Nächste eingestürzte Mauer

Heute Morgen begann ich mit einer ganz großen Baustelle!
Auf dem folgenden Bild seht ihr die schwierigste und vielleicht sogar die wichtigste Stelle, auf der Finca:

Unten ist der Pfad, über den man derzeit noch ins Tal schlittern muss.

In der Mauer von den Nachbarn steckt Schutt. Aber ganz unabhängig von diesem Schönheitsfehler, will ich den Weg aus dem Tal, an dieser Stelle zufällig auf dasselbe Niveau aufhäufen. Dann verläuft er an der Mauer entlang und später soll er unten, im Palmengarten, mit einer neuen Rampe fortgesetzt werden.

So sah es da unten aus. Früher zog ich dort bereits einen riesen Berg alter Palmenblätter raus, die sich über 30 Jahre lang dort angesammelt hatten. Und einen Hühnerstall. So macht man das hier! Einfach zum Nachbarn werfen! 😂 🥲

Am Wasserschlauch sah ich wieviel nach meiner Abreise noch nachgerutscht ist. Es kam viel weniger schlimm als befürchtet!

Erst mal das Gestrüpp raus!

So gewann ich wieder ein paar Meter Land, wo ich vorher noch nie laufen konnte!

Vorher.

Bis zur Mittagspause hatte ich schonmal viele Steine weg und den Hügel davor grob abgetragen.

Nachher.

Es ist fast schon beruhigend, dass die Mauer an der Stelle schlecht gebaut war, weil ich befürchtete, dass der Hintergrund sich senkt und schiebt! Der linke Teil sieht nämlich ganz so aus! Das müsste ich alles abtragen und besser aufbauen.
Der Übergang zum Schutt wird nicht einfach! Wenn diese Mauer stabilisiert ist, beginne ich mit der Rampe im Palmengarten. Diese kann ich dann mit dem Schutt auffüllen, den ich hier rauskratzen kann. Erst dann sehe ich, was darunter vorkommt und wie ich den Übergang zur Schutthalde bauen kann. Der Weg soll später vor uns, siehe nächstes Bild, eine Linkskurve machen und am Schutthang entlang verlaufen.

Rechts von dem Bruch muss ich wahrscheinlich nicht so viel abtragen wie am Anfang befürchtet. Hoffentlich kommt nicht so viel von Oben nachgerutscht! Aber diesmal gibt es wenigsrens Fluchtwege!
Auf jeden Fall kann man jetzt schonmal Laufen und Arbeiten! 😊

Geradeaus seht ihr weiter hinten vielleicht die alte Mauer, die wie ein Weg vor der linken Mauer lag.

Hier sieht man mal die komplette Höhe der Nachbarmauer, die evtl. mit da unten drauf lastet. Inzwischen hab ich damit aber schon ein besseres Gefühl!

Hier, rechts oben, erkennt man den Weg, den ich für den Aufstieg nutzen will! Es wird sich also alles stark verändern!

14:00 Uhr, bin schlapp! Einfach mal ganz langsam weiter machen. 😳 😄

Waldarbeit

Bei folgendem Ereignis, fiel mir mal wieder auf, wie groß die Finca eigentlich ist: Neulich war ich Einkaufen und als ich zurück kam, lag ein umgestürzter Baum quer im Weg! Aber das war auch kein Wunder, weil ich hab im Frühjahr die Wolfsmilsbäume um den Stamm herum geschält, damit sie trocknen. Der treue Leser erinnert sich vielleicht!? Unter dem Begriff Kahlschlag, hab ich HIER davon berichtet. Damals konnte man ja keine Reaktion an den Bäumen bemerken und viele Bäume waren heute noch saftig! Sie spritzen nicht mehr wie Arterien, aber trotzdem ne üble Sauerei! Zuvor hatte ich schon im Pfirsichgarten umgestürzte Bäume. So viele, dass ich nach meiner Rückkehr dachte, ich hätte mich verlaufen!

Vorher. Man musste in den Pfirsichgarten klettern und ich musste einen neuen Pfad nach Oben räumen.
Nachher.
Vorher. Von der anderen Seite aus betrachtet.
Nachher. Jetzt tut sich dort eine schöne Fläche auf!
Vorher. Von Oben. 😄
Nachher.
Leider vergas ich die Nahaufnahme, weil es die Termiten waren, die letztendlich alles zum einstürzen brachten!

Jetzt geht es eine Terrasse weiter runter:

Vorher. Darunter war einer, der nach dem Einfauf plötzlich im Weg lag.
Nachher.

