Klingelbeutel & Postkarten

Neue Mission:
Bei dem folgenden Bild geht es mir vor allem um den Klingelbeutel, der zusammen mit den Postkarten wichtige Teile, wie den Zähler und den Plattenteller verdeckt. Von vorne wird die Lampe verdeckt und so bekommt man nie das perfekte Foto. Oder Video!

Zudem war der Didgeständer mitsamt Postkarten- und Beutelhalter sehr sperrig zu transportieren! Aber auch sperrig anzusehen. 🙂 Also weg damit!
Weiter unten seht ihr die Schiene, die unter dem Didgeständer montiert war, um den Klingelbeutel wie über eine art Teleskopstange zu tragen.

Feilen, Biegen, Bohren usw.

Schnell noch die Kanten schwarz matt anschmieren und montieren. Im innern sieht man einen der zwei Rollschlitten.

Jetzt hängt die Schiene direkt unterm Bühnenrand und fügt sich super ein:

Freie Sicht auf alle Ebenen:

So weit lässt sich der Ständer ausfahren:

Der Koala musste weg. Siehe Bilder weiter oben.

Für den Transport muss man es nur ganz reinschieben und auf die letzten paar Zentimeter bremst es sich selbst ein. Fertig!
Bisher verlief das Kabel durch den Didgeständer und musste beim montieren umständlich eingefädelt werden. Aber jetzt – sorglos und schnell! Supi, eine Schwachstelle weniger. Es passt natürlich auch noch durch die Zimmertüren.

Neurotransmitter

Endlich gibt es mal wieder was zu berichten. Das Schrauben an meinen neuen Sounds ist zwar wichtig, aber man hat danach nie das Gefühl etwas gearbeitet zu haben! 🙂 Ausserdem „dreht es sich manchmal schon etwas im Kreis.“ Mein System ist modular so vielseitig einsetzbar, dass ich noch viele Entscheidungen fällen muss, um nicht den Überblick zu verlieren…
Am 11.August spiele ich ja auf meinem ersten Steampunk-Event und wie manche schon gelesen haben ist mir das sehr wichtig! Heute hab ich mich endlich zu einer Arbeit überwunden vor der es mir schon wochenlang gegraut hat! 😀 Den Neurotransmitter zu modifizieren. Hier kommt Teil 1:

Früher musste ich mich ja schrittweise reintasten und schnitt mal ganz vorsichtig den Helm aus. Erst danach kam das Visier, welches mir einen viel größeren Ausschnitt erlauben würde. Das enge „Fenster“ hat auch mein Sichtfeld auf die Sitar und das ganze Umfeld eingeschränkt. An der Skizze seht ihr wieviel ich gleich ausschneiden werde.

…von innen.

Dieses alte Bakelit aus den fünziger Jahren stinkt ja beim Schneiden derart übel, dass es einen fast umhaut. Eigentlich dürfte ja kein Asbest drin sein, aber es stammt aus einerZeit, in der Asbest noch gut war! Darum presste ich mir eine Profi-Staubmaske ins Gesicht und zog die Sache schnell durch. Jetzt bin ich mit dem Teil schonmal sehr zufrieden, es warten aber noch weitere Arbeiten an dem Helm…

 

Nr.3

Die Nr.3 ist da. Im Vergleich zu meiner Kiste sehen Beide noch aus wie neu!

Eigentlich wollte ich nur kurz den Speicher vom Alten auf ein neues Gerät übertragen, um daran die Sounds zu verfeinern, bevor ich sie wieder zurück spiele. Aber es ist mal wieder komliziert und beschäftigt mich nun schon seit über zwei Tagen.

Es begann bereits am alten Gerät, dessen Usb Anschluß ausgerechnet jetzt zum ersten mal ausfallen muss. Wie krieg ich nun meine Daten runter, die der dämliche Mac wahrscheinlich beim letzten Anschließen versaut hat. Der schreibt immer versteckte Dateien rein! Was ich u.a. die Tage lernen musste. Ausbauen:    13 Kabel…

Schon beim Aufschrauben fiel mir das merkwürdige Geklapper im Gehäuse auf. Es lagen 5 Cent drin.

Die muss irgend ein ganz schlauer Held in diesen Kartenslot gesteckt haben!

So konnte ich den CF-Speicher ausbauen und mit einem Kartenlesegerät, das ich natürlich erst kaufen musste, auslesen. Wenn ich die Daten auf das nächste Gerät kopiere funktioniert das leider nicht richtig. Sounds werden geladen, aber man hat keinen Zugriff darauf und manche Klänge werden als vermisst gemeldet. Jetzt studiere ich das Fat16 Format und welche Einschränkungen man beachten muss, damit ich eines Tages hoffentlich sorglos mit dem System arbeiten kann.
Man sollte z.b. keinen Klang mit mehr als 8 Ziffern, Leerzeichen, oder gar Sonderzeichen beschriften. Ein Fehler der bei mir in allen Formen häufig vorkommt. Wenn ich sie umbeschrifte, muss ich danach die Sounds in allen Songs und in allen Pattern wieder neu suchen und laden. Ein Alptraum, aber wenn man das Gerät zum arbeiten bequem auf den Schoß legen kann, investiert man gerne mal ein paar Stunden in die Grundlagen der Gegenwart und Zukunft.
Wenn man dann die Arbeit noch auf die anderen beide Geräte spiegeln könnte, wäre es das echt wert.

