Heute hab ich endlich das neue Dach für mein Vorzelt genäht. Wisst ihr wie groß 6,50 Meter sind? Sagt jetzt nicht 6,50 m! 🙂 Der 20 Quatratmeter-Lappen schien endlos!
Das andere Ende liegt ganz da hinten bei der Lampe. Über 45 Meter Naht liefen super und am Ende ging alles auf den Millimeter auf. Die Nähmaschine die ich extra für hier gekauft hatte ist super! Werde sicher bald noch mehr nähen.Es ist noch nicht ganz fertig, aber immerhin hab ich nun reichlich Schatten.
Am wertvollsten ist mir der Schatten über dem Bett! Denn jetzt kann ich auch mal bei offenem Fenster Siesta machen ohne, dass die Sonne reinbrennt.
Das Teamwork mit Christian war gestern letztendlich so befriedigend, dass ich auch heute etwas kreativ sein wollte. Also vollendete ich meine neue Bank:
Erst bekam sie eine Mittelstrebe damit sie richtig stabil steht. Nach dem Schleifen und Lackieren klebte ich zwei Lagen Isomatte drauf. Als Bezugsstoff wählte ich das dasselbe Velour mit dem ich den Wohnwagen ausgekleidet und die Sitzecke gepolstert hab.Fertig! Fühlt sich gut an! 🙂
Gestern war hier ein Ersatzfeiertag. Wenn hier ein Feiertag auf den Sonntag fällt bekommen die Leute am Folgetag nochmal einen extra Tag frei. Coole Sache, gell? 🙂
Christian und ich verbrachten den Mittag damit eine Abdeckung für seinen Whirlpool mit Kunstleder zu beschichten.
Der leichte Deckel wurde auch unten beschichtet und dichtet nun passgenau wie ein Korken das Becken ab. Eine ideale Voraussetzung um den Pool mit einer Solartherme zu beheizen. Die Dusche wird ebenfalls mit Sonnenwärme gespeist und lädt ein den Sonnenuntergang ausgiebig darunter zu genießen! 🙂 Die einzig intelligente Weise für Warmwasser, wo die Sonne fast täglich scheint! DasWasser wird ja bei jedem Wetter heiß!
Heute hab ich nach dem Vorbild meiner letzten Bank eine neue Trainingsbank nachgebaut. Als Selbstmotivation für ein morgentliches warmup! Leider ist das Holz hier etwas soft, weshalb diese hier eine Längsstrebe und Holzleim brauchen wird. Der Holzrest wird bald eingepasst, dann taugt sie mit ihren 25 x 90 cm auch als romantisches Paarbänkchen. 😀
Passt in mein minimalistisches Inventar!
Vielleicht putz ich sie noch etwas raus, dann zeig ich sie euch natürlich noch mal.
Gestern ging es Richtung Osten ins Orotavatal, besser gesagt in die Berge darüber. Nach Aguamansa, wo unsere Runde bei windstillen 13°C. begann.
Hier bekommt man am ehesten den Eindruck der Größenverhältnisse.
Und der zauberhaften Flechten, die überall an den Bäumen hängen. Von der technischen Seite müsste meine Webseite nun schneller laufen, also sparte ich nicht mit Bildern.
Es ist immer eine Herausforderung zwischen den Bäumen die Felslandschaft festzuhalten. Vor allem wenn wir im Norden laufen haben wir mittags oft Gegenlicht.Ähnlich verhält es sich mit dem Meer. Der Anblick macht immer wieder Freude, lässt sich aber aus der Ferne nur schwer auf Fotos festhalten. In das Wasserhäuschen links schauen wir gleich rein.Eine Klärstation auf dem langen Weg nach unten.Und immer wieder taucht auch hier der Teide zwischen den Schluchten auf.…schöne Schluchten!Weiter unten kehrten wir zum Essen in eine Guachinche mit Blick ins Orotavatal ein.
