Juhuu, meine ersten Orangen!

Funktioniert nicht! 😀 Habs heute ganz früh probiert direkt nach dem Aufstehen loszurennen. Das war auf jeden Fall ne super Idee die ich etablieren werde! Dabei kann ich richtig spüren wie meine vom Vortag „versteinerten“ Muskeln wieder locker werden. Den Schatten in der Früh kann ich so genießen und abseits der Straßen duftet es so extrem nach Blüten! Beim Zurücklaufen kann ich gerade den Sonnenaufgang begrüßen, super schön!
Nur danach brauch ich meinen Kaffee sonst knickt die gute Energie gleich wieder ein und ich könnte gerade wieder ins Bett gehen. 🙂 Jetzt gehts wieder! Eben zogen Wolken auf und ich kann mich nicht mehr daran erinnern wann ich mich das letzte mal so darüber gefreut hab. 😀
Das Bild unten war aber ein Abendrot, damit der Beitrag nicht ganz so farblos ist.
Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende!

Heute begann ich mit der Mauer die mir eigentlich am wichtigsten ist. Sie wird 30 Meter lang und bietet später den wichtigsten Windschatten. Wird aber auch am härtesten geprüft, falls es mal stürmt! Ich entschied mich die linke Hälfte als Natursteinmauer hochzuziehen und die rechte, hinter meinem Plaza, als verputzte Mauer. Heute legte ich die erste 15 Meter Naturstein auf das frisch gerichtete Fundament.



…heisst auf spanisch Wald. Und der schönste Wald auf der Insel steht jetzt bei mir! 😀

Und so kams: Als ich kurz mal ein Loch für ein Bäumchen graben wollte musste ich erst 1 – 2 mal die Stellen wechseln weil ich direkt auf große Felsen stiess. Es war schön warm und mir lief die Brühe nur so runter! Als ich dann mal einen Felsen aus dem Boden reissen konnte, offenbarte sich dieses Bild:
Plötzlich war das Loch 1,20 Meter tief und sah aus wie ein Höhlensystem. Würde man den Untergrund nicht präparieren wäre die Gefahr groß, dass nach einigen Wochen die komplette Erde verschwindet! Entweder vom Regen weggespült oder durchgerieselt wie in einer Sanduhr. Also große Steine dann kleinere und am besten noch mit feinem Kies abdichten.

Doch letzteres gefällt mir nicht, darum machte ich ein Experiment mit Kokosfaser die das versickern der Erde für viele Jahre verhindern wird. Sollte diese je vergammeln, was ich nicht glaube, dann hat die Pflanze sicher bereits einen mächtigen Wurzelballen.
Wenn man die Bäumchen kauft und genau hinsieht fällt auf, dass deren Topferde so gar nichts mit den Erde bei uns zu tun hat. Unsere Erde hat zwar gute Ablaufeigeschaften und viele Mineralien, weil sie fast nur aus Sand und Steinen besteht, aber sie kann auch betonhart werden! Also ist sie ganz sicher kein guter Start für kleine Pflänzchen, später arrangieren sich die Bäume und Palmen aber offensichtlich sehr gut damit. Snief, meine Frangipanis wäre in dem Dreck fast gestorben. Also nutzte ich meine Siesta und lies mich erst nochmal vom Fachmann beraten. Nach einem kurzen Gespräch war mir klar, dass es sich auf jeden Fall lohnen wird, für jeden Baum extra 12€ Qualitätserde zu investieren. Nein, es war mir vorher schon klar und ich wurde nur bestätigt. 🙂
Diese Tortour von drei Löchern zu buddeln hat mich übrigens fast den ganzen Tag gekostet, was ich ziemlich schlimm fand! 🙂 Achso, das Fundament im Hintergrund hab ich auch noch neu betoniert. Also kein verlorener Tag! Und ich gönnte mir endlich mal wieder die Zeit am Morgen laufen zu gehen, so gut!
Mit den Geckos verhält es sich ein bisschen wie mit dem Pilze sammeln: Sieht man einen, sieht man plötzlich alle! Zum Glück hab ich heute etwas betoniert, denn es saß ein ganz armes Geckotröpfchen“ im Zementeimer und kam nicht mehr raus. Als ich ihn fangen wollte quietschte er herzzerreißend, megasüß! 🙂 Dann setzte ich ihn auf einen Stein, aber er war so steif vor Angst, dass er nichtmal die zitternden Hinterbeinchen auf den Stein bekam. Als er sich beruhigt hatte wartete er noch ne Weile auf seinem Stein und huschte dann zum Glück wieder munter weiter.
Manchmal muss man der Natur auch mal wieder etwas zurück geben!


Das sind übrigens Reviertiere die sich fetzen wie manche Katzen. Daher freut es mich natürlich wenn hier halbwegs Frieden beim gemeinsamen Frühstück herrscht!


Jede Einzelne frisst aber nur 1 – 2 Minuten und zieht dann mit nem Brocken Vorrat ab, dann kommt die nächste. Mein Plan mit Sonnendach und Teller ging jedenfalls auf. Alles weg! 🙂
gestern setzte ich noch spontan, kurz vor Feierabend, meine windgepeitschte Palme in den Boden.

Das gibt mir eine neue Motivation und es hat auch einen symbolischen Wert für mich! Ausserdem hilft es mir, wie eine Skizze, ein paar weitere Stellen zu entscheiden, wo überhaupt und warum was wachsen sollte.

So sieht man sie von der Sonnenterasse aus. Nun war mir klar, dass hinter dem Stahlrohr das auf dem Boden liegt, bis zur Ecke „Meerblick“ Am besten viele Bäume, Büsche und Palmen stehen sollten, weil auf den Teil vom Panorama kann ich am ehesten verzichten und reichlich Sichtschutz kann auch nichts schaden! 😉
Aber das Beste ist: Alle Pflanzen die erst mal in der Erde stehen wachsen ja von selber weiter! 🙂

Ein kluger Freund hat mir mal gesagt: „Arbeite so, dass du nicht jeden Stein zwei mal in die Hand nehmen musst!“
Das klingt mir ständig zwischen den Ohren wenn ich am Arbeiten bin. Darum versuche ich immer, am besten direkt in Armesweite, die Steine zu verarbeiten, die ich gerade in der Hand halte. Am folgenden Beispiel seht ihr ein Bild von dem Fundament, kurz bevor ich es mit Beton ausgegossen hab. So viele Steine und man kann keinen einzigen einfach so hinwerfen! Jeder Einzelne wird gedreht, getauscht und gewendet bis er seinen Platz hat.
Was man am Ende sieht ist eigentlich nur die Oberfläche, aber wie ihr seht, muss man zum Befüllen noch viel mehr Steine in die Hände nehmen. Schlimm, wenn man die alle drei mal rumschleppen müsste!
🙂