Noch mehr Leitungen

Heute legte ich weitere Leitungen unter die Erde, damit auch die letzten Kabel aus der Einfahrt nebenan verschwinden.

Das sind die Zuleitungen für Strom und Wasser. Zum Glück kam gerade zufällig Efren vorbei und half mir die Kabel in die lange Schutzhülle zu ziehen. Da sie so dick waren hätte ich es alleine nie geschafft.

Nachdem ich sämtliche Steine aus dem Graben gekratzt hatte kam zum Schutz Sand mit rein.

Dann noch schnell ein Deckel aus Beton drauf. Die Elektrik musste ich bereits wieder mit Stirnlampe umschrauben, da ein langer Tag schon wieder zu Ende ging. Jetzt sind endlich alle Kabel aus sämtlichen Wegen verschwunden! Zwei Wasserleitungen hab ich auch gleich mit versenkt. Da wir davon nur eine brauchen werden, kann man später bei Bedarf durch die Zweite auch ein weiters Kabel ziehen.
Den kleinen Graben weiter hinten werde ich Morgen vollenden, dann kommt auf das Ganze nochmal eine feine Kiesschicht. Zum Schutz und damit es gepflegter aussieht.
Der größere Graben, der unten auf dem ersten Bild zu sehen ist, wird morgen auch endlich geschlossen, damit der gesamte Eingansbereich nicht mehr wie eine Baustelle aussieht.
Ansonsten hab ich noch Pflanzen eingesetzt, einige Felsen gelegt und viel aufgeräumt.

3 Amigos

Der gestrige Tag war echt der Gipfel! 🙂 Da lernte ich Frank und Beate kennen. Sie kamen gerade von einem kurzen Deutschland Aufenthalt zurück. Da Geza nach ihren tollen und supercoolen Riesen- Hunden geschaut hat, wollten sie ihm zum Dank einen Gefallen tun. Allerdings ist Geza derzeit so aufmerksam an meiner Seite und unterstützt mich in den letzten Tagen, weil es eh offensichtlich wird, dass ich meine Ziele kaum mehr erreichen kann! Darum winkte er den „Gefallen“ direkt an mich durch. 🙂 So standen sie also am frühen Nachmittag bei mir. Nach einer kurzen herzlichen Begrüßung klatschte Beate in die Hände und fragte wo wir anfangen können. Die neue Mauer vom Vortag musste betoniert werden. Aber vorab halfen mir die beiden Hunde erst mal den dämlichen Streuner zu vertreiben, der gerade mal wieder sein Hundeklo auf unserer Plattform aufsuchte.  Die zwei Große sind ganz freundlich! Da wird nicht rumgekläfft, sondern höchstens mal neugierig geschnüffelt. Aber die Größe war eben echt ein Argument für den Streuner ganz schnell das Weite zu suchen! Trotz harter Arbeit konnte ich später das Grinsen nicht mehr los werden!
Heute hab ich den nervigen Streuner, der mich sonst auch noch ankläfft, jedenfalls nicht mehr gesehen. 🙂
Also begannen wir zu viert zu betonieren. Dabei konnte ich direkt eine Maschine nach der anderen anrühren. Frank und Geza verteilten den Beton und Beate steckte pausenlos kleine Steine in die Spalten, damit da nichts rausläuft. Später legte sie noch passende Steine in sämtliche Kerben, die sich oben zwischen den Felsen ansammeln. Frank zog mit dem Rechen immer wieder den Kies zusammen, damit ich schneller schaufeln konnte. So machten wir in vier Stunden die komplette Mauer und zwei weitere Stellen fertig, die ich sonst selbst an einem langen Tag kaum schaffen könnte!

Die Mauer ist noch viel massiver als man es auf einem Foto deutlich machen kann. Wie eine solide Burgfestung auf der man bald rumlaufen kann.

Also konnte ich zum ersten mal schon um halb fünf Feierabend machen und wir gingen gemeinsam nach Puerto de la Gruz bei einem Inder zum Essen. Danach spielte ich den vier, später war das Kind meiner freundlichen Helfer dabei, ein kleines Privatkonzert. Auch das war für mich, wie für die Gäste, eine willkommene Abwechslung. Denn in letzter Zeit laufe ich von Morgens bis Abends, fast pausenlos, wie ein Uhrwerk und kann die Tage kaum mehr auseinander halten. 🙂
Leider vergas ich Fotos von uns zu machen, aber das wird ganz sicher noch nachgeholt, denn beim Essen bekamen wir unser erstes Gefühl bestätigt: Dass wir uns ganz toll verstehen und sehr viel gemeinsam haben! Ein schöner Anfang einer Freundschaft!

