Tarp

Starkregen und Schneefall wurden voraus gesagt. Wetterwarnung Stufe Gelb, seit letzter Nacht. Bis um 13:00 Uhr war es noch ganz schön und jetzt nieselt es ganz leicht. Windstill, warm, herrlich! Schon wieder trocken!

Am Vormittag nutzte ich das Glück, dass noch alles trocken ist und band ein Tarp als Zeltplane unter das Vorzelt.

Zwei Holzleisten waren noch auf Lager. Die musste ich nur 5cm kürzen, das untere Ende abrunden, Bohren und oben mit Draht hoch binden.

Eine große Bereicherung an Regentagen, den trockenen Aussenraum vollwertig nutzen zu können! Jetzt kann ich z.b. hier draussen schreiben, die Sitar raus stellen und spielen, was vorher wegen des Sprühnebels nicht möglich war.
Kar, keine große Sache einen Lappen da hoch zu hängen, aber es sind halt doch 18 Quatratmeter und Stoff ist teuer! Geht es günstiger als für 60€ ein hochwertiges Tarp zu opfern? Jetzt ist das endlich ein richtiger Schattenplatz!

Der Boden ist noch nass vom Wischen. 😄

22 Regalitos

22 kleine Geschenke. Die restlichen Tulsi Basilikum zum verschenken sind alle umgetopft.

Links steht mein Topf, der ein paar Wochen voraus hat. Die Blätter schmecken so unglaublich lecker und ich knabber ganz oft im Vorbeigehen was ab!

Etwas größer macht der Tulsi natürlich viel mehr her! Dann springt einem schon der Duft entgegen und ich kann direkt sagen: Probier mal! 🙂

Oranje Ananas Melonen hab ich noch eingepflanzt, vor allem um Platz zu gewinnen.

Dank Julio, meinem Gasflaschenlieferanten konnte ich heute draussen frittieren! Der Service klappt super! Heute Morgen Flasche leer, Julioˋs Fanfare gehört, ne Nachricht geschrieben. Er antwortet in wenigen Minuten, dass er in einer Stunde bei mir sein wird und schon trägt er die volle Pulle bis ins Vorzelt.
Also gabs heute gleich nach der heißen Dusche meine Lieblingsfischkroketten! 😊

Zwei von Fünf. Nicht zu heiß frittiert werden sie total lecker!

Garten statt Baustelle

Am Sonntag hab ich mir trotz Handschuhe und Kombizange eine Blase am Mittelfinger geholt! Das ziehen der langen Wurzeln ging teilweise so schwer, dass es mir bei einer Profizange die Gummigriffe vom Wergzeug gezogen hat! Zusätzlich noch ein paar kleine Schnitte in den Fingern, waren Grund genug für eine Planänderung! Pikieren und Umtopfen: Z.B Einzeltöpfe für 13 kleine Bambùsitos, damit ich die später schön in ihrem Beet verteilen kann. 15 weitere Bambussamen sind schon gesetzt.

Daneben stehen rechts, winzige Gojis und links Ghanesische Papayas.

Frisch geschlüpft, ist neben der zweiten „Flavicarpa“ eine „Tango“ Maracuja. Eigentlich ist die Tango eine rote Edulis, die hier eh schon stehen sollten. Die Neuen sind aber Samen vom Profi, der die Qualität dieser Riesenfrüchte, sowie die von den „Flamingos“, in höchsten Tönen gelobt hat.

Ebenfalls neu, die „Black Cobra“ Chilis.
Viele der winzigen Samen sind eine „Fehlkonstruktion“, weil die Samenhüllen derart eng, hart und verkrustet sind, dass die Keimlinge nur selten unversehrt raus kommen!

