Nach dem Baumschnitt

Den treuen Lesern hatte ich ja vor einigen Wochen versprochen neue Bilder zu schicken, wenn die neulich gestutzten Bäume nachgewachsen sind. Hier ist nochmal das Bild von dem großen Orangenbaum:

Das war direkt nach dem Schnitt am 13. Dezember 2018.
6 Wochen später.

Nochmal von der Seite, vor 6 Wochen:

Und heute:

Obwohl er schön wächst stellen sich die Orangenbäume als eher problematisch raus, weil sie schneller als die anderen von Läusen und sonstigen Schädlingen befallen sind. Das ist vor allem schlecht wenn man monatelang abwesend ist. Sehr schade, denn Orangen gäbe es rund ums Jahr zu ernten, Mangos dagegen nur einmal im Jahr.
Mangos und Avocados sind da schon weniger anfällig. Apropo`s: Erinnert ihr euch an das traurige Mangobäumchen, das ich bis auf ein Batt zurück stutzen musste? Hier nochmal das Bild:

Heute, ebenfalls 6 Wochen später:

Klein, aber dafür wächst es jetzt nur noch wie gewünscht oberhalb der veredelten Stelle.

Schattig

Heute kam sogar 2-3 mal kurz die Sonne durch und es war windstill, ansonsten sind es eher graue Tage. Und was macht man an solchen Tagen? Richtig! Arbeiten. Gestern übte ich mich im Steineklopfen. Auch ein gutes Training! 🙂
Es ist aber auch spannend zu erfahren wie sich die sieben Steinsorten bearbeiten lassen. Beim Mauerbau hat man öfter fast perfekte Formen in der Hand, die wegen einer einzigen Ecke nicht passen. Wer die bearbeiten kann ist klar im Vorteil…
Heute unterstützte ich Christian beim verschönern seiner Einfahrt und den Parkplätzen. Insgesamt verteilten wir 4 Kubikmeter Lavasandartigen Belag und darunter vergruben wir fast 50 Quatratmeter Anti-Unkrautfolie. Die Folie kauften wir ziemlich spontan in der Ferreteria.
An der Theke entdeckte ich meine Postkarte, die dort verewigt wurde. 🙂 Beim Zuschneiden der Folie meint der Verkäufer plötzlich. Du bist doch der, der mit den Maschinen Musik macht? Dann erzählte er dem Christian begeistert wie er das findet. Am Ende bekamen wir 10% Rabatt. War echt ein schönes Gefühl! So willkommen, obwohl ich sprachlich noch ziemlich eingeschränkt bin. Wird besser!
Auch der Fahrer, der heute den Lavasand brachte, schaute mich bei allen drei Fuhren fragend an, bis er beim Abschied fragte. Ebenfalls übersetzt: „Du bist doch der Freund von Selique? (mein Baggerfahrer) Der mit der Maschine Musik macht. “
Hat mich echt gefreut wieder erkannt zu werden. Jetzt mit so langen Haaren. 😀 Und der kam nicht gerade aus unserer Nachbarschaft angefahren.
Das ist keine große Sache, bedeudet mir aber sehr viel, weil es mich wahnsinnig viel Überwindung kostet, mich in einem fremden Land mit einer spürbar fremden Kultur zu präsentieren! Die Sprache, der Dialekt und dann sollte ich mich am besten noch anmoderieren. Dann muss ich Fragen standhalten! 🙂 Gestern hat mich ne Oma angesprochen und ich Verstand kein einziges Wort. Sie verstand wenigstens mich, wiederholte sich und versuchte es mit anderen Worten. Keine Chance! Das hat mit dem Spanisch, welches man z.b. im Fernsehen hört, gar nichts gemeinsam!
Morgen mach ich wieder Musik und arbeite an den Einstellungen. Weiß noch nicht ob es dann viel zu erzählen gibt!? Aber spätestens nach der Wanderung am Samstag gibt es wieder neue Bilder.

Neue Wand

Zur Abwechslung saß ich zwischendurch mal wieder an der Nähmaschine und nähte eine neue Wand für das Vorzelt.

