Heute bekam ich ein paar Fotos von meiner Finca. Hier ist das erste mit ein paar Mangas der Sorte „Lippens“. 😊
Es ist interessant zu sehen, dass das Bäumchen die Anzahl der Früchte stark reduziert hat! Ist auch besser so, weil mir geht es vor allem darum, dass er bald wieder für die Zukunft weiter wächst. Würde ich mit den Preisen rechnen, die ich hier dafür im Gemüseladen für gute Mangos zahlen müsste, dann wäre schon ein halbes Flugticket drin. Nächstes jahr würde es sich auf jeden Fall lohnen einen Sommerurlaub zu machen, nur um mir den Bauch vier Wochen voll zu schlagen! 🙂
Endlich ist das neue Profi-Werkzeug, der Nahtversenker da! Alles ist einstellbar und doch war ich erst mal unzufrieden! Mit dem mittleren Stift kann man einen Falz ins Leder ziehen und das Linke ist der einstellbare Anschlag. Allerdings stand das mittlere Werkzeug so weit raus, dass man auf derselben Höhe keinen rechten Anschlag hatte, sondern nur so eine schwammig geschliffene Spitze! Sas soll wohl nur ein optischer Abstandhalter sein, aber warum?
Also schliff ich den Schaft von dem mittleren Stift hinten ab, damit man ihn tiefer im Griff versenken kann. Vorher.
Nachher. Perfekt! Jetzt kann man den Anschlag schön an der Aussenkante der Sohle entlang führen. Den selben Bedarf sah ich auch beim folgenden Werkzeugeinsatz.
Vorher.Nachher.
Das ist mir echt ein Rätsel, warum die das nicht gleich so gemacht haben! Man müsste das Werkzeug ja extrem schräg halten und hätte dann immer noch eher eine kugelförmige Spitze, statt einem Anschlag, mit dem man es im 90° Winkel gleichmäßig führen kann. Zum Glück wählte ich die teure, zerlegbare Version, weil es gäbe zum halben Preis, von 16€ auch eine einfachere Version, bei der man nichtmal die Anschlagbreite einstellen könnte. Das geht ja schon gar nicht!
Bisher musste ich mir mit zweiteiligen Schnitten helfen, die ich an 8 Löchern ausrichten konnte, mit denen ich eh die Position der Riemen markiere. Damit zeichnete ich oben die Nahtlinie auf die Sohlen und unten schnitt ich sie erst mit einem dünnen Messer an und dann mit einem Breiteren.Wenn man diesen Einatz in die eine Richtung zieht, kann man damit oben einen feinen Falz für die Naht reinziehen. In die andere Richtung gezogen, schneidet es eine Kerbe in die Unterseite der Sohle.
Hier ist das erste Ergebnis. Oben seht ihr eine 15er Naht. Der Zwirn ist 50% dicker als der Dickste den ich bisher nutzte. Das bringt einige Probleme mit sich! Der Oberfaden braucht die richtige Nadel mit einer Zwischengröße die mir gerade noch fehlt, die aber schon unterwegs sein sollte.
Der Unterfaden ist nur halb so dick. Ein Kompromiss, was ebenfalls damit zu tun hat, dass mir noch die richtige Nadel fehlt und deshalb das Ganze zum verklemmen neigt. Es ist also noch nicht perfekt, hat aber für den ersten Versuch die Linie schön getroffen und die Naht trägt praktisch nicht mehr auf. Ideal um den Belag drauf zu kleben! Das wird aber noch ein mega Gefummel, bis Materialien, Fäden, Nadeln, Unterfäden, Fadenzugabe und Fadenspannung aufeinander abgestimmt sind! Wie vor Kurzem angekündigt schleife ich jetzt die Sohlen vor der Näharbeit vor.
Das ist ja unglaublich! Eben las ich zum ersten mal einen ausführlichen Text laut vor, weil ich einem lieben Freund von den Bittergurken berichtet hab. Gegen Kater, für die Haut, Augen und vieles mehr! Irgendwo las ich auch, dass wenn man sie reiff werden lässt, bis sie sich orange färbt, sie als Gemüse weniger bitter schmeckt. Hier sind nur mal ein paar Stichworte von der folgenden Webseite zitiert: https://www.bittermelone.eu/
senkt hohen Blutzucker drastisch auf Normalwerte
hemmt Krebs
stimuliert die Leber
senkt hohe Cholsterinwerte
verbessert die Hautgesundheit
stärkt das Immunsystem
verbessert das Haarwachstum
Aber seht selber auf: https://www.bittermelone.eu/
Auf einer anderen Seite stand geschrieben, dass sie in Europa angeblich nicht wächst und nur 5 – 7 cm groß wird.
