Manga

Heute ist ein Feiertag und es war sehr still! Immer noch alles grau in grau und etwas frischer als gestern, aber ich fand es sehr angenehm. Na gut, mittags hörte man eine Zeit lang einen Bagger aus der Ferne, aber das hatte ich irgendwann ausgeblendet. Dann suchte ich mir die richtige Stelle für den Manga Baum und begann ganz meditativ zu buddeln.

In der Tiefe wurstelte ich mit einem Brecheisen einige Felsen raus und holte am Schluß, auf dem Bauch liegend, mit der Kehrschaufel alles raus was ich noch fassen konnte. Für die Zukunft von diesem tollen Baum wollte ich alles geben!
Dann füllte ich reichlich von der leichten Blumenerde rein und mischte sie immer wieder mit den verschiedenen Erdschichten, die man auf dem Foto farblich ganz gut sehen kann.
…und das immer wieder, mal mit meiner schönen braunen, dann wieder mit der roten Erde. 🙂 Er soll Steinfrei verwöhnt werden.
Man muss echt ewig auf dem Topf rumklopfen und lange kämpfen, bis man ihn heraus bekommt. Mit solchen Wurzeln kann mich der Gärtner allerdings nicht beeindrucken! Sie ersäufen die Pflanzen regelrecht bis die Wurzeln in dem Schlamm überhaupt keinen Sauerstoff mehr bekommen. Doch das ist genau das was die Pflanzen unter der Erde brauchen: Luft! Darum wurde ja Hydrokultur erfunden: Mehr Luft – mehr Sauerstoff – mehr Wachstum. Aber das hier, ein schlechter Witz!
Dann durfte er endlich in sein Bettchen! Noch schön hingedreht, damit die Vorderansicht zur Terrasse hin zeigt. So macht man das bei Bonsai Bäumen, bei denen immer vorne- und hinten genau definiert wird.

Ich denke sehr oft an Herr und Frau Armbruster vom Bonsai Zentrum Mössingen, die bevor sie auch nur ein Wort zu einem Bäumchen sagen, erst mal die Wurzeln begutachten. Sie müssen weiß sein… Das kann man halt bei so großen Töpfen und vor allem im Erdreich nicht machen, daher denke ich schon sehr lange darüber nach wie man das kompensieren kann. Wahrscheinlich versenke ich in meinem Beet 2 – 3 Rohre die etwa 50cm tief in die Erde reichen, damit man ab und zu den Deckel abnehmen kann und wenigstens fühlen kann, wie es mit dem Feuchtigkeitsbedarf da unten aussieht, bevor man sie ständig ertränkt. Bei den Bäumen, die Richtung Meer stehen, wird das nicht nötig sein, denn da geht das Erdreich eh nach wenigen Zentimentern in einen löchrigen Felsboden über. Da hats genug Luft!

Da steht er nun. Ob ich alles richtig gemacht hab wird er uns selber zeigen. Jetzt brauch ich aber erst noch „Neem- öl“ gegen weiße Fliegen. Juhuu, drei Äste beginnen bald zu blühen. 🙂

 

2 Antworten auf „Manga“

    1. Hallo Gert, danke! Schön von dir/euch zu hören! Werde mal bei euch vorbei rennen wenn ich in wenigen Wochen wieder da bin. Oder sehen wir uns bei der Arbeit… 🙂
      liebe Grüße,
      Stefan

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