Nach längerem Betrachten gefiel mir meine Wegbegrenzung gar nicht mehr, weil sie irgendwie unharmonisch zusammengehudelt war. Also nutzte ich u.a. den „verlorenen“ Sturmtag und schleppte noch mehr auserwählte Steine an. Dann drehte und tauschte ich jeden Stein so oft, bis ich zu jedem einzelnen Stein, bzw. seiner Posisition nur noch „ja“ sagen konnte. Hier ist ein erster Vorgeschmack:
Jetzt bekommen die Steine von hinten einen kleinen Betonsockel verpasst und dann kann endlich die erste Ecke mit Erde befüllt werden.Für mich sind die alte Steine nicht nur eine Mauer, sondern sie erzählen auf ihre Art eine Geschichte. Eine Mikrowelt! Wenn man sie näher betrachtet entdeckt man zig verschiedene kleine Pflanzen die schon sehr lange ein Leben auf „kargen“ Steinen bestreiten und die es sehr wohl verdienen weiter zu leben! 🙂 Ich wähle sie natürlich wegen der Schönheit und nicht aus Prinzip! 😉Wenn das Ganze von hinten mit Erde aufgehäuft wird, decke ich diese gleich mit einem Flies ab und fülle schwarzen Lava-Kies drauf, damit es nicht gleich zuwuchert. Hab ich mir bei Klaus abgeschaut und find ich genia! 🙂 Für jede weitere Pflanze muss man nur den Kies etwas beiseite schieben, Loch rein – Pflanze rein und wieder zuschieben. Der dunkle Boden gibt einen irren Kontrast und lässt die Pflanzen darauf richtig leuchten. Jetzt ist es für mich die richtige Umgebung für Kakteen, Palmen, aber auch Bonsai Bäumchen. Bonsai sagt ja eigentlich aus, dass sie in Schalen stehen, (max. 123cm hoch) doch ich gestalte die Bäume während sie in der Erde stehen und die meisten bleiben es auch. Mal sehen wie anmutig man Orangen- und Avocadobäume gestalten kann…
Jetzt kann ich mich jedes mal freuen wenn ich an der Mauer vorbei laufe und das ist meine größte Motivation! Langsam bekomme ich das Gefühl „mein Ding“ zu finden, von dem ich hier bisher noch gar nicht so genau wusste wie das mal aussehen könnte.
Seit dem Sturm haben wir endlich das typisch kanarische Wetter. Die Abende bleiben noch lange warm und morgens hat es 18 – 20°C. im Wohnwagen. Nach dem Aufstehen muss man nur noch die Tür öffnen um die herrliche Wärme reinzulassen. (Nachtrag, im Moment- 13:00Uhr, hat es 24°C. im Schatten, also 5-7° C. wärmer als bisher.)
Am Abend kann man wieder stundenlang draussen sitzen. Mir fiel es vor allem beim Rollerfahren auf, dass ich plötzlich ohne Halstuch und Handschuhe Kurzstrecken fahren kann.
Fürs Protokoll! 🙂 Genau Anfang März schafft es die Sonne bis zu der „Kerbe, zwischen den Hügeln. In zwei Wochen dürften die Tage nochmal länger werden, weil die Sonne dann endlich über dem Meer untergeht und nicht mehr frühzeitig hinter den Hügeln verschwindet.
Letze Nacht fing es derart an zu stürmen, dass ich kaum schlafen konnte.
Bei jeder Schlaf-Etappe träumte ich so verrückte Sachen, dass mir immer noch nicht ganz klar ist ob ich am Lärm, oder an den Träumen aufgewacht bin! 😀
Trotzdem ist es, im Schatten gemessen, mit bis zu 23°C. einer der wärmsten Tage seit dem ich hier bin.
Der Wind kommt heute aus dem Westen, was ich hier auch noch nicht oft erlebt hab. Wenn es abends ganz Still wird, hört man an solchen Abenden die Stadt aus der Ferne.
Der Wohnwagen steht auch beim Sturm souverän, und schwingt ganz selten auch mal ein wenig mit. Vor allem wenn Regen dazu kommt hat die Mischung eine enorme Wucht! Leider hat es meine kleine Palme schlimmer erwischt als alle anderen im Umkreis und sie verlor schon zwei komplette Blätter.
Nur noch zwei Blätter, aber Hauptsache die jungen Triebe bleiben ganz! Bald kommt sie in den Boden und dann geht sie erst richtig ab.
