Das Beste…

…kommt zum Schluß. Um den obersten Part am Didge mit dem passenden Leder einzukleiden nähe ich nochmal von Hand. Auf dem Bild sieht man ja den Engpass und weshalb man das Leder beim letzten Teil direkt auf das Instrument nähen muss.

Zwei Nadeln, wie immer.

Für weitere Fotos war es schon zu dunkel. Jetzt ist das Didge vom Mundstück bis zum Ständer mit dem selben Leder eingenäht, mit dem auch der Schirm  daneben vollständig verkleidet ist. Der Didgeständer setzt dieselbe Lederverkleidung fort, wo es beim Didge endet. So haben die schwarzen und die braunen Lederelemente immer einen Zusammenhang zu anderen Teilen und lassen alles etwas mehr wie aus einem Guss erscheinen.
Damit bekam der Neurotransmitter einen neuen „Lederrüssel“ und keinen aus Plastik.

Noch mehr Zeugs.

Der Neurotransmitter hat jetzt endlich seine Lüftung bekommen. Das leichte Surren wird mit In-Ear Kopfhörern kaum zu hören sein. Der Lüfter pustet nicht aufdringlich gegen meinen Kopf, sondern schiebt die komplette Luftmasse durch den Helm. Damit hab ich vorerst jeden Luxus den ich mir gewünscht habe!
Die 12v. Leitung läuft durch einen der zwei Messingschläuche direkt in den Helm. Der andere Schlauch wird später für das Kopfhörerkabel genutzt.
Noch ein paar Extras:

Die hässlichen Chromstengel vom Antrieb hinten, sehen jetzt wie Spazierstöcke aus und stören nicht mehr.

Wie ihr also seht, hab ich wieder eine große Freude an der Nähmaschine! Leider war das Reibrad mit dem man den Unterfaden aufspulen sollte komplett morsch.

…und ausgeleiert. Darunter liegt ein Ersatzgummi, mit dem mir die Experten vom Reiff mal wieder helfen konnten.
Wie neu! Das freut und motiviert mich!  🙂

Schirm

Bisher stört mich noch die Vorstellung, den Neurotransmitter mit einem Schirm zu kombinieren. Beides hat seine eigene Magie, aber zusammen hat man deshalb echt nicht mehr! Aber vielleicht brauch ich den Schirm, dass ich unter dem Helm keinen Hitzschlag bekomme!?
Auf jeden Fall gab ich heute mein Bestes um den Schirm nochmal zu pimpen!

Jetzt sind alle Bambus Stengelchen mitsamt den Schnüren eingeschwärzt. Die Hauptstange hab ich mit einem schönen Wasserbüffel Nubuk eingenäht. Passend zum Didgeständer! An der Stelle musste ich natürlich sehr genau arbeiten und beten, dass man den Schirm nachher noch zuklappen kann! 🙂

Der Schirmständer ist jetzt auch schwarz. Beide Ledersorten haben einen traumhaft schönen Griff! Doretta wird langsam zum „Jaguar“ unter den Musikmaschinen.  🙂

 

Didgeständer

Das hässliche Blechteil ist mir schon lange ein Dorn im Auge!

Früher hatte der große Ständer noch seine Berechtigung, weil er schwere Holzdidges tragen musste. Im Innern war die Schiene mit dem Klingelbeutel. Zudem war es noch der Träger für den Postkartenhalter.

Doch jetzt hat sich das alles weiter entwickelt und er muss nur noch gekürzt und verschönert werden! Doch wie beschichtet man so ein lackiertes Blech mit Leder? Es sollte schon die Kanten abdecken! Doch um abgerundete Kanten herum kann man das Leder kaum in Form bringen. Im Alter könnte das Leder schrumpfen oder sich weiten, dann würde es sich wieder ablösen. Also muss ich es irgendwie direkt einnähen.
Erst hab ich das Teil mal zerlegt, gestutzt und Langlöcher für ein zweites Paar Riemen rein gefräst. Dann bereitete ich die Lederhaut mit einer fast umlaufenden Naht vor. Rechts musste ich es ja offen lassen!  😉

Dann draufziehen. Alles kleben!

Und zunähen. Die Maschine ist einfach genial!

Was für ein Unterschied! Wenn man es mit dem oberen Bild vergleicht, sieht man, dass der alte Ständer ganz schön viel abgedeckt hat.

