über den Wolken

Gestern stiefelte ich mit meinen tollen Gästen über die Lavafelder bis sie kaum mehr stehen konnten.  🙂  Wir erleben viel action..! 😀 Am Wochenende werde ich endlich wieder Zeit haben ausführlicher zu berichten… Hier ist ein Bild von der Abfahrt vom Teide:

Oben hatten wir etwa 18°C. die zwischen den Wolken kurz auf 12° runter gingen. Dann stieg die Temperatur bis zum Tal wieder auf etwa 20°. Auch wenn man es schonmal gesehen hat bleibt es faszinierend, wie oft die komplette Botanik auf wenger Kilometern wechseln kann! Man gleitet von einer Welt durch die andere.

 

Besuch

Hola Amigos,
leider bin ich so viel unterwegs, dass ich kaum zum Schreiben komme. In letzter Zeit kam ich sehr viel rum und hab eine Menge Leute kennen gelernt.
Sollte ein Fotobuch anlegen, weil ich mir kaum so viele Namen merken kann. 🙂
In der Vollmondnacht hab ich fast durchgespielt und in Kürze werde ich wieder mal ein Übungskonzert spielen…
Hab die Tage Besuch und wir haben ein volles Programm… Meine Kamera hab ich leider gerade nicht hier, daher schreibe ich nur kurz ohne Bild.
Es könnte also noch ein paar Tage dauern bis ich wieder weiter berichte.
Bis bald…  Und danke für die mails!  😉
Ich drück euch und wünsche euch schöne Frühlingstage!
Stefan

Juhuu…

..es regnet. 🙂 Ideal um mal wieder an der Musikmaschine weiter zu arbeiten. Und wir hatten bisher echt viele wunderschöne Tage!  Nächste Woche wird es auch wieder wärmer.

Ich freu mich aber auch weil ich hier fast täglich großartige Menschen kennen lerne! Was mich zu noch mehr interessanten Kontakten führt… Auch mein Spanisch wird immer besser, oder sagen wir weniger schlimm! 🙂 ..  😀
Nachtrag, 10min. später: Juhuu, die Sonne scheint schon wieder!  😀

Heizkosten

Boah, seit dem letzten Calima ist es hier sommerlich warm!

Bereits um 12:00 Uhr erreicht das Thermometer 27°C. im Schatten.

Sogar früh am Morgen hat es bereits 18°C. was nicht soo aussergewöhnlich ist, aber ich hatte das schon lange nicht mehr erlebt. Im Wohnwagen hatte ich morgens meistens zwischen 12 und 13°C. und auch am Abend bekam ich öfter Lust zum Heizen. Letztes Jahr erlebte ich hier den kältesten Winter seit 70 Jahren, was mir heute hilft die durchschnitlichen Heizkosten zu errechnen.
Bis jetzt bruzelt immer noch die zweite Gasflasche und sollte diese bis April reichen, dann käme ich mitsamt Kochstelle auf 13€  pro Winter. Sollte ich noch eine zusätzliche Flasche brauchen, dann sind es gerade mal 20€.
Das gibt mir schon zu denken, wenn ich das mit meiner Gastherme Zuhause vergleiche…
Ab Freitag soll es wieder für ein paar Tage kühler werden. Lausige 17°C. sind angesagt und bei euch in Deutschland soll es wärmer werden. Dann trennen uns Nachmitags nur noch wenige Grad. 🙂

Wanderung 9.02.2019

Das war heute die letzte Wanderung mit unseren Wanderfreunden Bernadette und Jeanot, da die Beiden für einige Wochen auf Reisen gehen. Da auf den Bergen immer noch die Mandelbäume blühen, nutzten wir das schöne Wetter und flitzten nach Las Manchas bei Santiago del Teide.

Santiago del Teide sieht man hinter meinem Rücken. 🙂

Wir waren gar nicht allzu fern unserer gestrigen Vulkantour und dennoch bemerkte ich wieder Felsformationen wie ich sie bisher noch nicht gesehen hab:

Heute konnten wir die Mandelblüten mal ganz aus der Nähe betrachten.

