Als ich nach dem Laufen mit dem Frühstück zurück kam, fiel mir ein, dass ich vergessen hatte Orangen für meinen täglich frischen Saft zu kaufen. Doch im selben Moment sah ich im Garten eine auf dem Boden liegen. Zwei weitere fielen fast von selber ab. 😉
Also gab es mal wieder den besten Saft auf der Welt!
Eine musste ich natürlich auch mal komplett probieren. Sie sind zwar nicht so leicht zu zerlegen, schmecken so aber fast noch besser als im Saft.
Eben tauschte ich bei einer Gärtnerei mit einer netten Verkäuferin die ich vom letzten Winter noch kannte nochmal Karten aus. Dabei erklärte ich ihr nochmal meinen Künstlernamen „GöG“ und, dass hier alle „Gott“ sagen, weil es keiner aussprechen kann. Als ich ihr übersetzt hatte was das bei uns in D. bedeutet lachten wir beide herzlich darüber. Dann verabschiedete sie sich mit einem lieben: „Hasta Luego Gott!“ 😀
An der Musikmaschine gibt es immer noch täglich Probleme zu lösen. Es ist eine ganze Kette mechanischer und elektronischer Aufgaben die es noch zu lösen gibt. An den Instrumenten der Walze gab es folgendes:
Die neuen Hebel hab ich leider etwas zu weit nach hinten gesetzt, damit sie mir zum Bedienen etwas komfortabler entgegen kommen. Aber solch kleine Veränderungen rächen sich an anderer Stelle manchmal bitter! Es wurde einfach zu eng für die Hebelchen und ich verbaute mir damit viel Raum für Toleranz, die einem das Leben leichter macht. Auf dem Bild verschloß ich erst mal alle alten Bohrungen mit Kunstharz. Die Schrauben darunter musste ich erst mal mit einem Tropfen Wachs vor dem Kleber schützen.Natürlich sah ich es schon kommen, dass das Ganze beim Bohren und Gewinde schneiden schnell ausfransen könnte. Ich versuchte es trotzdem. 🙂Hier umwickelte ich das Gehäuse dann doch sicherheitshalber mit einer Verbindung aus Superzwirn und Kunstharz. Jetzt kann nichts mehr auseinander brechen!Doch leider muss man bei dieser Maschine gleich alles zehn mal machen! Ich seh schon das nächste Problem kommen, aber auch die Lösung!Und wenn ich schonmal am Kleben bin repariere ich den Transportschaden der neuen Sitar auch gleich. Der Kürbis-Rand vom Gehäuse wird innen noch öfter mit Harz beschichtet. Dann wird sie stabiler und klingt auch noch etwas knackiger!
Sobald alles trocken ist und es endlich weiter geht werde ich wieder Fotos davon machen. Jetzt gehen wir erst mal nach Puerto de la Gruz ein neues indisches Restaurant testen. 🙂
Also eine gute Nachricht vorab: Mein Internet ist so rasend schnell, dass ich in 3 Sekunden ein 4MB. großes Foto hochschieben kann, genial! 🙂 Weniger gut ist, dass meine Kamera gestern etwas verstellt war, was teils leider zu etwas verrauschten Bilder führte. Aber ein paar akzeptable Fotos hab ich euch ausgesucht.
Gestern flitzen wir bei uns gerade mal 10 Minuten den Berg hoch um dort das Auto zu parken und einen besonderen Weg zu suchen.
Es ging erst mal richtig steil nach oben. Wege, die bei uns ohne Treppen undenkbar wären!
Doch direkt um die Ecke wurde man mit einem Schmuckstück von Landschaft belohnt, die Christian ganz treffend als ideale Filmkulisse beschrieb.
Dort geht man immer wieder über schöne Lava- Muster.
Die Wege waren geheimnisvoll und machten einen immer wieder neugierig zu sehen, was hinter der nächsten Ecke kommt.
