Rolltor.

Heute hab ich eines der größten und unangenehmsten Probleme auf der Finca gelöst!
Die Schiene vom Tor, war zu kurz und lag 5 Jahre nur provisorisch im Dreck!
Beim Öffnen, rutschte sie weg, Steine gruben sich aus und versperrten die richtige Position, dass man das Tor nicht mehr schließen konnte.
Die Unkraut Säcke zwängte ich immer durch die kleine Türe und man überlegte es sich fünf mal, bevor man entschied diesen Mist überhaupt zu öffnen!
Das Problem: Die fertige Schiene hat 9 Meter Länge, weshalb man sie nicht ausser Haus machen lassen kann.
Ein Schweißgerät, heute sogar ein zweites, das ich geliehen hatte, machte die Arbeit absolut unmöglich!

Zum Glück bekam ich von Frank, einem deutschen Freund, ein super Schweißgerät, mit einem automatik Schild. Das wird von selber dunkel, sobald der Bedarf aufkommt!
Zwei mal sechs Meter Profile. Für das Schweißen, Phasen rein geschliffen. 👆
Nur wie bekommt man die gerade aneinander gelegt, wenn die ganze Umgebung schief und Steinig ist?

Zum Schweißen hab ich die Winkelsücke, auf ein 6 Meter langes Rohr gespannt.

Dann viele Eisen geschnitten und von unten, auf die 9m. Schiene geschweißt.
Schon die Gerüche, beim Flexen und Schweißen. 🙊🙈
Es gab viele Gründe, warum ich das so lange rausgeschoben hatte!
Wie bekomme ich es montiert, dass alles passt? Bei der ersten Montage, konnte der Arbeiter in einer anderen Reihenfolge vorgehen. Bei mir ist vieles schon fix!

Beim Bügelschloß, hob ich das Tor, ohne Schiene, mit einem Stemmeisen, in seine Position und schraubte es links fest, damit garantiert diese Höhe stimmt.
Rechts, spannte ich das Tor mit einem Spanngurt in die richtige Höhe und konnte es mit der Wasserwaage einstellen.

Dann unter dem Tor, den Graben aus kratzen. Man weiß nie was kommt. Es war unangenehm, aber gut, daß dieser Bereich, aus fest gepressten Steinen besteht!

Jetzt spannte ich die Schiene von unten, an das fixierte Tor und konnte, „in aller Ruhe“, die Schiene ein zementieren.
Es musste fertig werden, damit es aushärten kann und ich sah mich schon mit Flutlicht, von den Mücken gefressen!

Acht Schubkarren von Hand angerührt.

Es wurde fertig, bis auf den letzten Meter. Den mach ich morgen, damit ich mit dem Rest Zement, gleich etwas anderes fixieren kann.
Das Tor lässt sich dann 4,30m. öffnen und mir reichen vorerst eh drei Meter.

Am Ende konnte ich sogar noch im Abendrot duschen.
Der Wahnsinn! 🥳 Jetzt kann ich einfach kurz das Tor aufreissen und mein Auto drinnen parken! 🤸 Manchmal ist Ester mit ihrem Auto da und es kommt noch mehr Besuch. Dann können auch mehrere Autos kurz rein kommen.
Die Musikmaschine und meine Instrumente, kann ich jetzt komplett in der Finca laden, oder das beladene Auto einfach drinnen stehen lassen.
Das Auto geöffnet, im Innern parken, damit Cocolisa ihre Fliegen fangen kann! 😀🥰
Einkäufe und Materialien, bis ans Ende der Hochebene fahren.
Das wird jetzt ein ganz neues Leben hier! Endlich!
Damit hat sich heute einer der ganz großen, unangenehmen, Knoten gelöst! 🥳🤸👌

Wieder voll!

Schreckliches Unkraut zu Rupfen ist die eine Sache, aber wenn ich nachher mit einem vollen Auto, von der Deponie zurück fahren muss, weil dort wieder der Unkraut Container voll ist, fühlt man sich weder erleichtert noch belohnt! 😀

Vorher.

