Noch mehr Wildlife

Letzte Nacht hopselte ein kleiner Igel vor meinem Tor rum. Natürlich konnte ich nicht wiederstehen und musste etwas mit ihm rumschmusen. 😀 Dem gehts hier scheinbar richtig gut! Hab ihn natürlich gleich wieder laufen lassen.

Das Beet…

…wurde endlich teilweise fertig. Am meisten störte mich der Streifen neben  dem Tor, den ich wegen der fehlenden Leitungen nicht auffüllen konnte. Heute hat es sich etwas gebessert.

Nachdem der Graben endlich geschlossen war konnte ich die vier großen Steine rechts legen und das Ganze mit Erde befüllen. Direkt hinter dem Eingang wird man nun von einer blühenden Bouganville begrüsst. Dann stehen entlang der Mauer endlich meine drei verschiedene Sorten Maracuja. In der Mitte steht die Nispera, die ebenfalls das Potenzial hat für viel Sichtschutz zu sorgen! Weiter hinten presse ich noch eine Manga rein, die man wahlweise sehr gut kompakt halten kann. Auch davon stehen bald drei verschiedene Sorten. Orangen gibt es mindestens fünf verschiedene Sorten. 🙂

In der Mitte des Beets ging mir aber leider das Material aus. Die Erde musste ich schon stundenlang mühevoll zusammen kratzen und Steine aussortieren. Keine Ahnung ob ich noch rechtzeitig gute Erde bekomme. Sonst warte ich lieber mit dem fertig stellen, denn nach hinten wollte ich das Ganze für den Steingarten ziemlich hoch auffüllen.

Leider kommen auf den Bildern die Höhenunterschiede nicht sehr zur Geltung. Es ist etwas weniger flach als es hier scheint.
Zur Zeit verschwindet die Sonne immer hinter den Wolken, sonst könnte man inzwischen beobachten, wie sie hinter La Palma unter geht.

Ayer

Heisst: „Gestern“. Da lief ich unzählige mal meinen Weg auf und ab um Kabel und Leitungen auszulegen und vorzubereiten.

Da das Ganze inzwischen unter der Erde liegt hab ich lieber reichlich vorgesorgt: Das grüne Rohr ist die Wasserversorgung. Links liegen nochmal drei Wasserleitungen. Einmal bis zur Mitte des Gartens und zwei mal zurück bis hinter den Eingang. Eine davon liegt als Reserve und man kann auch nachträglich sehr gut ein Kabel durchschieben. Das dicke schwarze ist die Stromversorgung und beinhaltet eine zweite Leitung die vom Wohnbereich aus, schaltbar, bis hinter den Eingang läuft. Mit einer integrierten Schnur kann man auch dort noch ein weiteres Kabel durchziehen. Dann läuft noch eine schaltbare Leitung bis zur Mitte des Gartens, falls ich dort mal eine Lampe oder eine Steckdose brauche. Noch eine Leitung läuft bis zum Eingangstor, damit ich auf die Säule eine Lampe basteln kann. Vielleicht was kunstvolles… 🙂

Wasser und Strom werden später von der hinteren Ecke bis zum Meerblick verlängert. Dann könnte man dort auch mal einen Brunnen oder weitere Lichter/Steckdosen betreiben. Insgesamt liegen jetzt 100 Meter Kabel unter der Erde. Am Anfang musste ich ganz schön lange rum experimentieren, bis ich Wege fand die Kabel in bis zu 30 Meter lange Schläuche rein zu fummeln. Doch dann gings, dank der steifen- dünnen Wasserleitungen, die ich mit abgerundeten Kanten durchschieben konnte. Ganz links kommt noch eine extra Leitung für die automatische Bewässerung rein. Dann sollte es reichen.

Als ich von meinem späten Frühstück zurück kam, saß Geza an meinem Gartentor und malte eine Runde weiter. Was für eine schöne Überraschung!
In der Ecke wollte ich eh den Graben bis zum Tor wieder zu ziehen, damit ich endlich wieder durchs Tor fahren kann. So konnten wir uns ganz gemütlich bei der Arbeit nebenher unterhalten. 🙂