Zwei Sorten Maracujas bekamen einzelne Zwillingstöpfe, weil sie bei mir eh paarweise gepflanzt werden.
Auf der anderen Seite wurden zu wenig überschüssige Pflanzen abgeholt. Also muss ich anderweitig Platz schaffen, indem ich einige in den Boden setze.
In dem bereits bewässerten Beet, das im Orangengarten liegt, stehen jetzt: 2 x Tomate – „Petit Chocolate“, 2x „Blaue Katzastan“ Tomaten, 1 Physalis „Queen Malinalco“, 2 x „Birnenmelonen“, 1 x „Spitzpaprika Violet“ und zwei neue Okras. Mit den Okras auf der Hochebene bin ich bisher noch gar nicht glücklich! Jedenfalls wird dieses Sortiment jetzt automatisch bewässert und die Nächsten können nachrücken!

Dann hab ich am kühlen Waldrand die erste Noni eingepflanzt, bevor sie mir noch in dem kleinen Topf vertrocknet. Muss nicht klappen, denn 350 – 650 Höhenmeter sind empfohlen und ich habe hier nur warme 150 Höhenmeter.

Die ersten Physalis „Toma Verde“ blühen schon! Wahrscheinlich weil die Tage schon so kurz sind. Das macht aber nichts, weil diese Saison geht es vor allem ums Probieren, entscheiden und Samen sammeln!

Pavillon flechten

Fast den ganzen Tag! Aber es ist angenehm mit Maracujas zu arbeiten! Sie sind robust und zäh, auch was Insekten und Krankheiten angeht. Einfach unproblematisch, wenn sie mal groß sind! Nichts juckt, sticht oder kratzt! Manchmal duftet es und man ist fast immer von Bienen umschwärmt, die über dem Dach rumschwirren. 🙂

Zwischendurch hab ich die ersten Meter schwarzen Flies an den Zaun gebunden. Blickdicht, winddicht und ein schönerer Hintergrund!

Zwei Anschlüsse für Abwasser sind ganz hinten in einem kleinen Kübel versteckt.
So kam ich auf mein Gefälle und sollte dafür den Boden an die Schnur anpassen.

Das ganze Pavillon ist jetzt genau 20m lang und voller Kugeln. 😊

Vom Steingarten runter fotgrafiert.

Das Klohäuschen wird später in dem neuen Pavillon fertig gebaut. Dort steht es sturmgeschützt und ich kann es sogar mit einem der Pfosten verschrauben!

Im Hintergrund sieht man fast die komplette Pflanze, die noch keine zwei Jahre alt ist!

Bad Pavillon

Heute Mittag hab ich mich fein bekocht und im Pavillon gegessen. Danach Siesta in der Hängematte. 😴
Dann die Arbeit, auf die ich mich weniger gefreut hab. In den Maracujas rumklettern klingt zwar lustig, ist aber echt anstrengend! Die Eisenstangen einflechten, alleine alles halten, plus Teile und Werkzeug. Beide Seiten der 3m. Stange befestigen. Die Blechbügel zum verbinden fluchten manchmal nicht, verkanten. Ein Rohrende war auf einer Seite leicht Plattgedrückt. Schraubstock, Hämmern, Feilen und natürlich alles von Hand sägen.
Dann der Draht! Eine Hölle für sich, wenn große Drahtspulen nach abgerollten 9m. verflochten sind und sich nicht mehr lösen. Man kann es sich kaum vorstellen, wie die großen Drahtringe hin und her fliegen. Sofort verkuddeln oder gar knicken!
Doch dann konnte ich endlich Maracujas entflechten, was genauso viel Geduld fordert, aber viel mehr Spaß macht! 😊

Es sind noch nichtmal alle Drähte dran, aber jetzt wollte ich es endlich sehen.

Als es dunkel wurde, zog ich noch los, zum Einkaufen. 20:30 Uhr und es ist noch total warm! Ein Segen für die Samen und Keimlinge!

Mango Mango

Es war noch dunkel und hatte schon 20 Grad!

