Aufstrich

Die Tage gab es nichts aufregendes zu erzählen. Ich kann euch ja auch nicht täglich vollschwärmen wie großartig tägliches Barfusslaufen sein kann. Es scheint mir der kürzeste Weg zum Glück zu sein. Heute hing ich das erste mal an der Klimmzugstange. Gaanz langsam steigern, dass ich bis zur ersten Physio am Dienstag fit bin. 😀

Damit macht das Kochen gleich doppelt Spaß! Eine Nummer kleiner war gerade im Angebot und die Größe bringt es für mich genau auf den Punkt! Ein geniales Alltagsmesser!

Hab mal wieder einige vegetarische Brotaufstriche probiert und komme immer wieder auf Linsen. Andere schmecken oft nach möchtegern-Streichwurst und riechen nach Brühwürfel. Die Guten gibt es wenigstens ohne Geschmacksverstärker, haben dafür über 2% Agavendicksaft. Ausserdem dachte ich eh jedes mal, gut, aber mein selbstgekochtes Dal war mir lieber.

Die Gläser sind klasse, weil sie innen keine lästigen Ränder haben. Darin schüttel ich auch gerne meine Salat-Dressings. 🙂

Mal sehen wie lange das im Kühlschrank hält. Würde ich zwei mal im Monat verschiedene Sorten Dal kochen, hätte ich zusätzlich für fast 30€ leckeren Brotaufstrich. Dal geht immer und es ist ein guter Grund weitere Kombinationen zu testen.
Ansonsten bin ich meistens den ganzen Tag am rumwuseln. Keller, Wohnung, jetzt wieder das Büro rausputzen usw.
Sport läuft super und auch das Didgeridoospielen könnte kaum besser sein!

Bilanz

Gestern waren es bereits vier Wochen nach dem Crash und mit der ganzen Entwicklung kann ich mehr als zufrieden sein! Vor einer Woche spürte ich beim Laufen noch einen leichten Druck auf der Schulter, von dem ich jetzt erlöst bin. Inzwischen bin ich schon wieder ganz geschmeidig und spüre auch bei leichten Arbeiten keine Einschränkungen mehr. Hab langsam angefangen den Oberkörper zu trainieren. Die ersten Muskelkater sind auch schon überstanden! 🙂

Täglich gibt es ca. 150 Gramm Weizengras zu ernten. Das ergibt über 40 Gramm hochwertige Proteine und gigantische Mengen an Vitaminen und Mineralien.
Ein echter Augenöffner!

Wenn nichts dazwischen kommt laufe ich täglich 2 x 9 Kilometer. Achja, und ich nutze die Zeit um öfter zu kochen. Gelegentlich inspiriere ich mich im Netz und verbinde neue Ideen mit Bewährtem. Macht richtig Spaß und es war bisher immer extrem lecker! 😀

So steil wie heiß…

…gehts nach Oben!

14:30 Uhr, auf der Terrasse.

Nach 12 Tagen sind die Fäden raus und ich fühle mich wieder ganz gut hergestellt! Das ist fast schon untertrieben, denn das Laufen war bereits am frühen Morgen ein großartiges Highlight! 🙂 Erst gestern kam ich auf die Idee, dass ich mich ja auf meine flache Fluss und Waldrunde beschränken könnte, um am Anfang meine Gelenke zu schonen. Ähnlich wie auf der Insel, da kam ich auch erst nach Wochen auf die Idee, dass ich ja barfuss die Dorfstraße ins Tal und wieder zurück gehen könnte. Dann müsste ich nur an der Küste meine Runden mit Sandalen rennen. Das ist 100 mal besser um die Gelenke an den steilen Hügeln zu schonen! Also staune ich immer wieder, wie schnell das Hirn manchmal arbeitet und gleichzeitig scheint man auf manchen einfachsten Gebieten ein Brett vor dem Kopf zu haben! 😀 Also zumindest ich, manchmal. 🙂

Tag 8. Weizengras. In drei Tagen gibt es wieder energiereiche Vitaminbomben zum Frühstück.

