich fühlt, als säße man im Schneidersitz in seiner eigenen Mitte. Das ist da wo die Ideen herkommen! 😊 Die Streckung, die Leichtigkeit, die Ruhe… ach, ich bin so inspiriert und es ist draussen so ekelhaft!
Mein neuer Pass ist da und theoretisch könnte ich schon wieder heim, zu meiner Finca.

Meine ersten…

…Stangenbohnen. 😊 Manche Dinge kochte ich ja schon fast meisterhaft. Also das sagen andere! Aber es gibt noch Vieles, was ich noch nie gekocht habe. Um regelmäßig auf Produkte zu verzichten koche ich immer wieder Eintöpfe und Suppen. Man kann halt schnipfeln wie man will, unter einer Stunde kriegt man es einfach nicht hin und da könnte man so viele andere Dinge machen! 🙂 Ein Siku ist was geniales! Spart Zeit!

Mmmmh, so lecker! Ich mag es wenn das Gemüse noch einen minimalen Biss hat! Aber ganz zart. Einfache Gerichte nur mit der richtigen Reighenfolge und dem Timing zur Entfaltung zu kriegen! Erste Röstaromen sind der reine Zauber! Hab ein Buch von Lima Oshawa über makrobiotische Küche, was damit eigentlich nichts zu tun hat. Sie schrieb viel über eine sehr fremdartige Philosophie. Von ihrem großen Meister, seiner Lehre des „Nein“ und wie sie ihren „Ja-Moment“ gefunden hat… über die Balance von Yin und Yang, lauter so schwer greifbare Informationen. Darum ist es so schön, wenn einen das “ ja ja“ überkommt und wenn es dann wirklich richtigh lecker wird! Letztendlich fand ich aber auch viel Inspiration in Videos! 🙂

Von Aussen – von Innen nach Aussen genäht!

Hab das Kissen eben mit einer „Fußballnaht“ geschlossen. Damit sind alle Teile zum anlehnen vorbereitet.

Das Kissen bekam unten vier Klett Streifen. Wahlweise werden zwei abgedeckt. Das hat den Hintergrund, dass man es für lange Flüge umdrehen könnte, falls das Design im Rücken je stören sollte!

Heute bestellte ich ausserdem neue Fäden und ein Spezialwerkzeug für Schuhsohlen, um Nähte auf der Unterseite zu versenken.
Der neue Zwirn wird in zwei Größen bis zu doppelt so dick, wie meine bisher kräftigsten sein!
Dafür ist meine Adler- Nähmaschine mit Trümmern von Riesennadeln ausgelegt!
Die Barfussschuhe werden damit auf das nächste Level gehoben!

Rücklehnen

Wurde heute etwas später, weil so viele Dinge dazwischen kamen. Gleich am Morgen schoß ich einen ersten Bock und musste die erste Naht nochmal auftrennen. Man muss echt aufpassen, wenn man kurvige Teile rechts auf rechts legt, die eigentlich gar nicht zusammen passen wollen! Daran muss ich mich erst mal wieder gewöhnen! Die ersten zwei Teile können wir jedenfalls bald drauf spannen.

6 – 10 cm werden um die Aussenkante geklappt sein. Momentan lehne ich gegen Claudiˋs Kissen, das sehr stramm gefüllt ist. Zu meiner Beruhigung spüre ich nichts von den Design-Nähten!

Gao Schan

wuhuu, äh juhuu, mein Lieblings-Wulong, den ich schon zwei Jahre nicht mehr fand, ist wieder da! Musste mich heute für eine Nähpanne trösten und da kam mir der spektakulärste Tee in den Sinn, für den ich gleich nach Tübingen flitzte.

500 gramm! 😊 🥳

„Gao Shan“ heisst übersetzt: „Hoher Berg“, weil er in 2000m Höhe angebaut wird. Auf den hohen Nebelbergen, gibt es über Tag und Nacht hohe Temperaturschwankungen, was ebenfalls zu seiner Süße beitragen soll. Gerade stöbere ich durch verschiedene Teeseiten und zitiere ein paar Beschreibungen und Besonderheiten: Er wird als unvergleichlich cremig beschrieben, wie Vanille, duftig. Verglichen mit Pflaume, Pfirsich und Mangonoten – Tropisch- Sahnig, dicht und samtig! Die Pflanze heisst „Jin Xuan“ und wächst sehr langsam. Meistens stammt der Tee er aus Familienbetrieben. Das war auch mein erster Eindruck! Ich dachte, so kann nur ein Tee schmecken, den die Farmer für sich selber herstellen.
Da steht zwar Oolong drauf, aber mir erklärte man im Fachhandel, dass „dieselben“ Tees aus Taiwan „Wulong“ heissen. Oolong, oder Wulong bedeutet, dass es sich um einen Grüntee handelt, dessen kurze Fermentierung gleich wieder unterbrochen wurde. Es ist also ein Zwischending, zwischen Grün- und Schwarztee. Doch dieser hier, ist nochmal etwas ganz besonderes!

Er wurde liebevoll geerntet, von Hand gerollt und dabei mit Milchdampf behandelt. Dennoch wunderte ich mich immer wieder, wie es sein kann, dass er so spektakulär blumig duftet! Es ist einfach unglaublich! Jetzt, auf meiner ersten Großpackung, sehe ich zum ersten mal, dass Osmanthus, eine asiatische Duftblüte, eine Rolle spielt! Keine Ahnung wie dieser Duft in den Tee kommen soll und es ist auf all den Teeseiten kein Wort darüber zu finden!
In Teebüchern lernte ich, dass man Grüntee mit 60 und Oolong mit 70 Grad aufbrühen sollte, aber jetzt sehe ich, dass man diesen mit 90 Grad bis zu 7 mal aufbrühen kann!
Mit 17,50 €/100gr. bekam ich ihn super günstig, denn in kleineren Mengen zahlt man schnell mal bis zu 25€/100gr.
Das ist aber immer noch ein super Verhältnis, denn aus einem gehäuften Teelöffel holt mal locker fünf Liter raus! Angeblich sogar bis zu sieben! Also weit über 150l. aus 100gr.

Erster Aufguß 1 min.
Zweiter bis fünfter Aufguß je 5 min.
Ab dem dritten Aufguß, der laut Fachliteratur medizinisch am wertvollsten sein soll, entfalten sich die makellosen Blätter und Spitzen zur vollen Größe. Das war ein Löffelchen Teekügelchen! 🙂

Man kann ihn auch in Flaschen abfüllen und bestens kalt trinken! Er ist wegen seinem hohen Gehalt an wertvollen Antioxydanzien sicher wochenlang haltbar! Grüntee sogar monatelang!
Laut japanischer Forscher sind Grüntees das verjüngende Lebenselexier schlecht hin, weswegen viele Japaner angeblich sehr alt werden! Eines der stärksten Anti- Krebsmittel! Ich sah sogar mal in einem Forschungsbericht, wie ein Forscher mittels Indikator demonstrierte, dass er manche Oxydationen mit einem Tropfen Grüntee binnen Sekunden rückgängig machen konnte! Was das genau bedeutet, kann ich euch auch nicht erklären, aber es sah sehr beeindruckend aus! 😄