Steine rücken, die Zweite:

Heute räumte ich nochmal tausende Steine hin- und her:

Die Ecke war noch ein tiefes Loch und das Ganze sehr gefährlich, denn würde man stolpern, könnte man direkt über die Mauer in die Tiefe fallen. Das wollte ich heute auf jeden Fall ändern!
Da hinten seht ihr noch einen letzten „Problemfels“ den ich erst noch umdrehen und flachlegen musste.
Überall wo ihr Erde seht war eben noch eine Steinwüste. Alles weggeräumt und in Richtung Meerblick geschoben. So gewann ich gleich zwei mal mehr Land, was mich mal wieder zu sportlichen Leistungen motivierte!
Ein schönes Beispiel für ein Prachtexemplar zum Mauerbau, das man auf keinen Fall versehentlich verbuddeln darf! Dann sortiere ich noch die Kategorie der „historischen Steine“. Das sind die, die alt aussehen und mit Flechten oder Moos bedeckt sind. Meistens sind diese eh leicht und schwammig und wären für den Mauerbau weniger geeignet. Aber perfekt für einen schönen Steingarten!

Jetzt geht der neue Weg fast 15 Meter lang zum Meerblick.

Wenn man alles zurechtgedreht und aufgeräumt hat, scheint sich die gesamte Menge drastisch reduziert zu haben. Dann muss man wieder viele Schubkarren voller Steine herbei schieben, um das Ganze auszugleichen.

Und was ist die Moral von der Geschicht?
„Wenn man erst mal steinreich ist, braucht man immer mehr Steine!“ 😀

Frühstück mit meinen Freunden, den Eidechsen.

Bereits letztes Jahr riss der böse GöG so viel Büsche raus und räumte Steine um. Das gefällt den Eidechsen natürlich gar nicht!
Als ich heute meinen täglichen Orangensaft gepresst hatte, bekam ich den Eindruck, dass die kleinen Tierchen das riechen und interessiert geschaut haben. Also probierte ich mal den Kleinen das Fruchtfleisch zu präsentiern und ob ich damit wieder ein paar Pluspunkte bei ihnen sammeln kann.

Da kam schon die erste und schmatzte zufrieden. Am Ende nahm sie sich noch einen großen Brocken mit.

Dann kam eine nach der anderen und zum Schluß noch die große, die mich am Anfang mit ihrem Interesse inspiriert hat. Bei der fiel mir auf, dass es zum Problem wird, wenn das Fruchtfleisch an der Erde klebt. Also kaufte ich ihnen gleich danach für zwei Euro einen eigenen Teller. Vielleicht bekommen sie auch noch ein Steindach, damit sie sich wohlfühlen und das Fruchtfleisch nicht so schnell austrocknet. Es war echt megaschön! Wir saßen Auge in Auge und schmatzten alle zufrieden vor uns hin. 🙂 Ich glaub jetzt sind wir wieder Freunde!

Weg durchs Geröll

Beim Graben für die Strom- und Wasserleitungen sammeln sich dort eine Menge Steine an, wo später der Garten mit Erde befüllt wird. Damit das nicht alles im Weg rumliegt, schiebe ich es Richtung Meer, wo der Boden bisher nur aus Felsen und Löchern besteht. Dabei eintdeckte ich ein paar Probleme:
Erstens muss man noch einige ganz große Felsen drehen und die Umgebung ausgraben, damit man sie tief genug im Boden versenken kann. Sonst müsste ich später den gesamten Boden wegen ein paar Felsköpfen mit zig Tonnen Material anhäufen, damit man nicht über die Felsen stolpert. Hier sind ein paar Exemplare die ich bereits versenkt hab:

Dabei muss man oft viele Steine rausziehen, damit man andere Steine rausziehen kann die wiederum die Felsen blockieren. Dann die Felsen so lange drehen bis sie tief genug in ihre Löcher passen. Danach wieder alles auffüllen mit großen und immer kleineren Steinen. (Immer mit dem Hintergrund, dass ich eigentlich nur einen Graben für die Leitungen buddeln wollte. Und ich zieh jede Tagesetappe eisern durch, die ich mir vorgenommen hab!. Gestern auch mal mit Stirnlampe im Dunkeln.)  🙂

Dazu kommt, dass ich alle brauchbaren Steine, mit denen man später die Mauer bauen kann, auf der Seite sammeln muss. Denn die sind sehr wertvoll und auch nicht unendlich vorhanden. Also darf man keinen einzigen schönen Stein zum füllen verschwenden. Und seht ihr die Aussenmauer? Viele Meter zerbröseln bereits! Wahrscheinlich muss ich erst mal ein Stahlbeton Fundament reingiessen, damit ich dort überhaupt erst mal anfangen kann meine 30 – 40 Meter Wand hochzuziehen. Also muss ich richtig Gas geben um wenigstens das Gröbste zu schaffen!

…und so entsteht ein neuer Weg. Das ist dann aber auch sehr befriedigend, wenn man Meter für Meter dazu gewinnen kann, auf denen man in Zukunft immer laufen und auch erst mal arbeiten kann!

Schwitz!!