Der Wecker geht einen Monat und eine Stunde vor. 🙂

Da zieht man gerne schon in der Dämmerung los! Heute, Mangas pflegen:

Manga „Lippens“, Vorher.
Nachher.
Vorher. „Keitt“.
Nachher. Später schnitt ich den Fünften auch noch ab, weil Wagenspeichenäste sehen echt blöd aus!
Vorher. „Torbert“ Wächst schön, gibt aber einen Stern voll Äste.
Nachher. Einer steht etwas höher für die Spitze und drei Hauptäste auf derselben Höhe sind ideal!
Mein erster „Osteen“ ist am größten und er hätte mich bald eingeholt. Aber der Seitenast muss weg, oder tiefer!
Vorher, Von der anderen Seite gesehen.
Nachher. Damit ich den einfach mal wachsen lassen kann, band ich den dominanten Seitenast runter. Das Bäumchen ist eh schon chaotisch genug!

Während dessen zog ich wieder konkurrierendes Unkraut mitsamt seinen Pfahlwurzeln raus. Jedes Bäumchen wurde mit Neemöl und EMs gespritzt und bekam anschließen eine Infusion mit Dünger und EMs -Mikroorganismen. 10 Uhr, fertig!
Der jährliche Wachstum beginnt jetzt erst so langsam!

Orangengarten 1

Eine typische Fincageschichte: Eigentlich wollte ich nur zwei Hokkaido einpflanzen… 😂 Weil man Kürbisse von Melonen, wegen der Kreuzbestäubung fern halten sollte, entschied ich mich für den Platz im Orangengarten, in dem im Frühjahr, der kanarische Kürbis stand. Die Melonen sind 90 Meter entfernt auf der Hochebene.
Doch bevor es mit der Aktion losging, musste ich erst mal meinen Kampfwagen fit machen. Plattfuß!

Kein Problem, natürlich hab ich Flickzeug im Wohnwagen!

Aus Deutschland mitgebracht. 🙂 Auf alles eingerichtet! 😄
Vorher.
Nachher.
Dank GöGˋs Gestrüppsammler 2.0 und einer Kombizange war die Arbeit ganz erträglich!
Mit der Kombizange packte ich direkt diese Rübenwurzeln und zog sie metertief aus dem Boden.

Dann hab ich den Aussenhang auch gleich durchgezogen und im Gestrüpp einige schöne Pflanzen entdeckt!

Vorher.
Nachher

Da hab ich im Frühjahr noch in letzter Sekunde einiges reingehudelt, damit ich mich heute vielleicht darüber freuen kann.
Und Tatsache: *freu freu* 😊

Zwergpalme und Tajinaste.
Noch mehr Tajinaste und diese riesigen agavenartigen Schwanenhalsblumen. Und noch mehr, aber mit manchen Fotos ging was scief.
Am hinteren Ende vom Orangengarten tauchten einige Palmeritas auf, die den Angriff der Killerkaninchen überstanden haben.

Seht ihr wie schön es hier zu graben ist?

Mit der Sackkarre brachte ich trotzdem eine Ladung frische aufgemischte Erde ins Tal.
Dann kamen endlich die Hokkaido Riesenbabies in den Boden.
Die stehen jetzt bei dem Punkt.
Natürlich alles mit Mikroorganismen gepflegt! Im Wald steht ne eigene Tankstelle. So macht das auch Spaß!

Nach fünfeinhalb Stunden mein Highlight: Eine lange heiße Dusche, bei Windstille und vollem Sonnenschein. Danach ein Barfußspaziergang über die immer noch warme Finca. Zum Abendessen gabs lecker Röstkartoffeln mit Ramonˋs feinen Chili.

Ein total stiller Tag mit besonderen Stimmungen in der Natur:

Am Morgen.
Mittags.
Das sieht fast schon nach Schnee aus, da oben.
Von der Mauer runter geknipst.

Passiflora Manicata

Juhuu, die siebte Sorte Maracuja ist geschlüpft, über die ich mich wahnsinnig freue!