Noch geheimnisvoller war es, selbst barfuß zu spüren, dass viele Stellen über Höhlen verliefen und der Boden ständig seinen Klang veränderte. Die Erde schwingt spürbar, wenn man darauf rumhüpft. 🙂
Diesmal zog ich es durch und ging die komplette Wanderung Barfuß.
Es ging nicht immer über diese schönen Teppiche aus Piniennadeln.Aber bis auf ein paar steinige Abschnitte war es einfach nur traumhaft, die schönen Wege unter den Füßen zu spüren!Mitten im Wald gab es fantastische Ruinen und Terrassen.Und immer dort wo die schönen Flechten in den Bäumen hängen, darf man sich glücklich schätzen, wenn der Himmel über einem strahlend blau leuchtet!
Und wir hatten Glück! Zu Beginn war es im Tal schattig und bei uns schön, später zog es erst im Osten zu und dann im Westen.
Bei einer Rast blickten wir direkt zu uns runter… 🙂…oder hoch zum Berg.Immer wieder spürte ich angenehm frische Moos- und Graswege unter den Füßen. Es ist so ursprünglich, so natürlich und doch erneuert sich das Wunder von Augenblick zu Augenblick, wenn man damit Schritt für Schritt verbunden ist!Auf dem Weg zu Auto war es nicht mehr zu übersehen, dass wir mal wieder das perfekte Timing hatten! …und, dass hier die Elektik manchmal wie kinetische Skulpturen im Wind weht. 😀
So nennt man es doch, wenn große Elemente z.b. beim Schiffs – oder Flugzeugbau zusammengeführt werden. Bei mir war es die Musikmaschine mit ihrer neuen Magnetwalze:
Jetzt wurde das kleine Maschinchen erwachsen! 🙂 Die Magnetwalze spielt nun 10 Midi-Instrumente vom Ipad ab. Mit insgesamt 14 Instrumenten hat sie halb so viele Sounds wie „Doretta“ und kann also schon ein gewaltiges Spektakel veranstalten! 🙂
Die 10 neuen Instrumente machten mir ganz schön viel Arbeit und es liegt noch ein weiter Weg vor mir. Aber es groovt!
Die kleine schwarze Khan Sitar ist noch viel besser als ich sie in Erinnerung hatte! Aber das Beste ist, dass sie sich ebenfalls mit dem Chellobogen spielen lässt und das sogar auf der Maschine und während dessen! Jetzt hab ich zwei elektrische spitzen Sitars am Start, falls mal eine eine größere Reparatur, wie z.b. eine neue Brücke nötig hat. Die hab ich natürlich im Gepäck!
Für den Transport brauche ich jetzt noch etwa 30 min. Vorbereitung. Das lässt sich aber bald auf 15 min. reduzieren. Dann kann ich die Maschine und das Fahrzeug hochkant und spielend ein- und ausladen.
Wir erinnern uns noch genau, wie verlegen uns die Verkäuferin mit ihren traurigen Pflänzchen angeschaut hat. Im April setzte ich drei kleine Stängelchen in die Erde, die nichtmal so dick waren wie ein kleiner Finger. Sie waren auch noch mit Spinnmilben befallen und beim Transport fielen bis auf eines, sämtliche Blätter ab. Aber sie wurden liebevoll auf meinen künstlichen Minihügel gesetzt, unter dem ich einen riesen Fels verbuddelt hab. „Mehr Luft für die Wurzeln“, dachte ich und das ist das Ergebnis nach gerade mal acht Monaten.
Mein großer Dank geht hier vor allem an Geza, der mir mit einem großen Vertrauensvorschuß entgegen kam und sich den ganzen Sommer treu um meinen Garten gekümmert hat! Mit ihm suchte ich kurz vor meiner Heimreise auch noch die ganze Gegend ab, um überhaupt noch Papayas zu finden.
