Heute fuhren Geza und ich wieder durch die Gegend um sämtliche Teile für meine Bewässerung zusammen zu tragen. Zum Glück haben wir unseren Experten Carlo, den wir aus dem Baumarkt kurz anrufen konnten, um uns in den wesentlichen Punkten zu vergewissern. Nun sind die ersten Teile wie: Pumpe, Druckschalter, Rückschlagventil mit Vorfilter, Schwimmerschalter, Filter und Anschlüsse schon mal am Start. Was ganz wichtiges fehlte aber bis zum Abend noch: Die Installation der Gießwasserversorgung.
Zum Glück war Gibbo bei dem letzten Baggereinsatz so vorausschauend, an der Stelle gleich alle Felsen ausgraben zu lassen. So kam ich heute recht schnell mit dem Graben voran.
Im ersten Sommer hilft mir Gibbo mit Finkawasser. Für eine Leitung musste ich erst durch das Fundament von seinem Tor bohren. Dann meine Mauer soweit aufbrechen, dass die Leitung auch bei mir duchgeht. Das rot-weisse Band ist ein Inseltrick und signalisiert Elektrik, damit bei einer eventuellen Baustelle niemand die Leitung beschädigen will.Dann wieder der bekannte Ablauf: Sand rein, zudecken und fertig!
Sozusagen auf den letzten Drücker! Eine ganz wichtige Etappe für die Zukunft meiner Pflanzen ist geschafft!
Bevor es dunkel wurde konnte ich gerade noch den letzten Stein an der Mauer schließen! Ein großer Augenblick, an den ich kaum mehr glauben konnte. Das schöne Winkelstück aus Messing würde mir sogar in der Naturmauer ganz gut gefallen, es wird aber später hinter dem Container verschwinden.
Tagelanges Aprilwetter war natürlich ein Segen für den Garten und es hielt mir sozusagen den Rücken frei. Denn die letzte Erde die ich eingearbeitet hatte war staubtrocken und selbst wenn ich den halben Tag mit 100 Eimern Wasser rumrenne, kann ich ein paar Nächte Regen damit nicht ersetzen.
Also ich muss schon sagen: Diesen Winter hab ich den kältesten seit 70 Jahren erwischt und für April ist es immer noch viel zu kalt! Letztes Jahr wehte um 22:00 Uhr Abends ein milder Wind mit 23°C. – momentan sind es etwa 16°C.- ok, aber die letzten zwei Tage fuhr ich gegen 0:00Uhr bei 13°C. und Nieselregen heim und so kalt ist es normal nicht einmal mitten im Winter. Zum Arbeiten ist das tagsüber natürlich genial wenn es viel bewölkt ist und man muss ja nie lange auf die nächste Sonne warten. Abwechslung haben wir hier jedenfalls genug!
Heute Mittag fuhr ich mit dem Roller in den Osten nach La Laguna und da wurde es richtig kalt! Die letzten 5km fuhr ich mitten durch die dunklen Wolken. Dafür war es umso schöner wieder zurück zu fahren, wenn man bereits aus der Ferne sieht, dass ab Puerto de la Gruz die Sonne wieder scheint.
Heute war ich vor allem mit Aufräumen und vielen Kleinigkeiten beschäftigt, aber um 17:00 begann ich noch ein paar Steine für die zweite Reihe zu legen:
Für sechs Meter hat es heute noch gereicht.So sieht der selbe Abschnitt von aussen aus.
Bevor Geza zum Steine stapeln überging zauberte er gemeinsam mit Felix eine schöne Einfahrt……dann hat Geza kurz eine 28 Meter breite Mauer gestapelt….…während Frank für Nachschub sorgte….…und Beate gute Laune verbreitete…
…alles unter der Leitung von Felix:
Frank hat mit raffinierter Technik und Schubkarre viele mega große Felsen bewegt. Der Große hinter dem Container war ein Traum für mich, den ich aber alleine nicht bewegen konnte. Gemeinsam mit Frank scheint es keine Grenzen mehr zu geben. 🙂 Man wird seine schöne Vorderseite erst sehen wenn der Container seinen entgültigen Platz eingenommen hat. Dann steht er zwischen den anderen Giganten im Zentrum von meinem aussen- Wohnbereich.
