Gestern brachte mir Manuel eine Menge leckere Früchte. 🙂
Knoten…
…gehen auf! Ihr glaubt ja nicht was hier alles schiefgehen kann! Aber heute tat es einen Ruck, mit dem in vielen Dingen Bewegung rein kam. Morgens stand ich bereits um acht beim Canaliero, um Details zu meinem Wasseranschluss zu klären. Zuerst wollten sie mir gleich ein kompletes Leitungsystem verkaufen, was ich auch für einen Moment reizvoll fand. Aber dann dachte ich, besser mach ich alles selber, weil oft erst während der Arbeit die besten Ideen entstehen.
Man kann aber auch eine Menge sparen, was ich lieber in eine Warm- wassertherme investiere.
Gleich im Anschluß war ich das erste mal seit langem wieder eine Runde barfuss rennen. Lieber mal wieder kontinuierlich das Imunsystem hochfahren! Viel Sport, wenig Tier, kein Alk und viel Wasser.
Und es ist fantastisch! Gestern wurde ich schon darauf angesprochen, ob ich abgenommen hab. Ja, ich fühle mich leicht und voller Energie!
Ein kurzer Stop bei einem Unternehmen brachte mir Klarheit, dass ich ein Spezialfahrzeug ordern kann, um meinen größten Baum umpflanzen zu lassen. Genial! Dann rannte ich zu dem Büro meiner Expertin für Immobilien. Die war zwar nicht da, doch versicherte sie mir am Telefon, dass alles gut läuft und wir bald einen Notartermin haben werden. Den Rest meiner Strecke schwebte ich.
Gerade als ich zurück kam traf ich Santiago bei mir an, der zufällig ebenfalls eine halbe Stunde nach mir, mein Wasser beauftragen wollte. Wir telefonierten dafür zusammen mit einem gemeinsamen Freund, der mir wiederum einen befreundeten Spezialisten für meinen Stromanschluss vermitteln wird.
Dann ging es schnell zu meiner lieblings Ferreteria, um ein Angebot für das Material einzuholen. Mit dem Angebot im Gepäck brachten mich meine Freunde Rosita und Manuel zu einem Geschäft, das ein normaler Mensch niemals finden könnte. Nachdem ich mich auf Spanisch anstrengte, sagte mir die Verkäuferin, dass wir besser deutsch reden sollten, denn es wurde technisch ein bisschen kompliziert. Das Angebot war nochmal 20% günstiger und vor allem von einem Spezialisten, der sich gleich morgen meinen Wasseranschluss und das Grundstück ansehen wird. Probleme die mich zuvor beschäftigten lösten sich in Luft auf. Allein meine Hauptleitung wird 150m. lang werden und durch meinen Hügel bekommt sie einen ordentlichen Druck!
Nach dem Laufen zog der Himmel übrigens zu und die Temperatur fiel auf 20°C. was ich saukalt fand. 🙂 Zum Glück wechselt das Wetter, denn das könnte mir einige Pflanzen retten! Ihr werdet sehen, wenn ich mein Wasser habe wird es regnen. Wetten? Zum ersten mal in diesem Jahr! 🙂
Dann saßen wir alle noch ein bisschen zum Kaffe zusammen, wo ich wieder etwas kanarisch lernte. Das ist so krass! Stellt euch vor, „einfacher“ heisst „mas facil“ und Manuel sagt einfach „ma-fas“. Ja? Mit solch verschluckten Silben muss man hier zurecht kommen. Danach hab ich gleich demonstriert, dass ich das auch kann! 😀 War sehr lustig heut.
Damit der Tag auch noch ein paar greifbare Resultate bringt, wanderte ich kurz vor der Dämmerung noch schnell in meinen wunderschönen Park, um wenigstens zwei schöne Steine zu suchen. Es wurden ein paar mehr. Dabei fiel mir auf, dass ich da unten fast jeden einzelnen Stein vermisse, den ich zuvor geholt hatte um meine Mauer zu bereichern. Scheinbar hab ich eher ein fotografisches Gedächnis. Ein Dilemma! 😀 Aber der Park wird noch der Oberknaller!
Dieses Holzding lehnt jetzt an dem ersten größeren Felsen, den ich zur Ergänzung direkt hinter meine Mauer gestellt hab.

Heute Morgen war alles von der Nachtfeuchte nass. Auch ein Segen!