Wusstet ihr eigentlich…

…dass Orangenbäume Stacheln haben? Zumindest die Valencia Orange. Manche Palmen haben auch richtige Dornen an den Stengeln und eine Bouganville sticht auch nicht schlecht, wenn man nicht aufpasst. 🙂
Heute Morgen kam Geza zu mir um eine Weile an meinem Tor weiter zu streichen. Hoffentlich hat er in der kommenden Saison auch mal eine Arbeit, bei der ich mich helfend revangieren kann! Er unterstützt mich auch moralisch, ebenso wie Klaus! Es tut schon gut immer wieder mit Freunden in unserer ureigenen Muttersprache sprechen zu können!
Die Sonne bruzelt mittlerweile ganz schön heftig von oben runter, aber dafür gönnte ich mir eine richtig schöne Siesta im Schatten, bei der ich einfach mal die Füße hochlegte. Herrlich!
Da es keine neuen Fotos gibt, schicke ich euch eine schöne Blume, die etwas Farbe ins Beet bringt:

La Piedra…

..heisst: „Die Stein“. Heute war ein super Tag! Bereits am Vormittag kam Geza um mir beim Betonieren zu helfen. Zu zweit zu arbeiten macht ja so einen gigantischen Unterschied! Eine Schubkarre voll verteilten wir immer wieder zu zweit und die zweite versorgte Geza, während ich eine neue Maschine voll Beton anrührte. Geza nutzte die Zeit, um den frischen Beton in alle Ritzen zu drücken, wofür ich bisher immer unterbrechen musste. Manchmal setzte ich einen neuen Stein, den er ebenfalls gleich mit Beton versorgt hat. So konnte ich viele problematische Kerben und Lücken schließen, welche mich sonst ebenfalls immer wieder stundelang aufhalten würden. Ruckzuck hatten wir über 20 Meter mit unmengen Beton und Steinen gefüllt. Und weil es so gut lief füllten wir an anderen Stellen nochmal weitere acht Meter Mauer. Nach gut drei Stunden waren große Strecken mit Beton gefüllt.

Das sind die ersten 15 Meter… und eine Sicherheitssandale. 😀
Das ist die Trennwand unter der ein Kanal für eine Wasserleitung durchläuft. Die verschluckte allein schon große Mengen an Beton.
Auch das andere Ende des unterirdischen Durchgangs ist nun in Beton gegossen.

Mittags machte ich alle Feinheiten an dem Fundament fertig, auf das der Container gestellt wird. Das war meine erste Arbeit mit Zement und Sand. Diese Mischung kann man super in die Löcher der Mauern werfen, was mich wieder zu ganz neuen Ideen inspiriert!

Jetzt sind vier Punkte genau auf eine Höhe gebracht. Den Rest dazwischen schmier ich später zu, wenn der Container drauf steht. Der Block hinter dem Wäscheständer kommt weg, sobald der Container gedreht ist. Dann habe ich später darunter einen schönen Hohlraum für die Leitungen und als Stauraum

Zur Krönung kam dann Amigo Klaus zu mir hoch und lies keine Frage unbeantwortet. Er erklärte mir alles Nötige und mehr, zur Wasser- und Stromversorgung. Leitungen, Schutz, Pumpen, Schalten… Optionen… Super, jetzt wird vieles greifbar! Im Nachhinein bekam ich vor Freude kaum mehr die Füsse auf den Boden! 🙂

Da es morgens schon so gut mit dem Steine legen lief, nutzte ich am Abend noch die Motivation und legte nochmal ganz große Felsen auf die neue Mauer, neben dem Tor.

Das Gute an den <100kg. Felsen ist, dass man damit schnell eine große Fläche aufgestellt hat. Wenn man sie mal bewegt kriegt. 🙂 Alles eine Frage der Technik!

Darum die Überschrift, denn heute war ein Steine- Tag. An solchen Tagen liegen die Steine sehr oft bereits beim ersten Versuch perfekt. Das kann an manchen Tagen auch ganz anders laufen!

Nur kurz..