Da die Tour eher klein war, stoppten wir nochmal auf dem Heimweg, wo mir meine Freunde einen tollen Küstenweg zeigten. Gar nicht weit von uns entfernt.
Es lohnt sich immer die größeren Straßen zu verlassen um zu sehen was das Land zu bieten hat!Dort war es auch wieder kuschelig warm und es roch nach Meer, Blumen und alten Häusern.So kann ein Weihnachtsstern auch aussehen.Hier kann man es sich jetzt schon bildlich vorstellen wie es aussieht, wenn es mal wieder irgendwo heisst: „Weg gesperrt!“Es ginge noch ein ganzes Stück weiter Richtung Puerto de la Gruz, was im Hintergrund zu sehen ist. Rechts davon ist das Orotavatal und an dem Berg hinten rechts hab ich die letzten Bilder geknipst.
Christian und ich gingen auch noch eine Weile in die Richtung. Machten einen Abstecher ans Meer und rannten dann zurück. Dann kletterten wir noch auf einer alten Freibadruine rum und kamen so auch gleich zu unserem Sport. Auf dem Heimweg sammelten wir noch unsere rumstreunenden Freunde ein, schnappten uns noch ein Eis und der Tag war perfekt! 🙂
Letzten Abend presste ich zusammen mit Christian 1,2 kg. Ingwer aus und wir froren gleich Ingwersafttabletten ein. Jetzt haben wir alle einen Vorrat an dem tollen Elixier. Eben brach ich eine Portion ab und warf sie in den frischen Orangensaft. Der Wahnsinn! Das schmeckt so unglaublich lecker und erfrischend, dass man kaum aufhören kann zu trinken! 🙂 Zuvor probierten wir auch Orange- Eiskrautsaft. Ist ok, aber mein Ding ist eher Orange Weizengrassaft. Die Ingwereiswürfel sind natürlich auch zum Kochen genial, weil man jederzeit ein faserfreies Konzentrat zur Hand hat, wie man es sonst einfach nicht hin bekommt.
Bei der letzten Wanderung fand ich dieses tolle Früchtchen:
Eine kleine Bananenmaracuja.Eine geniale Frucht! Die Schale ist ganz dünn und das Fruchtfleisch schmeckt soo lecker! Sie schmeckt echt mehr nach Banane als nach Maracuja und ist auch nicht so säuerlich wie diese.
Diese Kletterpflanze stand in etwa 600m. Höhe durchschnittlich 6°C. kälter als wir es hier haben. Daher könnte das Anbauen hier problematisch werden. Trotzdem werde ich nochmal mit dem Roller hinflitzen und ein paar Stecklinge holen.
Es wächst sogar direkt neben dem Wohnwagen: Eiskraut
Und weder Salz- noch Kristallkraut, wie mir hier schon berichtet wurde. Dann schon lieber „Katzenzungenkraut“, wie meine Schülerin Anna es liebevoll nennt. Hat echt was von der Konsistenz und der weichen noppigen Oberfläche. 🙂
Eben hab ich ein wenig recherchiert und festgestellt, dass es eine hochinteressante Pflanze ist, die man hier sogar gut kultivieren könnte. Samen hab ich jedenfalls tonnenweise gefunden. Es macht halt nur in Küstennähe Sinn weil es das Salz aus der Luft extrahiert. Darum schmeckt es richtig salzig. Man kann es frisch als Salat, oder wie Gemüse behandeln. Als Extrakt ist es angeblich ein Wundermittel für eine faltenfreie Haut. Es hat viele Mineralien und ein sehr hochwertiges Eiweiß. Damit könnte es als Ersatz für Weizengrassaft herhalten. Es sollte immer frisch sein. Eben hatte ich ein paar Schnipfel in der Möhrensuppe. Erst mocht es ich es nicht, aber als später noch ein paar Schnipfel auftauchten, die schon länger in der Suppe zogen, fand ich es dann schon wieder interessanter! Geza übernimmt die Experimente in der Küche und ich werde mal die Saftpresse und den Entsafter damit füttern. In Smoothies könnte man es ja auch noch reinmischen… auf jeden Fall werde ich wieder davon berichten, denn im Winter kann ich es täglich direkt von meiner Laufstrecke mitbringen. Im Sommer wächst es nicht.
