Rückwand, Tag 3.

Die höchsten Steine reichen mir schon bis zur Nasenspitze, dabei hab ich gerade mal dieselbe Höhe überschritten, an der vor kurzem noch die Erde lag!

Vorher.
Nachher.

Da hinten fühle ich mich richtig wohl! Es war heute windig, aber da unten bekommt man gar nichts davon mit! Die Stelle war vorher schon gut geschützt, was ich früher schon in einem Video dokumentiert hatte, das genau an der Stelle beginnt!
Das Video ist gerade 11 Monate alt.
Die zwei großen Blöcke fuhr ich von oben mit der Sackkarre an Ort und Stelle! Eine geniale Option! So verwöhnt war ich selten! 😄
Insgesamt liegen bereits über 30 Schubkarren Bauschutt drin! Das feinere Zeugs rieselt schön in alle Spalten und sichert endlich die linke Mauer!

In der Kurve entsteht ein ganz toller Aussichtspunkt, auf den riesen Abhang, hinter/unter der Hochebene!

Rückwand – Tag 2

Das war heute größtenteils ein schöner, sonniger Sonntag! Stundenlang hatte ich meinen Spaß, mit dem Suchen, dem Bergen und dem Legen ein paar schöner Steine!

Beim oberen Bild bekam ich einfach ein schönes Licht. Das untere Bild war zum Feierabend.

Beim nächsten Bild seht ihr die ersten 12 Schubkarren Bauschutt, als Füllung.
Endlich sind die Mauern verbunden und das Ganze wird viel greifbarer!

Die perfekte Drainage Füllung und am anderen Ende wird der Boden aufgeräumt! Der Schutt wird gleich so fest, dass man direkt darauf laufen kann!

Wie motiviert man sich…

…wenn man im matschigen Dreckloch steht? Man macht es sich schön!

Bin ich doch direkt nach dem Abendessen eingeschlafen! 🙂

Die ersten zwei Reihen an der Rückseite, stehen wie eine Burgfestung! Weil es hier immer kühl und schattig sein wird, recyle ich hier möglichst alle Farne und Moose.
Bis zu dem Brückenpfeiler wird mal alles mit einem zweistöckigen Pavillon überdacht sein und ich stehe momentan im „Innern“.
In diese Mauer werde ich extra noch mehr Nischen für Pflanzen setzen! Dabei träume ich von Orichdeen! 🥰
Auch heute ist es nochmal dunkelgrau und nass, wobei es bisher immer wieder schöne Momente gab!

Matschig und grau!

Wenn es so oft regnet, wird zumindest das Graben sehr unangenehm. Bisher kam nach einem halben Meter Tiefe immer Revuelto statt Erde, aber nachdem ich den Revuelto bereits einkalkuliert hatte, kommt plötzlich nur noch Erde, die tiefer und tiefer nach Unten geht!

Getsern schaffte ich es so weit.
Heute konnte ich den Graben fast durchziehen.

Jetzt kann ich endlich die Rückseite vom Fundament legen, den Kreis schließen, die komplette Mauern hoch ziehen und füllen!

Dort hab ich jetzt schon drei Meter Höhenunterschied!

Das Regenwetter hat aber auch sein Gutes! Die alten Steine beginnen auf zu blühen!

Das konnte ich nutzen, um im Tal nach den schönsten Exemplaren zu suchen!

Den ganzen Vormittag nutzte ich zur Bergung dieser alten Schmuckstücke, damit ich für die nächsten Reihen eine ganz schöne Auswahl parat habe!

Auch für die hintere Mauer sammelte ich viele frisch ausgegrabene Steine, die jetzt im Regen abgewaschen werden.

Und ich füllte den Weg bis fast in die Ecke, damit ich dort bald wieder laufen und die nächsten Reihen auflegen kann.

Jonais

Genau vor zwei Jahren erfuhr ich einen bedeutenden Quantensprung! Damals war ich beim Notar und bekam meine Escritura für das Grundstück!
Heute erfuhr ich wieder einen Quantensprung und den hab ich meinem lieben kanarischen Freund Jonais zu verdanken! Klingt wie: Chunai.

Jonais half mir stundenlang alte Felsen zu bergen, zu transportieren und zu setzen und das kann manchmal ganz schön gefährlich werden! Z.B. wenn man dicke Felsen aus der Wand zieht und eine Minute später die Lawine hinterher rollt, oder wenn einem, schwer beladen, der Boden unter den Füßen weg rutscht! Aber wir machten uns einen schönen Tag und schoben ein paar konzentriert langsame Bewegungen dazwischen!

