Bregenz

Heute ging es nach Bregenz zu dem tollen Garten-Herbstfest direkt am Strandbad.

Die Stunden verflogen wieder unfassbar schnell! Und das spricht für sich! Ein wunderschöner Ort, perfektes Wetter und eine super Stimmung. Auch die Fahrt war angenehm. Daher wäre ich fast geneigt zu sagen, dass es wie ein Tag Urlaub war. Aber lernt man in einem Urlaub so viele nette und interessante Menschen kennen? In so kurzer Zeit? Man hatte ja keine Zeit irgend ein Gespräch zu vertiefen, weil ich ja praktisch durchgespielt hab, aber es kam so viel rüber! Und schwupp, wars auch schon wieder vorbei. Gefühlt, drei mal so schnell. Es ist spät am Abend und ich schüttel immer noch staunend den Kopf! 🙂
Morgen Früh gehts gleich zum Weleda Herbstfest. Dort hab ich auch immer dieses Urlaubsfeeling! Und ich werde wieder im schönen Hotel Schönblick übernachten. Das Wetter scheint vielversprechend und Zeit zum Laufen bleibt mir auch. Perfekt für das letzte große Wochenende dieser Saison in Freien.

Da Vinci

Liebe Freunde, ich weiß, in letzter Zeit war es ziemlich ruhig hier, aber ich hab gerade so viel gleichzeitig am laufen, dass ich kaum mehr zum Schreiben komme. Zeitweise wusste ich auch nicht was ich berichten soll, weil ich etwas in der Schwebe hing. Zumindest was viele technische Entscheidungen betrifft! Jahrelang hab ich auf Sand gebaut, weil ich mir z.b. einfach keine professionelle Videosoftware leisten konnte. Neulich war ich schon kurz davor mich in das vierte oder fünfte System einzuarbeiten, welches ebenfalls unbefriedigend war.
Doch jetzt hab ich mein Werkzeug für die Zukunft gefunden!
Es ist das „Da Vinci Resolve“ von Blackmagicdesign. Die Lehrvideos gleichen einer Ausbildung, die schon ganz schön in die Tiefe geht. Jeden Tag lerne ich viele Stunden! Nebenher muss ich mich aber auch in die neue Ausführung meiner Musiksoftware, sowie in neue Hardware einarbeiten und es kommt noch eine ganze Menge dazu!

Noch eine gute Nachricht! Eben bekam ich eine Einladung, mich mitsamt Maschine, bei einem meiner Traumjobs auf der Insel zu präsentieren!
Mein lieber Herr Fischer, einer der Geschäftsführer von Tripsdrill hat ein gutes Wort für mich eingelegt.
Ist das nicht mega lieb? Solche Gedanken geben mir so viel Motivation, dass ich beim täglichen Lauf wie ein wildes Tier meinen Hügel hoch rennen kann. 🙂
Und damit kommen wir gleich zur nächsten guten Nachricht:
Seit einer Weile hab ich meine Gesundheitswochen eingeführt. Vor allem meide ich Fleisch! Zucker war auch eine schlimme Sucht, die ich endlich verbannt hab. Und ich hab jetzt echt keine Lust mehr wieder in alte Muster zu verfallen, was nur zu einer Wampe, mittelmäßiger Laune, Schwere, oder gar zu einem Ausschlag an den Händen führen könnte.
Seit dem ich täglich Obst, Salate, selbsgekochtes Dal statt L.K.W.s, Bäckersnacks und dämlichen Fertigprodukten esse, kann ich ganz klar eine Erhellung meiner Grundstimmung verzeichnen!
Gut, ich trainiere neben dem Laufen auch 2 x täglich und fühle mich wie eine Sportgranate!  😀 Aber erst nachdem ich mal wieder 3-4 unnötige Kilos runter gekämpft habe.

Es gibt Haus- und Gartenarbeit ohne Ende und für die Inselmaschine muss ich noch viele schöne Teile bauen, damit auch diese endlich erwachsen wird.

Also, macht euch keine Sorgen wenn es hier mal wieder ein paar Tage ruhig sein sollte. Die Richtung stimmt und was Neuigkeiten aus dem Studio angeht, lasse ich bald lieber Taten für mich sprechen, indem ich euch hier meine ersten kleinen „Lehrstücke“ präsentiere.