Leder 2

Gestern nutzte ich noch den Schwung meiner Motivation und nähte gleich noch eine Ummantelung für den Tuba-Schlauch. Dummerweise passte es zu genau und ich bekam den Schlauch gar nicht mehr reingeschoben. D.H. den ersten Teil, von dem zu engen Schlauch, schnitt ich ab und schob ihn auf den kürzeren Griff mit dem Mundstück. Das war ne Presspassung und der Handgriff fühlt sich jetzt an wie ein Lenkrad aus Leder.

Das lange ist bereits der Ersatzschlauch. Man kann noch einmal sehen was er darunter versteckt. Immer noch ein Kampf, aber es wäre auch zumutbar, irgendwann mal wieder einen neuen Schlauch einzuziehen.

Den Rest von dem engen Schlauch konnte ich mit „ach und krach“ auf den Klingelbeutelhalter drauf spannen. Jetzt ist dessen langweilige Holzleiste auch verkleidet. Richtig schön wirds erst im Alter!

So sieht jetzt der Tuba-Schlauch aus.

Das ganze Instrument fühlt sich nun 100 x wertiger an und es macht auch gleich viel mehr Spaß, darauf zu spielen!

Noch ein Griff am Neurotransmitter:

Mit zwei Magneten kann man die unteren Ecken auch hochklappen. Ich finde so ist es auch ne coole Maske! 🙂 Der Magnetverschluß in der Mitte lässt sich wie von Zaubehand im vorbeistreifen bedienen.

 

Klöppel

Letztes Wochenende ging der Klöppel für die große, schaukelnde Trommel kaputt. 3 Millionen Schläge hat er ausgehalten, bevor der Kern aus einer M4 Gewindestange durchgebrochen ist.

Das Teil auf dem Bild hab ich neu gebaut, weil es weniger action ist als das Metall auszubohren. Beim Klöppel sah das schon anders aus. Der besteht aus einem Stück Fanfare und es wäre zu schade, wenn das kaputt ginge. Also bohrte und nudelte ich die blöde Achse den halben Vormittag lang raus.
Dann kam da ne richtige M6 Gewindebuchse rein, falls das je wieder brechen sollte.
So hab ichs angepasst und zusammen verschraubt.
Zusätzlich nochmal eingegossen.
„ge-aged“ montiert und fertig.

 

 

Leder

Heute ging es u.a. wieder um den Neurotransmitter. Unter dem Schild wünsch ich mir schon länger eine Verkleidung die einen optischen Übergang zwischen Helm und Körper schafft. Jahrelang dacht ich darüber nach wie ich das praktisch und stilvoll lösen könnte. Jetzt entschied ich mich für die folgende Lösung:

Für jede Seite ein doppelter Lederrahmen, der dem Netz etwas Form gibt. Zwei Magnete als Wurfverschluß mit eingeklebt.
Endlich hab ich die Adler mal wieder ausgegraben.

So sieht das jetzt aus:

Eine Bewegung und die Magnete schließen.

Die zwei unteren Ecken bilden jetzt einen guten Übergang zum Körper und ich kann durch das Netz immer noch ein wenig auf meine Sounds schauen.

Wenn die Nähmaschine schon am Start ist näh ich doch gleich noch ein paar Teile:

Das verchromte Stuhlbein nervt mich schon lange!
Das Anilin-Leder von den Flügeln.

Morgen gehts weiter…

Offbeat Blinker

Bereits im Video „Blackhole“ könnt ihr über dem Hihat eine Röhre sehen, die im Offbeat gelb geblinkt hat. Sie war Batteriebetrieben und sehr anfällig. Das Halterohr, auf dem auch die Schalthebel sitzen, hat sich über die Jahre immer weiter nach unten verbogen. Die Röhre war auch kaputt.

Und weil das Spinnrad nicht gerade die beste Substanz zum Schrauben bietet, bog ich dieses krumme Winkelstück als Stabilisator.


Das stützt den „Arm“ jetzt von unten.

Jetzt kann ich auch wieder schön an den Hebeln rumbiegen! 🙂

Ein Kabel hängt mit Krokodilklemme am Besen, das andere am Becken. Also blinkt es immer wenn das Hihat die Offbeats betont. Der Strom kommt jetzt direkt aus dem 12 V. Netz. Hinter der Röhre steckt ne LED Birne. Erstens wird die in dem engen Rohr nicht so heiß und sie wechselt etwas aprupter zwischen an und aus. So leuchtet die untere etwas länger auf dem Beat und glüht auch etwas weicher nach, während die obere visuell klare Offbeats drüber setzt. Gefällt mir! Mit Folien kann man auch hier die Farben kurz mal wechseln.

