Palme

Seit Jahren hab ich ne Palme im Topf stehen, die noch nie ihren Platz gefunden hat. Ich schob sie in ihrem Topf hin und her und es kam einfach kein klares „ja!“. Jetzt denke ich über einen aussergewöhnlichen Platz nach, den ich trotzdem richtig finde. Was sagt ihr dazu?

Von Aussen betrachtet stünde sie dann hinter der Mauer. Es kommt mir vor wie das i-Tüpfelchen. Das hätte auch den nützlichen Nebeneffekt, der deutlich signalisiert, dass mein Rustico-Arrangement kein Gebäude werden soll.
  • Stellt euch vor der Hintergrund wird etwas höher und ich sitze für kleine Privatkonzerte im Steinkreis unter der Palme. Das Vorzelt fürs Publikum geöffnet. Die Akustik ist genial! Der Lärmschutz nach Aussen auch!

    Wenn ich aus dem Wohnwagen rauskomme hab ich sie als erstes im Blick.

Selbst wenn sie größer wird bleibt sie recht filigran. Hier könnte ich auch noch ein kleineres erhöhtes Beet, in Form eines halben yin-yang einbauen. Eher nicht, aber seht mal nach dem Kaktus im mittleren Bild. Vielleicht bekommt er ein kleines Beet in der Mauer, denn ich liebe verschachtelte Steingärten.

Neues Leben

Oder besser gesagt: lebt noch! Hier sind ein paar Kandidaten, von denen ich nicht unbedingt erwartet hätte, dass sie bei ihrer Größe einen Umzug überleben würden.

Die Orangenbäume lassen teilweise kein Blatt fallen, aber der hier war richtig beleidigt. Auch noch mein „Navel late“. Eine ganz leckere Sorte und vor allem brachte er mir schon als Baby meine erste Rekordernte.
Einige Spitzen sehen noch aus wie neu.
Die gelbe Maracuja fing gerade an richtig abzugehen. Sie wurde zuvor immer von den Eidechsen abgefressen. Die konnten die Pflanze über die Mauer erreichen. Bald bekommen sie alle einen langen Draht mit Echsenschutz.
Und sie geht bald schon wieder ab!
An allen Ecken und Enden.
Mein schöner Hibiskus zeigte ein Trauerspiel! Das war der, für den ich das weisse Zelt genäht hatte. Hat sich gelohnt!
Jetzt treibt er wieder aus jedem Knoten. Sogar die ersten Blütenknospen kommen.
Die große prächtige Bouganville hüpfte fast schon über den Jordan!

Etwas Wurzelstärkung, ein Radikalschnitt und, voila:

Mit ihren großen Stämmen wachsen sie bald wieder wie die Großen!

Eine kleine rote Maracuja treibt auch schon wieder, dafür bräuchte ich aber noch ein Makro-Objektiv. 😉 Jetzt kämpfe ich noch um einen Mango und den Avocado Baum. Der Rest macht mir schon lange keine Sorgen mehr! 95% sind durch. 🙂 Wir haben wirklich kühle Wochen mit verhältnismäßig viel Regen. (Immer noch zu wenig) Erst nächste Woche soll es wieder warm werden, aber die schattigen Tage waren ein Geschenk der Natur und sie retteten mir viele meiner liebgewonnenen Pflanzen!

Bananenblög

Heute Morgen dachte ich, der ist auch noch frech, als ein Auto in meiner Einfahrt gewendet hat. Besuch trotz verschärfter Ausgangssperre? Bis ich aus dem Bett kam war das Auto längst weg und es lag eine fette Bananenstaude in meiner Einfahrt.