Noise Canceller

Schon ewig träume ich von so einem Kopfhörer, doch irgendwie hatte ich immer gerade andere Prioritäten. Gestern holte ich mir endlich einen gebrauchten, den ich fast komplett mit dem Geld zahlen konnte, das ich an dem letzten Effektgerät gespart hatte. Und ich hatte Glück! Er gehörte einem fein duftenden Mädchen!  🙂 ansonsten gibts neue Ohrpolster für 11 €.

Er ist klein, leicht und perfekt für die Reise! Das Besondere: Selbst wenn man keine Musik hört, kann man ihn als Lärmschutz nutzen. Der Kopfhörer „hört“ die Umgebungsgeräusche und produziert einen Gegenschall, mit dem Ergebnis, dass darunter eine friedliche Stille herrscht. Hab mich extra für ein älteres Modell entschieden, weil man diesen mit einer kleinen Batterie betreiben kann, falls mal der „Saft“ ausgeht. Wie bei meinem mp3 player, der zur Not ebenfalls nur eine AAA Batterie benötigt.

Ich kann euch sagen, als ich damals in der Fähre saß hab ich es echt bereut, dass ich ihn nicht vorher schon  gekauft hatte! Das Dröhnen im Bauch des Schiffes war über 37Stunden echt heftig! Genau für sowas ist das Teil absolut genial! Und im Flieger!
Wer auch so ein Teil kaufen will, darf sich bei mir gerne ein paar Ratschläge zur richtigen Wahl holen.

Es gibt einen weiteren Grund, für den ich das Teil eingeplant habe: Manchmal erschrecke ich an meinen Videosounds, dass die Lautstärken so unausgewogen sind. Man kann es halt einfach nicht von aussen hören, wenn man mitten drin steckt und womöglich noch auf einer klapprigen Maschine sitzt. Und ich muss auch den Tontechniker ersetzen, der bei anderen Musikern gegenüber der Bühne sitzt und alles mit etwas mehr Distanz regelt.
Daher denke ich schon länger daran, ein Messmikrofon zu kaufen und dieses 10 – 15 Meter weit entfernt aufzustellen, damit ich damit zusätzlich die Lautstärken von „aussen“ einpegeln kann. Mit diesem Kopfhörer, höre ich dann wirklich nur den Klang aus dem Messmikrofon. Als würde ich im Publikum sitzen.  🙂
Wenn es sich bewährt, besorge ich dafür eines Tages einen gebrauchten Funksender. Dann könnte ich die Lautstärkenverhältnisse sogar aus der Ferne kontrollieren.
Im Moment hab ich das Kabel vom Kopfhörer entfernt und genieße die Stille! Spülmaschine, Computer, alles weg!  😀 Ohne Musik kann man das Telefon und die Klingel gerade noch wahrnehmen. Mit Musik hörst du nur noch seinen schönen Klang.

more space…

Vorgestern bekam ich ein tolles Effektgerät, das auf der Insel meine wichtigsten Effekte ersetzen kann. Hab sogar ein Schnäppchen geschnappt. Naja, ein teures Schnäppchen!  😀

Es ist sehr klein und lässt sich über das Ipad übersichtlich und kabelos bedienen. Es verzaubert den Livesound und liefert mir auch hunderte geniale Effekte zum Produzieren! Normal nutze ich die Effekte nur für die Sitar und das Didge. Eben lasse ich testhalber den Synth durch das Gerät und das ist schon ganz großes Kino, was da rauskommt!
Ehrlich, mir wird jedes mal ganz schlecht wenn ich daran denke, was ich dieses Jahr schon wieder alles in die Musik investiert hab!  😀  Aber jetzt, wo die Instrumenten-Kette geschlossen ist, sind meine Zweifel endlich verflogen!

Die ersten Foto-Tests mit verschiedenen Filtern waren da schon ernüchternder. Kurz gesagt, mein wichtigster Plan, mit leichten Graufiltern etwas Bewegungsunschärfe in die Videos zu bekommen geht auf. Fotos im raw Format werden zum Rand hin etwas dunkler. Für meine Zwecke reichts gerade noch.
Achja und um es einfacher zu erklären: Wenn ich im Zusammenhang mit Film und Fotokameras von Filtern berichte, dann meine ich damit sowas wie eine Sonnenbrille für Kameras. 😉

