Beste Erfindung…

…seit langem. Es geht um diese praktischen Dinger, mit denen man jedes Tuch spannen kann.

Es ging mir heute Morgen darum den Schatten im Vorzelt zu verbessern und das Dach im selben Zug innen zu verschönern.

Dazu legt man einfach eine Hälfte unter den Stoff…
…und schiebt die andere Hälfte wie einen Keil dazwischen. Je stärker man daran zieht, desto stärker zieht sich das Teil zusammen. Genial!
Mit einem Griff kann man die Teile hinsetzen wo man sie gerade braucht. Ein paar Schnüre spannen, fertig.

Mein selbsgenähtes Vorzelt hält ja den Atlantik locker aus, aber heute würde ich keine Ösen mehr einpressen, weil diese Profi-Teile hier das Gewebe nicht beschädigen und die Kraft besser verteilen. Zum Glück hab ich noch nen ganzen Sack voll davon und massig Tücher, denn davon kann man nie genug haben! 😊

Blume des Tages

Na, wer kennt sie? Hat sicher jeder schonmal gegessen.

Und zwar die Knospen… gleich mal probieren… mompf mompf… schmeckt wie… Gebüsch! 😄 Nein, echt interessant! Erst krautig, dann wirds langsam leicht scharf und wenn alles vorbei ist, bleibt der typische Geschmack: Kapern.

Bei Isabel stehen ganze Büsche rum.

Werde mal 5 – 6 Knospen in Salz einlegen.

Bewässerung

Endlich kann ich auf Knopfdruck giessen! Das war dringend Nötig, weil mein Hügel noch nicht fertig ist, ist er teilweise noch so steil, dass das Wasser immer davon fliessen würde. Der Plan war von Anfang an, dass der Hügel mit Unkrautfolie und Pikon abgedeckt wird. Hier, auf der Insel, werfen alle ihre Bewässerungsschläuche in Schlaufen um die Bäume und lassen es durch kleine Löcher auf die Erde tropfen. Der Vorteil, man kann es im vorbeigehen tropfen sehen und kontrollieren das nichts verstopft ist. Der Nachteil, dass viel zu viel Wasser verdunstet! Mit Unkrautfolie und heissen Steinchen drauf, verliert man noch mehr Wasser! Darum wollte ich das Wasser schon immer unter die Erde impfen. Hier ist mein erster Versuch. (Das heisst, früher hab ich schonmal mit einem Kübel und drei kleinen Schläuchen testhalber meine Papayas gegossen.)

Zuerst präpariere ich diese Fallrohre, die neben den Pflanzen in den Boden gesteckt werden. Unten steckt ein gepresster Schwamm, damit nicht gleich alles nach unten abläuft. Seitlich sind ein paar kleine Löcher, die den Rückstau unter der Oberfläche in alle Richtungen verteilen.
Da meine Pumpe eher zu viel Druck erzeugt, baute ich diesmal gleich eine dosierbare Rücklaufleitung ein. Mit dem Ventil kann man den Druck zurück nehmen und zum Reinigen gelegentlich kurz hochfahren. Der Rücklauf spült und belüftet das Wasser im Tank, damit es richtig schön durchgequirrlt wird.

Jetzt werden auch die unmöglichsten Stellen gegossen.

Seht ihr? Zugenäht. 😉
Wenn der schwarze Pikon drauf liegt sieht man von den Leitungen fast nichts mehr! Noch ein Vorteil!

Sobald man hier wieder einkaufen kann, versorge ich jede Pflanze zur Sicherheit mit 2 – 3 Schläuchen, falls doch mal einer verstopfen sollte. Auf diese Weise lernen die Pflanzen dem Wasser nach zu wurzeln. Dann kann man seltener, aber länger giessen, was es noch effizienter macht. Wenn man das Wasser regelmässig auf die Oberfläche wirft „erzieht“ man seine Pflanzen genau umgekehrt! Nämlich an der Oberfläche zu Wurzeln. In diesem Sinne war es sehr lehrreich und interessant, den alten Garten nochmal komplett abzugraben! Der neue Hügel vermeidet jede Staunässe, was vor allem für die Palmen genial ist!

Später werde ich die Uhr direkt an die Finca-Wasserleitung anschließen, die durch meinen Hügel einen wahnsinns Druck bekommt. Für manche Nutzpflanzen werde ich weiterhin den Tank und die Pumpe benutzen, denn so kann man bei Bedarf auch mal einen Flüssigdünger, oder andere natürliche Präparate wie Eisendünger einsetzen.

Der erste Eindruck ist super! Mir scheint ich brauch nichtmal ein Viertel der bisherigen Wassermenge. Gut, die Yukkas werden noch nicht bewässert, aber da kann man auch mal alle zwei Wochen ne Kanne hin schütten, wenn man sie verwöhnen will.

Platanos

Sagt man hier zu Bananen. Tja, am Ende könnt ihr alle fliessend Spanisch. 😊

Heute bekam ich noch ein paar, weil die anderen offensichtlich noch eine Weile reiffen müssen. Meine lieben Nachbarn überbieten sich! Bei diesen kann man nach und nach schon eine abknabbern. Das sind kleine kanarische. Die erste Staude hat ganz große Bananen.

 

3 Tage…

…bis zum Heimflug. Wäre dieser nicht längst gecancelt. Dann hätte ich jetzt sicher noch eine hektische Zeit. Aber so sitz ich die Tage nur rum, höre Musik, spiele gelegentlich, oder schau mir Blumen an.

Zum Beispiel diese rote hier, die ich bei Isabel entdeckt hab.