Nachtrag, 17:30 Uhr: Bei 190 Dateien hab ich inzwischen die Buchstaben regelrecht gezählt und wenn nötig die Files umbenannt. Alles geputzt und auf ein Minimum reduziert, damit es in nächster Zeit viel Platz für Neues gibt.
Eben hab ich schon einen Kontrabass drauf geschoben, der schön gemütlich vom Nockenphon gespielt wird.
Boah, was für ein Gefummel! 🙂 Bei den ersten Versuchen hat halt gar nichts funktioniert. Jetzt sitze ich mit Nr.2 auf der Maschine und hab das Gerät zum Schrauben direkt vor mir stehen. Zwei Kabel direkt an die große Boxen. Ein Traum!
Jetzt ist der Arbeitsplatz perfekt um neue Sounds und Songs zu schaffen.

42 Tage…

Letzter Donnerstag war der Tag 42 und somit, zumindest theoretisch, der letzte Tag auf der BUGA. Voraussichtlich geht es ab Dienstag wieder weiter.
Es hat sich viel Arbeit aufgestaut, daher komme ich hier nur selten zum Schreiben.

Nr.2 ist da.

Am Freitag hatte ich regenfrei. Perfekt um in der Ferne das erste Gerät zu schnappen, das gebraucht noch zu haben war. Es steht noch da wie neu!

…jeder Knopf scheint mit 20 verschiedenen Funktionen belegt zu sein!  😛

Der Vorbesitzer hat das Gerät u.a. verkauft weil es ihm zu kompliziert war. Es ist auch sehr eigen und speziell! Aber da ich mich nun entschieden hab vorerst mit keinem anderen Klangerzeuger zu spielen, werde ich ihn weiterhin studieren und damit experimentieren, bis ich ihn in- und auswengig kenne! Hab ja schon mindestens sechs Jahre Erfahrung damit.
Man kann z.b. jedes Signal an 8 verschiedene Ausgänge schicken. Eine Option die mich sehr bereichert, durch die meine „Doretta“ aber auch etwas kompliziert wurde.
Nach meiner Ankunft wollte ich gleich ein Backup von meinem alten Gerät draufspielen. Doch ich musste mit Schrecken feststellen, dass meine letzten Sicherheitskopien noch von 2015 waren. Wäre dem alten Gerät etwas passiert, dann hätte ich die Arbeit von einigen Jahren verloren! Jetzt ist endlich alles gesichtert.
Auf dem Kasten war noch die alte Firmware drauf. D.h. der Vorbesitzer konnte damit nie richtig arbeiten!

Nein, kein déjà vu!

Das sind bereits die nächsten 10 000 Postkarten. 🙂 Sie hängen inzwischen bei jedem Kind zuhause an der Pinwand, wie mir mehrere Eltern versicherten. In den letzten fünf Wochen haben sich ca. 8000 Gäste eine mitgenommen.

Es ist total verrückt, was gerade alles passiert! Nachdem ich nun millionenfache Umdrehungen nutzte um die Virtuosität und Schnelligkeit zu trainieren, erinnerte ich mich gestern mal wieder daran langsam zu tun und beim Spielen wieder tiefer in mich zu gehen. Während ich die „Bögen“ spannte, zog mir manchmal langsam die Gänsehaut an den Beinen hoch und ich hatte dabei das Gefühl, dass es nun allen so geht, die um mich herum standen. Die Reaktionen werden immer freundschaftlicher und überwältigender! Mit dem Vorführen der Einzelklänge kann man die Besucher schön nah zu sich heranholen und wenn sie alle aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen, ordentlich „Gas“ geben. Wenn ich in den Gesprächen erwähne, dass ich auch meine Bühnenkleider selber nähe, kommen ab und zu Fragen wie: Ob ich auch kochen kann und noch zu haben bin? 😀 Wir lachen den ganzen Tag zusammen! Liebe wird zu meiner Superkraft und das spüren die Menschen!
Die Energie bounced derart hin- und her, dass ich manchmal fast anfange zu leuchten. 😀 Und ich erlebe tolles: Die letzten zwei Tage stand ein junges hübsches Mädchen vor mir und begann ihren ganz eigenen Stil zu tanzen. Dabei hat sie so eine Wahnsinns-Ausstrahlung, dass alle nur noch staunen…
Es gibt eine Stelle bei der die Straße wegen einer Brücke etwas vertieft durch den Boden läuft. Links davon ist ein Weg mit einem Geländer, etwa auf meiner Schulterhöhe. Dort begann ein älterer Mann, wie auf einem Podest, zu tanzen. 84, wie ich später erfuhr. Plötzlich standen drei Jungs rechts von ihm und drei Mädels links. Sie tanzten erst frei und es entwickelte sich ganz automatisch zu einer tollen Choreografie. Ständig erlebe ich wie sich Menschen und Generationen in meinem Schallbereich verbinden! Alle reden und witzeln miteinander! Ich komm aus dem Staunen nicht mehr raus! „Was passiert da gerade?“ Denk ich viele male am Tag! Es ist wunderschön und wird keine Sekunde langweilig! Jetzt weiß ich genau in welche Richtung ich weiter nach meinem Weg suchen muss und wo noch das größte Potential schlummert! Ebenso spüre ich, dass noch großartige Dinge auf mich zu kommen. Total aufregend!  🙂