Jetzt kann ich wieder schön lange Spaziergänge machen und 40 jähriges Wolfsmilchszeugs wäre bald unter Kontrolle!

pssssssss

😄 Endlich! Auch weil es jetzt nicht mehr hier rumliegt. Für die Spülung brauche ich noch einen Adapter, aber die Wasserleitung verläuft schonmal komplett aussen herum.

Auch das Abwasser ist nur mal provisorisch, bis die nächsten Elemente kommen.

Dabei hab ich es noch ganz spontan rechts, statt links in die Ecke gehängt. Dann sieht man es nicht mehr vom Pavillon aus. Bzw. wenn das Klohäuschen mal gegenüber drin steht, ist es vollens verdeckt.
Als es dann fertig war, musste ich nicht pinkeln! 😃 Also schnell nen Liter Wasser rein schütten. Als ich dann wirklich mal musste, war ich ganz am anderen Ende der Finca! 😄
Aber das kommt gleich im nächsten Beitrag!

Muskelkater

Von den hundert tausend Kniebeugen gestern, als ich die Bambuswand geflochten hab. 🤪

Vorher.
Nachher. Hinten am Abfluß, sieht man wie weit ich den Boden abgeschabt hab.
Vorher.
Nachher.
Das war noch heute Morgen.
Vorher.
Nachher. Jetzt hat es eine ganz andere Ausstrahlung und wirkt viel größer! 😊

Das ganze Gefälle ist direkt auf den Abfluss ausgerichtet.
Für einen Rohentwurf und dafür, dass es an einem Sonntag entstand, bin ich mit dem Tageswerk ganz zufrieden!

Die komplette Fläche rechts von der Schnur, ist bis zu 15 cm hoch aufgefüllt.

Rechenschieber

🙂

13:30 Uhr, Mittagspause. Natürlich hätte ich am liebsten gleich die Rückwand mit Urinario eingebaut, aber davor sollte ja der Boden halbwegs auf dem entgültigen Niveau liegen. Zumindest bräuchte ich einen Plan, wie es am Ende aussehen soll. Also buddeln, trennen und schieben!
Ohne doppelten Nutzen wäre ich moralisch verloren! So gewinne ich einfach erst mal Schotter, Erde und Revuelto, mit dem ich schon sehr viel Geld gespart hab!

Vorher.
Nachher. Der Boden wird auch ums Pavillon herum, langsam höher und höher.

Beim Rechen und Trennen, wird es fast schon zum Nebeneffekt, dass ich das Zeugs schichtweise immer weiter Richtung Steingarten ziehe, um dort ebenfalls eine Senke auszugleichen, damit alles einen schönen Flow, mit der richtigen Ablaufrichtung bekommt. Die Raumhöhe im Bad-Pavillon reicht langsam aus, um ein Regendach darunter zu bauen. Dafür brüte ich eine neue Idee aus, wie man die Pavillons unterhalb der Maracujas abdecken kann. Transparent und ultra leicht, damit man es für die Pflege und Ernte der Maracujas schnell und einfach öffnen, oder aufklappen kann.

Es ist ärgerlich, dass ich den Schotter später mal wieder verschieben muss, aber um seinen endgültigen Platz vorzubereiten bräuchte ich Steine aus dem Tal und dafür brauche ich eine gigantische Auffahrt, damit ich endlich mit der Schubkarre rauf und runter rennen kann. Es wird also bald eine sehr große Baustelle geben, mit der ich einen „Knoten“ öffnen will!
Für die Umrandung von Bad, Pavillon und Steingarten würde ich gerne antike Steine nutzen, die ich gerade aus dem Tal kratze und da unten ebenfalls auf Häufen sammeln muss, weil einfach der Weg noch nicht da ist!

Bambuswand

Was für eine Arbeit! 93 Stengel mit je fünf Drahtreihen verknotet und getackert. Fast sechs Stunden durchgezogen und man braucht echt viel Geduld! Am schlimmsten ist es an die 500mal in die Knie zu gehen, weil die Arbeit nur auf dem Boden möglich war! Zwischendurch musste ich mal wieder Material ernten, aber dafür hab ich jetzt schon einen Vorrat für die nächsten Wände.

Von innen sieht man die Klarsichtfolie kaum!