Meine Favoriten sind immer noch die Pinien. Vor allem wenn die Sonne schön runter brutzelt kann man die warmen Wälder riechen.

Diese Sorte Vulkangestein ist toll um trockene Mauern zu bauen. Sie sind leicht, hart und verkanten sich mit ihren scharfen Strukturen.

Bei unserer gestrigen Radtour erzählte mir Cristian eine nette Anekdote aus Hawai, wo zwischen dei Sorten Lava unterschieden wird. Eine Sorte heisst:
„A A“ – nach den Geräuschen benannt die man von sich gibt wenn man barfuss drüber läuft. 😀
Da die heutige Wanderung kompakt war, lies ich das gemeinsame Essen ausfallen und mich ins Tal fahren. Dort reichte es gerade noch bei Christan ins Auto zu hüpfen, um gemeinsam mit ihm und Debby nach Puerto zu einem Treffen zu fahren, das von einer Facebook-Teneriffa-Gruppe veranstaltet wurde. Das war witzig weil ich dort bereits bekannte Geschter traf, die ich gleich zu meinem ersten Konzert einladen konnte. Auf dem Weg vom Auto zum Treffen machten wir mit den Ebikes noch kurz einen Abstecher durch Puerto de la Gruz, wo wir mit unseren superschicken Bikes offensichtlich sehr auffielen. 😀
So hatte ich heute mal wieder das volle Spektrum erlebt. Supi! 🙂

 

E-Bike die Fünfte

Heute Morgen ging es mit Geza und Christian auf den Berg um nochmals über die Vulkane zu crossen.

Ganz hinten am Horizont sah man La Palma.
Geza und Christian.
Ein Vulkan nach dem anderen…
Hier sah man auf La Gomera und ganz weit hinten sieht man El Hierro. El Hierro ist die kleinste Insel der Kanaren, die ganz weit draussen im Atlantik liegt. Die Insel sieht man wirklich nur ganz selten und manch einer hier sah sie noch nie.
Mandelblüten in der Natur.

Wir waren etwa bis auf 1600 Meter Höhe und schanzten dort für die Videos über die Hubbel. 🙂
Gegen Ende kehrten wir im El Risko ein. Eine kleine, gut besuchte Kulturkneipe auf dem Berg. Dort stellte ich mich vor zwei Jahren schonmal mit dem Didgeridoo vor. Damals waren die ersten 10 Minuten eher eine frostige Stimmung, doch nach dem ersten Lied kam eine Angestellte aus der Küche und schwärmte mich auf spanisch voll. 🙂 Leider verstand ich damals kein einziges Wort und das tat mir wirklich sehr leid! Darum hatte ich mir an dem Tag vorgenommen das mit dem Spanisch lernen ernsthaft voran zu treiben. Und ich träumte davon eines Tages zurück zu kehren und der Frau diese Geschichte auf Spanisch zu erzählen. Heute war es endlich soweit und wir verstanden uns super! Die haben sich alle richtig gefreut und waren beeindruckt! 🙂
Für unser Essen bekam ich einen super Freundschaftspreis und auf meine Anfrage, dort mit der Musikmaschine ein Konzert zu geben, nahmen sie mich gleich freudig in ihrem Kalender auf.
Am 9. März werde ich also nachmittags mein erstes Konzert im El Risko geben. Das ist sehr gut, denn auch wenn die kleine Kneipe wie eine halbe Höhle erscheint, ist es eine ganz wichtige Kultur-Achse auf der Insel. Dort fanden schon unzählige Konzerte mit vielen fantastischen Musikern statt und jeder der etwas auf sich hält, lässt sich die Gelegenheit nicht nehmen an diesem Kultort zu spielen. 🙂

wow…

…heute ist es echt kuschelig warm!

Das zeigt es im Vorzelt an. Im Wohnwagen 28° und draussen im Schatten 24°C

Der Orangenkurs steht gerade bei sensationellen 50 cent das Kilo. So billig wars noch nie! Man muss sie aber auch erst mal durchtasten und die weichen entsaften. Heute hatte ich sicher schon eine Vitamin-Überdosis! 🙂 Einen guten Liter Saft hab ich mit reichlich Weizengrassaft aufgemischt. Das gibt es gerade regelmässig.
Also hungern muss ich hier nicht, im Gegenteil! Die Tage muss ich eher Extrarunden einlegen um meine Leichtigkeit zu halten.