Siesta

Meine Mittagspause verbrachte ich heute unterwegs mit Geza. Erst fuhren wir den Berg hoch um uns, vor allem mich, reichtlich mit Quellwasser einzudecken, dann besorgten wir noch ein paar Baumaterialien und fuhren zum Vergnügen mal neue Wege. Unterwegs vereinbarten wir, dass wir im kommenden Herbst, öfter mal zur Abwechslung schöne Gegenden ablaufen. Die Natur ist wirklich sehr abwechslungsreich und einladend!
Hier gibt es noch ein Bild von meinem Steinhaufen, den ich heute mit einem kleinen Klappstuhl zu meiner privaten Aussichts- Plattform verwandelt hab. 🙂

Fauler Esel…

…schleppt schwer! Pflegte meine Mutter gerne zu sagen!

Heute begann ich mit der zweiten Hälfte meiner Ostwand, die ich zum Schluß eigentlich „schnell“ mit Hohlblocksteinen hochziehen wollte, damit ich sie später verputzen kann. Doch ganz schnell wurde deutlich, dass diese Aktion größeren Behördenärger geben würde! Den konnte ich aber mit meinem unwiederstehlichen Charme und meinem tollen Spanisch nochmal verhindern. 🙂 Zum Glück bekam ich auf der Stelle genehmigt, dass ich mit Natursteinen weiterbauen darf! Wegen dem Gefälle, hätte ich das Ganze sowieso sehr aufwändig vorbereiten müssen, damit es größere Stürme standhalten kann!
Jetzt muss es allerdings schnell gehen, damit ich wenigstens die streunenden Hunde aussperren kann. Das allein schon gibt mir einen wahnsinns Antrieb!
Hier könnt ihr meine ersten putzigen Versuche vom 31. Dezember, an genau der Stelle sehen: „Beginn-der-Natursteinmauer“
Damit ich schnell voran komme und das Ganze stabil wird schleppte ich die richtig großen Felsen an.

Inzwischen kenne ich meine Grenzen so gut, dass ich einen Felsen im Zweifelsfall höchstens noch einmal kurz anfassen muss, um zu spüren, ob das mit uns noch was wird. Grenzwertig ist z.b. was hier inzwischen so vor mir rumliegt. 🙂
Die alte Mauer unterhalb werde ich wahrscheinlich irgend wann mal auffüllen und mit so einer Art Lehmoptik verputzen.

Heute hab ich gut 12 Meter „Burgmauer“ geschafft, die aber im Vergleich zu meinen anderen ersten Reihen nicht mehr so viel Beton verschlingen wird.

Noch mehr Wildlife

Letzte Nacht hopselte ein kleiner Igel vor meinem Tor rum. Natürlich konnte ich nicht wiederstehen und musste etwas mit ihm rumschmusen. 😀 Dem gehts hier scheinbar richtig gut! Hab ihn natürlich gleich wieder laufen lassen.

Das Beet…

…wurde endlich teilweise fertig. Am meisten störte mich der Streifen neben  dem Tor, den ich wegen der fehlenden Leitungen nicht auffüllen konnte. Heute hat es sich etwas gebessert.

Nachdem der Graben endlich geschlossen war konnte ich die vier großen Steine rechts legen und das Ganze mit Erde befüllen. Direkt hinter dem Eingang wird man nun von einer blühenden Bouganville begrüsst. Dann stehen entlang der Mauer endlich meine drei verschiedene Sorten Maracuja. In der Mitte steht die Nispera, die ebenfalls das Potenzial hat für viel Sichtschutz zu sorgen! Weiter hinten presse ich noch eine Manga rein, die man wahlweise sehr gut kompakt halten kann. Auch davon stehen bald drei verschiedene Sorten. Orangen gibt es mindestens fünf verschiedene Sorten. 🙂

In der Mitte des Beets ging mir aber leider das Material aus. Die Erde musste ich schon stundenlang mühevoll zusammen kratzen und Steine aussortieren. Keine Ahnung ob ich noch rechtzeitig gute Erde bekomme. Sonst warte ich lieber mit dem fertig stellen, denn nach hinten wollte ich das Ganze für den Steingarten ziemlich hoch auffüllen.