Die Tage werde ich so beschäftigt sein, dass ich kaum mehr zum Schreiben kommen werde. Damit sich von meinen Lieben niemand Sorgen macht, falls es mal 3-4 Tage am Stück gar nichts von mir zu hören gibt, kündige ich es lieber mal vorsichtshalber vorher an. Vielleicht kann ich mir ja doch weiterhin ein paar Minuten zum Schreiben losreissen!? Gestern und heute habe ich viele Materialien besorgt und die restliche Zeit mit dem einpflanzen vieler Bäumchen und Blumen verbracht. Das fühlt sich nach wenig Veränderung an, wenn man in 2 Wochen noch Berge versetzen will, muss aber auch gemacht werden, damit sie in ihren Töpfen nicht vertrocknen! Fotos gibt es davon leider noch keine. Allzu viel gibt es gerade auch noch nicht zu sehen, weil ich nach jedem Bagger Einsatz zwischen den Arbeiten erst mal stundenlang wieder den Normalzustand herstellen muss. Kies und Erde wieder gerade rechen, Löcher stopfen und rampunierte Wegbegrenzungen wieder zurecht rücken… Immer wieder kommt Besuch vorbei und motiviert mich. Heute sprach mich z.b. eine ältere Senora an, die mit einem Pärchen im Auto saß. Es gab erst mal so viele, scheinbar sehr lustige Missverständnisse, dass sie sich vor Lachen nicht mehr einkriegten 😀 Doch dann gings doch! Es war die Mutti von einem Freund, ich vermute mal Efren, die schon lange die schöne Veränderung hier oben beobachtet hat und mich nun endlich mal ansprechen wollte. So herzig! Ich vermute mal, dass alle Beteiligten genauso lange danach über unsere Begegnung lachen mussten wie ich. 🙂
Also, jedenfalls bin ich wieder voller Tatendrang und es geht mir auch körperlich sehr gut! Es gab schon lange keinen schönen Sonnenuntergang mehr, aber sowas wie den folgenden Schnappschuß kann man immer wieder mal kurz erhaschen! In diesem Sinne.. machts alle gut und sollte es hier zwischendurch mal still“ werden, ist das auch irgendwo ein gutes Zeichen!

Archivbild 😀

Wenn der Bagger baggert

Dann waren da noch zig tonnen Steine aus dem Weg zu räumen. Einen Tag wuchtete ich ja wie ein irrer große Mengen durch die Gegend, doch es war einfach nicht zu schaffen! Vor allem die Zeit die dabei verloren geht..
Die Tage unterstützten mich so viele Nachbarn, vielleicht weil sie meine Verzweiflung gespürt haben, ich weiss es nicht. Jetzt bekomme ich z.b. einen Kompressor vom einem Nachbar und eine Sprühpistole vom anderen, damit ich bei meinem Tor- Anstrich, Zeit und Farbe sparen kann. Und heute machte mir Selique mit seinem Bagger ein freundschaftliches Angebot. Vier Stunden scheuchte ich ihn damit kreuz und quer über meine Campo! 😀
Einmal saß ich fünf Minuten lang mit im Bagger. Übel! Was für eine grauenvolle Arbeit! Allein das Geschüttel macht einen fertig, weil man wahnsinnig viel Energie allein zum Sitzen braucht! Und der heizt ja schon ganz schön schnell hin und her um die Massen in den Griff zu bekommen. Jede Schaufel 1,5 Kubikmeter und das waren viele viele Schaufeln heute. 🙂

Hier lagen noch richtig viele Steine in der Gegend rum, wobei der erdige Teil links bereits abgräumt war.
In der Mitte hab ich nun einen mega Berg! Alles ist nun Möglich! Plattformen, Mauern, Hügel, Höhlen, Brunnen, Wasserfall… mal sehen..!
Hier ist mein fertiger Graben. Eine Arbeit vor der es mir gegraut hat!
Denn wie befürchtet, lagen mega Felsen im Weg!
Auch für Klaus – dem Amigo und nicht dem Baum – gibt es tolle Neuigkeiten: Sein Gelände scheint nun doppelt so groß und vor allem steht es auf schönem Erdreich und nicht auf problematischen Felsen. Das spart sehr viel Mühe, Arbeit und Material!

Klaus (der Baum)

Bevor ich zum erfolgreichen einsetzen meines tollen Orangebaums „Klaus“ komme, möchte ich etwas ausholen: In letzter Zeit drückte es mich fast an die Wand, weil ich mich völlig überfordert gefühlt hab! Es gibt noch so wahnsinnig viel zu tun und mir läuft die Zeit davon. Dabei bin ich mit den Gedanken auch schon halb bei meinen ersten Auftritten, die bereits am 1. Mai starten. So vieles hatte bisher noch nicht geklappt und viel Arbeit liegt noch fast ungreifbar und unvorstellbar vor mir. Z.b. weitere 40 Meter Graben ziehen und Leitungen zu verlegen… Man kann sich gar nicht vorstellen was dabei auf einen zukommt, weil man dabei immer wieder auf diese riesen Felsen stösst. Ich stecke so oft fest und schon wieder ist ein Tag rum… Zugleich muss ich sehr behutsam auf jeden Finger und jedes Gelenk achten, denn in Kürze geht es auch in Deutschland gleich richtig „übel“ zur Sache! 😀 Also Gas geben und locker bleiben zugleich. Und üben! Dann noch die vielen Entscheidungen… Letzten Freitag hat es mich echt umgehauen und ich lag den ganzen Tag mit Kopfweh und Übelkeit im Bett. Aber macht euch keine Sorgen! Es gab auch einen heftigen Wetterumschwung und mein Körper holt es sich einfach, wenn ich je die Grenzen überschreiten sollte! 🙂
Heute gingen so viele „Knoten“ für mich auf! Einer davon, waren meine bisher unerreichbaren Traumpflanzen, die ich im letzten Beitrag endlich mit Freude vorstellen konnte! 🙂
Einer war mein großer Orangenbaum: „Klaus“, den man als Mensch keinen Millmeter von der Stelle bewegen konnte!
Doch heute haben wir ihn mit Hilfe des Baggers gesetzt.