Der Elefantenfuß darf im Zentrum bleiben, aber den kurzen Drago links davon werde ich umsetzen. Irgendwie denke ich bei dem Anblich an einzelne Säulen aus Felsen, mit Bonsai Schalen oben drauf… an Brunnen und Fontänen! 😄

Jetzt sind fast alle großen Brocken gesetzt, die mir langsam Sorgen machten, weil mit sowas macht man sich alleine kaputt! Wir sind ein super Team und wurstelten im Einklang einige mega Brocken ins 3d Puzzle.
Er meinte, er hat schon viele Fincas gesehen und auch gebaut, aber sowas wie meine hat er noch nicht gesehen und so jemanden wie mich auch nicht! 🤣
Wir hatten meine Bosebox im Palmengarten, verwöhnten uns in den Pausen und redeten den ganzen Tag! Er korrigierte manchmal mein Spanisch und das ist etwas ganz selten wertvolles hier!

Jetzt hat es endlich wieder Raum zum füllen und ich kann total motiviert alleine weiter machen!
Jonais ist auch ein ganz großer Fan von mir und sicher kann ich ihm zum Dank ebenfalls bald mal nützlich sein! Z.B. direkt mal mit Pflanzen! 🙂

Und, was sagt ihr? Ist das keine hübsche Baustelle? 🥰 😄
Der alte Weg ist Geschichte!

Schnip schnip

Zur Abwechslung mache ich ein paar Schontage. Bei jedem Rundgang finde ich viele Kleinigkeiten, die zu erledigen waren. Ich entdeckte sogar einen Schaden an einem kleinen Bewässerungsschlauch. Allein dafür hat es sich schon gelohnt!
Dann begann ich mit dem Schneiden der Pinien und Pfirsichbäumchen.

Vorher.

Ein Kleiner neigt immer zum buschigen Wuchs, obwohl ich ihn schonmal geschnitten hatte, als er noch winzig war! Ein Ast hatte schon den Stamm überholt!

Nachher.

Zum Glück hab ich Regeln, dann kann ich zumindest alle Tabus, wie Speichenradästchen abschneiden! Sonst würden Pinien zwar in drei Jahren über zwei Meter groß, aber aufregend wie ein Besenstil mit Sternförmigen Ästen. Auf jeder Ebene soll nur ein Ast stehen bleiben! Unten lasse ich manchmal Triebe, damit der Stamm an der Stelle dicker und konischer wird. Da ist aber schon klar, dass sie weg kommen, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben. Hier ein Größerer, den das Unkraut nicht mehr einholen konnte!

Vorher.
Nachher. Gegenüber liegende Äste müssen auch weg!
Nr3. Vorher.
Nr3. beim Schneiden. Die Spitze ist gekürzt und wird an der höchsten Nadel weiter treiben.
Nr.3 Nachher. Auch der Seitenast ist geschnitten und wird jetzt nach unten gebogen.

In den nächsten zwei Bildern, schneide ich die Spitze ganz ab und biege einen Seitentrieb als Ersatzspitze nach oben. Eine sehr heikle Sache, weil die jungen Triebe ganz leicht abbrechen!

Diese Stelle werde ich demnächst nochmal fotografieren, um zu sehen wie es sich entwickelt.
So bin ich ständig in Bewegung und laufe zig mal rauf und runter, was mich am besten geschmeidig hält!
Eine dritte Gasflasche hab ich als Reserve kommen lassen.

Jiaogulan werden vermehrt. Der Julio, der mein Gas bringt, bekam auch eine!

Endlich wachsen mehrere neue Passionsblumen, die teilweise jetzt erst Sonne bekommen, weil sie schon wieder höher steht!

„Mixta“
„Manicata“
Coactilis.

Kennt hier kein Mensch! Jetzt streune ich mit Isabel durch Icod und heute Abend bin ich zum Essen eingeladen! Am Donnerstag auch! 😊

Heißrotte, Tag 3… glaub 🙂

Auf jeden Fall hatte ich das Ganze über Nacht abgedeckt, damit es nicht total überschwemmt wird. Der Haufen sieht schon wesentlich flacher aus und war schön warm unter der Folie!

Heute.
Gestern

Und das obwohl wir heute morgen bitterkalte 11 Grad hatten! Hier waren es schon 13.

In meinem Servicerohr geht es auf knapp 40 Grad, aber man will seine Hand nicht tiefer rein stecken, weil es echt heiß wird!

Jetzt tummeln sich dort auch viele Insekten, die in der Erde sonst eher rar sind!

