Palmen

Heute durften auch die neuen Palmen in ihr neues Heim einziehen.

Dasselbe Bild: Keine weißen Wurzeln sondern nasser Schlamm. Klar, bei unzähligen Pflanzen kann der Gärtner natürlich nicht in jeden Topf den Finger stecken um den Feuchtigkeitsbedarf zu erfühlen. Wenn die Sonne richtig runter brutzelt, haben die in ihren „kleinen“ Töpfen sicher auch nicht allzu viel Reserven. Daher geht man wohl auf Nummer sicher und ersäuft alles.

Leider kenn ich mich mit Palmem überhaupt nicht aus, weil ich bisher keine Gelegenheit hatte welche zu Pflanzen. Im Gegensatz zu den Obstbäumen kommen sie mit einer ganz anderen Erde aus dem Laden. Mir scheint sie brauchen eher einen nährstoffarmen Boden, vielleicht sogar einen niedrigeren PH wert!? Im Sommer werde ich das Thema mal genauer studieren.

Kurz bevor es dunkel war knipste ich noch schnell ein Bild, auf dem leider nicht mehr allzu viel zu sehen ist. Jedenfals stehen jetzt bereits Pflanzen in mehrere Ebenen als Sichtschutz zwischen Eingangs Tor und Sonnen Terrasse. Jetzt muss noch schnell ein Zaum her, damit ich die ersten Kletterpflanzen einsetzen kann, bevor ich wieder nach Deutschland fliege. Die perfekte Bewässerung muss noch installiert werden und noch viele Tonnen Mauer! Im Mai, oder im Sommer muss ich auf jeden Fall nochmal ein paar Wochen daran arbeiten, bis alles Hunde und Kaninchen sicher ist.

Manga

Heute ist ein Feiertag und es war sehr still! Immer noch alles grau in grau und etwas frischer als gestern, aber ich fand es sehr angenehm. Na gut, mittags hörte man eine Zeit lang einen Bagger aus der Ferne, aber das hatte ich irgendwann ausgeblendet. Dann suchte ich mir die richtige Stelle für den Manga Baum und begann ganz meditativ zu buddeln.

In der Tiefe wurstelte ich mit einem Brecheisen einige Felsen raus und holte am Schluß, auf dem Bauch liegend, mit der Kehrschaufel alles raus was ich noch fassen konnte. Für die Zukunft von diesem tollen Baum wollte ich alles geben!
Dann füllte ich reichlich von der leichten Blumenerde rein und mischte sie immer wieder mit den verschiedenen Erdschichten, die man auf dem Foto farblich ganz gut sehen kann.
…und das immer wieder, mal mit meiner schönen braunen, dann wieder mit der roten Erde. 🙂 Er soll Steinfrei verwöhnt werden.
Man muss echt ewig auf dem Topf rumklopfen und lange kämpfen, bis man ihn heraus bekommt. Mit solchen Wurzeln kann mich der Gärtner allerdings nicht beeindrucken! Sie ersäufen die Pflanzen regelrecht bis die Wurzeln in dem Schlamm überhaupt keinen Sauerstoff mehr bekommen. Doch das ist genau das was die Pflanzen unter der Erde brauchen: Luft! Darum wurde ja Hydrokultur erfunden: Mehr Luft – mehr Sauerstoff – mehr Wachstum. Aber das hier, ein schlechter Witz!
Dann durfte er endlich in sein Bettchen! Noch schön hingedreht, damit die Vorderansicht zur Terrasse hin zeigt. So macht man das bei Bonsai Bäumen, bei denen immer vorne- und hinten genau definiert wird.

Ich denke sehr oft an Herr und Frau Armbruster vom Bonsai Zentrum Mössingen, die bevor sie auch nur ein Wort zu einem Bäumchen sagen, erst mal die Wurzeln begutachten. Sie müssen weiß sein… Das kann man halt bei so großen Töpfen und vor allem im Erdreich nicht machen, daher denke ich schon sehr lange darüber nach wie man das kompensieren kann. Wahrscheinlich versenke ich in meinem Beet 2 – 3 Rohre die etwa 50cm tief in die Erde reichen, damit man ab und zu den Deckel abnehmen kann und wenigstens fühlen kann, wie es mit dem Feuchtigkeitsbedarf da unten aussieht, bevor man sie ständig ertränkt. Bei den Bäumen, die Richtung Meer stehen, wird das nicht nötig sein, denn da geht das Erdreich eh nach wenigen Zentimentern in einen löchrigen Felsboden über. Da hats genug Luft!

Da steht er nun. Ob ich alles richtig gemacht hab wird er uns selber zeigen. Jetzt brauch ich aber erst noch „Neem- öl“ gegen weiße Fliegen. Juhuu, drei Äste beginnen bald zu blühen. 🙂

 

Pablo

Pablo ist ebenfalls ein Freund den ich bereits richtig lieb gewonnen hab! Er spricht super Englisch, das hilft!
Pablo ist sehr aufmerksam und hat mich schon viele male unterstützt, z.b. wenn ich mal etwas gesucht hatte. Er zögert auch keine Sekunde für mich im Internet zu recherchieren und ruft auch gleich für mich an, wenn er mir damit irgendwie helfen kann.