Am Sonntag fuhr mich Rudi in die Ferne um mein Auto wieder zu holen. Ich könnte auch sonst fast täglich die besten Freunde auf dem Planeten zelebrieren! Sogar Javier, einer meiner Lieblingsnachbarn auf der Insel hat sich gemeldet! Der hatte nichtmal meine Nummer. 🙂 Ich war gerührt, weil ich mir das gewünscht hatte, weil ich mich nichtmal von ihm verabschieden konnte.
Nachdem inzwischen der größte Ansturm bewältigt ist, dürften langsam auch mal meine Nachzügler hier aufschlagen! Uli und Uli, Jochen und Jochen usw. 😉 😀 Sonst komm ich euch besuchen, bin ja wieder mobil! 🙂 Und ich liebe es!
Obwohl ich heute Morgen schon 7 Kilometer gerannt bin, trete ich schon wieder auf der Stelle und warte sehnsüchtig auf Abkühlung. Keine vier Wochen nach dem Crash bin ich schon wieder voll drin! Ein Traum!

2 x 4

Zwei mal täglich vier Kilometer. Neun Tage nach der Operation lief es schon wieder ganz gut. Wenn meine Gesundheit eine Brücke wäre, dann wäre ich gefühlt, schon wieder am schließen der letzten Lücke. Auf der einen Seite steht die Kondition, die immer noch jedem Zweifel erhaben ist. Zum Glück, denn ich spüre schon, dass man schnell abbaut, wenn man 3 – 4 Wochen nur noch rumhängt! Auf der anderen Seite sind es die Füße, die sich auch erst wieder an die Dauerläufe gewöhnen müssen. Nach über 10 Jahren täglichem Barfuss-Laufens, bin ich natürlich ein Meister und kann während dessen schon wieder ins Detail gehen. Das Becken ist das Zentrum und wenn das genau im richtigen Winkel steht, dann ruht der Oberkörper ganz locker und aufrecht in sich. Mit dem minimalen drehen der Füße, justiere ich genau den Winkel aus, bis der Oberkörper beim Laufen so gut wie gar nicht mehr schaukelt. Bin also schon wieder voll drin und schwebe immerhin 2 x täglich über meine halbe Laufstrecke. Sollte es perfekt werden, lauf ich die Tage wieder zwei mal acht Kilometer. Am Dienstag wird mein Blut auf Trombozyden untersucht und danach will ich nichts mehr von Trombosespritzen hören! Da renn ich doch lieber drei mal täglich! 🙂

Jedes Jahr gibt es hier mehr Selbsversorger, was einen großen Reichtum an Pflanzen und Bienen mit sich bringt…
…und einem schönen Outdoor-Stil-leben.
So schnell bin ich, dass ich die Umgebung nur noch verzerrt wahrnehme. 🙃

Ein erster Durchbruch!

Eben konnte ich schon das erste mal den Hügel hoch rennen und es war fantastisch! Heute Mittag hatte ich es schonmal probiert und es vorsichtshalber gleich wieder abgebrochen. Auch die Füße müssen sich wieder schrittweise daran gewöhnen. Als ich dann am Abend in den Sonnenuntergang lief war ich vor Freude gerührt und fühlte mich richtig erlöst. Keine Angst, ich werde immer sensibel lauschen und es ganz sicher nicht übertreiben! Das geht auch nur wenn ich fast wie eine Ballerina auf dem Vorderfuss federe. Alleine dafür müssen sich meine Füße erst wieder wochenlang steigern. Im Nachhinein scheint das meine beste Medizin zu sein, was mich nicht wirklich wundert. 🙂
Leider hatte ich keine Kamera dabei, darum gibts nur ein Foto von heute Mittag:

Seht ihr das breite Haus im rechten Drittel? Darin bin ich aufgewachsen. 🙂 Ganz oben hinter dem rechten Baum. Auch damals gab es dort schon viel Grün und viel Wald. Die Aussicht war ringsherum echt schön!

Wieder daheim

Montag Morgen konnte ich endlich wieder nach Hause gehen. Es wurde die Tage zuvor etwas langweilig, aber ich wurde dafür von einem sehr netten Team verwöhnt! Sie haben mich wieder zusammen geflickt! 😀
Danach konnte ich mich sogar darüber freuen, dass ich trotzdem mein Gewicht halten konnte. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie ich darauf brenne wieder barfuss rennen zu gehen! Aber meine Schulter ist derweil noch anderer Meinung.