Von Hand geschnitzt, in Erdnussöl vorfritiert und dann fertig gebrutzelt. Steinsalz statt Natriumchlorid plus Bioketchup, das ich heute extra dafür besorgt hab. Ja also wenn schon. War klasse, aber reicht auch mal wieder für ne Weile.
Eigentlich hab ich das den hohen Ansprüchen meiner ehemaligen Schülerin und heutigen Kreativ-Kollegin Corina zu verdanken, dass ich euch heute dieses neue Paar präsentieren kann!
Ursprünglich wollte ich ja nur für mich ein Paar möglichst geräuschlose Runner basteln, weshalb ich auch Kompromisse in Kauf nehmen konnte. Eine Nahtzugabe die nach Innen läuft, könnte so manche Probleme mit sich bringen! Erstens könnte es am Fuß reiben, wenn sie nicht perfekt umgesetzt sind. Zweitens, hat man so weniger Toleranz in der Produktion, womit das Risiko steigt, dass ich mehr Ausschuß produzieren könnte und das Material ist halt echt sauteuer! Drittens, wird dadurch das finale Versäubern und Schleifen der Sohlen erschwert! Eine falsche Bewegung und das fertige Werk ist innerhalb einer Sekunde ruiniert! Manchmal federt das Werkstück beim Schleifen und hüpft dann fast unkontrolliert auf dem Band, oder der Scheibe! Nach einmal überschlafen, plane ich nun eine andere Reihenfolge, bei der die Ledersohle vor dem Nähen vorgeschliffen wird. Das macht eh Sinn, weil mein neues Werkzeug, der Nahtversenker, bereits unterwegs ist. Für diesen brauch ich eh eine saubere Aussenkante als Anschlag! Damit kommt dann auch endlich der neue fette Zwirn, nach Wochen!
Die gefallen mir ganz besonders! Richtig freakig hübsche Mädchen-Schuhe, die aber durch ihre schiefer farbene Sohlen nicht zu brav wirken.
Eigentlich waren braune Sohlen geplant, aber durch die Erfahrung mit meinen letzten Schlappen, fand ich sie in Kombination mit dieser langlebigen Vibram-Sohle etwas zu steiff. Jetzt ist es eine ganz neue Kombination mit Supersoft-Leder und 4mm Vibram.
Wie ihr seht, ist das mit dem Licht so ne Sache. Eben war es draussen noch grau und hat geregnet, weshalb ich im Zimmer fotografieren musste. Irre Farben, oder? Das Nubuk ist so leuchtend und wirkt doch so natürlich. Es ist als würden ich beide Farbe immer wieder mit anderen Augen sehen. 🙂
Selbst wenn es die scheinbar unbedeutensten Kleinigkeiten sind, liebe ich es die Dinge bei jedem Prozess aufmerksam zu beobachten und weiter zu entwickeln!
Ein Beispiel: Die Graspresse ist ungeeignet um Äpfel zu entsaften. Einerseits, weil das Apfelmus gleich vorne zur Tresteröffnung rausdrücken würde und andererseits weil es das Sieb verstopfen könnte. Viele Äpfel gehen also nicht! Aber wenn man erst eine Ladung Weizengras reindrückt, damit das am anderen Ende einen Gegendruck erzeugt, dann Apfelstücke dazwischen, die gleich wieder vom nächsten Weizengras durchgetrieben werden, dann klappt es perfekt!