An dieser Wand rupfte ich altes, verholztes Zeugs raus, weil ich diese geliebte Ecke etwas rausputzen will.

Nachher.

Mir kam nämlich die Idee, dass ich die letzte dünne Stange, die hier rumliegt, direkt in die Wand stecken könnte.

Dann entsteht dort noch ein kleines romantisches Dreieck, auf dem sich der Trompetenwein ausbreiten kann.
Ein Schatten vor dem Schattendach, das die Brücke verdeckt.
Als Nebeneffekt, lägen auch die Wurzeln des Trompetenweins im Schatten.
Dort entsteht eine kleine Sitzgruppe, vor der Brücke, mit der ich auch Ester überraschen will.
Sie liebt diese Ecke und auch die Tiere suchen hier gerne Schutz, wenn es heiß wird.
Meine Mission ist ja generell, den Bereich dahinter, kühler und möglichst windstill zu gestalten.

Da sind die Lieben! ☺️

Davor wächst mein Bananendjungel.

Zwei so Geräte, voller Kraut, wieder ins Auto gezerrt.

Für sieben Tage Chili con Carne vorgekocht.

Bimbaˋs Gemüsesoße wurde besonders schön! Und viel! Nur damit produziert Bimba trockene Häufchen.

Dann begann ich neue Fruchtschnittchen zu machen. Drei Teile Mango und ein Teil Maracuja, plus 100ml ganz frischer Ingwersaft, auf knapp 1½ Kg.
Hab neulich im Bioladen Ingwersaft zum Testen gekauft. Kannst vergessen!
Das geht mit meinen Drinks weg und da hab ich jetzt den Vergleich, mit dem frisch gepressten Saft. Das sind Welten!
Von völlig flach und langweilig, zu aufregend und spürbar vitalisierend!

Mini ist zu Besuch! 🥰

Mini und Haruto spielen stundenlang zusammen! ♥️🌞

Sie folgen mir bei den Kontroll Runden, über die ganze Finca.

Seh nix!

Gestern begann ich den nächsten Platz für ne Tobocho vorzubereiten. Wie befürchtet, kann man sowas kaum auf Fotos festhalten.

Das war ein temporäres Erd Depot zum Sieben und ich weiß noch gar nicht genau was ich hier machen soll! Irgend einen Platz sollte ich zum Sieben für Erde frei lassen!

Auf jeden Fall müssen viele Steine aufgeräumt werden!

Am oberen Ende von meinem Miniaturwanderpfad, lade ich Schubkarrenweise ab und zieh es dann, als Übergang, mit dem Rechen runter, bis man da oben einigermaßen laufen kann.

Wenn das passt, kann ich weitere natürliche Steine am Schutthang entlang abladen, bis die 1000m² Schutt, am Nordhang, auch irgendwann zugedeckt sind. 🙈
Das ist super, weil wenn man ein bisschen rum kratzt, arbeiten sich sofort Steine raus und irgendwo müssen die ja hin!

Was man am deutlichsten sieht, sind die Kubikmeter an versamten und verholztem Unkraut!

Juhuu! ☺️💪

Endlich hab ich die Gewissheit! Es ist ein neues Baby in der Familie und die hat Power!

Die Samen bekam ich in getrockneten Früchten und die sahen für mich verdächtig orange aus!

Das ist eine orangene und damit eine Variation der roten.
Schärfe 6-7 und die gelbe hat 10+
Sie verbennt einem aber nicht gleich die Lippen, sondern kommt mehr so aus dem Hinterhalt! 😅

Unten ist sie noch grünlich und ich sollte noch warten. Vielleicht morgen!? 😀
Bald kommen mehr und diesen Sommer wachsen mehr gelbe als rote Charapitas.

Da stehen auch noch einige in Töpfen rum!
Die gelben werden für Chili Öl noch spannender, weil sie noch diese rauchige Note mit drin haben.

Die erste rote Paprika hab ich auch eben entdeckt.

Das sieht diesmal sehr vielversprechend aus! Frische rote Mojo ist der Hammer und ich freue mich auch auf eingekochte Soßen. Mit Tomatensoße, getrockneten Zuckertraube Tomaten, Knoblauch und verschiedenen Charapitas. 🙄 Eigenes Ketchup und mehr…

Paradox!