Bis sie reiff sind hängen sie an meinem Quarantänegurt. 🙂

Während ich darüber nachdenke, wer mir diese Überraschung gebracht hat, fällt mir auf wieviel zahlreiche Möglichkeiten es gibt! Inzwischen hab ich so viele herzensgute Freunde, die mich teilweise leidenschaftlich unterstützen! „Dar gracias!“ Wenn ich zukünftig den Nachbarn und Freunden zuwinke, hab ich immer im Hinterkopf: „jeder könnte es sein!“ Ist das nicht schön? Ich bin einfach nur dankbar! Vor einer Weile erzählte mir sogar Isabel, dass ihr viele Nachbarn aufgeregt zuwinken, die früher zum grüßen eher passiv genickt haben. Heute zählen wir schon Bananen.  🙂

Null Blög!

🙂  Die Tage brauche ich kurz ne Schreibpause. Es läuft alles super, nur hab ich mir unglaublich viel vorgenommen und das Ergebnis würde ich euch gerne als komplettes vorstellen. Bin u.a. viel am aufräumen und das zeigt Wirkung! Jedenfalls geht mir jedes mal das Herz auf wenn ich hier rumlaufe. Vieles hängt zusammen und ich muss umständehalber viel improvisieren. Da kann es schon mal passieren, dass ich viele Kubikmeter Hügel aufschütten muss, damit ich Pflanzen aussetzen kann, um die restliche Blumenerde aus deren Töpfe zu gewinnen. Oder, dass ich stundenlang Felsen aus dem Boden reissen muss, weil die nächste Palme genau da stehen muss, wo ich sie in Zukunft sehen will… vielleicht berichte ich heute und morgen nur kurz oder gar nicht, aber dann gibts dafür einen ausführlichen Doppelblög! 🙂 Machts gut meine Freunde und passt auf euch auf!

Lava zur Begrüßung

Wenn man jetzt reinkommt sieht man als erstes das schöne Fundstück in der Mauer.

Nach den Felsen gestern kann mich nichts mehr erschrecken. Also hab ich gleich den Fels auf seinen Platz gesetzt.

Fragt nicht wie! Mir wurde schwarz vor Augen und wie ich wieder zu mir kam stand er perfekt! 🙂 witzle. Oft muss man die Teile drehen und wenden, bis sie ihren Platz gefunden haben. Vor allem wenn man sie nicht wir ein Anfänger mit Beton zusammen kleben will, was verboten ist! Inzwischen erkenne ich schon aus der Ferne wo das Puzzelstück rein gehört. Klappt nicht immer auf anhieb, aber immer öfter. Dann vergößerte ich den Hügel etwas, damit ich die letzten Pflanzen einsetzen kann, die dringend in den Boden sollten. Den Rest da hinten kann ich dann voll ganz gemütlich auffüllen.

Noch eins für den Überblick.

Beet

Alles beginnt mit einer Planänderung. Eigentlich sollte das Beet um den großen Orangenbaum verlaufen, aber da der Orangenbaum bereits bündig im Erdreich sitzt, macht das gar keinen Sinn.

Der schwarze Lavabrocken war echt ne Herausforderung! Erst musste ich ihn gut 20 Meter rüber rugeln, wobei er sich ständig im Kreis drehen wollte. Das ist echt ein mächtiges Vieh. Ich musste ihn tief in den Boden und in den Hügel eingraben, um ihn auf dasselbe Level zu bekommen wie seine Nachbarn. Nach 4-5 Anläufen saß er endlich so, dass er den linken Stein schön eingeklemmt hat und zugleich alle Winkel gepasst haben. Dieser Kamf ging alleine mindestens eine Sunde lang. Noch ein Problem: Die kleinen Steine, die links davon in der Mauer stecken, sollten eigentlich im Beet vergraben werden. So sehen sie echt doof aus! Erst dachte ich daran, an der Stelle noch ein Minibeet zu setzen, aber jetzt mache ich das anders. Unten im Park liegen immer wieder kleine Steinhäufen , mit wunderschönen Moosen und Flechten, vor den alten Mauern. Viele sind wegen der Form zum Mauerbau nicht geeignet. So einen Steinhaufen werde ich unten abtragen und an der Stelle rekonstruieren. Für Moose ist der Platz perfekt, weil dort erst am Abend die Sonne hin kommt.
Wie bei einer Sandburg konnte ich das überschüssige Material abkratzen. Mit dem hab ich gleich den neuen Hügel von gestern vervollständigt. Also wieder zwei Fliegen mit einer Klappe.
Am Ende standen gerade mal 12 Steine, aber dafür stehen sie wie ein mächtiges Monument aus schweren Hinkelsteinen. Rechts werden die nächsten Steine immer kleiner bis es einen ganz flachen Übergang gibt.
Auch hier sind wieder schöne alte Stücke mit kleinen Pflanzen dabei. Den Zwischenräumen widme ich mich noch extra, bevor ich alles von hinten auffülle.