Julio Cesar

Eben kam mein Lieblingskoch Julio zu mir und erzählte, dass er nun in einer anderen Zweigstelle arbeiten wird. Er wollte sich noch verabschieden und fragte, ob ich ihn dort auch mal besuchen komme. Voll lieb, oder?

Wenn er mir immer strahlend das Essen auftischte ging mir jedes mal das Herz auf! Das ganze Team, einschließlich Chef, zählt mich zur Familie! Ich darf als einziger im Hof parken, bekomme immer extra Portionen und darf auch ohne Bestellung Tag- und Nacht bei ihnen ins Internet, ohne das ich die vielen großen Bilder gar nicht hochladen könnte. Ich kann zahlen wann ich will und bekam auch schon eine Menge spendiert. Wenn ich meine Instrumente noch rechtzeitig zusammen bekomme, wären sie auch sofort dabei ein Abschieds- Konzert für mich zu veranstalten, das sie vielleicht sogar live übertragen würden. Sonst halt beim nächsten mal!

Neue Pflanzen

Nach der Falschlieferung, die ich in meinem letzten Beitrag beschrieb, war ich in der richtigen Stimmung für weitere Verhandlungen! 🙂 Zum Glück unterstützte mich Klaus gleich mit seinem Auto und Anhänger! Dann fuhr ich zu dem Pfanzenhändler und machte sie gleich rund, weil sie mich bereits zwei Wochen warten liesen. Dann luden wir erst mal zwei Palmen ein die bereits zur Verfügung standen. Die anderen Pflanzen stehen noch bis Dienstag in einer Zweigstelle, viel weiter entfernt. Dann kritisierte ich noch, dass sie keine Preise ausgezeichnet hatten und jedes mal etwas anderes erzählen wollen.
Ich war vor allem auf einen gestutzten Manga- Baum scharf, der bereits 30 Jahre auf dem Holz hat und für den Transport wieder in einen großen Topf gestellt wurde. Eigentlich sollte dieser Baum 200 € kosten und sie liesen bei drei Verhandlungen nicht mit sich reden. Alte Bäume sind begehrt, weil sie ziemlich schnell große Ernten bringen!
Doch ich sagte, dass sie einem Freund bereits 120 € versprachen und nun wollen sie nichts mehr davon wissen. Dann noch die Wartezeit und die gesamte Menge die ich bei ihnen kaufe… Also soll sie nun ihren Chef anrufen und sagen, dass ich den Baum für 120€ mitnehme, oder wir lassen das Ganze. Hat geklappt und zwei Minuten später luden wir zu dritt den tollen Manga zu den Palmen in den Anhänger. 🙂

Voila, ganz links und in der Mitte eine große Palme und rechts der Manga Baum.
Hier ist er nochmal in voller Pracht. Nachdem er radikal gestutzt und aus dem Boden gerissen wurde wuchsen ihm bereits wieder blühende Äste. Allerdings wird er erst im Erdreich wieder richtig aufblühen. Früchte verspricht er bereits für kommenden Herbst. Zum gestalten einer „freien aufrechten Form“ hat er die perfekte Grundlage!

 

Falsche Lieferung

Heute kam endlich meine Pikon Lieferung, doch beim ersten Anblick rutschte meine Stimmung ganz schnell wieder in den „Keller“! Statt schwarz wollten die mir einfach so ein blassgraues rot andrehen.

Zum Verleich legte ich ein paar schwarze Steine daneben, mit dem ich ja bereits mein Beet angefangen hatte.

Leute, wir reden hier von einer Menge die 7000 Litern volumen enspricht und das soll ich mir den Rest meines Lebens ansehen? Ich sagte dem freundlichen Fahrer, dass er das gleich wieder mitnehmen kann. „No me gusto!“- „No possible!“
Wir diskutierten noch etwas und es stellte sich heraus, dass es angeblich die Schuld von seinem Chef war. Der Fahrer meinte, dass er mit dem vollen Lkw kaum mehr den Berg hochkommen wird und ob ich es nicht anderswo verbrauchen kann. Wohlgemerkt zum vollen Preis! 170 € wäre für die Menge günstig, wenn er das richtige geliefert hätte. Als ich ihm dann klar machte, dass er das mit mir vergessen kann, war er schon nicht mehr so freundlich und packte seine Ladefläche fluchend wieder zu.
Ich sagte ihm noch, wenn sie mir die 3 Lkw`s Erde, wie versprochen, letzte Woche geliefert hätten und eine Probe von dem Pikon mitgebracht, dann hätten wir uns alle diesen Ärger sparen können. Nun mal sehen, ob ich die versprochene Erde überhaupt noch bekomme und das zu dem zuletzt ausgehandelten Preis!?