Bzw. schlüpft gerade! 😊

Man findet nicht so viele Bilder mit Früchten drauf! Diese scheinen mir Pflaumenförmig und nicht viel größer. 5,5 x 3,5 cm, finde ich gerade raus. Innen haben sie, wie die Granadilla, helles Glibberzeugs. Seht euch diese wunderschönen Blüten an! Hier hab ich statt einem Bild, das ich noch nicht habe, ein 20 sek. Video verlinkt:

Kopiert einfach die Überschrift in die Suchmaschine, falls ihr mehr sehen wollt!
Ist das nicht spannend, wie die duften werden?
Und wie die Früchte schmecken!? 😋🥰🥳

Blauer Samstag

Nein, das wäre übertrieben, wenn es auch heute nicht viel zu sehen gibt. Der Himmel war blau!
Hab vielleicht 500l. mit EM. vergossen, das frisst Zeit und dann gibts ja immer was zum Zupfeln! 🙂 Mittags besuche ich Javier im Tal und brachte ihm seinen Tulsi Basilikum und eine Jiaogulan.
Diesen Winter will Javier mit meiner Hilfe seine Bewässerung verbessern und an seinem Oldtimer Türverkleidungen richten, weil er auf Fcbook die Flugzeugbilder von mir sah. 🙂

Javier hat immer noch riesen Mangas!
Die darf noch ne Woche liegen.
Auch Orangen holen sie ziemlich früh.

Es ist fantastisch! Die Nutzfläche seiner Finca ist kaum größer als meine Hochebene, aber wenn sein Vater und er kurz die Wochenernte einsammeln, füllen sich die Kisten mit allem möglichen!
Jetzt hab ich endlich scharfe Peperonis. Bisher hatte ich nämlich noch keine gefunden.

Das hat mich gleich motiviert zu kochen! Das erste mal so richtig auf der neuen Arbeitsplatte. Man steht halt mit dem Rücken zum Meer aber vielleicht sollte man eh mehr auf die Finger achten. Hier hab ich nämlich ein viel schärferes Kochmesser als Zuhause! Es ist traumhaft da draussen zu kochen!

So gab es zwei sehr leckere Portionen Bratkartoffeln. Eine muss ich morgen nur noch kurz in die Pfanne hauen.

Am späten Nachmittag kamen Volker, Stefan und Daniela, die ich heute um Hilfe bat. In meinen Maracujas steht der neue Pfosten, der auf Originalhöhe gesetzt wurde. Durch das massive Gewicht, hingen die Maracujas derart durch, dass man sie kaum mehr auf den neuen Pfosten brachte, auf dessen Oberseite ich extra Kerben für den Draht gesägt hatte. Während ich den Draht mit einer Stange von unten anhob, konnten meine neuen Freunde zu zweit oben stehen, die Pflanzen entkuddeln und den Draht in seine Kerbe legen. Jetzt hängen die Maracujas wieder so hoch wie am Anfang, was zur Folge hat, dass der Zaun dahinter nicht mehr zu sehen ist und unten weniger Äste auf dem Boden rum hängen.

Jetzt kann ich aus dem Steingarten wieder Teide Fotos machen, Ohne Zaun dazwischen.
Wenn man der Schnur folgt, sieht man wie später die Drähte bis zum großen Pavillon verlaufen sollen.
Von der anderen Seite, also wenn man aus dem Pavillon in den neuen Durchgang kommt.

So war ich heute also wieder bestens unterhalten. Nachher gehts wieder auf die nächste Party, ein paar Lieder auf den Didges spielen. 😊

Nächste Reihe

Schön, dass ich jetzt die Werke vom Frühjahr in aller Ruhe fertig machen kann! Die Mauer bekam eine neue Reihe. Es war auch nötig damit ein paar Steine vom Boden weg kommen und man wieder laufen kann.
Zum Fotografieren war es fast schon zu dunkel.

Vor allem links wurde sie höher, damit ich sie innen langsam auf ein Level bekomme.
Innen konnte ich wieder vier Schubkarren Schutt versenken.
Innen kommt sie auf einen Meter.
Aussen bis 1,90m.

Die vier Pfosten für das Bad-Pavillon stehen auch.

In der Maracuja zu graben war echt eine Herausforderung! Eine grüne Höhle, in der übrigens ganz oft winzige Vögel rum hüpfen. 🙂

Pflanze des Tages: Blaue Kazastan Tomaten. Das Aufhacken eines neuen Lochs ist fast immer schweißtreibender als Steine zu schleppen!