Innen kommt jetzt ein schönes Holzbrett quer über die ganze Breite. 60 cm hoch… vielleicht schon morgen, dann könnte ich nämlich mein Pinkelbecken montieren! 🙂 Seht ihr Männer? Man muss für seine Träume kämpfen! 😄

Passt das nicht schön zum Pavillon?
Nochmal aus der Nähe betrachtet. 😊

Bambusernte

Oder Caña, wie der Weihnachtsmann dazu sagt! 😄 Ein lieber Freund, der so aussieht! 😉

Im Palmengarten steht das größere der zwei Bambusfelder.
Wenn das endlich mal gelichtet wird, wächst es auch wieder schöner nach!
So ein Bündel ist recht leicht zu tragen.
Grüne, trockene, ein paar Triebe und besenförmige Spitzen. Das bind ich mit Draht und Tacker, immer im Wechsel, auf einen kleinen Rahmen. Danach ein Schnitt mit der Japansäge, fertig. So stell ich mir das vor! 🙄

Jetzt liegt mal ein kleiner Vorrat im Pavillon alto. Ideal, wenn es mal wieder Regenwetter gibt.
Zuerst mache ich daraus eine 1,60m breite Rückwand für das Bad Pavillon.
Später noch genau ein Meter um die Ecke. Das Klohäuschen soll ebenfalls, im Pavillon stehend, ein eigenes Bambuskleid bekommen.
Dabei hab ich, wie bei meinen Musikmaschinen, eine ganz bestimmte Vorstellung, von der Ausstrahlung! Es soll keine Bambusmatte werden, sondern gröber, wilder, unregelmässiger, naiver, oder einfach Robinson Crusoe mäßiger! Aber nur nach Aussen! Innen, 1m hoch Sichtschutz aus schwarzem Flies und über die ganze Fläche eine hochwertige Klarsicht Folie.

Mortadella Baum

So nannte ich meine Cassabanana, nachdem ich Videos darüber gesehen habe. Die Früchte sehen nämlich aus wie Riesenwürste, die an langen Schnüren runter hängen! Eigentlich sind es Ranker und keine Bäume, aber „Papier“ ist ja bekanntlich geduldig! 🙂

Wegen dem wechselhaften Wetter begann ich mit Kleinigkeiten, wie diese Pflanzen umzutopfen. Am Ende wurde es zum Gärtnertag! Heute das erste mal mit Kokosfasern und schönem Pikon! Kokos kommt mit ca. 200Liter für 15€ gleich teuer wie der Torf. Ich denke dass Kokosfasern am wenigsten vermatschen, wenn es ständig regnet.

5€ für einen Riesenblock, der auf geschätzte 70 Liter Volumen aufquillt.
Natürich mit effektiven Mikroorganismen!

So sieht jetzt mein Mischplatz aus. Torf = -PH. Kokos = +PH. und zweierlei Erde als Rohmaterial.

Der poröse Pikon speichert sehr gut Wasser, verbessert die Ablaufeigenschaften und macht die Erde lockerer. Sicher ein gutes Heim für die Mikroorganismen!

Auch die Blumenerde konnte ich mit Kokosfasern und Pikon aufbessern!

Jetzt ist das eine richtig schöne Arbeit die Pflänzchen zu versorgen, die ich massenhaft umgetopft hab!
Es geht auch um die fieberhafte Suche nach Lösungen, weil mit manchen Pflanzen klappt das hier nicht richtig! Z.b. wachsen die Moringas viel zu langsam! Alle und überall! Wenn alles perfekt ist, sollten die im ersten Jahr 5m hoch werden! Das hab ich aber hier auf der Insel noch nicht gesehen und ich vermute, weil der ganze Dreck hier viel zu schwer ist! Der Profi empfiehlt nämlich ein Drittel Perlite. Das sind die weißen leichten Mineral Kügelchen in der Blumenerde und die konnte ich hier bisher noch nicht finden! Also probier ich es mit viel Kokos und Pikon in der Erdmischung. Wir werden sehen!

Um Platz zu schaffen, kamen die Physalis Queen Malinalco in den Boden. Auf der Hochebene, in ein Pflanzloch, das einer Queen würdig ist! Hochebene bedeutet immer Felsen raus reissen und schwitzen! 😃

Vorne, zwei Physalis Lila und hinten zwei Toma Verde.
Im Park fand ich ein Physalis Früchtchen. Sehr lecker aber viel zu klein! Darum hab ich jetzt mal rechte Samen mitgebracht! 😄
An der Stirnseite vom Pavillon Alto, steht jetzt endlich eine zweite Granadilla!