Wie fett, oder? 🙂
Inzwischen haben wir auch bei Geza gemeinsam schon viele tolle Aktionen gemacht: Z.B: Regenrohre umgeleitet und damit das ganze System verbessert. Eine neue Regenrinne dazu gebaut und z.b. einen Service-Deckel installiert, damit man bei Rückstau an einer uneinsichtigen Stelle den Ablauf kontrollieren kann… Bäume geschnitten und gepflegt… und es gibt immer was zu tun. Manchmal erinnert er mich mit seiner ruhigen Art etwas an Tommy! Denn harmonischer kann eine Zusammenarbeit gar nicht sein! 🙂
Erinnert ihr euch an die Manga mit der großen cremigen Frucht? Die bekam nun natürlich einen Ehrenplatz den ich mit einem tollen Experiment ausgestattet habe:
Es versteckt sich unter dem Stein.
Dort ist ein Deckel:
Der Deckel dichtet ein Rohr darunter ab.Wenn man den Deckel abnimmt kann man sehen und fühlen was sich für ein Milieu in z.b. 40cm Tiefe befindet. Denn auch wenn es nach ein paar Tagen oberflächlich zu trocknen scheint, kann es weiter unten im Boden noch klatschnass sein. Das mögen z.b. Orangen und Palmen gar nicht! Und weil ich es lieber genau wissen will, grabe ich an unterschiedlichen Stellen noch mehr Rohre ein, damit man die automatische Bewässerung mit den neuen Erfahrungswerten besser einstellen kann. Es gibt ja noch fast 100 Quatratmeter Garten der mit Unkrautfolie und den schwarzen Steinchen abgedeckt ist. Vor allem dort kann man sonst nur spekulieren, wie es in einem halben Meter Tiefe mit der Feuchtigkeit aussieht!
Eine andere edle Manga hätte sich fast selbst den „Hals abgeschnürt. In der Kerbe war eine verdrehte Klarsicht-Folie versteckt, die früher sicher mal dem Pfropfen gedient hat.
An einer anderen Stelle stand nochmal dasselbe Mango Bäumchen, das ich bis auf ein einiges Blatt zurück stutzen musste:
Bei der gab es das Problem, dass ein ganzer Busch aus dem unteren Stamm gewuchert ist, der auch den oberen veredelten Teil dominierte. Erst jetzt fängt die gewünschte Spitze an zu treiben. Nach dem Knick sieht ma auch hier, wo die Spitze in den alten Stamm rein gekünstelt wurde.
Auch der ältere Mangobaum beginnt nun nach der ersten Ernte wieder auszutreiben. Die ersten Früchte waren zwar noch klein, aber lecker wie ein Mangokonzentrat!
Vor einer Woche schien es die beste Zeit für einen Baumschnitt zu sein. Und es gab eine Menge zu richten:
Viele Orangenbäume hatten einen üblen Schädlingsbefall. Auch nach dem mehrfachen Spritzen mit Neemöl gab es auf den alten Blättern noch eine ziemlich üble Sauerei.Inzwischen hatten die Bäume bereits über ein halbes Jahr zum wurzeln und aklimatisieren. Doch bevor die neuen Triebe kommen wollte ich z.b. diesen hier gezielt in Form bringen. Denn was nutzt mir ein drei Meter hoher Besen?So sieht er jetzt aus und er treibt bereits nach drei Tagen aus allen Ecken und Enden. Untere Äste lasse ich genau dort wachsen wo ich sie später sehen will. Da der Stamm sich nach links neigt wird es rechts ein paar Hauptzweige geben die, leicht nach unten hängend, für die richtige Balance sorgen.Noch ein letztes Bild in der Hippie Version. Sieht ja fast schon aus wie meine Frisur. 😀Auf dem Foto sieht er ganz schön gestutzt aus. 🙂 Aber was weg muss muss weg! Denn fast 80% wuchsen gerade nach oben. Und je weniger Zeit man verlieren will desto konsequenter muss man handeln!
In etwa vier Wochen zeig ich euch nochmal ein Foto zum Vergleich.