Abwechslung

Abwechslung, einer meiner Reichtümer, die ich mir täglich bewusst machen will, um mich weiterhin selbst zu motivieren. Neben aufgestauter Garten- und Hausarbeit, nutze ich jede Minute um mich neuen Bereichen zu widmen. Es geht viel ums Lernen.
Um die nächsten Videos auf das nächste Level zu bringen, muss ich mehr über Filter wissen und diese auch für alle fünf Kameras besorgen. Studieren, suchen, entscheiden, kaufen, sowas zieht mir wahnsinnig viel Zeit und Energie! Es macht aber auch Hoffnung, eines Tages doch mal was „gescheites“ in den Kasten zu kriegen.  😀
Letzte Nacht hatte ich meine größten Erfolge an meinem komplizierten Synthesizer. Ich habs gewusst! Nur über die Maschinenmusik werde ich sein Potential nie erfahren. Man muss davor sitzen, mit Keyboard und Contollern in die Tiefe gehen. Jetzt bin ich süchtig! 😀 Es ist die neue Begeisterung die mich regelrecht reinsaugt. Genau was ich mir für den kommenden Winter gewünscht hatte! Die Sounds sind irre und mächtig zugleich! Jetzt bin ich gespannt, ob ich die neuen Klänge auch bald mit der Maschine abfeuern kann und was dabei entstehen wird. In der Hoffnung, dass ich während der Performance daran rumschrauben kann…

Letzten Samstag in Tripsdrill, bei der dritten Jubiläumsfeier.

Es war heiß! Anstrengend, aber sehr sehr schön! Der Markus nahm sich wieder Zeit mit mir Fotos zu knipsen und Testvideos zu filmen. Ernüchternd!  🙂  Es ist noch ein weiter Weg! Verdammt, ich brauch zum Filmen ein Makeup!  So ist das wenn die Qualität immer besser wird! 😀
Mein Highlight war die Begegnung mit einer meiner ganz kleinen Fans! Ein kleiner blonder „Engel“ zappelte begeistert und aufgeregt in ihrem Kinderwagen rum. Der Opa sollte sie hoch nehmen, damit sie näher kommen und mehr sehen kann. Nachdem sie ihrem Großvater was ins Ohr flüsterte, fragte er, ob sie für ein Foto zu mir hoch darf. Und schon hatte ich sie auf dem Arm. Sie war so glücklich, so leicht und so zierlich! 🙂 Das Vertrauen, die Liebe! Viel zu kurz!  🙂  …und weiter gings!
Der Abschluß war wieder ein Highlight! Von klein bis groß, sie umsäumten mich und redeten mit mir als wären wir alte Freunde! Da es um diese Zeit schon leicht dämmerte, sah ich zum ersten mal, wie das Publikum von meinem gelben Blinklicht angestrahlt wurde. So wirkt das nochmal ganz anders!

Tripsdrill-Jubiläum Teil 2

Letzten Samstag hab ich es in Tripsdrill mal wieder richtig krachen lassen.
Bereits am Morgen hörte ich von einigen Gästen teils große Worte des Lobes. Einige Buga-Fans waren auch dabei. Vielleicht das Beste was einem passieren kann, um bereits am Morgen gutgelaunt auf der Maschine zu sitzen. Da bleibt kein Platz für Schaffenskrisen, die mir in letzter Zeit aber auch so fremd sind.

Seht ihr meinen Didgeständer? Ich auch nicht! 😀 Das begeistert mich immer noch, denn früher hätte er die halbe Magnetwalze mitsamt Sitar abgedeckt.

Die Fotos hat mir mein Freund Markus geknipst. Markus baut auf Instagram unter dem Namen: trillaner1929, eine Tripsdrill Foto-Seite auf. Darin will er vor allem die schöne Natur von dem Erlebnispark zur Geltungen bringen.

