Heringe und mehr…

Die Tage nutze ich das wechselhafte Wetter um ein paar Arbeiten zu erledigen, die ich etwas rausgeschoben hab, weil sie vielleicht unangenehm werden könnten. 🙂 Eines davon war Heringe für das Vorzelt im Boden zu versenken. D.H. erst mal Heringe biegen die lang genug sind:

Zum ersten mal nutzte ich meinen Container. Als Biegevorrichtung. 🙂

Soweit kein Problem, nur musste ich davon acht Stück im Boden versenken und der sieht genau so aus wie der Steinhaufen im Hintergrund. Bei drei Spießen hatte ich Glück, weil sie beim Hämmern zwischen den Felsen Platz fanden. Fünf Löcher musste ich mit dem Pickel vorbereiten. Nach gut zwei Stunden waren alle versenkt und ich machte mich an die Ösen, die noch ins Vordach mussten.

Da ich kein 14mm Locheisen dabei habe musste ich das Billigwerkzeug nutzen, das bei den Ösen dabei ist.
Letztendlich ging es mit der Schere ganz gut! Zum Glück, bei 20 großen Ösen!. Die Ecken haben acht Lagen Stoff, aber da wusste ich mir mit dem Gasbrenner zu helfen. 🙂 Sonst hätte das ein endloses Gefummel werden können!

Jetzt kann man das Ganze über ein paar Spanngurte stufenlos nachspannen und das Gestänge ist auch gleich auf dem Boden fixiert.

Die Ostwand hält den ganzen Wind ab. Also hab ich die mehrfach verankert und rechts mit einem Keder am Wohnwagen befestigt. Die bleibt auf jeden Fall unabhängig und abnehmbar, falls größere Stürme angesagt sind.

Danach hab ich noch kurz den Sicherheitsbügel neben der Tür befestigt, damit nicht jedes Kind in 10 Sekunden die Türe aufbekommt. Die Nachbarn passen eh auf! 🙂

E-Bike die dritte Tour

Heute flitzten wir schon früh auf den Berg um die Route für eine Vulkantour zu erkunden. Bei klirrenden 9°C. ging es los, aber es wurde bald besser!

Nach gut 10 Minuten waren wir bereits über den Wolken. Im Tal war es heute eher wechselhaft und grau.
Die dunkelgrauen Hügel am Horizont gehören zu La Palma. Unten sieht man verschiedenfarbige Vulkane.

Schon beim Start ahnte ich, dass es heute irgendwie gefährlich werden könnte. Also hat es eine Weile gedauert bis ich richtig „aufgetaut“ war. Kaum lief es mal richtig flott, kam ein Steinbrocken angeschossen, der vom Vorderrad  hoch geschleudert wurde und traf mich am Schienbein. Wahrscheinlich hat Christian die Szene auf Video festgehalten. 🙂

Aber keine Sorge! Es tat keine zwei Minuten weh und war schon wieder vergessen! Jetzt ist es schon wieder abgeschwollen. Der Brocken war etwa so groß wie der Stein, der neben mir liegt.
Dort oben war es wunderschön! Es wurde kuschelig warm und man konnte die aufgeheizten Piniennadeln riechen. Ein richtiges Sommerfeeling!
Hier waren wir schon richtig weit oben!
Tolle Wege, die vermeindlich einfach aussahen, doch es war heute scwieriger denn je! Vor allem weil man kaum sah wenn der Vulkansand tief wurde. Dann rutscht das Vorderrad weg und bremst zugleich, dass man kaum mehr eine Cance hat sich auf dem Rad zu halten.
Zwischendrin fuhren wir mal einen Kilometer auf der Straße, mit einem tollen Panorama Blick. Das Meer und die Inseln gehen auf dem Foto leider unter. Aber es war herrlich warm!
Hier rutschten wir teils sehr steile Hügel auf dem rutschigen Vulkansand runter. Nichts für eine Tour mit Gästen.
Eine halbe Stunde später fuhren wir wieder durch die Wolken. Hier war es richtig kalt!

Einmal fuhr ich so einen steilen Hügel hoch, dass es mir das Rad unterm Hintern wegriss. Es schanzte so hoch in die Luft, dass ich es auf Kopfhöhe gerade noch halten konnte. Meine Hände fühlen sich noch ganz schwach an, weil es heute echt anstrengend war. Aber es wird immer besser! Mein Hintern tat gar nicht mehr weh und der Nacken erholte sich auch ganz schnell wieder.
Am Samstag wiederholen wir den gröbsten Teil der Runde mit zwei einheimischen Gästen. Mein Sportsfreund Efren wird auch dabei sein und sein kleiner Bruder, der die Tour zum Geburtstag bekommt. Wir freuen uns mega auf die zwei, weil sie sind ganz tolle Freunde. Zufällig ist Christian ganz unabhängig von mir schon viel länger mit den beiden befreundet. Und das Beste ist: Ich bin zum übersetzen dabei. 😀 Das wird mich sprachlich mal wieder richtig fordern und so lernt man es eben.
Gestern besuchte mich übrigens mein Freund Antonio und plauderte sehr lange mit mir. Er war beeindruckt von meinen Fortschritten, obwohl ich ausser spanischem Fernsehen gar nicht groß zum lernen kam.
Bald will er Christian und mich zum Angeln mitnehmen. 🙂

