Heute hab ich erst mal einen Schontag eingelegt. Da ich sonst täglich Sport treibe, hab ich gelernt ganz sensibel auf meinen Körper zu lauschen und es besser nicht zu übertreiben. Trotzdem war es kein verlorener Tag!
Zuerst schnitt ich das Mangobäumchen nach allen Regeln der Kunst und dann legte ich noch ein paar schöne Steine, die ich gleich von hinten mit Erde aufgefüllt habe.Eigentlich hätte ich die drei Stengel die nach vorne Zeigen auch noch schneiden müssen, aber erst taste ich mich mal rein und beobachte wie er nachtreibt. Mit weniger Verdunstungsfläche übersteht er den Umzug besser und nach Bonsai-Regeln weiss ich ja ganz genau, an welcher Stelle ich die Äste schneiden muss.
Dann traf ich mich noch mit Mike und Geza um den LKW noch für ein paar Stunden zu nutzen. Erst fuhren wir eine Ladung Müll aus Geza`s neuer Finca zur Sammelstelle, dann räumten wir noch den letzten Schrott aus meiner Finca.
Das war der ganze Mist den ich auf meinem Grundstück ausgegraben und gesammelt hab. Alles weg! Zuerst hatte sich der Arbeiter auf der Station geziert, weil wir gleich mit zwei Lastern ankamen, aber dann hab ich ihn überredet und versprochen, dass ich heute nicht mehr mit dem Laster kommen werde. 🙂
Anchließend holten wir noch ne Karre voll Zeugs, wie meine Bewässerungsanlage und Materialien vom alten Grundstück. Eine schöne alte rostige Leiter sprang für mich auch noch dabei raus. Die passt super an die Mauer, in meinem Park. Dort wirkte eine neuere Leiter wie ein Fremdkörper
heisst: Die Brücke. Damit meine Finger nicht vom Eimerschleppen schmerzen, dachte ich nochmal über die Arbeitsmethoden nach. Da kam mir die Idee, meine drei Meter langen Rollstuhlrampen zu nutzen, die eigentlich für die Musikmaschine gedacht sind. Jetzt kippe ich vier große Eimer in die Schubkarre und schiebe diese über die Rampe auf den LKW. Ziemlich effektiv! Zum Glück kam mir die Idee am zweiten Tag und nicht später.
Wenn ich die Erde ablade, macht es wenig Sinn diese neben den Hügel zu werfen, denn ich müsste sie ja dort auch wieder hochziehen. Also stehe ich mit dem LKW neben den Hügel und mache auch zum Abladen mit den Rolltuhlrampen eine Brücke. Sehr angenehm! Schubkarre rüber schieben und dort abwerfen wo ich es brauche. Dauert etwas länger, dafür ist die folgende Arbeit, nämlich das Gestalten, gleich mit erledigt.
Als ich heute Morgen die erste Fuhre mit Geza neben dem Hügel ablud, rutschte Erde unter den Lkw und wir bekamen die Kiste fast nicht mehr aus dem Dreck gezogen. Das Hinterrad hatte sich ganz schnell eingegraben. Mit Brettern und Schaufeln gings dann nach 10 Minuten wieder. Auch solche Probleme bleiben mir mit meinen Rampen erspart.
Mit Mike und Geza hab ich bereits den kompletten Pikon rüber gebracht und anschliessend nochmal ne Ladung Erde und einige Pflanzen geholt.
Statt einem wohlverdienten Feierabend, legte ich nochmal Steine auf die Mauer, damit ich mehr Erde für die ersten Bäume aufhäufen konnte.
Für Fotos hat es nicht mehr gereicht, denn bis ich mit dem Giessen fertig war, war es schon dunkel und die Mosquitos jagten mich bereits. Oder wir uns gegenseitig. 🙂
Heisst: Die rote Erde. Endlich liegt die erste Lage meiner tollen Erde und mein Hügel ist damit schon viel fotogener. Unten seht ihr zum Vergleich die alte blasse Erde, die leider viel mehr staubt! Auf dem kleinen Hügelchen steht schon mein erstes mini Orangenbäumchen. Das trägt sogar zwei Früchte. 🙂 „Valencia“ heisst die Sorte und das klingt doch schonmal sehr lecker.
Das ist der kleine Laster den ich für eine Woche gemietet hab. Er ist schön verbeult, was ich beruhigend finde, weil man nicht so sehr aufpassen muss.
Heute Vormittag kamen gleich Geza und Mike rüber um mir zu helfen. In nichtmal zwei Stunden hatten wir bereits zwei Drittel von dem schwarzen Pikon verladen und transportiert. Zwei Ladungen Erde brachte ich noch mit Mike und eine letzte Ladung packte ich auch noch ganz gut alleine. Hier sollte ich es gleich verarbeiten, damit man morgen gleich wieder zum Ausladen knapp an den Hügel fahren kann. Und die Pflanzen muss ich ja auch schnell versorgen.
Im alten Garten ging schon eine ganze Menge, aber es ist noch ganz schön viel Arbeit.