Das war meine erste Wildtomatenernte.

Sodele, die ess ich jetzt alle auf einmal und lausche entspannt meiner automatischen Bewässerung zu.

El Monasterio

Gestern half ich Christian mit Schubkarren schubsen. D.h. in Amtsdeutsch, fuhr ich einen einachsigen Dreiseitenkipper. 🙂 Zum Dank für die Hilfe lud er mich zum Essen im Monasterio ein, was Kloster bedeutet. Es war auch das Abschiedsessen für seine netten Eltern, die ein paar Wochen zu Besuch waren.

Davon hatte ich schon öfter gehört. Schon das selbstgebackene Holzofenbrot mit Schmalz soll als Vorspeise ein Traum sein. War es auch!

Das ist aber nicht nur ein feines Restaurant, wie ich dachte, sondern ein ganzer Komplex aus verschiedenen Restaurants, mit einem sehr vielseitigen Angebot. Manche Restaurants sind auch auf Tapas, Fisch, oder Fleisch spezialisiert. Also muss man erst mal einen Spaziergang einplanen. 🙂

Das erinnert mich etwas an die schönen alten Parks in Florenz.
Die halbe Speisekarte rennt hier durch die Gärten. 🙂
Für alles gibt es hier einen speziellen Bereich. Hier ist der Weinkeller.

Für jeden Geschmack ist was dabei. Ob man wie in einem alten Schloß essen will, oder mit einer schöner Aussicht…
…apropo`s Aussicht. Es war ja der zweite Tag Calima. Herrlich warm, aber etwas trüb. 🙂
Letztendlich sind wir in den Tiefen, weit unter den Käfigen, eingekehrt.

Das Essen war toll und alle waren zufrieden. Wobei ich sagen muss, dass unser Freund Santiago mit seiner Paella letzten Samstag ganz schön hohe Maßstäbe gesetzt hat.  🙂  Doch selbst gemessen daran, war es auch hier sehr gut! 🙂

Calima

Am Samstag wurde er von unseren Freunden bereits angekündigt: Der nächste Calima erreichte heute die Inseln. So sagt man wenn der Staub und Sand von der Sahara zu uns rüber geblasen wird. Dann versinkt zwar der Horizont in der trüben Luft, aber dafür ist es verhältnismässig warm. Es hatte sicher 23°C. bei strahlend blauem Himmel.  Um 18:30, kurz nachdem die Sonne unterging, konnte man immer noch 18°C. messen. In Deutschland habt ihr da bereits 19:30 Uhr. Bei euch ist ja auch endlich wieder ein milderes Wetter angekündigt, was mich sehr freut! 🙂 Dann muss mein Häusle weniger geheizt werden. 😀 Nein, ich freu mich wirklich für euch!
Das wisst ihr schon, dass ich nicht mit dem Wetter prahle um jemanden neidisch zu machen! So eine Missgunst fände ich nur erbärmlich!

Dabei haben wir im Norden der zwei großen Inseln noch Glück, weil dort die Luft noch am saubersten bleibt.

Küstentour mit E-Bike

Das ist unser Freund Brian. Brian bekam von seinem alten Freund Christian zum Geburtstag die Einladung zu einer Radtour.

Dafür erkundeten wir letzten Montag extra die Vulkane, damit alles bestens vorbereitet ist. Doch das Wetter spielte gar nicht mit und es war zu befürchten, dass wir dort oben in der nebeligen Kälte frieren. Also entschlossen wir spontan doch lieber an der warmen Küste entlang zu fahren.
Auf dem nächsten Foto seht ihr Brian`s  Vater Jausi, der uns ebenfalls begleitete. Christian und ich waren unabhängig und zufällig mit derselben Familie befreundet, die ich durch meinen Freund Efren kennen lernte. Efren ist der Bruder von Jausi. 🙂

Bei grauem Wetter und milden Temperaturen ging es los.