Garten der Sinne

Letztes Wochenende spielte ich zwei Tage im Garten der Sinne bei Weinstadt. Es war ein kleiner schöner Kunsthandwerkermarkt im Grünen. So überschaubar, dass wir uns am Ende fast alle wie Freunde verabschiedeten. Für mich ist es eine Herausforderung stundenlang an einem Platz zu Spielen, weil ich natürlich keine 200 Lieder im Gepäck habe. Auch für mein eigenes Bestreben nach mehr Abwechslung musste ich erst mal die Voraussetzungen schaffen. Eine Kleinigkeit, die aber für diese Mission unheimlich wichtig ist, ist ein Ablagefach für Notizen, für das ich endlich den richtigen Platz gefunden hab:

Der Deckel von meinem Sonnenschutz bekam nun innen einen schwarzen Anstrich und aussen eine schicke Verkleidung. Im Deckel seht ihr die kleine Ablage,  in der ich jetzt wenigstens ein paar Karten unterbringen kann. Rechts hab ich z.b. eine Songliste mit Notizen über passende Sounds und Konfigurationen. Dort kann ich auch für alle gespielten Lieder Striche setzen, damit ich den Überblick behalte. So kann ich weiterhin die Auswahl frei Variieren um mich der jeweiligen Situation anzupassen.  Links steckt der Beatreport, auf dem ich z.b. auch Tips der Besucher vermerken kann. Dazwischen passen einige Postkarten, falls ich mal eine direkt weiter geben will.

Dank dem ständigen aktualisieren meiner Songliste kam ich am Ende auf 17 Lieder, die ich nun immer wieder überarbeiten werde. Zusammen mit ein paar Solo-Einlagen kann ich damit schon mal locker zwei Stunden abdecken, bevor ich mich wiederholen muss. Auch für die Insel hab ich damit ein abendfüllendes Programm. Denn vorerst geh ich mal davon aus, dass ich dort mehr stationäre Konzerte geben werde.
Nachtrag am Nachmittag: 18 Songs! 🙂 Hab gestern und vorgestern doch tatsächlich „Last Call“, eines meiner Lieblingslieder vergessen. Das bestätigt mir wie wichtig eine Songliste ist! 🙂

Nur kleine Details für Technik Interessierte

Jetzt ist der elektronische Teil vom Klingelbeutel auch fertig und funktioniert zuverlässig!
Hab die Begeisterung gleich genutzt um neue, noch lustigere, Klingelbeutelsounds zu programmieren.  🙂
Auf dem nächsten Foto sieht man den Didgeständer von unten. Da hing noch ein altes Didgemikro mitsamt verbauten Kabel drin. Das benutze ich wahrscheinlich zum moderieren, weil es jeden Fehler verzeiht.  😀

Also kamen früher mal zwei empfindliche Kabel aus dem Innern vom Didgeständer. Die waren natürlich immer anfällig für Quetschungen. Und so einen Mist musste ich manchmal nachts löten.  🙂 Weil egal ob das Didgemikro, oder der Klingelbeutel ausfällt, es würde mich den ganzen Tag nerven!

Nächstes Bild: Beim Aufbauen musste ich beide Kabel durch die Löcher am Ende des Rohres einfädeln, während ich den Didgeständer auf den Schultern parkte.

Dann musste ich auch noch daran denken, oben am Ständer das Schaltgestänge einzufädeln, das man zuvor aufschrauben muss!

Dieses Gestänge läuft da halt dummerweise durch:

Als nächstes musste ich das Kabel, das da unten rauskommt verlegen und anschließen. Das vergas ich einmal, dann hat sich das Kabel um das große Kettenrad verfranzt, verklemmt und schraubte gleichzeitig das Kettenrad von der Achse. Als ich es bemerkte flogen bereits alle Teile auf der Straße rum und das Kabel war kaputt. Das kann jetzt auch nicht mehr passieren! Aber mein Weg wurde reichlich gesäumt von solchen Abenteuern!


Auf zwei Steckverbindungen konnte ich jetzt verzichten. Jetzt gibt es nur noch einen großen Klinkenstecker.
Nochmal zurück zum Didgeständer, wo ich über meine eigene alte Konstruktion staunte. Ein Spiralkabel das von drei Federn unterstützt wurde um die „Teleskopstange“ unter der Haube überhaupt zu ermöglichen.

Drei hochwertige Federn, deren Verbindung ich ganz simpel mit Schrumpfschlauch gesichert hab.

Meistens muss man hier mit so einfachen Lösungen zurecht kommen, weil es keinen Platz gibt, oder weil man die Konstruktion nicht so einfach  verändern kann.
Das empfand ich als ein nettes Beispiel, um einen Großteil meines täglichen Gefummels zu beschreiben. 🙂