Sonst ist aber alles gut hier! Folgendes Bild sehe ich so oft, was mir immer wieder das Gefühl gibt auf der glücklichen Seite zu stehen. 🙂
In der Stadt regnets und bei uns scheint die Sonne. Manchmal kommt ein ganz feiner, milder Sprühnebel, so gut! Achja und in dem blauen Haus gegenüber hab ich jetzt auch Freunde. 🙂 Vater Santiago, kann sogar deutsch und der Sohn Efren, den ich zuerst kennen lernte. Wir hatten gleich vom ersten Blickkontakt an eine super connection..! Es ist interessant, weil die am anderen Ende des Tals sehr wohl mitbekommen, dass ich hier wie ein Irrer am rumschuften bin. Jetzt darf es sich ruhig rumsprechen, dass wir Freunde sind, dass ich ein Künstler bin, der mit guten Absichten kam und weiter auch nicht stören wird.
Heute hab ich nochmal vier Kubikmeter „Revuelto“ verteilt. So heisst hier die Sand- Kies Mischung die zum betonieren benutzt wird.
War heftig! Stundenlang kleine Steinbrocken mit dem Rechen zurecht schieben, dann alles mit Revuelto abdecken. Also schaufeln ohne Ende und immer wieder mit dem Rechen gerade ziehen. Letzteres ist toll! 🙂Von der Einfahrt aus gesehen. Hier lässt sich vielleicht erahnen, dass der Hauptwohnbereich hinten, von dem Garten vorne, nach und nach Sichtgeschützt wird. Vielleicht zieh ich den Bogen noch etwas tiefer in den Eingansbereich rein. Damit der Weg optisch komplett hinter der ersten Kurve verschwindet. Der Wohnwagen kommt ja nach hinten, etwa vor den Holzmasten. Dann hat es da vorne wieder viel Platz. Die Mauer könnte ich bis zum unteren Bildrand verlängern und dort den Eingang setzen.
Der Untergrund setzt sich mit der Zeit und wird angenehm fest. Er ist auch zum barfuss laufen besser geeignet als der übliche Kies, den man in D. öfter sieht. Da muss aber nochmal ne große Ladung drauf um die Höhenunterschiede etwas homogener zu gestalten und um neues Gewucher zu unterdrücken. Im Nachhinein kann man trotzdem jederzeit und überall ein paar Meter frei machen und mit einer Steinbegrenzung Erde für eine Pflanzenecke anlegen. Dabei sichert die dünne Kiesschicht, dass die sandige Erde nicht komplett zwischen den Felsen verrieselt.
Dann noch schnell 15 Meter Mauer mit Beton füllen.Man sah heute öfter den Wind auf dem Wasser rumtanzen, aber für das perfekte Foto hatte ich heute leider keine Zeit.
Das wird sozusagen meine Hauptstraße zum Wohnwagen, der dort stehen wird, wo jetzt die Kamera stand. Dazu waren heute zahllose Schubkarren voller Kies nötig. Und eine endlose Schieberei dieser faustgroßen Steine, die noch links zu sehen sind. Da wartet noch viel Fläche… Die Steine zum Beet hab ich noch nebenher hingestellt damit da bald Erde für die ersten Pflanzen rein kann.
Letzte Nacht gabs übrigens noch einen leicht beängstigenden Sturm, dabei sind erst auf kommenden Mittwoch 90m/h Wind angekündigt. Wie wird dann das erst? 🙂
Das Beet neben dem Eingang wird so tief in die Fläche gezogen, dass es als Sichtschutz dient, wenn es mal mit Pflanzen vollgewachsen ist. Dann wird auch der Weg nicht so langweilig, der auf jeden Fall befahrbar sein muss. Die Holzbretter links, markieren die Füße vom Container und wo er mal stehen wird. Dann zeigen die Türen zum Meer hin. Vom Container bis zum Beet kommt die kleine Sonnenterrasse. Dort und in meiner ersten Straßenecke stehen die schönen Steine vom letzten Beitrag. Mit dem Container im Rücken kann man dort, vor allem im Winter, den Windschatten genießen! Links vom Container kommt der wichtigste Aussenbereich. Ein kleiner sichtgeschützter Hof von 6 x 6 Meter. Der Schatten vom Container kann dort sehr leicht mit einem Sonnensegel ergänzt werden. Aussendusche, Waschbecken mit Ablage für eine minimalistische Küche sind geplant. Aber auch viele Pflanzen, ein Pflanzendach an den Mauern entlang, vielleicht sogar mal ein Brunnen aus Lavasteinen… mal sehen was für Ideen bei der Arbeit noch kommen werden. Vielleicht eine Leinwand, an der Wand gegenüber vom Container, mit Palmen links und rechts…
Gestern Abend trotze ich dem Wind und dem Nieselregen um ganz besondere Steine auszusortieren. Denn wenn es feucht ist sieht man die Patina, das Moos und die Flechten richtig schön leuchten.