Wanderung 26.01.2019

Gestern ging es schon wieder ins Teno Gebirge. 🙂

Schon wieder Meer und Berge! Nein, mal ohne Witz: Es war so schön, dass ich heute ganz viele Bilder hochladen musste und ich konnte mich bei 300 Fotos kaum entscheiden.
Die Runde begann in enem schönen alten Dorf:

Bereits nach 10 Minuten erinnerten die ersten Stellen an australische Ockerfelsen.


…und an die schottischen Highlands, nur abwechslungsreicher!

Ziegen.

Noch mehr Ziegen:

Ich konnte nichtmal den Horizont gerade halten, weil der Hund zielstrebig auf mich losstürmte. Wie ihr später sehen könnt, hat er mich dann doch nicht gefressen. 🙂 Nach einem doppelten Klick könnt ihr seine Stimmung erahnen. 🙂
Passend zur Landschaft gekleidet.

Sehr spannend einmal die Landschaft von der anderen Seite aus zu sehen. Wir stehen normal auf der hinteren Landzunge. Am Himmel seht ihr den Schönwetterkeil“, der uns oft Sonne beschert. Oft sogar noch, wenn es ringsherum regnet.

..ein Schritt näher.
und ein Schritt zurück.

Weiter!

Man könnte überall kleine Abstecher machen um interessante Stellen zu erkunden. Das mach ich später auch noch!
Hier kamen wir an einen alten Kultplatz der Guanchen.

Da bin ich natürlich sofort hingestürmt und hab mich auf den Stein gesetzt um zu sehen ob ich etwas Besonderes merke. 🙂

Hab aber nix gespürt, gar nix!  😀
Da fällt es echt schwer nicht alle paar Meter vom Weg abzuweichen, was wir hier auch für eine bequeme Panorama-Rast taten.
Wo man hinsieht entdeckt man interessantes Leben.
Strukturen und Farben…

Dann setzte ich mich für eine Weile ab und hüpfte die Felsen runter bis man wirklich nicht mehr weiter raus kam.

Zur „Belohnung kam dann endlich die Sonne raus. Aus dem Tal hörte man Trommelmusik und Fiestas. So hab ich sie noch nie gesehen, unsere schöne Nordküste.

Schöne Naturmauern…
…eine urige Botanik.
Das ist der Fels von dem ich eben noch die Norküste fotografiert hab.

Ich rannte fast schon von einem Umweg zum anderen, weil es einen regelrecht an die besonderen Stellen zieht. Dabei musste ich noch so viel Spannendes auslassen! 🙂

Und das schönste: Keine Menschen, kein Müll, keine Graffiti!

Dann vollzogen wir unsere Runde um die nächsten Hügel bis zu dem Dörfchen in dem wir lecker einkehrten.

Ein letzter Blick nach La Gomera und rechts: La Palma

Nach dem Baumschnitt

Den treuen Lesern hatte ich ja vor einigen Wochen versprochen neue Bilder zu schicken, wenn die neulich gestutzten Bäume nachgewachsen sind. Hier ist nochmal das Bild von dem großen Orangenbaum:

Das war direkt nach dem Schnitt am 13. Dezember 2018.
6 Wochen später.

Nochmal von der Seite, vor 6 Wochen:

Und heute:

Obwohl er schön wächst stellen sich die Orangenbäume als eher problematisch raus, weil sie schneller als die anderen von Läusen und sonstigen Schädlingen befallen sind. Das ist vor allem schlecht wenn man monatelang abwesend ist. Sehr schade, denn Orangen gäbe es rund ums Jahr zu ernten, Mangos dagegen nur einmal im Jahr.
Mangos und Avocados sind da schon weniger anfällig. Apropo`s: Erinnert ihr euch an das traurige Mangobäumchen, das ich bis auf ein Batt zurück stutzen musste? Hier nochmal das Bild:

Heute, ebenfalls 6 Wochen später:

Klein, aber dafür wächst es jetzt nur noch wie gewünscht oberhalb der veredelten Stelle.