Auf der linken Seite ist der große Steinhaufen schon fast halb abgetragen. Dabei kommen immer wieder schöne Mauersteine zum vorschein. Und dahinter sieht man auch wieder die Küste mit dem Leuchtturm. 🙂
…dass Mangos nicht von Bienen, sondern von Fliegen bestäubt werden?
Mein Manga scheint relativ spät dran zu sein. Das könnte daran liegen, dass der alte Baum erst vor Kurzem in die Erde gesetzt wurde. Jedenfalls kommt es mir entgegen, denn somit steigen die Chancen, dass ich rechtzeitig zur Ernte zurück komme.
Mangos und Mangas sind zweihäusige Pflanzen. Es gibt also Männchen und Weibchen. Zum Glück steht gleich nebenan bei Gibbo ein Macho, der es meinen Mangas mitbesorgen wird! 😀
Auf den Kanaren gibt es übrigens eine alte Tradition/Technik, bei der ein alter Fisch unter den Macho gelegt wurde, damit er die Fliegen anzieht. Das ist bei uns zum Glück nicht nötig! Obwohl, ich könnte ja mal einen rüber werfen. 😀
Heute legte ich weitere Leitungen unter die Erde, damit auch die letzten Kabel aus der Einfahrt nebenan verschwinden.
Das sind die Zuleitungen für Strom und Wasser. Zum Glück kam gerade zufällig Efren vorbei und half mir die Kabel in die lange Schutzhülle zu ziehen. Da sie so dick waren hätte ich es alleine nie geschafft.
Nachdem ich sämtliche Steine aus dem Graben gekratzt hatte kam zum Schutz Sand mit rein.
Dann noch schnell ein Deckel aus Beton drauf. Die Elektrik musste ich bereits wieder mit Stirnlampe umschrauben, da ein langer Tag schon wieder zu Ende ging. Jetzt sind endlich alle Kabel aus sämtlichen Wegen verschwunden! Zwei Wasserleitungen hab ich auch gleich mit versenkt. Da wir davon nur eine brauchen werden, kann man später bei Bedarf durch die Zweite auch ein weiters Kabel ziehen.
Den kleinen Graben weiter hinten werde ich Morgen vollenden, dann kommt auf das Ganze nochmal eine feine Kiesschicht. Zum Schutz und damit es gepflegter aussieht.
Der größere Graben, der unten auf dem ersten Bild zu sehen ist, wird morgen auch endlich geschlossen, damit der gesamte Eingansbereich nicht mehr wie eine Baustelle aussieht.
Ansonsten hab ich noch Pflanzen eingesetzt, einige Felsen gelegt und viel aufgeräumt.
Der gestrige Tag war echt der Gipfel! 🙂 Da lernte ich Frank und Beate kennen. Sie kamen gerade von einem kurzen Deutschland Aufenthalt zurück. Da Geza nach ihren tollen und supercoolen Riesen- Hunden geschaut hat, wollten sie ihm zum Dank einen Gefallen tun. Allerdings ist Geza derzeit so aufmerksam an meiner Seite und unterstützt mich in den letzten Tagen, weil es eh offensichtlich wird, dass ich meine Ziele kaum mehr erreichen kann! Darum winkte er den „Gefallen“ direkt an mich durch. 🙂 So standen sie also am frühen Nachmittag bei mir. Nach einer kurzen herzlichen Begrüßung klatschte Beate in die Hände und fragte wo wir anfangen können. Die neue Mauer vom Vortag musste betoniert werden. Aber vorab halfen mir die beiden Hunde erst mal den dämlichen Streuner zu vertreiben, der gerade mal wieder sein Hundeklo auf unserer Plattform aufsuchte. Die zwei Große sind ganz freundlich! Da wird nicht rumgekläfft, sondern höchstens mal neugierig geschnüffelt. Aber die Größe war eben echt ein Argument für den Streuner ganz schnell das Weite zu suchen! Trotz harter Arbeit konnte ich später das Grinsen nicht mehr los werden!