Heute hab ich einen Schontag eingelegt und doch viele Stunden an der Naturmauer gearbeitet. Diesmal steckte ich viel Liebe ins Detail, weil ab morgen keine Zeit mehr für Romantik sein wird. Dann bringe ich die erste Erde und Pflanzen, bevor ich den letzten halben Meter draufsetzen kann.
Jetzt geht die Mauer hinten bereits bis um die Ecke.Oben, näher am Rand, kommen noch ein paar Farne, die auch in der Natur in der Sonne stehen. Die kleinen weiter unten bleiben die meiste Zeit im Schatten. Zumindest wenn die Mauer ihre entgültige Höhe erreicht hat.
Natürlich konnte ich es heute nicht erwarten an dem schönen Steingarten weiter zu machen!
Für die Fotos hab ich sogar eine Pause eingelegt und einen Teil mit der Gießkanne abgestaubt. Und sogar noch vor dem Sonnenuntergang geknipst. Das gibts auch selten. 🙂So sieht es jetzt von der Eingangsseite aus.
Es hat richtig Spass gemacht für jeden Stein in aller Ruhe den perfekten Platz zu suchen! Das Auffüllen von dem Hohlraum dahinter macht halt echt viel Arbeit! Dafür gewann der Hügel an Form und Breite. Zur Mauer hin ist er jetzt total massiv! Hier hab ich scheinbar unbegrenzt Schmuckstücke, die schon seit vielen vielen Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten an der Luft „atmen“.
Damit bekommt die Mauer nochmal eine ganz andere Ausstrahlung!
Und Leben!
Man kann echt davor sitzen und die Wand anstarren, denn jeder Stein ist ein Mikrokosmos für sich!
Immer am Abend lege ich bereits das nächste Sortiment in Reichweite, damit ich mich nur umdrehen muss, um den nächsten Baustein auszusuchen.
Heute stand während meiner Arbeit an der neuen Mauer überraschend mein Nachbar Alexandro vor mir und brachte mir diese Avocados.
Ist das nicht mega herzig? Er meinte, dass sie nicht mehr wissen wohin mit all den Früchten. 🙂 Das ist übrigens einer der zwei Nachbarn bei denen ich mich die Tage erst vorgestellt hab. Ich schenkte ihm eine CD und zeigte ihm meinen Wohnwagen mit der Musikmaschine. Dabei erfuhr ich sehr spannende Dinge bei unserer Unterhaltung! Z.B. dass es gleich neben uns einen Fiberglass Anschluss mit sehr schnellem Internet gibt.
Endlich komme ich mal zu der ersten schönen Arbeit!
Die ersten neun Meter liegen und stellenweise ist es bereits bis zu vier Reihen hoch. Das ging in gut vier Stunden, aber weiter oben wird es etwas mehr Arbeit werden. Erstens werden die Steine kleiner, aber vor allem ist die Mauer steiler als der Erdhügel. Der Hohlraum dazwischen wird nach oben immer breiter und muss zwischendurch immer wieder befüllt werden.
Jetzt sind natürlich alle Steine mit Erde verstaubt, aber wenn der erste Regen fällt wird es in allen Farben aufblühen.
Solche Moose und Farne stecken auch schon in der Mauer und es kommen direkt beim Bau noch mehr Steinpflanzen rein. Vielleicht setze ich weiter oben noch ein paar Akzente, wie z.b. Minibeete, die wie Blumenkästen in der Mauer liegen.
Vorgestern nutzte ich meinen Hügel zum ersten mal, um mich Sichtgeschützt und nackt in die Sonne zu legen. Siesta! Es war herrlich, aber heiss! 🙂 Dieses Vergnügen war mein Geschenk an mich, für die harte Arbeit!
Gestern hab ich die Vorbereitungen für den Garten abgeschlossen.
Im Morgengrauen: Vor dem Elefantentuch sind zwei gelbe Griffe von meiner Schubkarre, die ich als Größenvergleich hochkant hingestellt hab. Wenn das Ganze mit einem knappen halben Meter meiner schönen Erde abgedeckt ist, verschwinde ich stehend dahinter, oder könnte mich auch unbekleidet auf einem Liegestuhl tummeln. Der Sichtschutz reicht auch für mehrere Leute und wenn sich eine Frau oben ohne sonnen will, könnte sie sich auch unbesorgt aufrichten, ohne einen Verkehrsunfall auf der Nachbarstraße auszulösen. 🙂 Von der Straße kann man ja eher herab sehen, was das Projekt zur Herausforderung gemacht hat. Eine weitere Steinreihe und mein schwarzer Kies kommen ja auch noch oben drauf. Und viele Pflanzen.
Hier ist nochmal ein Bild von oben, das die Problematik der Perspektive deutlich macht. Da war allerdings mein Hügelchen noch ganz klein.
Es liegen ja auch noch fast 130m. dazwischen.
Auch mein Weg ins Tal ist vorerst fertig und so praxistauglich, dass der Vater von Chris, mit seinen 83 Jahren, gut rauf und runter hüpfen konnte. 🙂
Heute bringe ich noch mehr schöne alte Steine aus dem Tal hoch und beginne mit der Natursteinmauer, die das neue Beet zum Wohnwagen hin abschliessen wird.