Schattig

Heute kam sogar 2-3 mal kurz die Sonne durch und es war windstill, ansonsten sind es eher graue Tage. Und was macht man an solchen Tagen? Richtig! Arbeiten. Gestern übte ich mich im Steineklopfen. Auch ein gutes Training! 🙂
Es ist aber auch spannend zu erfahren wie sich die sieben Steinsorten bearbeiten lassen. Beim Mauerbau hat man öfter fast perfekte Formen in der Hand, die wegen einer einzigen Ecke nicht passen. Wer die bearbeiten kann ist klar im Vorteil…
Heute unterstützte ich Christian beim verschönern seiner Einfahrt und den Parkplätzen. Insgesamt verteilten wir 4 Kubikmeter Lavasandartigen Belag und darunter vergruben wir fast 50 Quatratmeter Anti-Unkrautfolie. Die Folie kauften wir ziemlich spontan in der Ferreteria.
An der Theke entdeckte ich meine Postkarte, die dort verewigt wurde. 🙂 Beim Zuschneiden der Folie meint der Verkäufer plötzlich. Du bist doch der, der mit den Maschinen Musik macht? Dann erzählte er dem Christian begeistert wie er das findet. Am Ende bekamen wir 10% Rabatt. War echt ein schönes Gefühl! So willkommen, obwohl ich sprachlich noch ziemlich eingeschränkt bin. Wird besser!
Auch der Fahrer, der heute den Lavasand brachte, schaute mich bei allen drei Fuhren fragend an, bis er beim Abschied fragte. Ebenfalls übersetzt: „Du bist doch der Freund von Selique? (mein Baggerfahrer) Der mit der Maschine Musik macht. “
Hat mich echt gefreut wieder erkannt zu werden. Jetzt mit so langen Haaren. 😀 Und der kam nicht gerade aus unserer Nachbarschaft angefahren.
Das ist keine große Sache, bedeudet mir aber sehr viel, weil es mich wahnsinnig viel Überwindung kostet, mich in einem fremden Land mit einer spürbar fremden Kultur zu präsentieren! Die Sprache, der Dialekt und dann sollte ich mich am besten noch anmoderieren. Dann muss ich Fragen standhalten! 🙂 Gestern hat mich ne Oma angesprochen und ich Verstand kein einziges Wort. Sie verstand wenigstens mich, wiederholte sich und versuchte es mit anderen Worten. Keine Chance! Das hat mit dem Spanisch, welches man z.b. im Fernsehen hört, gar nichts gemeinsam!
Morgen mach ich wieder Musik und arbeite an den Einstellungen. Weiß noch nicht ob es dann viel zu erzählen gibt!? Aber spätestens nach der Wanderung am Samstag gibt es wieder neue Bilder.

Neue Wand

Zur Abwechslung saß ich zwischendurch mal wieder an der Nähmaschine und nähte eine neue Wand für das Vorzelt.

Das Tuch ist über 2m. hoch und 3m. breit. Oben hängt es an 12 passgenauen Schlaufen und seitlich sind an jeweils fünf Stellen Riemen zum befestigen angenäht. Also sind insgesamt 32 Kleinteile angenäht.

Sollte ein Sturm kommen kann man es zur Not seitlich öffnen und nach oben aufwickeln. Meistens kommt der Wind eh von rechts und an Schlechtwettertagen aus dem Westen. Also von links. Sollte doch mal der kühle Wind aus dem Süden kommen, hält es dem problemlos stand und „wärmt“. Ich dachte auch schon über ein Fenster mit Rollo nach, aber der wäre eh die ganze Zeit zum Schatten spenden geschlossen.
So ist man jedenfalls vor Blicken geschützt und wenn die Sonne scheint strahlt die richtige Dosis ins Innere durch. Es ist also bei jedem Wetter eine Bereicherung!
Apropo`s Wetter: Zur Zeit haben wir schattige 20°C. mit leichtem Wind und ALLE jammern! „frio frio!“ 😀
Ich freu mich trotzdem über das geile Klima und, dass ich nachts mit offenem Fenster schlafen kann!

Mehr Meer

Bereits seit einer Weile stört mich, dass mein Steinhaufen den Blick aufs Meer versperrt. Da sah es noch so aus:

Vor allem wenn man im Vorzelt auf dem Liegstuhl saß, sah man nur noch Steine statt Meer.

Am Samstag Nachmittag begann ich also mit Steine werfen, rugeln, schieben und sortieren. Nach ein paar Stunden sah man links schon wieder mehr von der Westküste. Heute Morgen spürte ich bereits beim Aufstehen, dass es ein sehr ausgeglichener Sport ist. Achso, die Erkältung ist rausgeschwitzt! 🙂

Egal ob beim sitzten oder rumlaufen, mit jedem Quatratzentimeter mehr Meerblick merkte ich wie mir, gleichermaßen mit dem Horizont, das Herz  aufging. 🙂 Also machte ich mir heute gleich nochmal einen Sport daraus weitere Tonnen aus dem Weg zu räumen.