Der ganze Tag war eine Freude und gegen 19:30 spielte ich noch fast eine Stunde vor dem Ausgang, wo sich immer mehr Gäste versammelten. Die Lieder wurden immer minimalistischer, tranceinduzierender, aber auich gewagter. Mit viel Tentakeldidge und Echos… unbeschreibliche Reaktionen! Viele Tänze, Freude, hüpfende Kinder, oder einfach auf dem Boden sitzend. Fotos- Videos ohne Ende! Lief Super! Magische Momente, das Kollektiv vibriert! 😀 Einmal kam ein ganz kleines Mädchen ganz nah und sagte, dass ich eben ganz schön gespielt hab und dann streckte sie mir ihr zartes Händchen zum schütteln in die Höhe. Mein Herz lief über! 🙂 Dann fiel mir ein, dass ich ihr ja eine Postkarte schenken könnte, weil der Ständer war an dem Tag nicht dran. Schwupp stand da eine ganze Traube lieber Kinder und beim letzten süßen Blonden „Tröpfchen“, das mich mit großen Augen anschaute, gingen mir die Karten aus. Das hat mir so leid getan, dass es mich noch lange beschäftigt hat. Beim nächsten mal bekommt sie ihre Karte, das hab ich ihr versprochen. Also muss zur Sicherheit eine ganze Kiste Karten mit!
Natürlich wusste ich, dass ich den ganzen Sonntag blau machen kann, weshalb ich meine Kräfte auch nicht einteilen musste. Mit dem Auf- und Abbau kam ich auf einen 20 Stunden Tag. Deshalb hab ich mir auch mit diesem Blög hier etwas Zeit gelassen.

Der Umbau ist fertig.

Die Maschine hat mich den kompletten Tag mächtig auf trab gehalten. Bei jedem Schritt muss man ja eh schon Probleme lösen, aber heute kamen ein paar ganz überraschende Pannen dazu:

Die Achse da unten hat sich verklemmt und festgeschraubt. Erst hat sie das rechte Gehäuse nach links verdreht und letztendlich sich selber verbogen bis gar nichts mehr ging. Also alles zerlegen und nochmal.
Dafür war schon das Wesentliche geschafft! Das Gestänge beim Pedal ist jetzt doppelt Kugelgelagert.

Später flogen hin und wieder mal wieder die Ketten runter und zu guter letzt, passte der Didgeständer nicht mehr drauf, ohne das Gestänge zu verklemmen. Das Gestänge hab ich dann so umgeleitet, wie ich es schon immer hätte machen sollen.  🙂

Das schwarze Rohr ist der Sockel vom Didgeständer. Am Gestänge und dem roten Trommelschlegel sieht man wie eng alles ineinander läuft.

Um 21:00 Uhr war ich fertig. Justiert und eingestellt läuft soweit alles perfekt und ohne Spiel. Das Spielen fühlt sich viel besser an und das mit der verstärkten Mechanik ist auch beruhigend! 🙂

Noch ein Umbau ist nötig!

Es passieren doch immer wieder Pannen, die gabs vorher noch nie! Neulich hat sich das erste Kettenrad auf der Hauptachse des Schwungrads verschoben, bis es letztendlich von der Achse fiel. Das ist die erste Kette, die eine zweite Kette antreibt, welche wiederum eine weitere Kette antreibt. Also ganz blöd wenn ich das nicht sofort wieder geordnet bekomme. Beim justieren der Maschine auf die nächste Eins, fiel die zweite Kette auch noch runter. Jetzt wirds kompliziert! Um mich herum standen viele Leute, die scheinbar noch mehr Kameras auf mich hielten. Ganz ruhig stellte ich eine Achse auf die nächste ein, bis alles wieder lief. Nur war das Kettenrad etwa 5mm zu weit vom Gehäuse weg, weshalb die Kette ständig versucht hat meine Hose zu fressen. Nachdem ich die Hose an der Stelle hochgezogen hatte, zupfelte die Kette halt munter an meinem Schienbein rum. Immer wieder zupfte sie an einem Haar oder kratzte sich auch mal wieder richtig ins Schienbein. Jetzt nur nicht zucken. 😀 Es sind ja immer noch 20 Kameras auf mich gerichtet. Presse auch noch! Echt toll! Aber was willst machen? Zähne zusammen und durch. Lächeln! 🙂 Zum Glück sind meine Ketten nicht geschmiert sonst hätt ich jetzt ne Tätowierung am Bein!  🙂

Stellt euch mal vor ich hätte haarige Beine!  😀

Egal, jetzt hab ich den Kettenschutz mit dem Messingblech nochmal sicherer gemacht und er gefällt mir jetzt auch besser.

Links seht ihr das Kettenrad, welches sich nach 6 millionen Umdrehungen plötzlich losgeschraubt hat. Manchmal könnt ich mir schon an den Kopf fassen! 🙂 Warum hab ich das Kettenrad nicht einfach mit ner Mutter zusätzlich gekontert? Man läuft immer Gefahr betriebsblind zu werden.