Abens schaue ich gerne die Sonnenuntergänge an und beobachte dabei den Teide. Manchmal rasen die Wolken an der Spitze vorbei, aber heute stand alles still und doch verändert sich das Bild unglaublich schnell und fliessend. die folgenden zwei Bilder entstanden innerhalb drei Minuten:20:33 – 20:35 Uhr. Und ich freu mich! Bedüdelt von meinem ersten Bier auf dem Grundstück.

An meinem Ring und am kleinen Finger hab ich schon so eine strichförmige Hornhaut, vom Eimer und Steine schleppen. Bald will ich wieder in den feinmotorischen Modus gehen, Sitar spielen und mal wieder an der Musikmaschine weiter bauen.

Am Abend spielte ich den Nachbarn kurz ein Didgesolo. Sonst hört man nur ein Meer von Vögeln! Gelegentlich unterthalten sich verschiedene Nachbarn von Dach zu Dach. 🙂 Das ist vor allem schön, wenn einem die Stimmen vertraut sind und wenn man immer mehr versteht. 🙂 Echt liebe Leute hier! ♡

 

Loro verde

Das erste was ich heut Morgen hörte waren die durchdringenden Schreie unserer grünen Papageien.

Sie haben ihren Stammplatz in dem Baum hinter meinem Wohnwagen. Seht, der Teide war eben auch schön!

Hab natürlich versucht einen zu fotografieren, aber sie sind so gut getarnt, dass ich sie stören würde, wenn ich zu nahe ran ginge. Darum lasse ich sie in Zukunft lieber in aller Ruhe rumbrüllen. 🙂 Heute ist es endlich etwas wärmer und ich werde noch ein paar wohlverdiente Tage faulenzen.

Bilder zum Ruhetag.

Heute konnte ich mich zum ersten mal zwingen einmal überhaupt nichts zu arbeiten. Aber ein paar Fotos hab ich euch geknipst:

Nach dem Regen fangen auch die letzten Büsche zu blühen an.

Ein schönes Bäumchen am Eingang.
…tolle Formen…
…und Gestalten.
So sieht es gerade rechts vom Eingang aus.
Und hier noch ein, wenn auch leicht verzerrtes Panorama für den Überblick.

Geheim!

Damit ich meinen Freunden die aufregensten Geschichten erzählen kann, hab ich extra eine passwortgeschützte Seite eingerichtet. Diese findet ihr im Menü unter: „Familie“.

Das Passwort bekommt ihr auf Anfrage. Dann höre ich von euch endlich mal wieder was. 🙂 Also einfach kurz melden! Wahrscheinlich stehst Du mir näher als du denkst!

Palme

Seit Jahren hab ich ne Palme im Topf stehen, die noch nie ihren Platz gefunden hat. Ich schob sie in ihrem Topf hin und her und es kam einfach kein klares „ja!“. Jetzt denke ich über einen aussergewöhnlichen Platz nach, den ich trotzdem richtig finde. Was sagt ihr dazu?

Von Aussen betrachtet stünde sie dann hinter der Mauer. Es kommt mir vor wie das i-Tüpfelchen. Das hätte auch den nützlichen Nebeneffekt, der deutlich signalisiert, dass mein Rustico-Arrangement kein Gebäude werden soll.
  • Stellt euch vor der Hintergrund wird etwas höher und ich sitze für kleine Privatkonzerte im Steinkreis unter der Palme. Das Vorzelt fürs Publikum geöffnet. Die Akustik ist genial! Der Lärmschutz nach Aussen auch!

    Wenn ich aus dem Wohnwagen rauskomme hab ich sie als erstes im Blick.

Selbst wenn sie größer wird bleibt sie recht filigran. Hier könnte ich auch noch ein kleineres erhöhtes Beet, in Form eines halben yin-yang einbauen. Eher nicht, aber seht mal nach dem Kaktus im mittleren Bild. Vielleicht bekommt er ein kleines Beet in der Mauer, denn ich liebe verschachtelte Steingärten.

Neues Leben

Oder besser gesagt: lebt noch! Hier sind ein paar Kandidaten, von denen ich nicht unbedingt erwartet hätte, dass sie bei ihrer Größe einen Umzug überleben würden.

Die Orangenbäume lassen teilweise kein Blatt fallen, aber der hier war richtig beleidigt. Auch noch mein „Navel late“. Eine ganz leckere Sorte und vor allem brachte er mir schon als Baby meine erste Rekordernte.
Einige Spitzen sehen noch aus wie neu.
Die gelbe Maracuja fing gerade an richtig abzugehen. Sie wurde zuvor immer von den Eidechsen abgefressen. Die konnten die Pflanze über die Mauer erreichen. Bald bekommen sie alle einen langen Draht mit Echsenschutz.
Und sie geht bald schon wieder ab!
An allen Ecken und Enden.
Mein schöner Hibiskus zeigte ein Trauerspiel! Das war der, für den ich das weisse Zelt genäht hatte. Hat sich gelohnt!
Jetzt treibt er wieder aus jedem Knoten. Sogar die ersten Blütenknospen kommen.
Die große prächtige Bouganville hüpfte fast schon über den Jordan!

Etwas Wurzelstärkung, ein Radikalschnitt und, voila:

Mit ihren großen Stämmen wachsen sie bald wieder wie die Großen!

Eine kleine rote Maracuja treibt auch schon wieder, dafür bräuchte ich aber noch ein Makro-Objektiv. 😉 Jetzt kämpfe ich noch um einen Mango und den Avocado Baum. Der Rest macht mir schon lange keine Sorgen mehr! 95% sind durch. 🙂 Wir haben wirklich kühle Wochen mit verhältnismäßig viel Regen. (Immer noch zu wenig) Erst nächste Woche soll es wieder warm werden, aber die schattigen Tage waren ein Geschenk der Natur und sie retteten mir viele meiner liebgewonnenen Pflanzen!