


Es gab eine Nacht vor meiner Ankunft eine richtige Sturmflut. Deshalb ist der Boden schön feucht und die Luft ist ganz klar. Unglaublich: Hab am ersten Tag hier keine einzige Eidechse gesehen!











Es gab eine Nacht vor meiner Ankunft eine richtige Sturmflut. Deshalb ist der Boden schön feucht und die Luft ist ganz klar. Unglaublich: Hab am ersten Tag hier keine einzige Eidechse gesehen!








…dass der Anfang nicht leicht wird. Wegen meiner Verletzung konnte ich vor der Abreise weder aufräumen, noch etwas spülen und dementsprechend sah das auch aus. Es hing noch richtig die Gebrocheneschulterenergie in meinem Miniheim. Nicht ein Glas zu gebrauchen, kein Spülwasser und nichts. Doch Strom war super. Lange träumte ich davon, wie ich mich gleich mal nackig in meinen Steingarten werfen werde, doch der sah dann eher so aus. 😄

Der erste Rundgang war erfreulich und voller Überraschungen. Man bedenke, dass es nur 3 dreieinhalb Monate waren.



Das ist genial, weil die von Bienen bestäubt wurde. Klappt nicht überall, weshalb sogar manche Profis ständig mit dem Pinsel bestäuben müssen! Es werden weitere folgen. Ok, muss auch schon wieder ran. Werde später weiter berichten. 🙂 24° Sonne und Wind. Der nervt! 😃
Geschafft! 🙂 nach 17 Stunden Reise kam ich endlich aus dem Flughafen, an dem ich von Geza empfangen wurde. Geza fuhr erst mal bei 28°C. an die Küste, wo auch noch Mike auf mich gewartet hat. Mike brachte zwei sehr nette Mädels mit und und schon war die Feier im Gange.


Werde in 30 min. In den Flieger hüpfen. War jetzt schon ne mega Reise! Bin zwischen den Pennern auf den kalten Bänken gesessen. 🙂 Musste den Wecker stellen, damit ich meine Stationen nicht verschlafe. Der Flughafen ist so groß! Mit meinem Gepäck ist das schweißtreibender Sport. Jetzt konnte ich schon wieder viele Schichten Kleider ablegen und kann meine Wartezeiten wieder entspannt mit einem Hörspiel genießen! Im Flieger gibts heute ausnahmsweise mal was zu Essen. 😊
Das war die letzte Nacht in meinem Bett in Betzingen. 🙂 Bereits heute Nacht geht ein langer Weg Richtung Süden. Morgen Nachmittag sollte ich dann endlich ankommen.
Gestern und heute nutzte ich noch die letzten Stunden um noch weitere Sandalen fertig zu bauen.


Auch die bau ich erst vor Ort zusammen, damit das ganze Gepäck nicht noch extremer nach Handelsware aussehen wird.
Somit ist die Schuhmachersaison zu Ende! 🙂 Vor zwei Monaten wusste ich noch nichtmal, dass es überhaupt eine Schuhsaison geben wird. 😀
Gegen 23:45 fahr ich von Reutlingen mit dem Zug nach Stuttgart. Von 0:35 bis 2:41 muss ich dann in dem kaputten Bahnhof warten. Da ziehts doch überall! 🙂
Um 5:12 komme ich in Frankfurt an, wo der Flieger um 8:00 Uhr weiter geht. Der landet dann erst mal auf Gran Canaria und kommt eineinhalb Stunden später auf Teneriffa an. Ab 14:00 Uhr kann ich darauf hoffen das Gebäude zu verlassen und meine Freunde zu treffen.
Wie transportiert man ein scharfes Kochmesser, ohne alles zu zerschneiden?





Seht mal was mir meine liebe Dori aus Australien geschickt hat… und noch mehr. 🙂

Die passende Gurte hab ich heute noch schnell mit der Maschine genäht. Eigentlich ne ganz schöne Aktion, aber das Werkzeug ist ja gerade eh noch ausgebreitet. Von dem schwarzen Leder will ich noch ne ganze Menge mitnehmen, damit ich über den Winter kleine Werke von Hand nähen kann. Nur so für den Eigenbedarf, um mir das Leben angenehmer zu gestalten. Vielleicht nützliche Alltagshelfer. Z.b. eine neue Gürteltasche, die wie ein modulares System aufgebaut wird. Abnehmbare Kamerataschen und so Minigepäck für den Alltag. Darum ist es gut, wenn ich die schönen Gürtel nicht erst von Hand nähen muss! Der Verschluß vom ersten Gurt ging so knapp durch das neue Lederhalfter, dass ich sie nicht mehr trennen wollte. Also nähte ich gleich den zweiten Gurt. Einer für die Arbeit im Garten und einer für die Freizeit. 🙂
Natürlich nutze ich die letzten Stunden um schnell noch zu produzieren was geht! Denn auf die tolle Nähmaschine muss ich nachher wieder einige Monate warten.

Es geht mir aber nicht nur um die Produktion, sondern viel mehr um die zukünftige Kalkulation. Ich muss ja wissen, wie lange ich brauche, falls jemand von mir 10 000 tolle Schuhe bestellt! 😀 Am Anfang brauchte ich erst acht, dann bis zu zwölf Stunden pro Paar Sandalen, weil der Aufwand erst mal immer größer wurde. Seit dem beobachte ich jeden Griff und denke über jeden Schritt nach, wie man ihn noch optimieren könnte. Täglich kommen kleine Tricks dazu, die fast schon zu Quantensprüngen verhelfen. Gestern war es z.b. folgende Kleinigkeit:





Am Ende ist es nochmal eine ewige Rumprobiererei, wie man die verschiedenen Materialien am besten rausputzt. Vier verschiedene Ledersohlen reagieren schon ganz unterschiedlich auf das Schleifen oder das Färben. Auch die Gummisohlen sind sehr verschieden und jedes Oberleder verändert ebenfalls seine Farbe, wenn man es z.b. einfettet. Da ich natürlich fast nur feinstes Anilin Leder verarbeite.



Es gibt also noch viel zu lernen! Es ist aber auch noch keine sechs Wochen her, als ich das erste mal darüber nach dachte, mir die ersten Barfußschuhe zu nähen und dafür kann man es doch springen lassen, oder? 🙂
Die Sonne scheint und endlich kann ich mal ein paar aktuelle Fotos meiner Werkstücke zeigen:









