Klaus (der Baum)

Bevor ich zum erfolgreichen einsetzen meines tollen Orangebaums „Klaus“ komme, möchte ich etwas ausholen: In letzter Zeit drückte es mich fast an die Wand, weil ich mich völlig überfordert gefühlt hab! Es gibt noch so wahnsinnig viel zu tun und mir läuft die Zeit davon. Dabei bin ich mit den Gedanken auch schon halb bei meinen ersten Auftritten, die bereits am 1. Mai starten. So vieles hatte bisher noch nicht geklappt und viel Arbeit liegt noch fast ungreifbar und unvorstellbar vor mir. Z.b. weitere 40 Meter Graben ziehen und Leitungen zu verlegen… Man kann sich gar nicht vorstellen was dabei auf einen zukommt, weil man dabei immer wieder auf diese riesen Felsen stösst. Ich stecke so oft fest und schon wieder ist ein Tag rum… Zugleich muss ich sehr behutsam auf jeden Finger und jedes Gelenk achten, denn in Kürze geht es auch in Deutschland gleich richtig „übel“ zur Sache! 😀 Also Gas geben und locker bleiben zugleich. Und üben! Dann noch die vielen Entscheidungen… Letzten Freitag hat es mich echt umgehauen und ich lag den ganzen Tag mit Kopfweh und Übelkeit im Bett. Aber macht euch keine Sorgen! Es gab auch einen heftigen Wetterumschwung und mein Körper holt es sich einfach, wenn ich je die Grenzen überschreiten sollte! 🙂
Heute gingen so viele „Knoten“ für mich auf! Einer davon, waren meine bisher unerreichbaren Traumpflanzen, die ich im letzten Beitrag endlich mit Freude vorstellen konnte! 🙂
Einer war mein großer Orangenbaum: „Klaus“, den man als Mensch keinen Millmeter von der Stelle bewegen konnte!
Doch heute haben wir ihn mit Hilfe des Baggers gesetzt.

Dafür brauchten wir erst ein richtig großes Loch.
Gibbo kam mit seinem fetten Gurt und gab mir eine Hand! So konnte man ihn mit dem Vorschlaghammer von seinem Topf befreien. Der Topf ist noch heil und löst somit einen weiteren Knoten, weil ich nicht mehr alle Bäume entgültig versorgen kann.
Dann setzten wir ihn mit dem Bagger in den Boden.

Jedoch gab es für mich ein Problem! Als Bonsai Freund sehe ich ganz genau wie er stehen muss. Mit der Spitze ganz genau von der Küste abgewendet, doch er drehte sich mit seiner Wucht um 45° zur Seite. Selique und Gibbo waren überzeugt, dass der Baum sterben muss, wenn man ihn nochmal aus dem Boden reissen würde. Doch ich dachte mir, das regt mich jetzt für den Rest meines Lebens auf, wenn ich das nicht wenigstens probiere, ihn wieder zu richten. Wir diskutierten lange und ich setzte mich mit den Worten durch: „Lieber tod als verdreht. Das wird jetzt gemacht und fertig!“ 🙂 Awa, kein Problem! Selique hebte ihn 10 cm an, ich drehte ihn mit einem Spaten zwischen den Ästen, ablassen und fertig.
Jetzt steht Klaus wie es seiner würdig ist! In der Mitte und genau von der Küste abgewendet, als wäre er windgepeitscht.

Danach fragte ich beide: „seht ihr das nicht?“ Doch sie bestätigten meine Wahl eindeutig! Vielleicht hatten sie aber auch nur Angst, dass ich ihn nochmal versetzen will!? 😀

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