Luftfilter

Habt ihr das Bild meiner Waage im letzten Beitrag gesehen? Darauf seht ihr den Saharastaub, den der Calima mit sich bringt. Das geschieht etwa drei mal in zwei Monaten.
Natürlich freuen wir uns über die Wärme, die mit dem Staub zu uns kommt, aber wenn ich an meine elektronischen Geräte denke, tut das richtig weh! Ausserdem verträgt nicht jeder diese Luft und manchen brennt sie sogar in den Augen! Bis auf eine gelegentlich leicht trockene Nase bekomme ich allerdings nichts davon mit.
Jetzt hab ich mich entgültig entschieden so schnell wie möglich einen Luftfilter zu bauen und die gefilterte Luft direkt in den Wohnwagen zu blasen. Erinnert ihr euch an meine Mosquitofalle? Umständehalber kam diese bisher kaum zum Einsatz, was mir wegen der hohen Investition ebenfalls etwas schmerzt. Aber das kommt schon noch, wenn meine neue Finca nach Aussen abgeschlossen ist. Das ist ein Link zu der Mückenfalle in dem ihr auch das modifizierte Lüfter-Gehäuse sehen könnt.
Zu meinem Flüsterlüfter und schallgedämpften Gehäuse kamen später noch zwei professionelle Schalldämpfer, die in den Luftschlauch gesteckt werden. So hört man auch beim Schlafen nichts! Sonst regelt man das Ding runter, weil er ja nicht gerade alle zwei Minuten das gesamte Luftvolumen wechseln muss.
Heute war meine Isabel von meiner Spontanität überhaupt nicht überrascht und hüpfte gleich begeistert ins Auto. So konnten wir gleich ihre Schuhe zum Lidl zurück bringen, die man dort ja schlecht anprobieren kann. Das hat die Aktion mit meinem Einkauf nochmal ergänzt.
Beim Baumarkt schnappte ich zuerst eine Flies/Aktivkohle- Matte und lies mir auf die Maße das Holz für ein Luftfiltergehäuse zuschneiden. 20 € und einen Berg von Restholz gabs gleich noch gratis dazu. An der Kasse traf ich noch einen guten Freund aus dem Tal, der endlich Isabel kennen lernte, von der er ja hier schon einiges gelesen hat.  🙂
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher nach Garachico, um bei Abuelo ein Eis am Meer zu schlotzen. Noch tanken, eine Reservierung im Restaurant abchecken und die Mission hatte sich voll gelohnt.

Zum Filter: Der Kasten wird etwa 60 x 50 cm groß und 25cm tief. Eine offene Seite wird mit Rahmen und Gitter ausgestattet. Darauf kommt die Filtermatte und ein zweites Haltegitter. Dann noch der Saugschlauch, der in die Stirnseite geleitet wird. Geplant ist, den Kasten hochkant, oder mit der Öffnung nach unten aufzustellen. Würde ich ihn schwarz anmalen, könnte ich ihn über den Winter auf das Dach vom Wohnwagen stellen, damit er sich mit der Morgensonne erwärmt und die Warmluft reinbläst. Im Sommer kann man ihn zwischen die kühlen Bäume hinter dem Wohnwagen stellen.
Im Boden vom Wohnwagen säge ich ein Loch mit 10cm, das unter einer Sitzbank rauskommen wird. Zum testen klemme ich eine Flachdüse unter die Sitzbank und wenn sich das Ganze bewährt, schneide ich bei der Bank, im Wadenbereich, einen schmalen Lüftungsschlitz, der mir vor allem über Nacht gefilterte Luft zubläst. Aber auch am Tag! Danach kann ich dann den Wohnwagen von oben bis unten einmal richtig feucht durchwischen und bei Calima sowie bei meinen Bauarbeiten alle Luken dicht halten.
Bin jetzt schon gespannt wie der Filter nach ein paar Tagen bzw. Wochen aussehen wird!
Mal sehen ob ich es morgen komplett hin bekomme. Nach meinen 50 Schubkarren gestern, wird diese Arbeit morgen ein schöner Ausgleich.