Leider kommen auf den Bildern die Höhenunterschiede nicht sehr zur Geltung. Es ist etwas weniger flach als es hier scheint.
Zur Zeit verschwindet die Sonne immer hinter den Wolken, sonst könnte man inzwischen beobachten, wie sie hinter La Palma unter geht.

Ayer

Heisst: „Gestern“. Da lief ich unzählige mal meinen Weg auf und ab um Kabel und Leitungen auszulegen und vorzubereiten.

Da das Ganze inzwischen unter der Erde liegt hab ich lieber reichlich vorgesorgt: Das grüne Rohr ist die Wasserversorgung. Links liegen nochmal drei Wasserleitungen. Einmal bis zur Mitte des Gartens und zwei mal zurück bis hinter den Eingang. Eine davon liegt als Reserve und man kann auch nachträglich sehr gut ein Kabel durchschieben. Das dicke schwarze ist die Stromversorgung und beinhaltet eine zweite Leitung die vom Wohnbereich aus, schaltbar, bis hinter den Eingang läuft. Mit einer integrierten Schnur kann man auch dort noch ein weiteres Kabel durchziehen. Dann läuft noch eine schaltbare Leitung bis zur Mitte des Gartens, falls ich dort mal eine Lampe oder eine Steckdose brauche. Noch eine Leitung läuft bis zum Eingangstor, damit ich auf die Säule eine Lampe basteln kann. Vielleicht was kunstvolles… 🙂

Wasser und Strom werden später von der hinteren Ecke bis zum Meerblick verlängert. Dann könnte man dort auch mal einen Brunnen oder weitere Lichter/Steckdosen betreiben. Insgesamt liegen jetzt 100 Meter Kabel unter der Erde. Am Anfang musste ich ganz schön lange rum experimentieren, bis ich Wege fand die Kabel in bis zu 30 Meter lange Schläuche rein zu fummeln. Doch dann gings, dank der steifen- dünnen Wasserleitungen, die ich mit abgerundeten Kanten durchschieben konnte. Ganz links kommt noch eine extra Leitung für die automatische Bewässerung rein. Dann sollte es reichen.

Als ich von meinem späten Frühstück zurück kam, saß Geza an meinem Gartentor und malte eine Runde weiter. Was für eine schöne Überraschung!
In der Ecke wollte ich eh den Graben bis zum Tor wieder zu ziehen, damit ich endlich wieder durchs Tor fahren kann. So konnten wir uns ganz gemütlich bei der Arbeit nebenher unterhalten. 🙂

Wusstet ihr eigentlich…

…dass Orangenbäume Stacheln haben? Zumindest die Valencia Orange. Manche Palmen haben auch richtige Dornen an den Stengeln und eine Bouganville sticht auch nicht schlecht, wenn man nicht aufpasst. 🙂
Heute Morgen kam Geza zu mir um eine Weile an meinem Tor weiter zu streichen. Hoffentlich hat er in der kommenden Saison auch mal eine Arbeit, bei der ich mich helfend revangieren kann! Er unterstützt mich auch moralisch, ebenso wie Klaus! Es tut schon gut immer wieder mit Freunden in unserer ureigenen Muttersprache sprechen zu können!
Die Sonne bruzelt mittlerweile ganz schön heftig von oben runter, aber dafür gönnte ich mir eine richtig schöne Siesta im Schatten, bei der ich einfach mal die Füße hochlegte. Herrlich!
Da es keine neuen Fotos gibt, schicke ich euch eine schöne Blume, die etwas Farbe ins Beet bringt:

La Piedra…

..heisst: „Die Stein“. Heute war ein super Tag! Bereits am Vormittag kam Geza um mir beim Betonieren zu helfen. Zu zweit zu arbeiten macht ja so einen gigantischen Unterschied! Eine Schubkarre voll verteilten wir immer wieder zu zweit und die zweite versorgte Geza, während ich eine neue Maschine voll Beton anrührte. Geza nutzte die Zeit, um den frischen Beton in alle Ritzen zu drücken, wofür ich bisher immer unterbrechen musste. Manchmal setzte ich einen neuen Stein, den er ebenfalls gleich mit Beton versorgt hat. So konnte ich viele problematische Kerben und Lücken schließen, welche mich sonst ebenfalls immer wieder stundelang aufhalten würden. Ruckzuck hatten wir über 20 Meter mit unmengen Beton und Steinen gefüllt. Und weil es so gut lief füllten wir an anderen Stellen nochmal weitere acht Meter Mauer. Nach gut drei Stunden waren große Strecken mit Beton gefüllt.