Also irgendwie ging mein letzter grüner Saft nach hinten los! 😂 Müde und lustlos, kämpfte ich mich durch den Tag.

Immerhin schaffte ich noch ein paar Tatsachen.

An zwei Stellen setzte ich neue Maracujas nach und ergänzte sie gleich mit Bittergurken. Es ist gut, wenn man immer wieder Maracujas dazwischen erneuert.

Hier haben sie sich selber gepflanzt.

Auch die Tobochos hab ich mit Tropfern ausgestattet, aber noch nicht angeschlossen. Besser wenn die erst mal antrocknen, damit die Bruchstellen nicht faulen.

Am Abend besuchte mich ein Imker, weil ich Bienen im Karton habe. Muss mir eine Bienenkiste bauen, oder kaufen.
Im allgemeinen kann es bei Bienen viele Probleme geben! Z.b. dass ein liebes Bienenvolk im Folgejahr plötzlich auf alles losgeht, was sich bewegt.
Unsere Bienen sind hier ja eigentlich super feundlich.

Am Abend machten wir eine schöne Schnüffelrunde. 🥰

Wenn Bimba am letzten Berg heimgetragen wird, genießt sie das Highlight des Tages! 😄

Haruto hat schon die ganze Zeit auf uns gewartet.

Dann noch ein Küsschen von Haruki, bis alles wieder seine Ordnung hat. ☺️♥️

Am Abend leuchtet das ganze Tomatenhaus gold.

Ich bewundere die Hosen aus dem antiken Stoff. Sie sind so toll, dass sie mir fast schon zu schade zumTragen sind!

Granatenmix!

Heute früh gab es den ersten regulären Weizengrassaft und ich inspizierte erst mal den Moringa Baum.
Mit Jauche gedüngt, explodiert er regelrecht vor Wachstum.

Die Blüten werde ich erst mal abschneiden, damit die Kraft in die Blätter geht.

Fantastisch! Bisher mache ich super Erfahrungen mit der fermentierten Jauche!

Er wird oft Wunderbaum, oder Meerettichbaum genannt. Wenn man die Knospen isst, schärft es auch ordentlich nach. Leider hasse ich Meerrettich, aber im Saft spürt man davon zum Glück nichts!

Jetzt noch das Weizengras und ein paar Blätter Jiaogulan. Da kann man auch die angekratzten Blätter rein mischen, die man nicht mehr unbedingt essen möchte.

Auch die Hühner feiern ihr erstes Frühstück!

Gleich bekommen sie ihr zweites, mit Orangentrester und grünem Schaum, auf Hühnerfutter, zum Brei gemixt.

Für Bimba probierte ich, direkt mit der Spritze, ins Maul, wie Cocolisa es bevorzugen würde. Sie fressen schließlich auch Gras.

Aber mit Bimba klappt es besser, wenn ich etwas in ihre Gemüsesoße mische. Ganz der Papa! 😀 Nur bei mir ist es Orangensaft, ohne den ich das Grünzeugs kaum runter kriegen würde.

Heute waren es schon 200ml. Also die 6 – 7 fache Tagesdosis. Mir zieht es auch gleich die Schuhe aus! 😅
Das müssten etwa 180gr. Proteine sein und Moringa ist ja allein schon eine Obergranate, die Inhaltlich so ziemlich alles schlägt.
NACHTRAG: Was laber ich? 60gr. Proteine. Es wurde schon grün in meinem Kopf!
Dann noch ein Schuß Jiaogulan…
Ich könnt trotzdem gerade wieder ins Bett, weil ich schon sehr früh aufgestanden bin! 😄

Bimbaˋs Dosis hab ich zum gewöhnen lieber gleich mal auf 3ml runter dosiert.

Zwei Tobocha’s stehen.

Auf deutsch würde man es wie Tobodscha betonen.

Den Platz vom Unkraut zu befreien war richtig übel! Gerade dort wachsen die meisten Pfahlwurzeln, die man einzeln mit der Zange rausziehen muss. Dazwischen Gräser mit diesen drahtigen Wurzeln.