Dann hatte ich heute noch Besuch von einer netten Nacbarin, die mit ihren zwei Jungs vorbei geschaut hatte. Der kleine, etwa 7, hat mich derart ausgefragt bzw. vollgelabert und ich hab so gut wie kein Wort verstanden.  🙂
Den vierzehnjährigen Bruder verstand ich am besten, weil er ein Gespür für die Situation hatte und sehr deutlich gesprochen hat.
Aber auch bei den schwersten Kandidaten merke ich, dass es alle fünf Minuten etwas besser, oder zumindest weniger schlimm wird. Achja, dann lernte ich noch einen sehr netten Plantagenarbeiter kennen. Der erste Mensch den ich am Hinterausgang der Plaatge gegenüber gesehen hab. Ich stellte mich vor und sagte, dass ich ein Künstler bin, worauf er erwiederte: „Ja klar, ich kenne schon das Bild deiner Musikmaschine. Manuel hat es mir gezeigt.“ Natürlich im breitestren Kanarisch, aber den verstand ich ganz gut!  🙂

YES!

Endlich endlich, hab ich die fünf Kilos runter! Das könnte je nach Gefälle pro Schritt locker 15 Kilo ausmachen. Jetzt will ich noch ein überflüssiges Kilo runter schaffen, damit die tägliche Pufferzone sich zwischen 64 und 65 Kilo bewegt. Heute Nacht, als ich mich im Bett gedreht hab, zog ich zur Abwechslung ein Knie ganz nach oben und es war nichts im Weg.  😀
Es fühlt sich fantasisch an und ich schlief lächeln wieder ein!

Heißer Tag

Heute hab ich mal so richtig geschwitzt, aber ich wollte auch einen sportlichen Tag durchziehen! Das vierte Kilo ist nach einem langem Kampf endlich weg. Jetzt zieh ich das fünfte auch gleich durch, damit ich beim Laufen endich wieder eine grandiose Leichtigkeit spüren kann.
Calima war auch noch. Seht mal die Temperatur im Vorzelt, was ja ziemlich offen ist.

Da hab ich mal ne Stunde Siesta gemacht, ansonsten hab ich von 9. bis 19:00 Uhr fast durchgezogen. Heute fiel mir noch eine Kleinigkeit auf: Bisher musste ich immer viele Spülschwämme kaufen, weil es mir die Dinger andauern weggeblasen hat. Obwohl ich sie im Windschatten liegen hatte. Jetzt liegt so ein Schwamm seit Tagen auf der Mauer und der wackelt nichtmal vom Wind.
Auf Dauer macht sich der Unterschied im Alltag doch sehr bemerkbar.
Heute kam das erste mal ein Seelchen bei mir vorbei, oder besser zwei. Ein Minihundchen rannte bei mir rein und ein kleines Mädchen versuchte ihren Hund wieder einzufangen. Hundi machte sogar ein Männchen und tupfte mich dabei mit beiden Pfoten an. Dann hat die kleine ihren Schatz wieder gekriegt. Entschuldigte sich und war schon wieder weg.
Das Werk von dem ich Erde heute abgetragen hab, zeige ich euch wenn es fertig ist. Hier hab ich alles aufgehäuft um mit dem ersten Garten anzufangen:

Gleich neben dem Wohnwagen kommt der erste Ziergarten, den ich stark erhöhen will um die gerade Mauer hier und da mal optisch zu unterbrechen. Das Werkzeug markiert grob den Verlauf des ersten Beets. Hinten wird es von einem Steingarten eingefasst und zur Fläche hin wird es immer flacher.
Im Park hab ich ja viele Schätze von alten Steinen rumliegen, mit denen ich meine letzte Arbeit optisch nochmal toppen kann.
Die Fläche bekommt auch noch den ein oder anderen Hügel oder eine zweite Ebene mit einer kleinen Mauer eingesäumt. Ein paar Felsen und etwas Totholz werden wieder Akzente auf dem schwarzen Pikon setzen.
Bis auf ein paar filigrane Palmen werde ich in diesen Garten eher mittelgroßen und kleinen Pflanzen setzen, weil ich den Meerblick meiner Nachbarn nicht zubauen will.
Weiter hinten wo es eh keinen mehr stört setze ich eine ganze Reihe Yucca Palmen, die in ein paar Jahren zu einer richtigen Wand heranwachsen werden. Dann hat man auch auf der Ebene ein paar uneinsichtige Stellen.
Auf dem folgenden Bild, wo die Hecke anfängt, pflanze ich die Yuccas, die dann wie in einem Halbkreis stehen sollen. Letztendlich entscheide ich aber die Feinheiten beim Bauen. Etwas links vom Regenfass setze ich meine große Bouganville, damit sie den Zaun nach links mit Blüten zuhängt. Zwischen den beiden Beeten baue ich vielleicht eine simple Pergula aus Pfosten und Drähten, damit das Dach schön mit drei Sorten Maracujas zuwachsen kann.
Der Weg nach Hinten muss sich auf jeden Fall zwischen Bäumen und Beeten schlängeln und darf nicht gerade sein.

