Weleda Markt

Am Samstag und Sonntag spiele ich beim Weleda Erlebnis Zentrum, in der Nähe von Schwäbisch Gmünd. Wenn das Wetter es zulässt werde ich dort durch den schönen Park fahren, in dem ein Markt verteilt ist. Tommy hat dort auch einen Stand und wir freuen uns jedes mal wenn wir mal wieder zwei Tage auf dem selben Fest unterwegs sind.   🙂

Die Flügel sind fast fertig

„Bääm!“ (wirkt es nicht ein wenig wie eine comic-Sprechblase?) Ist das eine Präsentation?  😀  Die Drumsticks bilden auf der Seite eine vorletzte Ebene. Sie sollen wie die Waffen eines Samurais hinter der Schulter vorblitzen. 😀 Die andere Seite wird später ja von der Sitar verdeckt.

Jeder Stengel wurde einzeln direkt mit einem engen Holzgewinde verschraubt. So lässt sich alles genau einstellen. Klappbar und stabil ist es auch. Mit zwei Flügelmuttern ist das Ganze schnell montiert.

Natürlich konnte ich es nicht erwarten das Ganze mit dem Helm zu sehen, voila:

Herrlich! Nach so einer Arbeit hat man echt geschundene Hände, aber jetzt kann ich mich jedes mal freuen wenn ich diese Teile auspacken kann. Happy happy happy! 🙂 Gibt noch viel zu tun!

Zwischenstand – Flügel

2 Nadeln und ein gewachster Faden. Für die 13 Meter Naht musste ich also nach dem Bohren von 5200 Löchern, etwa ebenso oft die Nadeln durch das Leder wursteln. So ein tolles Anilin Leder hat die Eigenschaft, dass sich die Löcher direkt nach dem Vorlochen wieder verschließen, weil das Leder so zäh ist. Also ging kaum ein Stich freiwillig. Aber wenn es mal genäht ist, wirkt es so als wäre das Leder um jeden Stich geschrumpft. Wahrscheinlich wäre es sogar wasserdicht.

Drei mal halbe Schlaufen annähen 3 h. 25 min. Die erste Hälfte von dem mittleren Rohr einnähen dauerte nochmal eine Stunde. Mitten in der Fläche ist es natürlich etwas mühsehlig… 🙂

Nachtrag: Das Mittelrohr war nach einer zusätzlichen Stunde fertig. Die  weiteren Rohre benötigten nochmal 4h.
Kurz gesagt, kam ich insgesamt auf etwa 11 Stunden pro Flügel. Jetzt kommt gleich noch die Halterung…

erster Flügel…

…fertig!

Beim nächsten werd ich mal auf die Zeiten achten: Beginnen wir mit dem vorlochen beider Flügel: 3h, Metallgestänge 1h…

Flügel

gestern begann ich die Arbeit an den neuen Flügeln, die bis zum Wochenende fertig sein sollten.

Zum Glück hab ich noch das Schnittmuster der Inselflügel! Insgesamt gibt es ca. 6000 Löcher vorzulochen. Das Leder ist sehr edel aber zäh wie ein dicker Gummi!

Dieses mal verpasse ich dem Gestänge an den Enden Gewindebüchsen, damit man schöne Messingkugeln drauf schrauben kann.
Das sieht dann so aus:

Pedal

Heute bekam die Maschine ein neues Pedal.

Es soll an der Stelle auch dann noch etwas Maschinen-Charakter ausstrahlen, wenn ich barfuss damit spiele.  🙂  Nicht, dass ich das verstecken wollte, die Leute/Kinder dürfen sich gerne inspirieren!

So zieht der geschliffene Messingrahmen die Blicke auf sich und schützt zugleich.  😉

Innen ist es mit einem weichen Anilin Leder gefüttert. Mit dem 4cm hohen Rand fühlt man sich safe! 😀 Quasi, Feng Shui für den Fuß.  🙂

5 Millionen – Kundendienst

Kurz vor dem 5 Millionen-Beats-Jubiläum wollte ich der Maschine noch viele Verbesserungen spendieren. Darum war es die letzten Tage auch ziemlich ruhig“ hier. 😉 Es gab eine lange Liste von unangenehmen Problemen zu beseitigen. Hier ist ein erstes Beispiel: Viele erinnern sich vielleicht an die neue Magnetwalze die ich im letzten Frühjahr eingebaut hatte!? Die Alte drehte sich auf einer M8 Welle, aber die Neue bekam eine stabilere M10. Im Zentrum werden die Walzen mit zwei Muttern fixiert, die bei M10 jeweils 2mm dicker sind.

Also war der Spalt in der Mitte, bei vier Muttern um 8mm zu breit. Die Zungen liefen also nicht mehr genau über den Magnetspuren. Nun musste ich endlich mal das komplette Teil zerlegen und bei jeder der vier Muttern 2mm runter feilen.