Alle aussortiert. Die größten und schönsten stehen jetzt da wo man sie in Zukunft auch sehen wird.Näher betrachtet ist jeder Stein schon eine Welt für sich. Echt zu schade zum drüberlaufen, oder gar zu verbuddeln!Der hier hat einen kleinen Farn, sogar mit Luftwurzeln.Noch mehr kleine Pflänzchen und zig Vatiationen der Flechten und vom Moos.
Die meisten stehen bereits, von der Sonne abgewendet, als Beetumrandung neben der kleinen Sonnenterasse, die gleich im nächsten Bericht erwähnt wird.
Nach ein paar Tagen „full on“ Steineschleppen fühlen sich all meine Muskeln eh etwas versteinert an! Jetzt gibt es erst mal einen frischen Lieblingssaft zum Frühstück, dann sehen wir weiter…
Frischer Weizengrassaft hat neben Vitaminen sehr viele Mineralien und einen sehr hohen Magnesiumgehalt. Genau das richtige gegen Muskelkater! Das ist vielleicht auch der Grund warum ich gar keinen schmerzhaften Muskelkater habe!? Gemischt mit frischem Orangensaft schmeckt die Vitaminbombe sehr lecker!
Gerade fängt es an zu nieseln und regnet mehr in der Nachbarschaft. Naja, sollte es hier richtig regnen, kann ich mich freuen, dass meine ausgegrabenen Steine gewaschen werden. Wenn nicht, freue ich mich, dass ich im Trockenen einkaufen gehen kann. Ansonsten muss ich nur noch ne Menge Baumaterial organisieren, das ja alles geliefert wird. Dann lehne ich mich für den Rest des Tages zurück und schaue spanisches Fernsehen. Zum lernen, versteht sich! 😉
Heute fing ich schon früh am Morgen an zu arbeiten und zog es gleich ein paar Stunden durch, weil für die Tage Regen angekündigt wurde.
In der Mitte riss ich die letzten Wurzeln raus und räumte die gröbsten Steine weg, damit ich den Weg bis ans andere Ende mit feinem Schotter einebnen kann. Rechts von dem Holzmasten steht später der Wohnwagen. Die Mauer an der hinteren Grundstücksgrenze wird noch als wichtigster Windschutz in die Höhe gezogen. Abgesehen von dieser, konzentriere ich mich dieses Jahr vor allem auf die rechte Hälfte. Neben der Schubkarre steht der größte Fels den ich bisher aus der Erde zog. Er steht bereits als Grenzstein zu dem großen Beet, das rechts davon entstehen wird.Das ist ein mega schwerer Brocken bei dem mir mein Nachbar Gibbo helfen musste ihn aus dem tiefen Loch zu ziehen. Das meiste bekomm ich aber mit Hebel und Technik hin, ohne meinen Rücken zu verrenken. Im Hintergrund seht ihr meine neue Mauer wachsen, die auf ihre nächste Betonfüllung wartet. Für die neuen Steine wäre etwas Regen zuvor gar nicht schlecht! Das Gute an den großen Felsen ist, dass man damit schnell eine stabile Mauer aufgestellt hat.Auch diese Brocken wälze ich als Beet- Begrenzung an den Rand. Die anderen Steine sind fast alle verbaut. An der Mauer entlang grabe ich bald einen Graben für die Strom – und Wasserleitungen. Wahrscheinlich kommen dabei noch mehr Felsen raus, die man ohne Transport direkt verbauen kann. Der Boden hat nun Platz für richtig viel Erde, denn ich brauch viel Feuchtigkeitsspeicher, damit man nicht so oft gießen muss!Mein bisheriger Lieblingsstein bekommt als Sitzbank einen Ehrenplatz.
Nach gut fünf Stunden und sieben Beutel Zement, waren die ersten Reihen mit Beton und vielen kleineren Steinen ausgefüllt. Die untere Reihe hab ich extra breit auf die bestehende Mauer gesetzt damit die Grundlage was taugt. Nach oben hin kann ich sie nun schmäler werden lassen und beim Füllen mit mehr kleinen Steinen vollstopfen. Das spart Beton. Zum Feierabend begann ich noch ein paar Steine oben drauf zu setzen. Nach stundenlangem Schaufeln ist das eine richtig schöne und entspannende Arbeit!
Die Steine links steckten vorgestern noch in der Erde und viele hab ich nach dem Foto noch auf die Mauer gelegt. Die linke Reihe ist bereits viel höher.
Und dreckig wird man, hat mir auch keiner gesagt! 😀
Schon ganz lange Arme vom Schaufeln und Schubkarre fahren.