Das waren einige Schubkarren heute. 🙂 Es ist eine schöne Mischung aus Steinen, Sand und einer Erdmischung, die mit Kompost angereichert ist. Fehlt nur noch meine rote Erde und der schwarze Pikon und dann wachsen die Pflanzen wieder wie irre! Auch die Bewässerung bringe ich mit meinen letzen Erfahrungen auf ein ganz neues Niveau.
Um 19:00 Uhr hatten wir noch über 20 Grad. Am Horizont sieht man deutlich den Calima.
Demnächst muss ich mal zur Nachbarstraße hochflitzenn und Fotos knipsen. Die Nachbarn schwärmen schon von der Veränderung. Dabei hab ich noch gar nicht angefangen. 🙂

Termiten

Heute hab ich nochmal ein paar Stunden den Park aufgeräumt. Die Arbeit wäre eigentlich locker, aber es frisst halt viel Zeit! Folgende Arbeit war allerdings nicht soo easy: Unten links an der Wand haben sich jahrelang Palmblätter und ein kompletter Hühnerstall angesammelt. Das Meiste hab ich heute mit dem Seil hochgezogen.

Auf dem unteren Bild ist schon fast alles weg. Für den Kleinkram hats heute nicht mehr gereicht. Schade, weil darunter kommt eine schöne Mauer hervor die gegenüber wie eine Rampe nach oben führt. Die Rampe ist fast 1,50 breit und meine Mauer hat darüber eher an die 2 Meter Breite. Nach ein paar Metern sieht es so aus als wäre eine breite Sitzbank eingearbeitet.
Über dem alten Eimer seht ihr einen Baumstumpf in dem ich Termiten gefunden hab.

Zuerst lief ich den ganzen Weg zum Wohnwagen zurück um die Kamera zu holen. Dann kletterte ich wieder runter um beim Fotografieren zu sehen, dass die Speicherkarte noch im Wohnwagen lag. Addiert sind das etwa 240 Meter und über 20 Höhenmeter.  😀
Hier, die Termiten und vor allem das innere Gerippe im Baumstamm sieht original wie bei Didgeridoos aus! Dieses dunkelbraune Bauwerk im Innern dient den Termiten um Pilze anzubauen von denen sie sich ernähren. Diese Termitenart müsste aus dem Boden kommen und die würden eigentlich  Totholz, wie Schränke oder Häuser nicht anrühren.
Aber sicher sein kann ich da auch nicht, weil es gibt viele Termitenarten und die Didgebauer gibt es nur in den Tropen.

Vielleicht sollte ich doch noch ein paar Eukalyptusbäume pflanzen!?

Abhang und Park

Heute haben wir den Kaufvertrag unterschrieben. Den angebrochenen Tag nutzte ich für Arbeiten die eigentlich nicht so wichtig wären, aber ich will auch dort einen Fortschritt sehen, damit ich die Gesamtlage besser einschätzen kann. Es ging mir zuerst um einen besseren Zugang in meinen Park.
Zuerst zerrte ich so viel Gartenabfälle wie möglich aus dem steilen Abhang.

Dann begann ich die ersten Tonnen Schutt nach unten zu ziehen und zu schieben. So trage ich oben langsam Material ab und unten bildet der ganze Schutt nach und nach einen flacheren Übergang.