Man sieht leider nicht wie mir die Brühe runterläuft. Aber ich glaube, dass man es mir trotzdem ansehen kann! Bei wolkenfreiem Himmel arbeite ich zum Schutz vor der Sonne in langen Kleidern mitsamt Mütze und Nackenschutz.
Gestern tauschte ich sogar meine Sicherheitssandalen gegen richtige Schuhe ein.  😀
Das ist vor allem in den ersten 1-2 Stunden heftig, dann ist man so nassgeschwitzt, dass es schon wieder kühlt.  🙂

Erinnert ihr euch an die Dachziegel, die man im vorletzten Beitrag noch sehen konnte? Die wollte ich noch vor dem Frühstück „kurz“ mal wegräumen. Dann waren es doch gut 50 schwere Schubkarren, die ich quer durchs Gelände schieben durfte. Jetzt kann man zum ersten mal die „komplette“ Wand hinter mir sehen. Sie ist ja noch nicht ganz fertig

 

 

Sunrise

Der Teide am Morgen:

…kurz bevor bei uns die Sonne aufgeht, beginnt der Berg zu leuchten. Am besten gefällt er mir, wenn eine Wolke wie eine Kappe über den Gipfel schleicht.

Mein erster Gecko

Geckos sind so cool! Je näher ich ihm mit kam, desto mehr riss er die Augen auf. 😀 Aber ganz vertrauenssehlig! Als er mir später über die Hand huschte fühlte er sich ganz warm, weich und samtig an.

Orangenblüten

Vielleicht muss ich dieses Jahr schon einen ersten Sommerurlaub einlegen, um meine erste Orange zu Ernten!?  😀

Sonnenterrasse 2

Am Sonntag hab ich es gerade noch zum Sonnenuntergang geschafft den Boden der Terrasse einzuebnen und eine erste Steinreihe aufzustellen.

Hier bekam mein alter Farn sein erstes schönes Plätzchen auf dem er sich nun breit machen darf. Die Steine stehen doch da als würden sie sich küssen!? 🙂 Sieht man das oder seh nur ich das? 😀  Die oberen Steine spenden dem Farn zudem Schatten.
An der vorderen Ecke kann man in Zukunft einen zweiten Teil von dem Farn sehen.
Wenn man es genauer betrachtet entdeckt man inzwischen überall unterschiedlichste Pflänzchen in – und zwischen den Steinen.
Vielleicht kommt in der linken Ecke noch eine zweite Reihe Steine drauf, oder dahinter. Dann bekommt auch das Erdreich dahinter mehrere kleine Hügel, um den Garten interessanter zu gestalten.

Fundament und Sonnenterrasse

soweit hab ich es gestern noch geschafft:

Vorne, an der Stirnseite des Fundaments befinden sich später die Türen des Containers. Bisher konnte ich mich noch nicht entscheiden ob ich dort eine Rampe hinbauen werde. Wahrscheinlich aber nur ein- zwei schicke Stufen, vielleicht etwas abgerundet. Denn ich hab ja für die Musikmaschine drei Meter lange Rollstuhlrampen dabei.
Die Aussparung links lass ich mal offen. Vielleicht kommen da mal 1-2 große Rollkästen für Eimer, Besen und so Zeugs rein!?
Mal sehen ob ich die Sonnenterrasse heute noch grob fertig bekomme…
Das Fundament bekommt heute auch nochmal eine letzte flache Steinreihe draufgesetzt.

Alles nochmal neu mit alt!

Nach längerem Betrachten gefiel mir meine Wegbegrenzung gar nicht mehr, weil sie irgendwie unharmonisch zusammengehudelt war. Also nutzte ich u.a. den „verlorenen“ Sturmtag und schleppte noch mehr auserwählte Steine an. Dann drehte und tauschte ich jeden Stein so oft, bis ich zu jedem einzelnen Stein, bzw. seiner Posisition nur noch „ja“ sagen konnte. Hier ist ein erster Vorgeschmack:

Jetzt bekommen die Steine von hinten einen kleinen Betonsockel verpasst und dann kann endlich die erste Ecke mit Erde befüllt werden.
Für mich sind die alte Steine nicht nur eine Mauer, sondern sie erzählen auf ihre Art eine Geschichte. Eine Mikrowelt! Wenn man sie näher betrachtet entdeckt man zig verschiedene kleine Pflanzen die schon sehr lange ein Leben auf „kargen“ Steinen bestreiten und die es sehr wohl verdienen weiter zu leben! 🙂 Ich wähle sie natürlich wegen der Schönheit und nicht aus Prinzip!  😉
Wenn das Ganze von hinten mit Erde aufgehäuft wird, decke ich diese gleich mit einem Flies ab und fülle schwarzen Lava-Kies drauf, damit es nicht gleich zuwuchert. Hab ich mir bei Klaus abgeschaut und find ich genia!  🙂 Für jede weitere Pflanze muss man nur den Kies etwas beiseite schieben, Loch rein – Pflanze rein und wieder zuschieben. Der dunkle Boden gibt einen irren Kontrast und lässt die Pflanzen darauf richtig leuchten. Jetzt ist es für mich die richtige Umgebung für Kakteen, Palmen, aber auch Bonsai Bäumchen. Bonsai sagt ja eigentlich aus, dass sie in Schalen stehen, (max. 123cm hoch) doch ich gestalte die  Bäume während sie in der Erde stehen und die meisten bleiben es auch. Mal sehen wie anmutig man Orangen- und Avocadobäume gestalten kann…

Jetzt kann ich mich jedes mal freuen wenn ich an der Mauer vorbei laufe und das ist meine größte Motivation! Langsam bekomme ich das Gefühl „mein Ding“ zu finden, von dem ich hier bisher noch gar nicht so genau wusste wie das mal aussehen könnte.