Im nächsten Bild, seht ihr den Übergang von der Pleuelstange zum Pedal:

Richtig, da ist noch ein altes Scharnier verbaut. Das ist wackelig, hat viel Spiel und gibt mir auch öfter ein unsicheres Gefühl beim antreten. Hat ja gehalten, aber es könnte alles viel schöner sein!

Jetzt fiel mir erst wieder auf, wie klapperdünn die alten Schrauben in der Pleuelstange sind! Oben hab ich es mal aufgeschraubt:

Die alte Kurbel hatte noch ein M6 Stängelchen das schon deutlich angefressen war. Wenn das Ding abkracht, dann wäre ich geliefert! Zumindest der Tag wäre gelaufen. Darum hab ich hier, so wie man es öfter in den Kochsendungen hört, schonmal etwas vorbereitet.  🙂 Eine neue Hauptachse mit einer neuen Kurbel.

Jetzt passt natürlich von oben bis unten kein Kugellager mehr und das Scharnier am Pedal muss ich jetzt auch durch eine neue Konstruktion ersetzen. Werde bald wieder berichten…

16:55 Uhr: So sah eben noch die Hauptachse aus. Das alte Spinnrad hatte ja früher keine Kugellager sondern rutschte einfach durch die Holzkerbe. Wahrscheinlich wurden die Reibstellen jahrzehntelang eingeölt, weshalb das ganze Holz im Bereich der Kugellager eher matschig ist. Noch ein Problem: Die Bremse drückt von unten gegen das Schwungrad. Wenn ich also beherzt  auf die Bremse stehe, könnte es das Schwungrad anheben und die Lager aus dem Holzrahmen drücken.

Ausserdem rutschten die alten Kugellager so tief in das morsche Gehäuse, dass man  mit dem Schraubenschlüssel die Kontermuttern nicht mehr  erreichen konnte. Die alten Kugellager hingen zum Teil schräg drin weil sie überhaupt keine brauchbare Führung hatten.

Nächstes Bild: Wie fräst man das nun auf, dass die gegenüberliegenden Seiten nachher fluchten? Schätzen und von Hand den Bohrer irgendwie gegen die massivere Seite drücken.  🙂 Immer wieder die neue Achse mit Kugellagern reinhalten… step by step.

Aus einem passenden Kupferrohr schnitt ich ein paar Führungsbuchsen zu. Diese schlitzte ich vorsichtshalber auf, damit man das Schwungrad später mühelos demontieren kann. So läuft die Achse rund und es wackelt gar nichts mehr! Die inneren Lager sitzen zusätzlich sogar wieder direkt im Holz, aber jetzt mit einer Führung im rechten Winkel. Die übrigen Kugellager benutze ich als stabilisierung und als Abstandhalter. Bei 25 cent pro Stück muss man nicht geizen!  🙂

Jetzt hab ich den verbleibenden Spalt mit Epoxy ausgegossen, damit sich das alte Holz schön vollsaugen kann.

18:50 Uhr:  Das hier ist das Pleuel. Das musste ich früher aus einer Buchenleiste rausschnitzen und altern. Daher war es spannend ob das Teil den Umbau überleben wird! Mit größeren Kugellagern wird es sehr dünnwandig werden. Und es würde einige Zeit extra kosten, wenn ich das Ganze nochmal nachbauen müsste!

Die alten Kugellager gingen ganz gut raus und auch beim Aufbohren lief alles gut.

Man sieht an beiden Enden, dass die Pleuel früher bereits reichhaltig mit Kunstharz repariert und verstärkt wurden. Der Spalt ums Lager wird jetzt auch noch aufgefüllt.
Erst sieht es dann so aus… Das Kettenrad ist jetzt auch auf die neue 10 mm. Achse aufgebohrt.
Die erste Klebestelle hab ich mit Grafit bepudert bevor sie trocken ist. Später kommen die Kabelbinder weg, alles wird abgewischt und schon sieht es wieder alt aus. 🙂

21:40 Uhr: Alles geklebt und bemalt. Auf dem Bild unten seht ihr das letzte Bauteil der Aufrüstung. Die Kugelgelagerte Welle rechts ersetzt zusammen mit dem Messingbügel das alte Scharnier vom Pedal. Im Ganzen funktioniert das wie ein Kreuzgelenk. Mit der Schraube rechts wird das Gelenk ans Pedal geschraubt.

Jetzt muss ich nur noch die neue Welle ins Schwungrad einpassen. Das mach ich morgen vor dem Zusammenbau.