Unter dem Schutt kommt noch mehr Schutt, aber nach einer Stunde kam auch schon langsam mehr und mehr Erde hervor. Es war wahnsinnig rutschig und selbst die größten Steinplatten dienten bestenfalls, um damit den Steilhang runter zu surfen.

So sieht es gerade von unten aus. Immerhin kann ich mal mit den ersten Eimern runter steigen um die ersten Dornen und Kletten aus dem Park zu schneiden.

Gleich nach dem Eingang hab ich ein paar Meter der ersten Mauer grob befreit, um zu sehen was hinter dem Gestrüpp vorkommt. Ein bisschen putzen und der Boden ist so gut wie fertig.

Einige Meter weiter entdeckte ich nochmal eine ganz nette Ebene. Direkt vor meinem Bambusfeld liegt ein netter Steinsockel, auf dem ich vielleicht mal eine Steinbank errichten werde. Wenn man gegenüber aufräumt hat man einen schönen Meerblick und durch den Bambus hat man den absoluten Sichtschutz. Dort scheint auch die Sonne, eigentlich perfekt für FKK! Ich könnte es auch säubern und die Fläche mit Kies und Sand einebnen. Dann ein Anti-Unkrautflies drauf und mit etwas feinem Strandsand auffüllen.

Folgendes Bild hab ich für den Überblick reingesetzt. Weiter hinten seht ihr ungefähr in der Mitte des Tals das bräunliche Bambusfeld.

Darüber hängen wieder schöne Farne…

Und darunter eine bunte Mikrobotanik. An solchen Stellen könnte man ganz sicher Orchideen direkt in die Mauer setzen. Langsam glaube ich, dass mindestens 100 Meter mit Farnen zusammen kommen. Wenn ich dort etwas reinsetze, dann nur Pflanzen die sich perfekt einfügen.
Es könnte aber sein, dass ich hier und da noch einen Avocadobaum rein stelle, denn für die gibt es die perfekten Plätze. Avocados können auch groß werden und ein schönes Dach bilden unter dem sie noch viel Platz lassen.

Hier schaue ich gegenüber die Mauer herunter, wo ein Wasserkanal abläuft. In dem Garten darunter war ich noch nie und wüsste auch noch nicht wie ich da ohne zu klettern hinkommen könnte.

Alle Mauern sind historisch.

Wenn man gut zwei Meter runter sieht, kann man beim Wasserkanal einen Knick nach links erahnen.

Kein tolles Foto, aber das ist mein Baum. 🙂 Scheint mir ein mächtiger Feigenbaum zu sein. Das ist ziemlich weit hinten im Tal. Die Mauer auf der ich stehe sieht aus wie ein Balkon und irgendwo da unten ist noch ein Garten.

Wenn man an der Stelle nach links sieht, erkennt man im Djungel, dass auch die untere Mauer einen schönen Bogen nach rechts zieht.

An der Rückwand macht der Kanal hier schon einen Bogen, der insgesamt über 90° nach rechts dreht. Alles ist echt nur schwer zu überschauen, weil man immer nur Abschnitte sieht, nachdem man mal wieder durch ein Stück Djungeltunnel gekrochen ist.

Es übertrifft meine kühnsten Träume und solch einen alten Garten kann man weder arrangieren noch für alles Geld der Welt kaufen. Es sei denn man hat ganz großes Glück!
Oben auf dem Berg wo immer der kühle Nebel hängt sieht ma sowas an jeder Ecke, aber unten im schönen Buen Paso, wo es eigentlich immer warm ist, sah ich noch nie etwas vergleichbares!

Diesen Winter schaff ich es höchstens meine Lieblingsebene im Park halbwegs aufzuräumen. Dabei achte ich genau darauf was ich abschneide, denn das Dach darüber soll so vollständig wie möglich bleiben, damit ein großer Teil vom Garten geschützt und geheimnisvoll bleibt.
Diese Woche wird es Tag für Tag wärmer, dann bin ich schon gespannt wie es sich da unten bei der ersten Siesta anfühlt.  🙂

Domingo

Am Sonntag hab ich es ganz gemütlich angehen lassen. Statt zu buddeln hab ich hauptsächlich mit dem Rechen ein paar Quatratmeter neuen Boden erschlossen. Bei den Maracujas fing ich an, denn gestern zeigte ich Chris eine Frucht, die während dessen auf den Boden fiel. Sie hüpfte unter das Gestrüpp und war weg. Dann fragte ich mich wie hoch die Dunkelziffer der verlorenen Früchte wohl liegt!?