Auch das im nächsten Bild, fast alles pikiert und umgetopft. Teilweise recht frühzeitig in die leichtere Mischung gesetzt, weil die müssen jetzt dringend wachsen! Im Winter, werden z.b. die Papayas anfällig für Mehltau, was diese mickrigen Babies wahrscheinlich nicht überleben würden!
Weiße Fliege ist zum Glück vorbei! Das war die kommerzielle Finca im Tal mit einer Kohl Ernte! Hat mir Javier erzählt und danach war es tatsächlich schlagartig viel besser!
Goji, Tomaten, Paprika, Auberginen, Maracujas, viele Chilis, alles so Kleinkram der am Anfang so extrem langsam wächst! 🧐

Im Park Pavillon wird endlich die erste Papaya reif, die seit Monaten nur noch an einem Faden hängt. Anfang Oktober war das noch die größte Frucht!

Der gehts prächtig! Auch der Stamm wurde fetter! 🙂 Die unteren vier Reihen Blätter werden schon gelb und können bald weg. Dann kann man dort wie unter einem Sonnenschirm sitzen.

Heute hab ich meine erste Tortilla in die Pfanne gehauen. Mit der Bio- Shoyu, gar nicht schlecht! Kann man lagern, macht kaum Arbeit! 😎

Vamos a la playa!

Mit großer Vorfreude, bereitete ich gleich nach dem Steineschleppen, einen Liegeplatz für den schönen Sand vor.

Kehren.
Flies.
Gefüllt und Abdeckung getestet.

Um das Südseefeeling zu steigern, hab ich 10 selbstgezogenen Koko Palmen ans Kopfende gestellt. 😄

Richtig dick! 🙂

Mein uraltes Lieblingsbadetuch ist vorläufig das Strandtuch. Es gäbe auch noch einige indische Bettücher, um die ganze Fläche abzudecken.

Der Sand ist sehr schön und fühlt sich ganz cremig an!

Dann aber schnell die Klamotten runter und ab in die Sonne! 🌞⛱
Es war heute zu spät für den Sand, um sich richtig aufzuheizen, aber ok! Die oberste Tüte war nämlich richtig warm! Eine halbe Stunde Sonne bekam ich noch und dann musste ich auch schon schnell duschen, bevor es um 16 Uhr kurz ungemütlich wurde!

Bottlebrush, erster Blühtag. Dahinter der Nieselregen, der gleich kommen wird.
Heute kam das Wetter mal von der anderen Seite.

Mit diesem Liegeplatz wurde eine Traumvorstellung wahr! Bei dem Preis muss ich unbedingt nochmal viele Pakete hamstern, weil man weiß nicht ob der feine Sand noch lange im Angebot sein wird, oder gar teurer wird.
Den halben Steingarten sollte ich als Barfusszone zum „Strand“ machen. Noch zwei kleine klassische Strandstühle unter die Palmen stellen, damit man auch einfach mal im Sitzen, mit den Füßen im warmen Sand rumwühlen kann. Ein Planschbecken ist schnell daneben gestellt, falls jemand das Meer vermisst! 🙂

Eingedeckt

Heute bekam ich von Jeanot einen ganzen Berg Schläuche, die er nicht mehr braucht. Ganz viele und sehr lange 20 mm Rohre, die ich für die Fallrohre in 30cm Stücke säge. Gut, dass ich diese nicht mehr kaufen muss, weil es fühlt sich nicht richtig an, so ein schönes neues Rohr komplett in Stücke zu schnipfeln!
Es ging heute aber auch darum das große Auto als Transportmittel zu nutzen, weil es morgen eh verschrottet wird.
Sprit war noch reichlich drin, also fuhr ich gleich zwei mal nach Puerto, um Tonnenweise Material zu hamstern.

Material und Wasser für einige Zeit. Das Beste sind die zehn Beutel superfeiner Sahara Sand! Ein Traum! Seit 2018 aktiv gesucht und nur einmal gefunden! Damals kostete im Palmenladen der Beutel 25€ weshalb ich diesen Traum aufgeschoben hab.
Heute, 2€ den Beutel. Stellt euch vor: Ein kleiner warmer Sonnenstrand im Steingarten.😊 Das Einzige, worauf ich mit dem Handtuch auch mal gerne auf dem Bauch liege! Werde einen schwarzen Fliesteppich nähen. Für drunter und zum abdecken! Dann kann der Sand an der umgeklappten Seite nicht raus rutschen, wenn man an der Stelle drüber läuft. Wahrscheinich wärmt der Sand sich unter der Decke auch schneller auf.