Dabei lies ich gerade noch so viel stehen, dass genau zwei Schraubenschlüssel in den Spalt passen. Nächstes Problem:

Die Zungen waren nur provisorisch an die neue Walze angepasst, weil das Ausbauen soo unangenehm ist! 🙂 Also hatte ich sie früher nur dort gekürzt wo es vorher Probleme gab. Zudem verlor die mittlere Zunge ihre Verschleißschicht, weshalb sich die Magnete bereits tief eingefräßt haben. Diese und gefühlt 20 weitere Zungen wurden wieder mit Kunstharz und einer neuen anti-Verschleißschicht „erneuert“. Alle Längen angepasst. Die Magnetwalze wurde auch gleich nochmal neu lackiert und ge-aged. 🙂

Da jetzt die zwei linken Zungen wieder in ihrer Spur laufen, lohnt es sich auch endlich die Zweigang-Hand-Schaltung zu reparieren.

Hier laufen, von links aus gesehen, die ersten zwei Zungen  jeweils auf der vorletzten Spur.
Jetzt greifen“ sie jeweils die linke Spuren ab.

Das Gestänge wurde noch verschleißfest gemacht und so kamen zig kleine Arbeiten dazu… Neue, kürzere Magnete bekam sie auch! Sollte so ein Magnet z.b. beim Umschalten versehentlich umkippen, dann stellt er sich in der Regel gleich wieder von selbst auf. Der Haltebügel links wurde auch nochmal genau eingepasst und stabilisiert. Und wer jetzt denkt so eine frisch gepflegte Walze läuft ohne Probleme, hat das falsche erwartet! 🙂 Erst muss die Mechanik z.b. über Rückholfedern so eingestellt werden, dass es weder zu hart noch zu weich drauf klopft. Dann müssen die elektronischen Sensoren wieder neu konfiguriert werden, damit auch diese weder zu empfindlich, noch zu unempfindlich sind. Aber inzwischen läufts und es groovt wie`d sau! 🙂

Neue Kettenspanner

Hier ist noch ein Bild von einem alten Kettenspanner:

Die alten waren zwar auch nett anzusehen, brachten aber gleich mehrere Probleme mit sich: Die Achse war nicht kugelgelagert und die Messingrolle wurde mit den millionen Umdrehungen von innen und von aussen aufgefressen. Was man auf dem folgenden Bild ganz gut sehen kann.

Sowas passiert natürlich direkt beim Auftritt. Naja, bisher waren die Leute immer begeistert, wenn sie mir zusehen konnten, wie ich halb-verzweifelt meine Pannen repariere.  🙂Die Lösung: Kugelgelagerte Kettenräder. Leider schaffen neue Lösungen oft wieder neue Probleme!  🙂
Weil der obere neue Kettenspanner jetzt ebenfalls so ein tolles Zahnrädchen bekam, meint er gleich alle meine Hosen auffressen zu müssen. Also musste ich erst mal diesen Kettenschutz bauen bevor ich überhaupt wieder spielen konnte. Ganz unten seht ihr bereits den dritten und kniffeligsten Kettenspanner.

Da direkt links davon mein Bein steht, gibt es für Spannfedern gar keinen Platz mehr! Zuvor löste ich das Problem mit Gummizügen, die gelegentlich von vorne leicht gegen mein Schienbein drückten. Zudem leiern die Gummis mit der Zeit aus.
Jetzt ist der Halterahmen bis nach unten verlängert und wird von der Feder sehr effektiv gespannt. Damit läuft die Magnetwalze ruckelfrei und mit einem Griff ist das Ganze zur Montage aus- bzw. eingespannt.

Dem Quietschen auf der Spur

Auch wenn manch einfachste Lösung an sich funktioniert, schleppte ich bisher doch zu viele Schwachstellen mit mir rum. Hier ist z.B. ein simples „Ärmchen das bei jedem Wippen an einer wichtigen Schnur zieht.

Auch wenn es nur einen kurzen Weg hin- und her reibt, geht das bei millionenfachen Umdrehungen auf das Material. Von dem nervigen quietschen und dem hässlichen Blechwinkel mal ganz abgesehen. 😀

Der Schlüsselring ist schon halb durch und irgendwann würde er sich mit einem lauten „bäng“ verabschieden.

Die Lösung:

Jetzt ist die Befestigung doppelt kugelgelagert.

Und weil es da unten bei einer Rückzugfeder praktisch dasselbe Problem gab hab ich auch das Teil doppelt gelagert:

Neue Trommel

In letzter Zeit gab es einige technische Überraschungen. Nach 8 Jahren ist z.b. meine Rahmentrommel eingerissen. Die erste im Test ist mit Kuhfell bespannt, das hoffentlich weniger empfindlich gegen Sonne und Feuchtigkeit ist. Auf jeden Fall werde ich eine zweite Ersatztrommel besorgen, weil man sowas im Notfall nicht von heute auf morgen findet, der Laden“ aber auf jeden Fall laufen muss!
Apropo`s finden: Wie findet ihr sie, besser oder schlechter?