Jetzt kann man an den Maracujas entlang laufen, aber am Ende wird es auf keinen Fall einen geraden Weg entlang der Mauer geben, weil das viel zu langweilig wäre!
Auf meiner Hochebene gibt es erst mal eine Menge Totholz aus zu rechen. Dann bekommt man erst mal einen Überblick und kann gezielt die störenden Pflanzen rausrupfen. Danach geh ich nochmal mit dem Rechen durch. Erst wenn ich die Fläche sehen kann, kommen mir nach und nach die Ideen, wie ich den Garten sinnvoll aufteilen und gestalten kann.

Jetzt ist mein Kreisverkehr für den Roller fast fertig. 🙂

Eine sehr nützliche Idee waren die zwei Gummimatten im Vorzelt.

Vielleicht werde ich sie nach und nach mit zwei weiteren Matten ergänzen. Die sind sehr praktisch für die Stühle und man schleppt nicht mehr so viel Dreck in den Wohnwagen. Einmal am Tag abkehren und alles passt. Es ist vor allem super wenn man ständig zwischen Vorzelt und Wohnwagen hin und herspringt.

Ansonsten fällt mir deutlich auf, dass es hier viel weniger Wind gibt! Dieser riss früher mehrmals täglich an meinem Vorzelt rum, dass es richtig laut wurde. Das gabs hier noch nicht einmal. Auch die lauten Palmen im Wind störten mich manchmal beim Schlafen. Dagegen ist hier fast völlige Stille. Nur wenn der Wind vom Teide runter kommt, hört man ab und zu ganz leise den Verkehr aus der Ferne. Aber dann macht man eh die Luken dicht, weil es kühl wird. Sowas kommt eh nur ein paar Tage im Jahr vor.
Das Vogekgezwitscher am Abend klingt echt lustig! Die kleinen Hüpfer veranstalten hier mega Parties! 🙂
Zum Abschluss zeige ich euch noch ein Foto von meinem Haufen. Der wird im Juni am „San Juan“ Tag abgefackelt, wenn alle auf der Insel zündeln.

Die spezielle Maracuja

Heute hab ich kurz eine Stop bei meinem Nachbar Manuel gemacht um mir seine Baustelle anzusehen. Er hat einen genialen Garten im Haus in dem er eine besondere Pflanzenvielfalt mit schönen Fischer Equipement aus seiner Vergangenheit arrangiert hat. Die grüne Decke hängt voll mit Maracujas und diesen schönen Blüten. Sie duften extrem intensiv und lecker!

Die Maracuja hab ich früher schon mal vorgestellt. Einfach aufs Bild klicken!

Damals schrieb ich noch, dass es ein Traum wäre, eines Tages Massen davon ernten zu können. Heute kam ich der Sache schon einen Schritt näher, weil mir Manuel eine Pflanze geschenkt hat, die ich abholen kann sobald der Garten bereit ist.

Bilder

Hier kommen noch ein paar versprochene Fotos:
Erst mal eines für den Überblick. Rechts das Ferienhaus kann man für etwa 200 000 kaufen. Es hat zwei kleine Pools und eine Lizenz zum vermieten. Der Tank gehört zum Grundstück welches etwa so groß ist wie meines. Daneben seht ihr ja die Grundstücksmauer. Links davon ist ein alter traditioneller Steinhaufen auf dem schöne Farne stehen. Der Steinhaufen geht in beiden Richtungen in eine breite Natursteinmauer über. Links davon ist meine höhere Talebene, die mit Meerblick über meinem unteren Tal, aber auch über dem Nachbarhaus thront. Den Garten rechts lasse ich erst mal Rustico und er ist eine schöne Pufferzone zum Nachbarn. Den Nachbarn werde ich anbieten auf ihrer Mauer pfosten mit zwei Drähten zu installieren, damit wir eine Grenze aus Maracuja wuchern lassen könnten. Dann hätten auch die Gäste was davon! Würde ich im unteren Tal einen Biopool bauen, könnte man von der Hochebene einen Wasserfall mit 8m. Höhe bauen. Man könnte aber auch eine tolle einfache Wasserrutsche runter hängen lassen. War z.b. heute die Idee von meinem Hauptinspirator Chris.