Heute hab ich den nervigen Streuner, der mich sonst auch noch ankläfft, jedenfalls nicht mehr gesehen. 🙂
Also begannen wir zu viert zu betonieren. Dabei konnte ich direkt eine Maschine nach der anderen anrühren. Frank und Geza verteilten den Beton und Beate steckte pausenlos kleine Steine in die Spalten, damit da nichts rausläuft. Später legte sie noch passende Steine in sämtliche Kerben, die sich oben zwischen den Felsen ansammeln. Frank zog mit dem Rechen immer wieder den Kies zusammen, damit ich schneller schaufeln konnte. So machten wir in vier Stunden die komplette Mauer und zwei weitere Stellen fertig, die ich sonst selbst an einem langen Tag kaum schaffen könnte!
Die Mauer ist noch viel massiver als man es auf einem Foto deutlich machen kann. Wie eine solide Burgfestung auf der man bald rumlaufen kann.
Also konnte ich zum ersten mal schon um halb fünf Feierabend machen und wir gingen gemeinsam nach Puerto de la Gruz bei einem Inder zum Essen. Danach spielte ich den vier, später war das Kind meiner freundlichen Helfer dabei, ein kleines Privatkonzert. Auch das war für mich, wie für die Gäste, eine willkommene Abwechslung. Denn in letzter Zeit laufe ich von Morgens bis Abends, fast pausenlos, wie ein Uhrwerk und kann die Tage kaum mehr auseinander halten. 🙂
Leider vergas ich Fotos von uns zu machen, aber das wird ganz sicher noch nachgeholt, denn beim Essen bekamen wir unser erstes Gefühl bestätigt: Dass wir uns ganz toll verstehen und sehr viel gemeinsam haben! Ein schöner Anfang einer Freundschaft!
Meine Mittagspause verbrachte ich heute unterwegs mit Geza. Erst fuhren wir den Berg hoch um uns, vor allem mich, reichtlich mit Quellwasser einzudecken, dann besorgten wir noch ein paar Baumaterialien und fuhren zum Vergnügen mal neue Wege. Unterwegs vereinbarten wir, dass wir im kommenden Herbst, öfter mal zur Abwechslung schöne Gegenden ablaufen. Die Natur ist wirklich sehr abwechslungsreich und einladend!
Hier gibt es noch ein Bild von meinem Steinhaufen, den ich heute mit einem kleinen Klappstuhl zu meiner privaten Aussichts- Plattform verwandelt hab. 🙂
…schleppt schwer! Pflegte meine Mutter gerne zu sagen!
Heute begann ich mit der zweiten Hälfte meiner Ostwand, die ich zum Schluß eigentlich „schnell“ mit Hohlblocksteinen hochziehen wollte, damit ich sie später verputzen kann. Doch ganz schnell wurde deutlich, dass diese Aktion größeren Behördenärger geben würde! Den konnte ich aber mit meinem unwiederstehlichen Charme und meinem tollen Spanisch nochmal verhindern. 🙂 Zum Glück bekam ich auf der Stelle genehmigt, dass ich mit Natursteinen weiterbauen darf! Wegen dem Gefälle, hätte ich das Ganze sowieso sehr aufwändig vorbereiten müssen, damit es größere Stürme standhalten kann!
Jetzt muss es allerdings schnell gehen, damit ich wenigstens die streunenden Hunde aussperren kann. Das allein schon gibt mir einen wahnsinns Antrieb!
Hier könnt ihr meine ersten putzigen Versuche vom 31. Dezember, an genau der Stelle sehen: „Beginn-der-Natursteinmauer“ Damit ich schnell voran komme und das Ganze stabil wird schleppte ich die richtig großen Felsen an.
Inzwischen kenne ich meine Grenzen so gut, dass ich einen Felsen im Zweifelsfall höchstens noch einmal kurz anfassen muss, um zu spüren, ob das mit uns noch was wird. Grenzwertig ist z.b. was hier inzwischen so vor mir rumliegt. 🙂
Die alte Mauer unterhalb werde ich wahrscheinlich irgend wann mal auffüllen und mit so einer Art Lehmoptik verputzen.
Heute hab ich gut 12 Meter „Burgmauer“ geschafft, die aber im Vergleich zu meinen anderen ersten Reihen nicht mehr so viel Beton verschlingen wird.