Der trockene Boden ist so hart, das man sich wie im Steinbruch fühlt! Manche reden von Lehm, doch sie vergasen was Lehm überhaupt ist! Hier gibt es eher gesinterte, sandige Erde, die einfach verklumpt.
Während ein Klecks Wasser auf der Oberfläche liegen blieb, konnte ich locker 60l. in den Rootbooster pumpen.

Jetzt doch, Wurmloch! 😀

Zwei Bananen, zwei Rootbooster und ein gemeinsames Wurmloch. Bimba kontrolliert ihren neuen Schnüffelpark. 🥰

Gleich Mulch drauf, in der Hoffnung, daß dieses üble Kraut hier nicht mehr nach wächst.
Das ganze Erdreich ist mit Würmern und Mist voll gestopft.

Hach! 🤤

Muss ich feiern: Frische Knoblauch, Charapitas und vier Tomaten! 😄

In Mozarella Sahnesoße. 👆 Ziegenkäse Ravioli, mit karamelisierten Zwiebeln.
Ein wenig Tulsi!
Wenn die Käsesoße die Charapias fast unterdrückt und das fruchtige Scharf nur gelegentlich durch dringt. 🤤😋🥰

Tag 11.

Eben hab ich das erste Weizengras zelebriert!

Es macht schon Sinn, mit 12 Tagen zu arbeiten, aber hier darf ich mal eine knappe Hälfte ernten.

Perfekt! Dank der Mikroorganismen findet man im Substrat keine Schimmelspuren.

Ah, der Geruch, das saftige Knacken. Wie konnte ich ohne leben?

Den Schaum hab ich für Bimba abgeschöpft. Leider leckt sie ihn nicht direkt auf. Nachher mische ich ihn in ihre Gemüse Soße.

Ohne Schaum, fast 140 ml. Über vier Tagesdosen. 🤸

Mit fünf frischen Orangen, schmeckt er extrem lecker!
Vor lauter lass mich auch noch mit, vergas ich andere Kräuter mit rein zu mischen. Moringa wächst wieder super und Jiaogulan hat es auch reichlich! Ich hab das Gefühl sofort einen Effekt zu spüren! 🤸💪🏋️🌞

Da stecken ja neben dem Vitamin Cocktail, über 40gr. Proteine, feinste Essenzen und eine Granate an Mineralien.
Ein Basebildender Jungbrunnen!
Es macht gesund und glücklich!

Wie konnte ich ohne? Bereits in Deutschland trank ich den Saft jahrelang zum Laufen und mir kommen viele gute Erinnerungen damit hoch!

Übermorgen bekomme ich die doppelte Dosis! 😳😄 Juhuu! ♥️☘️

Zitrusfrust.

Darum fuhr ich meinen Orangentraum runter:

Die neuen Blätter werden hier immer sofort von Minierfliegenlarven durchbohrt.

Zwischen den Schichten kann man auch wenig dagegen unternehmen.

Sie fressen sich sogar in junge zarte Stämmchen.

Jetzt hab ich alle befallenen Blätter entfernt, weil es kommen schon wieder neue.

Zurück zu einer bewährten Methode. Gleich ein netz drüber, damit die Fliegen erst gar nicht dran kommen.
Das System ist noch nicht ausgereift, aber ich denke Folgendes: Aus Baustahl muss ich große Ringe biegen, die an drei Beine verschweißt sind. Aus dem neuen, feineren Netz passende Säcke nähen. Die Gestelle immer über den Bäumen stehen lassen. Vielleicht sogar das Dach fixiert und nur zeitweise die Wände hoch ziehen.
Weil die Lust vergeht einem sonst ganz schnell, wenn man mit Säcken über verbogenen Bäumchen rum hantieren muss! Auch mit drei Stütz Stangen, ist es ein übles Gefummel!
So könnte ich ein Minimum an Zirtronen und ein paar Orangensorten für den Eigenbedarf halten.
Die Masse an Orangen bringt Bananentoni vom Berg und irgendwann hab ich genug Mangas, um das auszugleichen.