Man sollte echt davor stehen um die Ausstrahlung zu spüren den der Platz mittlerweile hat. Es wird ein ritueller Ort! 🙂
Abschluss, Teil 1
Damit mein Hibiskus in der heissen Sonne nicht verbrennt, hab ich heute einen Flies besorgt und einen runden Sack daraus genäht. Darum werdet ihr in den folgenden Bildern manchmal dieses „Gespenst“ sehen.

Unter anderem hab ich heute den ersten Anti-Unkrautflies hinter der Mauer verlegt, damit ich den ersten Teil oben endlich mit ein paar Eimern schwarzen Pikon abschliessen kann.

Ich weiß, vorher hab ich euch täglich Gestrüpp gezeigt, jetzt sind es Steine. 😀 Ich hoffe es gefällt euch trotzdem wie sich die Dinge entwickeln!


Folgendes Bild ist etwas dunkel, weil ich mehr auf den Teide fokusiert hab.

Und noch ein paar Nahaufnahmen:

Bei der Siesta war es so heiss, dass ich mich ins Vorzelt verzog. Wenn ich mit zwei Klammern das Tuch öffne, hab ich derzeit diesen Blick.
Schatzsuche
Heute nutzte ich den Tag nur für Dinge die mir am liebsten sind: Steine schleppen. 😀 Zuerst suchte ich in meinem Park nach ein paar ganz besonderen Exemplaren, mit denen ich meine Mauer oben abschliessen will.







Jetzt geht es schnell los zum Abschiedsessen von Mike, der für eine Weile nach Deutschland fliegen wird.
Ein traumhafter Tag!
Heute Morgen flitzte ich zu Pia, einer bekannten Künstlerin im nächsten Tal. Auf Facebook schrieb sie gestern ganz traurig, dass ihre Papierstanzmaschine kaputt ging. Ich dacht nur: „Maschine… hier!“ 🙂 Dann bot ich ihr an mir das Teil heute mal anzusehen.
Zerlegt war klar, dass ein neues Kugellager her muss, das wir schon im dritten Ladengeschäft gefunden hatten. Kurz darauf funktionierte das tolle Gerät wieder und Pia war überglücklich. 🙂
Als ich zurück kam, wurde ich bereits von meinen Freunden gesucht, weil sie bei Isabel meinen Geldbeutel gefunden haben, den ich noch gar nicht vermisst hatte. Aber das Beste kommt noch: Mein Paket kam nach drei Monaten Odysee endlich an! 😀 Jetzt kann ich die Musikmaschine perfektionieren und mich doch noch bei einem sehr wichtigen Interessenten präsentieren! Und die Sim-Karte für mein neues Handy kam auch.
Letzte Nacht, oder spätestens heute Morgen, war es Zeit den LKW zurück zu geben und ich wusste noch nicht wie ich aus Puerto zurück kommen sollte. Freunde hatten entweder gerade kein Auto, oder keinen Empfang.
Dann sprang Isabel als Heldin der Nacht ein! Sie begleitete mich noch am späten Abend mit ihrem Auto, um gemeinsam den LKW nach Puerto zu fahren. Zusammen fuhren wir wieder heim. Es war sehr lustig und somit war ich die Kiste schon wieder los.
Heute war mein freier Tag und ich genoß es wie einen großartigen Urlaubstag.
Erst bereitete ich mir ein Vorzelt vor dem Vorzelt vor und schuf mir, nach allen Feng Shui Regeln, eine schöne Privatsphäre. 🙂 Nachdem mich Isabel lecker bekocht hatte, musste ich nur noch in meinen schönen Steingarten und konnte endlich unter meinen Palmen alle Hüllen fallen lassen. Ich hab vor Freude getanzt! 😀


Man liegt in der heißen Sonne und kann seinen Kopf in den kühlen Schatten der Mauer legen. Frisch befeuchtet duftet es nach Erde und Wald. Herrlich!
Man fühlt sich in dem Erdwall richtig geborgen und sollte man je einschlafen, dreht sich der Schatten immer mehr in die Fläche.






Dann hüpfte ich endlich mal wieder auf den Roller und flitzte bei fast 30°C. den Berg hoch.



Wieder zurück nach unten.



Das war mein Megablög für heute. 🙂
Tag 6…
…mit LKW. Heute machte ich nur zwei Fuhren, weil es etwas mehr Arbeit gemacht hat die Pflanzen zu versorgen. Z.B. den Avocado-Baum, der zu den problematischeren Kandidaten gehört, was mögliche Wurzelschäden angeht. Hoffentlich überlebt er es!

Damit die Erde nicht ständig wegrutscht musste ich zwischendurch wieder mehr Steine auf die Mauer legen. 20 – 40 cm kommen noch oben drauf.