Den Rest vom Tag…

…ging noch einiges. Erst musste ich leider die Früchte von meinem Orangenbaum schneiden, damit er den Schock überleben wird. Bisher hat noch keiner der Orangenbäume Probleme gemacht. Sie verloren ein paar Blätter, entschieden sich aber für die wichtigsten Äste und wachsen schon wieder.

Fast 50 Früchte hätte das zur ersten Ernte gegeben. 2 hängen noch, die würden aber nach dem Stress weder groß noch süß werden. Der Baum wurde auch seit vielen Wochen nicht mehr gegossen.

Später widmete ich mich einer chaotischen Stelle neben dem Eingang. Es würde mich echt Überwindung kosten, wenn ich sowas einfach nur aufräumen müsste. Aber da ich das Material dringend brauchen kann um mein Hügelchen fertig zu stellen, war ich voller Antrieb!

Das war dann drei Stunden später. Etwa 9m² Fläche gewonnen.  Nebenbei buddelte ich diese wunderschönen Lavasteine aus.

Hier seht ihr wo der ganze Mist gelandet ist. Es gibt meinem, bisher eher zweidimensionalen Hügel, eine dritte Dimension und mehr Tiefe. Rechts steht seit heute meine kleine Valencia Orange, die auch schon ein Früchtchen trägt.


Es lief echt super, weil diesmal die Stelle von der ich das Material geholt hab, näher liegt und es ging sogar minmal bergab, statt bergauf.
Bald kommt ebenfalls Kies und Erde drauf, damit auch dort ein schöner Übergang bis in die Fläche entsteht. Die nächsten drei Meter rechts, werden noch weiter in die Fläche auslaufen. Der neueste Abschnitt wird mit dem Kies auch noch verbreitert.


Achja und zwei grüne Papageien mit roten Schnäbel besuchten mich kurz. Bis ich den Foto zur Hand hatte flogen sie leider schon wieder weiter. Sie drehen große Runden und jetzt wo ich ihren Klang kenne werde ich sie sicher öfter beobachten, denn sie kamen später in großer Höhe zurück geflogen.
Hier hab ich euch noch ein wildes Blümchen:

Naranjero

Mein großer Orangenbaum wurde heute trotz Ausgangssperre umgezogen. Schön wenn man Freunde im Transportbusiness hat, die noch arbeiten dürfen!

Hier auf einen Blick mit dem Elefantenfuß und der Palme, die später neben dem Eingang stehen wird.

Elefantenfuß

Diese palmenartige Pflanze kennen sicher viele als Zimmerpflanze.

Hier sind die Pflanzen sehr dankbar und unproblematisch. Diese hier hab ich vor drei Jahren für 10€ in einem kleinen Töpfchen gekauft. Die Stämme werden riesig und wenn sie sich verzweigen werden sie  wunderschön.
Später ziert sie mal den Meerblick, wenn der Hügel dahinter abgetragen ist.
Zwischen der Pflanze und dem Garten wird ein Weg von 5 m. Breite bleiben. Der Gartenmüll kommt bald weg.

Ein paar einzelne Steine hab ich auch noch gesetzt und vor allem die Mauer mit Sand und Kies gefüllt. Achja und mittags hab ich bei Isabel ein schönes Dal gekocht. (Linsen – Indisch) 🙂