Erst noch ein Gruppenfoto. Angeln soll sich hier echt lohnen! 😉  😀

Vor der Tour zweifelten wir noch, ob sie nicht zu kurz und zu langweilig sei!? Doch es war genau die richtige Entscheidung, denn hier haben alle viel Platz und zig Gelegenheiten, sich mit den ungewohnten Ebikes an das Gelände zu gewöhnen. So streunten wir erstmal in der Gegend rum und hüpften über die ersten Hügel. 🙂

Die Küstenregion Richtung Westen ist spektakulär und die welligen Wege scheinen wie fürs Fahrrad angelegt zu sein!

Ebenso die Brandung an diesem Tag, fantastisch! Man könnte stundenlang zusehen und spürte immer wieder das Salz auf den Lippen. Dann kam auf „unserer Halbinsel auch noch die Sonne raus.

Endlich sah ich mal den Leuchtturm, der nachts immer am Horizont blinkt.

Es war sehr abwechslungsreich und gab eine Menge zu entdecken. Wie z.b. ein „Blowhole“. Ein Loch im Boden aus dem der Wind geblasen kommt wenn sich die Wellen unter die Küste pressen. Das war so unlaublich laut! Habs gefilmt, mal sehen ob das Video was wurde. Wahrscheinlich hat es das Mikrofon überfordert, denn aus dem Loch brüllte es so laut wie ein Düsenjäger!
Bei Buenavista flitzten wir eine Zeit gemütlich zwischen den Plantagen durch. Im Hintergrund seht ihr das Teno Gebirge mit dem Berg, von dem ich bei der letzten Wanderung herunter fotografiert hatte.

Auf diesen rampenförmigen Felsen kletterte ich das letzte mal raus bis zum Abgrund.

Endlich sahen wir auch mal die schöne Playa bei Buenavista. Links oben auf dem unteren Bild seht ihr die Küstenstraße, die an den westlichsten Zipfel der Insel führt. Die Straße ist nur an manchen Tagen geöffnet. Die Halbinsel dahinter, mit ihrem Leuchtturm, steht noch ganz oben auf meiner Wunschliste!

Es war ein Spaß, kreuz und quer die vielen Wege zu erkunden! Und das auch noch in der Sonne, die scheinbar nur hier und für uns schien. 🙂

Doch das Beste kam erst noch! Während unserer Tour bereiteten unsere Freunde eine tolle Feier für Brian vor. Christians Mutter backte einen Kuchen und meine Nachbarin Mathilde, die ich erst an diesem Tag kennen lernte, brachte eine Torte mit. Kathi, Bians Großmutter fritierte gerade ganz frische Calmares in Teig als Vorspeise.

So frisch hatte ich sie wahrscheinlich noch nie. Sie waren so unglaublich lecker, dass wir uns kaum mehr bremsen konnten! 🙂

Dabei wussten wir, das gleich eine tolle Paella kommen wird. 🙂 Auch hier war alles so frisch, wie man es eigentlich gar nicht kennt. Mir fehlen echt die Worte!

Santiago ist auf dem Gebiet ein wahrer Zauberer!  Er ist der Vater von Efren und kam mich letzten Winter das erste mal besuchen, nachdem ich seinen Sohn auf der Straße kennen gelernt hatte. In 43 Jahren Hotelerfahrung lernte er u.a. sehr gut Deutsch zu sprechen. Trotzdem versuche ich nur mit Spanisch durchzukommen und freue mich, dass ich meine Freunde fast perfekt verstehe! Sie sind alle sehr aufmerksam und korrigieren mich immer richtig liebevoll. Schöner und besser kann man es echt nicht lernen! 🙂
Wir haben es so nett und lustig miteinander! Inzwischen liebe ich die ganze Familie und bin glücklich, dass all die tollen Kontakte bei Christian zusammen laufen!

Zur Krönung gab es einen schönen Sonnenuntergang. Am Horizont seht ihr nochmal das Teno Gebirge. Entlang der äusseren rechten Kante lief heute unsere Tour bis zum Ende des Horizonts.