Alles sortiert. 🙂 Vorne liegen schöne Bausteine und weiter hinten liegt nun eine schöne Plattform auf der man gut rumlaufen kann.

Wie gesagt ist es ein toller Sport! Das ist kein Witz! Z.b. vom Unkrautzupfen bekomme ich einen steifen Nacken, aber hier bewegt man sich in alle Richtungen, hebt, wirft, hämmert mit dem Pickel übers Feld, oder zieht mit dem Rechen ganze Berge aus der Landschaft. Darum werde ich bald noch ein paar Steine auf die „Hundemauer“ legen, die ganz links zu sehen ist. Als Nebeneffekt will ich einen Zugang freiräumen, damit ich die Musikmaschine mit den 3m. Rollstuhlrampen auf das Plateau schieben kann. Das wäre derzeit der beste Platz um ein Musikvideo zu drehen.

e-bike cross tour 15.01.19

Die zweite Tour mit dem e-bike bei der ich dabei sein durfte war eine Steigerung auf vielen Ebenen: Das Wetter war klasse und bot von Sonnenschein bis zum mystischen Nebel ein tolles Spektrum! Zuerst fuhren wir mit dem Kleinbus ein Stück an der Nordküste entlang wo wir uns dieses mal vom Norden aus dem Esperanza Wald näherten.

Dieses mal improvisierten wir öfter mit den Wegen und fuhren manche, wie diesen hier ganz spontan, einfach weil er super einladend aussah!
Nach einer Weile überquerten wir die Hügel bis in den Süden. Hier sahen wir auf Santa Gruz. Rechts konnte man in den Wolken die Nachbarinsel Gran Canaria erahnen.
Das letzte mal kam ich mir mit 35 km/h noch richtig flott vor! Aber dieses mal hatte ich diese zwei irren Hüpfer an meiner Seite, die dabei noch spielerisch rumschanzen und gekonnt seitlich rum rutschten. 🙂 voll geil!
Hier duften die Eukalyptuswälder wie in Australien.
Abwechselnd kam man wieder in große Pinienwälder, wie hier, kurz bevor wir in den Wolken verschwanden.
Im Esperanza Wald gibt es auch sehr schöne Wege um stundenlang barfuß zu laufen.
Hier verlor ich meine Jungs beim Schäfchenzählen. 🙂
Natürlich waren wir wieder so schnell, dass es nur Geisterbilder zu knipsen gab! 😀

Auf dem Rückweg ging es richtig quer durch die Büsche! Die Wege wurden immer enger und am Ende hüpften wir nur noch treppenähnliche Felsen runter. Anstrengend aber echt klasse! Die Räder sind genial! Man kann z.b. auf Knopfdruck die Geometrie umstellen, damit es sich für extreme Neigungen auf- oder ab jeweils anpasst.
Dieses mal waren auch die Nackenschmerzen nur noch halb so schlimm und der Hintern tat auch nicht mehr so weh! 🙂
Das waren wirklich sehr intensive Stunden die ich nie mehr vergessen werde!

Ein gigantischer Eukalyptus der auch abgestorben noch toll dastand. Diese Dimensionen kann man leider nicht auf ein Foto quetschen. Sorry, ich mag halt Gegenlichtaufnahmen! 😀

 

Schnupfen

die Tour gestern war super, nur komme ich gerade mit meinem rechner nicht mehr ins netz. Darum dauert es etwas… Zudem hat es mich über Nacht ziemlich mit Schnupfen erwischt, weshalb ich mich die Tage in mein warmes Vorzelt zurückziehen werde. 🙂
Soweit, nur damit keiner denkt ich melde mich nicht, weil ich vielleicht vom Fahrrad geflogen bin… alles gut!

Party

Unsere Freunde Christian und Debby veranstalteten gestern eine tolle Party, damit wir die Gelegenheit haben einige Freunde aus ihrem Netzwerk kennen zu lernen. Den ganzen Tag wurden wir lecker verwöhnt. Es gab eine Menge tolle Kuchen, selbstgebackenes Brot, Salate, Gegrilltes und vieles mehr… So lernte ich wieder sehr nette Menschen kennen, die ihrerseits wiederum interessante Menschen kennen… Mittags und abends hatte ich mehrere Gelegenheiten ein paar meiner Lieder zu präsentieren. Das war sehr gut, damit ich mich zeitlich nicht allzu weit von den Bühnen entferne. Und es kam zu meiner Freude auch sehr gut an.
Morgen gehts zu dritt in den Esperanza Wald zum Radeln. Heute genoß ich nochmal ausgiebig das warme Wetter, weil auch bei uns eine Kältewelle angesagt ist. Die Wärme könnte bald auf unter 20°C. einknicken. 🙂