Mein erster Calima

So sagt man zu dem Wetterphänomen, wenn der Wüstenwind von der Sahara mit feinem Staub geschwängert direkt zu uns rüber zieht.

Im Sommer kann es an solchen Tagen sehr heiß werden, aber heute waren es angenehme 23 Grad.

Auch das Meer war kaum mehr zu sehen. Erst dachte ich, es sei halt ein wenig diesig heute, aber später fiel mir an einem neuen Windschutz der Staub auf. Dieses Gewebe auf dem folgenden Bild war gestern noch strahlend weiß.

Letztes Jahr las ich, dass im grünen Norden von Teneriffa und Gran Canaria die Luft an solchen Tagen noch am angenehmsten zu ertragen ist. Im Moment sitze ich in meinem Lieblingsrestaurant vor offener Tür und es ist um 22:00 Uhr immer noch richtig schön warm! Werde nachher sicher noch etwas  draussen sitzen und die Stille genießen.

 

Kraut

Hier ist das versprochene Bild von einem Nachbargrundstück, das vor drei Monaten komplett Pflanzenfrei geputzt war:

Nun stellt euch vor ich komme nach sechs Monaten zurück und alles wäre mehr als um das doppelte zugewuchert. Die Fläche ist übrigens gut 30cm unter dem Straßenniveau.

Steine

Gestern hatte ich noch eine sehr interessante Unterhaltung mit Klaus. Er ist schon sehr lange hier und erzählte von wertvollen Erfahrunswerten. Es ist ein ganz eigenes Wildlife hier und es ist immer besser die Konsequenzen von meinen Entscheidungen vorab etwas besser zu kennen! Da ich z.b. meine Eidechsen mit Orangen füttere, helfe ich ihnen damit nicht nur sich zur Plage zu vermehren, sondern richte sie ja auch noch regelrecht auf meine neuen Orangenbäumchen ab… Klassische Fehlkonditionierung! 😀 Solch eine Romantik lasse ich lieber, sonst kippt das ganz schnell ins Gegenteil um. 🙂 Spätestens wenn die mir meine ersten drei Miniorangen oder Avokados weggefressen haben… 😀
Auch vor den Wildpflanzen hab ich immer mehr Respekt, die hier ganz irre wuchern können. Definitiv eine Herausforderung!

Heute war es sehr kühl und Grau, eigentlich gut zum arbeiten. Den ganzen Tag hab ich Steine geschleppt und Felsen zu mir rüber gerugelt, weil wir gleich daneben einen freien Platz brauchen. Also zwei Fliegen mit einer Klappe, aber echt heftig! Hier sind ein paar Bilder davon:

Alles heute rumgeschoben.
Hier sieht man etwas die Größenverhältnisse. Für mich sind das traumhafte Exemplare die mich zu 1000 Ideen inspirieren!  Allerdings eher für die nächste Saison…
Der große graue kam aus dem Fundament, das der Bagger fürs Tor ausgehoben hat. Er geht mir bis zur Schulter und ist echt mächtig. Er sieht aber auch super aus! Mit den Eisenstangen hab ich heute stundenlang unglaubliche Massen bewegt. Sogar den grauen. 🙂 Mittelgroße hab ich alle einfach rum gerugelt und konnte dadurch zum Glück vermeiden, dass mein Rücken schmerzt!

Kleine Ergänzungen…

…fürs Beet. Vorgestern durfte ich mir bei Klaus alle möglichen Ableger zusammen suchen, die derzeit aber noch nicht alle Fotogen sind. Ganz spannend find ich auch die Holzrosen, die ich in meinem ganzen Leben zuvor noch nie sah und die auch nur bei Klaus zu finden sind!

In der Mitte liegen ein paar Exemplare der Holzblütern. Irre, gell? 🙂

Dann war ich noch etwas Holz sammeln, weil mir die ausgebleichten Teile sehr gut auf dem schwarzen Untergrund gefallen!

Das ist nur mal ein kleiner Vorgeschmack! Jetzt warte ich schon seit Tagen sehnsüchtig auf meine Erde und die schwarzen Steinchen. Und auf viele Pflanzen, die ich vorletzte Woche bereits gekauft hab. Langsam gehen die mir echt auf den Sack mit ihren scheiß „Manjana“ Ausreden! Für mich ist das nichts als eine Charakterschwäche, mit der sie sich hinter ihrer Mentalität verstecken! Naja, was solls!? Musste aber mal gesagt werden! 😀

Dann zerlegte ich noch die Palmenfamilie in drei Gruppen und pflanzte sie in der Nähe des Tors ein. Wenn manche der 8 kleinen Setzlinge überleben, die ich bereits vor Tagen rausgetrennt hatte, setze ich diese auch noch dazwischen und drum herum, damit das Ganze etwas natülicher verteilt aussieht.

Dahinter steht die erste Avokado. Naja, Feuchtigkeit und viel Schatten kann ich ihnen nicht bieten, aber von den Palmen ein klein wenig geschützt ist hoffentlich besser als nichts.