Die letzten Tage fiel ich entweder direkt müde ins Bett, oder schlief beim Schreiben vom Blög ein. Es gab mal ein keines Konzert am Feuer und tägliche Fiestas bei meinen Freunden.
Achja, was ich auch noch spannend finde: Mittlerweile kenne ich alle Vorbesitzer, die mir die Geschichte von meinem Land über vier Generationen erzählen können. Und damals waren die Mauern in meinem Park schon steinalt.
Soll heissen: Es bedeutet mir viel!
Zum Beispiel hab ich heute zwei Nachbarn aufgesucht die mir extrem wichtig sind, weil ihr Grundstück an meines angrenzt. Zuerst stellte ich mich beim Nachbarhaus vor, das unten im Tal liegt. Ein sympathisches Paar mit einem Jungen im Fußballfieber. Der Nachbar bekam sein Grundstück von seinem Großvater und konnte mir einiges über die Geschichte meines Gartens sagen, der teilweise fast schon bedrohlich über seinem trohnt. Wir hatten jedenfalls eine super Unterhaltung und witzelten auch gemeinsam, als ich ihm meine allgemeinen Absichten erklärte. Letztendlich will ich ja auf seiner Seite nur aufräumen und in den nächsten Jahren eine neutrale Zone zwischen uns unberührt lassen. Das Land ist so groß und so genial angelegt, dass man bei 80% der Fläche von den Nachbarn nichts mitbekommt.
Entweder steht man auf dem Hügel, oder steckt man unten im Park, wenn man nicht gerade da hinten den Hang hoch klettert. Der schönste Teil vom Park befindet sich links von meinem Steinhaufen, der in der Mitte zu sehen ist. Wir könnten also beide Feiern und und selbst dann bekäme der Andere kaum etwas davon mit. Freu mich mega, denn es ist ein ganz lieber Typ und wir haben uns glaub schon richtig gern! 🙂 Ein Elektrotechniker.
Dann gibt es noch folgende Häuser, die mir schon seit Wochen bei der Arbeit zusehen. Bei dem roten und dem orangefarbenen Haus war ich neulich mit Isabel und Rosita. Auch alle sehr nett! Die Frau im roten Haus rechts, dachte sogar ich hätte das Grundstück mit meinem Wohnwagen nur besetzt. War aber echt total locker und nett!
Die älteren Leute im linken Haus waren auch extrem herzig und hiessen mich willkommen. Bei den weissen Häusern dazwischen war damals keiner daheim.
Das Rechte grenzt ja direkt bei mir an. Auch die Nachbarn waren mir extrem wichtig, weil ich mir ja auch wünsche, dass sie sich in ihrem Garten wohlfühlen können! Also fuhr ich hoch und klingelte, aber keiner machte auf. Bevor ich wieder ging, überwand ich mich doch nochmal ums Haus zu laufen und jemanden zu suchen, denn ich sah sie ja kurz zuvor. Die Frau spritze mit dem Gartenschlauch den Calimastaub vom Balkon und hat mich nur deshalb nicht gehört. Ich fragte sie ob sie kurz Zeit hätte und kurz darauf kam ihr Mann raus.
Ihm zeigte ich, wie dem Nachbar zuvor, ein paar Bilder von meiner Arbeit mit den Musikmaschinen und wir unterhielten uns ganz nett. Auch er erzählte mir eine Menge über mein Grundstück und über verschiedene Bäume. Wo Felsen zu finden sind und, dass es im Park die beste Erde gibt. Dort standen früher Bananen. Wir redeten mindestens 20 Minuten und es lief auch dort traumhaft gut! Wisst ihr was der zum Abschied gesagt hat? Mein Spanisch sei „perfektamente“, dann fuchtelte er mit der Hand und wiederholte nochmal zum Abschied: „perfektamente!“. Genial, oder? 🙂
Auch Folgendes bedeutet mir viel: Mein neuer Weg hat jetzt links oben einen neuen Ausstieg. Jetzt muss ich die schweren Eimer nicht mehr so weit Schleppen und in diese Richtung soll der Weg auch mal verlaufen. Dort wo ich gerade stehe soll er 1 – 2 Meter tiefer werden und eines Tages befahrbar sein. Dazu muss er sich noch um den ganzen Hügel schlängeln. Zukunftsmusik, aber jetzt kann man da schon richtig gut rumlaufen! Heute bekam ich auch die Information wer mir den aussortierten Bauschutt abholt.
Mit diesem Schubkarrentest erprobte ich die Höhe die mir fehlt, damit ich in dieser Saison noch nackig unter meinen Pamen liegen kann. Die Häuser sind ja 100m. weit weg, aber so würde es mir richtig gut gefallen! Eine halbe Schubkarre würde sicher auch reichen, aber ich mach es höher, weil ja für die Maximalhöhe als Sichtschutz ein ziemlich schmaler Streifen reicht.
Achja, ein Wirt von einem Fischrestaurant sprach mich auf mein Grundstück an, weil es früher mal seinen Vorfahren gehört hat. Damit geht die Geschichte schon vier Generationen zurück und damals waren die Mauern im Tal schon alt.