So hält die Grasfaser die Apfelreste zusammen, welche die Fasern wieder leichter abtransportieren lassen. Ausserdem riecht es gleich beim Pressen so erfrischend und nicht mehr zu extrem nach gesunder Rasenmähersoße! 🙂
Über solche kleine Entwicklungen kann ich mich sehr freuen! Ähnlich, wie wenn ich zum Beispiel neun Löcher graben muss und bei jedem eine andere Technik, mit anderen Werkzeugen entwickelt hab! Ich lerne aber auch gerne von erfahrenen Menschen! Ein Beispiel: Von einem Meister hab ich mir abgeschaut, dass es schlau ist beim Spargelschälen, diese unten abzubrechen. Dann kann man sparsam schälen und hat am Ende eine Faserkontrolle! Als ich das einem älteren, ehemaligen Musikerkollegen erzählte, sagte er nur: Ich koch jetzt seit vierzig Jahren Spargel, was willst du mir erzählen? Nunja, dasselbe, was ich z.b. auch schon öfter auf der Insel bei den Gartennachbarn dachte: Was bringen vierzig Jahre Erfahrung, wenn man ständig den gleichen Scheiß wiederholt? 😀
Meine treuen Leser erinnern sich vielleicht an die Workstation, nr.3, die ich im Oktober 2019 für die Insel-Musikmaschine gebaut hab. Das Herz ist dieser fette Synthesizer/Sampler von Jörg Schaaf – Radikal Technologies, den man schon lange nicht mehr so einfach im Laden kaufen kann. Leider ging mir bereits Ende der vorigen Saison auf der Insel das Display kaputt! Letztes mal brachte ich ein Tauschgerät mit und holte jetzt das Sorgenkind wieder nach Hause. Dann ging alles ganz schnell! Eine Email, Gerät schicken und wenige Tage später bekam ich schon wieder Bescheid, dass mein Liebling gerichtet ist! Für nichtmal 50 €! So ist das, wenn der großartige Erfinder persönlich, sich gewissenhaft um eines seiner Babies kümmert! Für mich ist Jörg Schaaf von Radikal Technologies, wie ein Überbleibsel einer vergangenen – besseren Zeit! Zugleich ist er eine Liga für sich, was all seine Pioniersleistung angeht! Ständig entwickelt er neue State of the Art – Geräte und Module, die ihresgleichen suchen! Mit dem Kopf ist er der Welt voraus und mit dem Herzen bleibt er den analogen Wundern treu! https://www.radikaltechnologies.com/
Das schwarze ist perforiertes Porsche- Polsterleder, von dem ich, wie gestern von dem blauen BMW Leder, erste Reste rumliegen hab. Das braune Sohlen-Leder ist nicht neu, aber ich trage es jetzt zum ersten mal selber an den Füßen. Für Barfuss-Renner finde ich es fast schon zu steiff, aber zum gehen ist es zumindest für Anfänger umso besser! Leider hab ich die Riemen um einen Zentimeter gekürzt, weil es bei der gestrigen Ausführung etwas zu lange schien. Das lag daran, weil die Supersoft-Sohlen viel mehr nachgeben! Mit der Zeit wird auch die neue Sohle wieder nachgeben und sich dem Fuß anpassen. Da sieht man mal, wie schwierig es am Anfang sein kann, die Maße für eine einzige Schuhgröße auf den Punkt zu bringen.
Das ist jetzt auch mein erstes Paar mit dieser tollen 4mm Vibram Sohle. Für Renner ist das ebenfalls grenzwertig dick und schwer, aber dafür sind es sehr komfortable, geländetaugliche Straßenschuhe! Sie laufen geräuschlos und kleben wie Geckofüße! Toll, jetzt hab ich schon ein zweites straßentaugliches Paar Hausschuhe zu wechseln. 🙂 Jetzt warte ich sehnlichst auf den neuen Zwirn und den neuen Nahtversenker.
Für einen persönlichen Extrawunsch, entwarf ich heute einen ersten Prototyp, als Besprechungsgrundlage. Es ist aber auch genau die Art Schuh, die mir bereits auf der Insel und hier als straßentauglicher Hausschuh gefehlt hat.
Ganz einfache Outdoor fähige Slip in Schlappen, die man auch Zuhause am liebsten nicht mehr ausziehen mag.
Der untere Riemen ist extra so geschnitten, dass in der Mitte keine vier Lagen aufeinander liegen.
Diese Ausführung hat Supersoft-Sohlen mit einem feinen Krepp Belag. Sie hängen von der ersten Sekunde an direkt am Fuß, ohne rumzuschlappern und zugleich spürt man fast nichts davon! Nachdem ich später breitere Klettbänder besorgt habe, werde ich auch noch Ausführungen mit breiteren Riemen nähen. Der erste Versuch ist schon eine super Grundlage, um Fincamodelle mit rutschfesten Sohlen zu bauen! Endlich mal wieder ein richtig befriedigendes Tageswerk für eine lange Zeit! Mit den weiteren Sandalen sollte ich noch warten, bis das neue Werkzeug und die superfetten Fäden geliefert werden.