Das Tuch ist über 2m. hoch und 3m. breit. Oben hängt es an 12 passgenauen Schlaufen und seitlich sind an jeweils fünf Stellen Riemen zum befestigen angenäht. Also sind insgesamt 32 Kleinteile angenäht.

Sollte ein Sturm kommen kann man es zur Not seitlich öffnen und nach oben aufwickeln. Meistens kommt der Wind eh von rechts und an Schlechtwettertagen aus dem Westen. Also von links. Sollte doch mal der kühle Wind aus dem Süden kommen, hält es dem problemlos stand und „wärmt“. Ich dachte auch schon über ein Fenster mit Rollo nach, aber der wäre eh die ganze Zeit zum Schatten spenden geschlossen.
So ist man jedenfalls vor Blicken geschützt und wenn die Sonne scheint strahlt die richtige Dosis ins Innere durch. Es ist also bei jedem Wetter eine Bereicherung!
Apropo`s Wetter: Zur Zeit haben wir schattige 20°C. mit leichtem Wind und ALLE jammern! „frio frio!“ 😀
Ich freu mich trotzdem über das geile Klima und, dass ich nachts mit offenem Fenster schlafen kann!

Mehr Meer

Bereits seit einer Weile stört mich, dass mein Steinhaufen den Blick aufs Meer versperrt. Da sah es noch so aus:

Vor allem wenn man im Vorzelt auf dem Liegstuhl saß, sah man nur noch Steine statt Meer.

Am Samstag Nachmittag begann ich also mit Steine werfen, rugeln, schieben und sortieren. Nach ein paar Stunden sah man links schon wieder mehr von der Westküste. Heute Morgen spürte ich bereits beim Aufstehen, dass es ein sehr ausgeglichener Sport ist. Achso, die Erkältung ist rausgeschwitzt! 🙂

Egal ob beim sitzten oder rumlaufen, mit jedem Quatratzentimeter mehr Meerblick merkte ich wie mir, gleichermaßen mit dem Horizont, das Herz  aufging. 🙂 Also machte ich mir heute gleich nochmal einen Sport daraus weitere Tonnen aus dem Weg zu räumen.

Alles sortiert. 🙂 Vorne liegen schöne Bausteine und weiter hinten liegt nun eine schöne Plattform auf der man gut rumlaufen kann.

Wie gesagt ist es ein toller Sport! Das ist kein Witz! Z.b. vom Unkrautzupfen bekomme ich einen steifen Nacken, aber hier bewegt man sich in alle Richtungen, hebt, wirft, hämmert mit dem Pickel übers Feld, oder zieht mit dem Rechen ganze Berge aus der Landschaft. Darum werde ich bald noch ein paar Steine auf die „Hundemauer“ legen, die ganz links zu sehen ist. Als Nebeneffekt will ich einen Zugang freiräumen, damit ich die Musikmaschine mit den 3m. Rollstuhlrampen auf das Plateau schieben kann. Das wäre derzeit der beste Platz um ein Musikvideo zu drehen.

e-bike cross tour 15.01.19

Die zweite Tour mit dem e-bike bei der ich dabei sein durfte war eine Steigerung auf vielen Ebenen: Das Wetter war klasse und bot von Sonnenschein bis zum mystischen Nebel ein tolles Spektrum! Zuerst fuhren wir mit dem Kleinbus ein Stück an der Nordküste entlang wo wir uns dieses mal vom Norden aus dem Esperanza Wald näherten.

Dieses mal improvisierten wir öfter mit den Wegen und fuhren manche, wie diesen hier ganz spontan, einfach weil er super einladend aussah!
Nach einer Weile überquerten wir die Hügel bis in den Süden. Hier sahen wir auf Santa Gruz. Rechts konnte man in den Wolken die Nachbarinsel Gran Canaria erahnen.
Das letzte mal kam ich mir mit 35 km/h noch richtig flott vor! Aber dieses mal hatte ich diese zwei irren Hüpfer an meiner Seite, die dabei noch spielerisch rumschanzen und gekonnt seitlich rum rutschten. 🙂 voll geil!
Hier duften die Eukalyptuswälder wie in Australien.
Abwechselnd kam man wieder in große Pinienwälder, wie hier, kurz bevor wir in den Wolken verschwanden.
Im Esperanza Wald gibt es auch sehr schöne Wege um stundenlang barfuß zu laufen.
Hier verlor ich meine Jungs beim Schäfchenzählen. 🙂
Natürlich waren wir wieder so schnell, dass es nur Geisterbilder zu knipsen gab! 😀