Das sind die ersten 15 Meter… und eine Sicherheitssandale. 😀
Das ist die Trennwand unter der ein Kanal für eine Wasserleitung durchläuft. Die verschluckte allein schon große Mengen an Beton.
Auch das andere Ende des unterirdischen Durchgangs ist nun in Beton gegossen.

Mittags machte ich alle Feinheiten an dem Fundament fertig, auf das der Container gestellt wird. Das war meine erste Arbeit mit Zement und Sand. Diese Mischung kann man super in die Löcher der Mauern werfen, was mich wieder zu ganz neuen Ideen inspiriert!

Jetzt sind vier Punkte genau auf eine Höhe gebracht. Den Rest dazwischen schmier ich später zu, wenn der Container drauf steht. Der Block hinter dem Wäscheständer kommt weg, sobald der Container gedreht ist. Dann habe ich später darunter einen schönen Hohlraum für die Leitungen und als Stauraum

Zur Krönung kam dann Amigo Klaus zu mir hoch und lies keine Frage unbeantwortet. Er erklärte mir alles Nötige und mehr, zur Wasser- und Stromversorgung. Leitungen, Schutz, Pumpen, Schalten… Optionen… Super, jetzt wird vieles greifbar! Im Nachhinein bekam ich vor Freude kaum mehr die Füsse auf den Boden! 🙂

Da es morgens schon so gut mit dem Steine legen lief, nutzte ich am Abend noch die Motivation und legte nochmal ganz große Felsen auf die neue Mauer, neben dem Tor.

Das Gute an den <100kg. Felsen ist, dass man damit schnell eine große Fläche aufgestellt hat. Wenn man sie mal bewegt kriegt. 🙂 Alles eine Frage der Technik!

Darum die Überschrift, denn heute war ein Steine- Tag. An solchen Tagen liegen die Steine sehr oft bereits beim ersten Versuch perfekt. Das kann an manchen Tagen auch ganz anders laufen!

Nur kurz..

Die Tage werde ich so beschäftigt sein, dass ich kaum mehr zum Schreiben kommen werde. Damit sich von meinen Lieben niemand Sorgen macht, falls es mal 3-4 Tage am Stück gar nichts von mir zu hören gibt, kündige ich es lieber mal vorsichtshalber vorher an. Vielleicht kann ich mir ja doch weiterhin ein paar Minuten zum Schreiben losreissen!? Gestern und heute habe ich viele Materialien besorgt und die restliche Zeit mit dem einpflanzen vieler Bäumchen und Blumen verbracht. Das fühlt sich nach wenig Veränderung an, wenn man in 2 Wochen noch Berge versetzen will, muss aber auch gemacht werden, damit sie in ihren Töpfen nicht vertrocknen! Fotos gibt es davon leider noch keine. Allzu viel gibt es gerade auch noch nicht zu sehen, weil ich nach jedem Bagger Einsatz zwischen den Arbeiten erst mal stundenlang wieder den Normalzustand herstellen muss. Kies und Erde wieder gerade rechen, Löcher stopfen und rampunierte Wegbegrenzungen wieder zurecht rücken… Immer wieder kommt Besuch vorbei und motiviert mich. Heute sprach mich z.b. eine ältere Senora an, die mit einem Pärchen im Auto saß. Es gab erst mal so viele, scheinbar sehr lustige Missverständnisse, dass sie sich vor Lachen nicht mehr einkriegten 😀 Doch dann gings doch! Es war die Mutti von einem Freund, ich vermute mal Efren, die schon lange die schöne Veränderung hier oben beobachtet hat und mich nun endlich mal ansprechen wollte. So herzig! Ich vermute mal, dass alle Beteiligten genauso lange danach über unsere Begegnung lachen mussten wie ich. 🙂
Also, jedenfalls bin ich wieder voller Tatendrang und es geht mir auch körperlich sehr gut! Es gab schon lange keinen schönen Sonnenuntergang mehr, aber sowas wie den folgenden Schnappschuß kann man immer wieder mal kurz erhaschen! In diesem Sinne.. machts alle gut und sollte es hier zwischendurch mal still“ werden, ist das auch irgendwo ein gutes Zeichen!

Archivbild 😀