Hier nochmal aus der Nähe.


Folgendes ist die Grundstücksgrenze zu Isabel. Mit etwa 6m. Abstand plane ich eine Natursteinmauer hinter der ich den ganzen Bauschutt versenken kann. Oben, wo ich gerade stand, wird eine kurvige Abfahrt abgetragen, die in den Übergang zum oberen Tal führen wird.

Noch mehr Schutt. Kein Problem, ich kann das Volumen ja gut gebrauchen. Hier hab ich ne Skizze gemacht. Blau: So, oder mit einem runden Bogen könnte eine Natursteinmauer eine Art Rampe einfassen. Durch das Abtragen vom Berg könnte ich die geplante Rampe immer weiter verlängern und um den ersten Hügel kreisen lassen.


Es gibt noch einen Grund warum das der perfekte Platz zum abtragen ist. Dabei kommen die Steine ans Licht die ich zum Mauerbau noch brauchen werde und das Beste ist: Man kann bis zur Kante mit dem Auto fahren, dass man die Steine nicht lange schleppen muss. 🙂 Mittlerweile frage ich mich, ob nicht ein ähnlicher Steinhaufen unter dem Schutt steckt, wie er in der Mitte liegt? Müsste eigentlich! Werde bei Gelegenheit mal einen Meter abtragen und schauen was wie tief darunter hervorkommt.

Jetzt bin ich rechts den Abhang runter geklettert. Hier kann man die erste schöne Mauer erahnen, die später mal beim Biopool enden wird.

Ein paar Schritte weiter links ist eine kleinere Mauer und der Eingang in das schöne Labyrinth.

Das ist die Mauer hinter der diese Ruine steht und die weiter hinten in den Steinhaufen übergeht.

Hier schaue ich wieder nach links wo sich die schönste Mauer versteckt, die etwa 60 Meter weit durch das Hochtal läuft. Weiter hinten macht sie einen sehr schönen großen Bogen der bis unter den Steilhang läuft.

Unten seht ihr die Mauer und oberhalb beginnt eine zweite Mauer, wie ein zweites Stockwerk. Ganz unten läuft ein Wasserkanal und auf der unteren Mauer noch einer. Falls der nicht mehr verwendet wird könnte man Wasser im Kreislauf durchpumpen, damit man in dem kühlen Park das Geplätscher hören kann. Ebenfalls eine Idee von Chris, der mit mir heute durchs halbe Labyrinth geklettert ist.


Jetzt sind wir hinter dem Steinhaufen. Würde man hier mit einer Bank sitzen fühlt man sich wie auf einer Terrasse mit Meerblick. Aber einer Kühlen Mauer und viel Schatten für heiße Stunden. Und man hat einen totalen Sichtschutz nach allen Seiten.

Oder ein paar Schritte weiter. Das obere Tal ist etwa 50m. lang und hier ginge es über zwei Meter runter ins untere Tal.


Eine Wasserkanalkreuzung.  🙂

Noch ein letztes Bild, wie es derzeit aussieht, wenn man Richtung Eingang zurück sieht. Die Plantage und der Wohnwagen sind etwa 100m. entfernt.

Das war nur mal eine kleine Vorschau von einem scheinbar unergründlichen Park. Es gibt mindestens noch ein Dutzend Ebenen und kleine Gärten. Vieles werde ich Rustico lassen und meine Arbeiten dementsprechend mit der Natur verschmelzen lassen. Cool, oder? ODER? Ich finde es ist ein unglaublicher Wahnsinn, oder einfach ein Traum!  🙂

Temperatur

Derzeit wache ich schon öfter bei 13,5 Grad im Wohnwagen auf. So gegen acht. Das klingt für euch vielleicht etwas verweichlicht, aber es fühlt sich doch etwas wie im Kühlschrank an. Doch seht selber wie es sich am Vormittag im Vorzelt entwickelt:

Das milde Lüftchen kommt direkt vom Meer hoch.
Den letzten Beitrag weiter unten hab ich eben noch mit Bildern ergänzt, falls das jemand übersehen hat.