Das Wetter war die Tage zum arbeiten angenehm kühl, abgesehen von dem nervigen Wind im Nachbartal. Hier gefällts mir inzwischen viel besser! Es ist stiller, obwohl die Vögel zwitschern wie in einem Park. Ab morgen wird es wärmer und am Montag wird endlich der Traum einer wichtigen Zwischenetappe wahr:
Dann kann ich unter meinen Palmen in der Sonne liegen! 🙂
Wind und Staub
Heute haben wir wieder vier große Ladungen Erde gebracht und gleich versorgt. Morgens mit Mike und mittags mit Geza. Die Beiden opfern sich echt für mich auf! Ich weiss gar nicht wie ich das meinen treuen Freunden jemals wieder gutmachen kann!
Jetzt stehen schon meine Lieblingspalmen und zwei kleine Exemplare meiner Palmenfamilie. Ein Orangenbaum und mehr. Zum fotografieren war es schon zu dunkel, aber als ich in den Spiegel sah musste ich laut loslachen! 🙂
Der Wind hat uns den Staub ständig ins Gesicht gefetzt! Zum Glück ist es im neuen Garten nicht mehr so windig wie im Alten!
Jetzt nimmt das Ganze schon Gestalt an und ich finde es wunderschön! Morgen hole ich den Rest der Palmenfamilie und dann knips ich euch gleich ein Foto von dem Ganzen.
Hibiskus
Heute hab ich etwas später angefangen, drei Ladungen Erde gebracht und versorgt. Bei der Dritten half mir Geza und das ging ratzfatz.


Müll und Umzug
Heute hab ich erst mal einen Schontag eingelegt. Da ich sonst täglich Sport treibe, hab ich gelernt ganz sensibel auf meinen Körper zu lauschen und es besser nicht zu übertreiben. Trotzdem war es kein verlorener Tag!


Dann traf ich mich noch mit Mike und Geza um den LKW noch für ein paar Stunden zu nutzen. Erst fuhren wir eine Ladung Müll aus Geza`s neuer Finca zur Sammelstelle, dann räumten wir noch den letzten Schrott aus meiner Finca.

Anchließend holten wir noch ne Karre voll Zeugs, wie meine Bewässerungsanlage und Materialien vom alten Grundstück. Eine schöne alte rostige Leiter sprang für mich auch noch dabei raus. Die passt super an die Mauer, in meinem Park. Dort wirkte eine neuere Leiter wie ein Fremdkörper
El Puente
heisst: Die Brücke. Damit meine Finger nicht vom Eimerschleppen schmerzen, dachte ich nochmal über die Arbeitsmethoden nach. Da kam mir die Idee, meine drei Meter langen Rollstuhlrampen zu nutzen, die eigentlich für die Musikmaschine gedacht sind. Jetzt kippe ich vier große Eimer in die Schubkarre und schiebe diese über die Rampe auf den LKW. Ziemlich effektiv! Zum Glück kam mir die Idee am zweiten Tag und nicht später.
Wenn ich die Erde ablade, macht es wenig Sinn diese neben den Hügel zu werfen, denn ich müsste sie ja dort auch wieder hochziehen. Also stehe ich mit dem LKW neben den Hügel und mache auch zum Abladen mit den Rolltuhlrampen eine Brücke. Sehr angenehm! Schubkarre rüber schieben und dort abwerfen wo ich es brauche. Dauert etwas länger, dafür ist die folgende Arbeit, nämlich das Gestalten, gleich mit erledigt.
Als ich heute Morgen die erste Fuhre mit Geza neben dem Hügel ablud, rutschte Erde unter den Lkw und wir bekamen die Kiste fast nicht mehr aus dem Dreck gezogen. Das Hinterrad hatte sich ganz schnell eingegraben. Mit Brettern und Schaufeln gings dann nach 10 Minuten wieder. Auch solche Probleme bleiben mir mit meinen Rampen erspart.
Mit Mike und Geza hab ich bereits den kompletten Pikon rüber gebracht und anschliessend nochmal ne Ladung Erde und einige Pflanzen geholt.
Statt einem wohlverdienten Feierabend, legte ich nochmal Steine auf die Mauer, damit ich mehr Erde für die ersten Bäume aufhäufen konnte.
Für Fotos hat es nicht mehr gereicht, denn bis ich mit dem Giessen fertig war, war es schon dunkel und die Mosquitos jagten mich bereits. Oder wir uns gegenseitig. 🙂