48 000

Laut meinem Beatreport kommt heute der neunte Tag in Folge. Letzten Sonntag war so viel los, dass ich den ganzen Tag über die Maschine durchgerattert hab. Dabei drehte sich Doretta 48 000 mal. Das könnte ein Tagesrekord sein.
Die Leute sind so begeistert! Wir feiern gemeinsam den ganzen Tag! 🙂
Die Tage ist das Wetter super angenehm. Einfach herrlich! Nebenher hab ich noch so viel zu tun, dass ich nicht sehr oft zum Schreiben kommen werde.
Es gibt Anfragen für CDs und Events zu beantworten… Heute bestellte ich sechs neue Akkus für drei Akkupacks, die zum Fahren benötigt werden.
Ausserdem entschied ich mich die Tage für eine größere Investition: Meine wichtigste Workstation, die es so gar nicht mehr zu kaufen gibt, macht mir aus demselben Grund Sorgen! Wenn mit dem Gerät mal was passiert, dann bin ich geliefert! Es muss mindestens ein gebrauchtes Zweitgerät her. Eigentlich bräuchte ich für die Insel ein weiteres.
Es ist zudem sehr mühsehlig meine Sounds zu bearbeiten, weil das Gerät fest in der Maschine installiert ist! Dabei muss ich mich immer zur Seite drehen, was sehr anstrengend wird. Wenn ich das Gerät vor mir stehen hätte, könnte ich abende lang neue Sounds kreieren. Dann kann ich am Saisonende alle Daten wieder auf die anderen Geräte übertragen. Somit übertrage ich jeweils die Fortschritte vom anderen Ende, was mir viele mühsehlige Wochen an Arbeit erspart!
Ausserdem kann ich damit dann wieder ältere Projekte aufleben lassen, die ausschließlich auf dieser Groovebox basieren. Als Beispiel gäbe es folgende Videos: http://diemusikmaschine.de/videos/didgeridoo-sitar-goeg-live-experiment-mellow-ambient/
http://diemusikmaschine.de/videos/lost-goeg/

Oder z.b. meine zwei Reggae Songs, die mir heute noch Freude machen. Auch diese produzierte ich jeweils an einem Tag:

sonnige Tage!

Das Kühlzelt für die Elektronik arbeitet super! Geräte die vorher „geglüht haben werden nichtmal handwarm. Das ist sehr beruhigend und ein wichtiger Schritt für zuverlässige Dauereinsätze! Bis zum 14. Juli ist ein täglicher Einsatz auf der BUGA geplant.

naja…

alles in allem lief der gestrige Tag sehr gut, nur der Anfang war wieder zum verzweifeln: Als erstes fiel die vordere Kette vom Nockenfon aus unerklärlichen Gründen zwei mal runter. Danach nie wieder. Einfach so!?
Aber was noch merkwürdiger ist. Alle zwei bis drei Minuten drückt es aus bisher unerklärlichen Gründen den Didge & Sitarsound für einen Moment weg. Es wirkt wie eine Fehlfunktion von einem der dynamischen Effekte. Gates und Kompressoren sind ja massenhaft  unter der Haube am arbeiten. Diejenigen die direkt in der „Leitung“ liegen hab ich auch mal zum testen abgeschaltet.
Über den Tag verschwand es mehr und mehr, aber nicht ganz. Damit bin ich immer noch ratlos…
Im Grunde ist es für die Gäste nicht hörbar, aber für mich sind gerade die sich scheinbar selbst reparierende Probleme am schlimmsten!
Selbst bei der Fehlersuche wurde ich gefilmt und hörte eine Minute später mein Testgezupfe von einem fremden Smartphone… echt nervig! Wie versteinert startete ich den Tag! Die Leute sind allerdings so gut drauf, dass sich das in wenigen Minuten wieder aufgelöst hat. Happy day!