„Ich bin drin“ 🙂 ..wie „B.B.“ schon zu sagen pflegte. 🙂
Nachdem ich verschiedene Optionen probierte entschied ich mich heute für ein mobiles Kästle mit dem ich ziemlich überall ins Netz kann. Das werde ich natürlich ausgiebig testen und davon berichten… später schreibe ich auch noch Neues von der Musikmaschine… bis dahin hab ich euch ein Bild von einem schönen Regenbogen. 🙂
Das war zumindest mein Eindruck bei der letzten Wanderung am Samstag. Über die Hälfte lief ich wieder barfuss und schlüpfte nur in die Sandalen wenn der Boden zwischen durch mal zu feuchtkalt wurde.
Unsere Tour begann bei „Los Erjos“, einem Dorf in der Nähe der kleinen Seen.
Auf dieser Höhe ist der wolkenlose Himmel alles andere als selbstverständlich.Bereits am Anfang kann man sich kaum entscheiden wo es am schönsten ist, aber Jeanot hatte natürlich einen Plan.Es ging direkt in einen Lorbeerwald, der ein richtiger Urwald ist.Eine Aussicht in ein schönes Paradies. Es war so schön still! Am Horizont sieht man wieder La Palma.Tolle Bäume, Felsen, Moose, Flechten und ein Farn den ich bisher noch nicht gesehen hatte.Die Neugierde zieht einen immer wieder hinter die nächste Kurve!Die Pfade wurden kleiner und es schien endlos den Berg hoch zu gehen.Oben wurde man mit dieser Aussicht belohnt.
Hinten rechts seht ihr die Lavafelder vom vorletzten Samstag, den ich neulich erst postete. Rechts geht der Grad hoch vom letzten Samstag, an dem wir am Ende im Tal der Seen ankamen. (siehe Mitte vom Bild) So bekomme ich zumindest in dieser Ecke langsam einen zusammenhängenden Überblick.
Dort gibt es allerdings endlose Möglichkeiten in alle Richtungen…
Jeanot enteckte eine Gottesanbeterin.Wieder auf dem Weg zu unserer Küste stoppten wir kurz an einem weitern Aussichtspunkt.In der anderen Richtung sieht man unser schönes Nachbardorf Garachico mit seiner kleinen Insel. Drei Halbinseln weiter sieht man Buen Paso. Man kann also diesen Platz hier oben bei schönem Wetter auch von uns aus sehen.Um die Ecke waren wir noch gemeinsam Essen. Nicht viel später zog es sich da oben wieder zu und es entstand wieder diese typisch mystische Stimmung in den Wolken.
Die Tage bekam ich ein Netzteil, das mir mein Kollege Sancho geschickt hat. Nun kann ich also endlich wieder Fotos von der Kamera hochladen. Darum bekommt ihr nun die Bilder von der vorletzten Wanderung zu sehen.
Erst ging es den Pass Richtung Süden und dann über Seitensträßchen auf diese schöne Hochebene.Jeder Hügel sieht anders aus……wer Feigen mag kann sie hier reichlich in der Natur Pflücken.Hier erreichten wir ein Lavafeld.Es war so schön……dass ich mir die Freude nicht verkneifen konnte!Mit dem Blick nach Westen sah man La Gomera. Hier konnte man auch einen Deckel vom Wasserkanal öffnen und seine Flasche füllen.Ein schöner stiller Platz zum rasten.Als es zwischen den Pinien den Berg hochging dachte ich echt: „Boah, das ist Sport!“ 🙂Aber die Schönheit und Neugierde trieb uns immer weiter durch die Natur.…nur noch ein Foto, dachte ich.Doch wie kann mich sich bei solchen Motiven bremsen?Links sieht man zwei Vulkane auf denen ich auch mal rumstiefeln will.Dann gings wieder durch den nächsten Wald, der mir noch besser gefiel!
Morgen geht es wieder durch die Natur. Inzwischen hab ich auch die Gewissheit, dass es so viel zu entdecken gibt, dass man nie an den Punkt kommen wird, an dem man glauben könnte bereits alles gesehen zu haben!