Schon bei den ersten Schritten spürte ich, dass es jetzt wieder steil aufwärts geht. Hab als erstes einen Barfussspaziergang gemacht und dann reichlich Besuch empfangen.

Andy, mein Lieblingsfreund kutschierte mich heute durch die Gegend um wieder die wichtigsten Dinge für meinen Alltag zu besorgen. Ganz oben stand Weizen, mit dem ich heute bereits das erste Weizengras angesetzt hab. Edle Essenzen für Salate, die Küche und auch das Bad sind wieder vollständig. Hab gleich ein leckeres Dal gekocht:

So einfach, so gut! 🙂

Jetzt gibt es noch eine ganze Menge zu organisieren. Aber es ist auch schön, dass ich mich nebenher wieder verwöhnen kann! Ich freue mich echt sehr wieder hier zu sein! 🙂

Gelöst

Kabel, Schläuche, Nadeln, alles weg. Fühle mich aufrecht wie lange nicht mehr! Die op. war auch für sämtliche vorgeheilten Bereiche kein Rückschlag. Ein Glück, denn das konnte mir nicht versprochen werden!

Hier hänge ich gerade gerne Rum und warte immer noch auf meinen fetten Früchtebecher mit Eis und Sahne. 😃
Es lässt sich echt ganz gut aushalten!
Abends wird hier viel gefeiert, aber das kann ich ja mit meinen Kopfhörern ausblenden. Die Dinger sind der größte Segen hier!

Super Neustart!

Gleich nach der OP. lachten wir zu dritt in unserem Zimmer! Keiner hatte die geringsten Beschwerden und es waren interessante Unterhaltungen.

Zwei sind weg, jetzt kam ein neuer Kerl. Auch lustig! Ein Livemusik Fan, der immer viel rumtourt. Jetzt bin ich der Chef der Fernbedienung! 😄 mit meinem Noise-Canceller Kopfhörer hab ich das komplette Schnarchen mitsamt Straßengeräusche ausgeblendet. Ursprünglich zum Fliegen gekauft, hat er mir auch so schon zig mal das Leben erleichtert! Vorgestern bekam ich noch ein langes Hörbuch. In meinem Archiv liegen noch viele weitere, die ich vorher noch nie gehört hab. Das Essen war bisher ausserordentlich gut! Wie im Urlaub! Aber das Wichtigste ist, dass ich mühelos aus dem Bett hüpfen kann und kaum eingeschränkt bin.

Morgenstunden

Da lass ich nichts anbrennen und geh gleich raus um barfuss zu laufen.

Hab mal wieder meinen Finger im Spiel, aber was solls. Ein traumhaft schöner Platz mitten in meiner Laufstrecke. Heute ist es natürlich nur eine Spazierrunde.
Unser Albaufstieg. 🙂 Das sind die Momente, nach denen ich auf der Insel eine sehr große Sehnsucht hatte!
Einfach barfuss auf dem warmen Boden weiter zu watscheln, fühlt sich an, als würde ich den Planeten umarmen!
All meine Pferde auf der Runde. Viele kennen mich noch, denn ich grüße sie jeden Tag und manchmal wiehern sie zurück! 🙂 Der Große kam eben neugierig hinter dem Baum vor.
…und Maultiere. Da vermisse ich nichtmal die Meeresbrise, denn ich mag den Duft dieser Gegend!

Zum Glück haben wir es so schön! 300m. bis ins Grüne und das geht soweit das Auge reicht. Genauso schnell wäre man hier im Wald und am Wasser.

Jetzt mein Highlight. Barfuss durch die Natur mit einer meiner selbstgenähten Hanfhosen, durch die der Wind nur so strömt. Leider findet man solche Klamotten/Stoffe immer seltener, denn sie bringen das Sommerleben aufs nächste Level! Das garantiere ich euch!!

Ansonsten sind seit heute Morgen alle Untersuchungen und Vorbereitungen abgeschlossen. Morgen Narkosebesprechung, Donnerstag – „Neustart“. Bin beruhigt! Man kennt den Arzt aus der BG-Tübingen und da war er schon der große Schulterexperte!