Auf dem Rückweg ging es richtig quer durch die Büsche! Die Wege wurden immer enger und am Ende hüpften wir nur noch treppenähnliche Felsen runter. Anstrengend aber echt klasse! Die Räder sind genial! Man kann z.b. auf Knopfdruck die Geometrie umstellen, damit es sich für extreme Neigungen auf- oder ab jeweils anpasst.
Dieses mal waren auch die Nackenschmerzen nur noch halb so schlimm und der Hintern tat auch nicht mehr so weh! 🙂
Das waren wirklich sehr intensive Stunden die ich nie mehr vergessen werde!

Ein gigantischer Eukalyptus der auch abgestorben noch toll dastand. Diese Dimensionen kann man leider nicht auf ein Foto quetschen. Sorry, ich mag halt Gegenlichtaufnahmen! 😀

 

Schnupfen

die Tour gestern war super, nur komme ich gerade mit meinem rechner nicht mehr ins netz. Darum dauert es etwas… Zudem hat es mich über Nacht ziemlich mit Schnupfen erwischt, weshalb ich mich die Tage in mein warmes Vorzelt zurückziehen werde. 🙂
Soweit, nur damit keiner denkt ich melde mich nicht, weil ich vielleicht vom Fahrrad geflogen bin… alles gut!

Party

Unsere Freunde Christian und Debby veranstalteten gestern eine tolle Party, damit wir die Gelegenheit haben einige Freunde aus ihrem Netzwerk kennen zu lernen. Den ganzen Tag wurden wir lecker verwöhnt. Es gab eine Menge tolle Kuchen, selbstgebackenes Brot, Salate, Gegrilltes und vieles mehr… So lernte ich wieder sehr nette Menschen kennen, die ihrerseits wiederum interessante Menschen kennen… Mittags und abends hatte ich mehrere Gelegenheiten ein paar meiner Lieder zu präsentieren. Das war sehr gut, damit ich mich zeitlich nicht allzu weit von den Bühnen entferne. Und es kam zu meiner Freude auch sehr gut an.
Morgen gehts zu dritt in den Esperanza Wald zum Radeln. Heute genoß ich nochmal ausgiebig das warme Wetter, weil auch bei uns eine Kältewelle angesagt ist. Die Wärme könnte bald auf unter 20°C. einknicken. 🙂

Wanderung 12.01.2019

Gestern ging es mit unserer Wandergruppe ganz in den Westen ins schöne Teno Gebirge. Dazu fuhren wir eine gute halbe Stunde und parkten an einer Stelle von der aus man bereits die Nachbarinsel La Gomera sehen kann.

Meine erste Frage war, warum die hier in den Bergen Mauern gebaut haben. Aber das ist ein Naturphänomen aus harten Gesteinsschichten, die sich von der Erosion nicht beeindrucken liesen.
Wir liefen Richtung Norden auf die Berge, mit dem Blick ins Tal auf das Dörfchen El Palmar. An diesem zerfrästen Hügel haben sie früher die schwarzen Steinchen abgebaut, die jetzt bei mir im Garten liegen.
Es gibt wunderschöne kleine Wege zwischen windgepeitschten Bäumen, Felsen, Flechten und Steingärten die aussahen als ob sie liebevoll angelegt wären.
Man geht über viele Felstreppen und jedes mal wenn sich der Weg über den Grat schlengelt, sieht man abwechselnd Richtung Ost- oder West aus einer ganz neuen Perspektive ins Tal.
…und überall stehen Didges rum. 🙂
Immer wieder kommt man durch Bögen aus Bäumen und Büschen.
Auch hier gibt es schöne Zauberwälder in denen man tolle Filme drehen könnte.
Am anderen Ende des Waldes scheint man wieder in eine andere Welt zu kommen.
In der Nähe von unserem Rastplatz stand eine phantastische Wand aus einer ganz dünnen Schieferschicht. Wer diese schon länger kennt kann bestätigen, dass man über die Jahre den Verfall beobachten kann.
Das Bild beschreibt ganz gut den Schwierigkeitsgrad der Wanderung. Immer interessant und abwechslungsreich, aber weder zu schwer noch zu gefährlich.
Mit kleinen Abstechern, links und rechts vom Weg, entdeckt man immer spannende Ecken!
Hier stand ich gerade auf einer tollen Naturmauer.
Seht euch diesen Weg an. 🙂 Noch ein kurzer Blick zum Teide bevor es zum Auto zurück ging.