Apropo`s Laufen: Heute Morgen war es ein Traum an der Küste entlang zu rennen!
Mit einer schönen Sylvesternacht feierten wir 2019 entgegen. Gegen 23:00 Uhr versuchten Geza und ich mit dem Roller nach Garachico zu fahren, aber die Straße war in der Nacht gesperrt. Wahrscheinlich war das schöne Dörfchen mit seiner Megaparty total überfüllt. So standen wir also 10 Min. später wieder bei Christian und Debby auf der Terrasse, die einem Aussichtsturm gleicht.
Das Dorf ganz hinten im Tal ist Garachico und offensichtlich hatten wir doch kein Riesenfeuerwerk verpasst.
Doch nochmal zurück zum Abend, an dem wir wieder von unseren Freunden mit französisch kanarischer Küche bekocht wurden. Erst gab es eine Quiche die so unglaublich lecker war, doch ich bremste mich, denn ich wusste was folgen wird:
Eine ganz tolle Paella die sehr aufwendig vorbereitet wurde. Mein Gott können die Kochen! 🙂
Dann gab es noch viele Minikuchen und eine Sylvestertorte:
Um 0:00 Uhr schlossen wir uns dem kanarischen Brauch an, in 12 Sekunden 12 Trauben zu essen, die jeweils mit einem Wunsch verknüpft wurden. Es war also eine Feier mit einer schönen Stimmung, tollen Leuten und einer super Energie!
Heute Morgen rannte ich erst mal zum Meer hinunter, um die neu entdeckte Laufstrecke einzuweihen.
Da unten kann man nicht nur klasse Runden drehen, sondern nebenher auch noch Salzkraut – Kristallkraut ernten. Eine ganz seltene Delikatesse die man kaum verzahlen könnte!
Dabei rannte ich mein erstes Paar „Huraches“ durch.
Die 3mm Ledersohle der selbstgemachten „Laufschuhe“ hielt weit über 3000km. Hab noch alles da um neue zu bauen! 🙂
Dann kam ich voller Tatendrang zurück um die erste Idee des Jahres umzusetzen.
Das Kabel endet an dem Holzplättchen, in das ein Sensor eingegossen wurde. Wenn die mechanische Basstrommel aktiv spielt, klopft die Mechanik nun zeitgleich auf den Sensor. Damit kann ich nun einen Elektrosound zur Basstrommel zumischen. Das Ganze hat zwei Besonderheiten: Auch wenn die Basstrommel nun einen mächtigen „Bums“ hat, kann man die Holzkiste „Cajon“ mit den hellen Tönen von Hand spielen, ohne die tiefen Töne auszulösen. So kommen zwei komplett unterschiedliche Beats/Sounds aus einer Trommel. Aber das Beste kommt noch: Mit dem linken Fuß lässt sich ja die Basstrommel freihändig stumm schalten und zwischen drei Rhythmen wechseln. Diese Freihand-Pausen-Wechsel helfen natürlich unheimlich das Spiel viel musikalischer zu strukturieren. Vor allem jetzt, wenn man z.b. fette Bässe, oder was auch immer darüber legen kann.
Eine Idee, die ich später von der dritten Maschine hier, auf die Zweite, den „Beatbuddy“ in Deutschland übertragen kann.
Auch die Testsongs im Anschluß waren eine einzige Freude! Ein super Start ins Jahr auf den ich mir gleich mal eine Pause am Pool verdient hatte! 🙂
Wo ich von Geza gleich wieder lecker bekocht wurde! 🙂