Dafür brauchten wir erst ein richtig großes Loch.
Gibbo kam mit seinem fetten Gurt und gab mir eine Hand! So konnte man ihn mit dem Vorschlaghammer von seinem Topf befreien. Der Topf ist noch heil und löst somit einen weiteren Knoten, weil ich nicht mehr alle Bäume entgültig versorgen kann.
Dann setzten wir ihn mit dem Bagger in den Boden.

Jedoch gab es für mich ein Problem! Als Bonsai Freund sehe ich ganz genau wie er stehen muss. Mit der Spitze ganz genau von der Küste abgewendet, doch er drehte sich mit seiner Wucht um 45° zur Seite. Selique und Gibbo waren überzeugt, dass der Baum sterben muss, wenn man ihn nochmal aus dem Boden reissen würde. Doch ich dachte mir, das regt mich jetzt für den Rest meines Lebens auf, wenn ich das nicht wenigstens probiere, ihn wieder zu richten. Wir diskutierten lange und ich setzte mich mit den Worten durch: „Lieber tod als verdreht. Das wird jetzt gemacht und fertig!“ 🙂 Awa, kein Problem! Selique hebte ihn 10 cm an, ich drehte ihn mit einem Spaten zwischen den Ästen, ablassen und fertig.
Jetzt steht Klaus wie es seiner würdig ist! In der Mitte und genau von der Küste abgewendet, als wäre er windgepeitscht.

Danach fragte ich beide: „seht ihr das nicht?“ Doch sie bestätigten meine Wahl eindeutig! Vielleicht hatten sie aber auch nur Angst, dass ich ihn nochmal versetzen will!? 😀

Endlich Maracuja…

…und Papaya und vieles mehr! Heute Morgen fuhr ich mit Geza Richtung Puerto und wir zeigten uns gegenseitig die verschiedenen Gärtnereien die wir bisher gefunden haben. Nun fand ich endlich meine Traumpflanzen, nach denen ich wochenlang vergeblich gesucht hatte!

Drei Papayas, die nur etwa zwei Meter hoch werden. Ideal für das Beet, hinter dem Eingang!  Ich sehe schon immer eine Dreiergruppe vor meinem inneren Auge! 🙂 Sie werden in verschiedener Höhe nebeneinander plaziert… Später sehen sie fast wie natur- Regenschirme aus. Plus fette Früchte am Stamm.
Vorne stehen zwei kleine Maracua Pflanzen. Sogar eine rote ist dabei, die süßere Früchte tragen wird. Der Fensterblatt dahinter trägt hier übrigens auch sehr leckere Früchte. Sie kommt unter den Palmen an die Aussenmauer…
Hier stehen nochmal zwei Maracujas die bereits über 1,50 cm hoch sind. Bald dürfen sie zu viert mit einer Bouganville um den Zaun kämpfen. Links davon, eine neue Blume, die aber bereits zum „schlafen“ ihre Blüten eingefahren hat. 🙂 Ganz links, eine Glückspflanze, die mir Geza neulichgeschenkt hat.
Ein weiteres Highlight sind für mich diese hübschen „Farbpinsel“ die auf dem schwarzen Pikon sicher schön leuchten werden. Alles echt günstig! Diese hier gabs z.b. für 1,25 € das Stück und sie werden etwa 80 cm hoch.

Richard

Endlich traf ich heute wieder Richard, den Chef vom Rikarepa.

Richard spricht super Englisch, aber ich verstehe ihn auch relativ gut, wenn er Spanisch spricht. Unsere Unterhaltungen sind immer sehr anregend… Sobald ich mit meiner Musikmaschine richtig am Start bin, werden wir gemeinsam ein Konzert im Rikarepa veranstalten. Bei Erfolg gäbe es ja in Puerto de la Gruz noch einen Rikarepa. 😉
Es sind übrigens Restaurants die auf venezuanische Küche spezialisiert sind. Sehr interessant, sehr lecker und günstig!