Asseln und Ameisen.
Seltsame flache Käfer, die ich noch nie sah.

Der Wurzelteil, der nach rechts absteht, ist eine Raupe, die sich erstarrt, als Wurzel tarnt!

Am häufigsten begegnen mir beim Graben diese und kleinere Tausenfüssler. Sehr nützliche Jäger, die Nemadoten und schädliches Viehzeugs fressen!

Aber allgemein scheint das Erdreich ziemlich tot zu sein! Das wird sich ganz sicher ändern!

Flügel

Der Tag begann mit einer kleinen Inventur und dabei fand ich ein Bauteil, mit dem ich schon länger meine Musikmaschine nr.1 in Deutschland verbessert hatte.
Wie man sieht haben die Flügel je vier tragende Stengel, die in der Urfassung, vom unteren Bild, jeweils zu einer Schraube gebündelt wurden. Das hatte den Nachteil, dass man die Flügel nicht einklappen konnte!

Bei dem neuen Halter bekommt jeder Stengel seine eigene Achse. Damit bekommen die Flügel eine schönere Form und lassen sich zum Transport einklappen, aber auch leichter abziehen, falls ich sie ganz kompakt brauche!

Die acht M10 Schrauben musste ich erst mal finden und 10€ investieren. Dann musste ich noch jeden Stengel passend absägen, wofür man nur eine Chance bekommt. Das Gefummel war komplizierter als gedacht, aber jetzt bin ich sehr zufrieden mit den ersten Lederflügeln, die ich damals auf der Insel und für die Inselmaschine genäht hatte.

Die Kopie der Lederflügel übernahm ich später bei Doretta in Deutschland und so kopiere ich die Ideen immer hin und her, bis alle Maschinen wieder auf dem neuesten Stand sind!
Jetzt fehlt noch ein Update aus Deutschland, für das ich ein Leder Trapez basteln muss, das die Flügel unten, hinter meinem Rücken, verbindet, damit die beiden Flügel sich bei Erschütterungen nicht mehr Spreizen können!

Heißrotte 2 Tage später.

Letzte Nacht hat es viel geregnet und am Morgen war es ziemlich kühl!

War ja klar, dass es meinen ersten Kompost Versuch gleich zwei Tage lang verregnen wird!

Vorher.

Der Haufen ist schon ganz schön zusammen gefallen!

Nachher.

Das Rohr ist leider nur ein kurzes Winkelstück, weil ich dafür noch keines zersägen wollte und auch das Thermometer ist eher ungeeignet um es ins Kraut zu stecken. Trotzdem stieg es in kurzer Zeit auf 40 Grad, die in der Kälte allerdings, bevor mein dämliches Handy endlich den Focus eingestellt hatte, schon wieder gefallen sind!

Aber der Regen hat auch sein Gutes! Zum ersten mal kommt die Schönheit meiner gesammelten 2F. und 4-Fäuste große Bausteine raus!

Auch der neue Wegabschnitt entfaltet nach dem Regen seine Schönheit und sieht trotzdem so aus aus wäre es schon immer so!

Es freut mich, dass ich mit diesem Teil ganz sicher für immer glücklich sein werde!

Heißrotte, erster Check

Der Kompost liegt ja noch keine 20 Stunden, aber natürlich drängt es mich zu spickeln! 🧐 😄

Dafür hab ich ja extra den Service Deckel eingegraben! 🙆‍♂️ Das Thermometer legte ich einfach mal ins Rohr und steckte es noch nicht tiefer ins Kraut. Nach fünf Minuten stieg es auf 30 Grad, etwa 10 Grad über der Aussentemperatur! Es beginnt zu reagieren und bis morgen sollte es richtig heiß werden! Bis zum nächsten, neuen Versuch, brauche ich unbedingt Anti Unkrautflies, damit ich erst das Grünzeugs und darüber die Erde abdecken kann! 80 Meter Flies hab ich und muss die 1m breite Bahnen nur noch zusammen nähen!
Jetzt lege ich auch einen Sammelbehälter für Kompost aus der Küche an, damit in Zukunft jede Bananenschale und der ganze Kaffeesatz vererdet wird!

Das Wochenende nehme ich frei. Es ist total schön über den neuen Weg in den Park zu spazieren!
Morgen ist kaltes Regenwetter angesagt, aber dafür besucht mich meine liebe Fabienne für ein paar Didgestunden! 😊
Gerade sitz ich beim Vespern:

Heute gibts zwei Grüne, zwei Lila und eine gelbe Physalis. Die erste Blaue Katchastan Tomate und zum Nachtisch meine vierte Papaya.