Mit dem Wetter hatten wir wieder großes Glück, denn am Himmel sah man an dem Tag immer viel Bewegung! Auf dem Heimweg gingen wir noch in Garachico in einem kleinen urigen Restaurant essen und schlotzten anschließend noch ein feines Eis aus „Opas Eisdiele“. 🙂

Hose die Zweite

Zur Zeit hab ich morgens öfter Büroarbeiten zu erledigen. Schöne Aufträge, auf die ich mich schon freuen kann! Bis ich heute von der Post und dem Einkaufen zurück kam war es schon halb eins und zu sonnig zum Laufen. Also begann ich mit dem Zuschneiden und Nähen der zweiten Hose.

Nr.2 war nach gut zwei Stunden fertig, dann kämpfte ich allerdings nochmal eine gute Stunde um zwei Gummis und zwei Schnüre rein zu fummeln. Die von gestern halte ich gerade in den Händen. Die Nr.1 ist schon eher Canvas, also Segeltuch und die Neue ist aus fast schwereloser Leinwand. …fast schon durchsichtig. 🙂
Also das ginge zu weit! Da fallen die Ladies ja in Ohnmacht! 😀 …oder wegen Hängehmpfr verboten! 😀

Und damit der humorlose Leser auch auf seine Kosten kommt, gibts noch ein normales Bild:

😀

Was ich noch sehr praktisch finde sind die schlanken Beine. Perfekt um am kühlen Morgen eine Mikrofaserhose darüber zu werfen, die man später in der Sonne nur noch vom Leib zu reissen braucht.

Hose, die Erste.

Nach dem Erfolg der letzten Näharbeiten machte ich erst mal eine Inventur im Wohnwagen, wobei ich ganz tolle Stoffe fand. Es war ja einer der kleinen Träume, hier die Zeit zu nutzen, um gelegentlich wieder Klamotten zu nähen. Was ja in Deutschland nur noch sehr selten zustande kam. Also packte ich bereits letztes Jahr ein paar alte Stoffreste in den Wohnwagen. Sehr alte Stoffe, die ich sehr wertschätze, weil man diese Qualitäten schon seit vielen Jahren nicht mehr findet!
Aber erst musste ich wieder einen neuen Schnitt entwerfen. Der vorhandene war irgendwie falsch, oder bin ich nur fetter geworden!?  🙂  😀

Einfach aber maßgeschneidert.

Der erste Stoff den ich mir ausgesucht hab könnte wie ich, f.f. – also fucking fifty sein. 😀 Ich weiß nur noch, dass es vor etwa 2 Jahrzehnten ein Dachbodenfund war, von dem nichtmal der Vorbesitzer wusste, dass es eine alte Hanf-Leinwand ist. Und damals waren diese grauen Lappen schon steinalt! Dori färbte vor über 10 Jahren mal eine ganze Serie dieser edlen Reste und seit dem lagen sie gut verpackt unter meinem Bett. Es gab keinen Millimeter zu verschwenden und so entstand meine neue Lieblingshose, die unzerstörbar scheint!

Passt wie angegossen! Also häuft sich diesmal am Bund kein unnötiges Material an. Zunehmen läuft aber auch nicht mehr, sonst pass ich nicht mehr rein. 🙂
Formtreu. 🙂 ah, ich liebe diese Hose, denn sie lässt mich wieder jung aussehen, oder? Auf jeden Fall fühlt es sich so an. 🙂

Also her mit eurer schonungslosen Kritik!