Brocken

Gestern hab ich angefangen ein Loch zu graben und stiess natürlich gleich auf einen fetten Felsen. Man weiss halt nie wo so ein Teil aufhört. Nach einem halben Meter, oder nach zwei? Das Prachtstück steht bereits im Garten.


So lerne ich auch gleich mal das Erdreich kennen auf dem ich stehe.  🙂  Schöner Boden!


Mein Nachbar Manuel erzählte mir heute schon eine Menge über das geschichtsträchtige Grundstück und die Umgebung. Es gibt noch so viel zu entdecken! Z.B. steht in meinem Tal eine kleine Ruine die wie ein Würfel aussieht.


Ca. 2,50 meter lang/breit und hoch, ohne Dach. Kein Eingang, nichts.
Die ersten Arbeiten gehen schnell voran und mittlerweile hab ich schon wieder Berge versetzt. Es liegen Schätze an Baumaterial rum. Viele hundert Euro an Revuelto und Sand.


Der Vorrat ist kaum überschaubar, weil beim aufräumen immer wieder Bereiche mit sortiertem Material auftauchen. Genial! Das motiviert mich alles sehr und, dass man an einem Tag so viel bewegen kann.
In meinem ersten Winter hab ich ja auch fast alles in zwei Monaten durchgezogen, weil ich die andere Hälfte ausgebremst war.
Zum Glück hatte ich rechtzeitig trainiert und fühle mich geschmeidig. Ideen ohne Ende!
Morgens freue ich mich auf meinen Kaffee bei meiner lieben Isabel, die mich täglich verwöhnt. Meine Freunde schauen täglich wie es bei mir läuft und bieten ihre Hilfe an. Ansonsten kommt hier echt kein einziger Mensch vorbei.
Es liegt so abgelegen und doch viel zentraler. Würde ich meinen Hügel begehbar machen, könnte ich in zehn Minuten zum Zentrum laufen. 1km. bis zum Öko-Lieblingsbäcker und Supermarkt.

Von meiner höhergelegenen Ebene im Tal, könnten es noch 30 Meter Höhenunterschied sein.

Das Vogelgezwitscher klingt wie in einem Park und morgens brüllen sie mir aus nächster Nähe ins Ohr. So viele verschiedene Arten und manche sind mir bisher zumindest noch nicht aufgefallen. Vorher kreisten mehr kleine Falken um meinen Garten, die ich hier noch gar nicht gesehen hab. Vielleicht gibt es hier deshalb eine größere Vielfalt!? Doch, eben schimpft einer auf mich herunter, als wolle er sagen, hier bin ich doch. 🙂


Mir fallen täglich noch mehr Vorteile auf. Z.B. ist meine Zufahrt fast eben und hat einen akzeptablen Belag.


Man kann also drinnen wie draussen sehr gut barfuss laufen. So viele Highlights sind noch zugewuchert. Die vielen alten Mauern im Tal sehen so traumhaft schön aus!

Unten seht ihr einen Wasserkanal mit Überlauf. Es wurde so gebaut, dass alle paar Meter die richtige Menge im Garten verteilt wird. Genial!

Schöner und älter als so manch ein berühmter Touristenpfad. Vielleicht gehts ja auch nur mir so, weil ich als alter Bonsaifreund alte Steine mit Flechten, Moosen und Farnen liebe!?
Jetzt hab ich auch ne Leiter mit der ich die Tage vielleicht mal zwei – drei Terrassen hoch klettern werde. Auch dort kann man ruinenartige Mauern unterm Gestrüpp erahnen.
Der Weg dahin ist genau so lang wie von mir daheim zum Straßenrand vor der Betzinger Polizei. Kann sein dass ich mich Schritt für Schritt durchschneiden muss. Ihr seht also, meine Tage dürften 48 Stunden lang sein.  🙂
Bis Bald!