Spiel

Heute hab ich endlich ein Foto von dem Spiel gemacht, von dem ich neulich noch erzählte.

Wie der Namen schon sagt erinnert es auch an Romme. Nur wenn mal eine Menge Nummern auf dem Tisch liegen hat man viel mehr Möglichkeiten, alles komplett umzulegen, wenn es einem nützt und wenn das ganze am Ende aufgeht.

Es war mal wieder ein Spaß mit meiner Equipo de caminarse, also meinen Wanderfreunden zu spielen.
Hatte ich eigentlich von den Muscheln erzählt? Letzten Freitag waren wir bei Christian eingeladen, wo wir von seinen Gästen aus Frankreich verwöhnt wurden. Es war sehr schön und auch interessant. Nach zwei Gläsern Wein ging die Unterhaltung in fünf Sprachen weiter. 😀 So traf Spanisch auf Portugisisch, Französisch, Deutsch und wenns half auch noch Englisch.  …und die Muscheln! Ein frisches großes Blech in Knoblauchöl und mit Parmesan gebacken. An demTag hatte ich echt lange geschlemmert und am Ende wahnsinnig viel gegessen! 🙂

Weihnachtsblög

Herzlichen Dank für all die Mails, Fotos und Grußkarten!
Genau pünktlich zu Weihnachten begann die erste Blüte meines Bottle-Brush-Tree, oder Flaschabutzer, wie der östereichische Gärtner zu sagen pflegt,  sich zu öffnen.

Eigentlich wollte ich sie vor blauem Hintergrund fotografieren, aber das wird heute schwierig. 🙂 Dafür hatten wir bereits um 7:30 Uhr 18°C.

Nachtrag um 15:30 Uhr:

…geht doch! 🙂 25°C.

Mein Festessen hatte ich eben auch schon gebrutzelt. Die Langusten hab ich gestern spontan geschnappt, weil ich dachte, wow, so günstig bekommst du sie nie wieder! Sie waren für 15 € das Kilo ausgezeichnet. Doch als ich 9 Stück an der Theke wollte brach erst mal Hektik aus. Zwei Verkäuferinnen und ein Verkäufer begannen zu diskutieren, weil am Seitenfach der Theke 48 bzw.
68 € als Kilopreise standen. Aber da konnten sie schon keinen Rückzieher mehr machen. 🙂

Das war eine richtig große Pfanne. Beim Brutzeln find ich sie meistens etwas gruselig, aber sie waren so unglaublich lecker! 🙂

Kaum hatte ich gegessen kam der Weihnachts-Geza und schenkte mir 10 Säcke Sand für meine Veranda. Der Sand hat eine schöne bräunliche Farbe und verdichtet sich zu einem ganz festen Untergrund auf dem man wunderbar barfuss laufen kann. Freu mich mega! 🙂

Mit diesem kurzen Zwischenbericht wünsche ich auch Euch allen wunderschöne Feiertage!

Wanderung 22.12.18

An diesem wunderschönen Samstag ging es an das andere Ende der Insel zum Anaga Gebirge. Das liegt am äussersten Zipfel, ganz rechts, wenn man auf die Karte schaut.

Hier ging es los, bei Las Carboneras.
Am Startpunkt dachten wir noch, auweh, ein starker Wind. Doch nach 500 Metern war es schon wieder windstill.
Bereits nach dem ersten Hügel denkt man dann schon: „Hach, herrlich, dieser erfrischende Wind. 🙂
Dieser Teil der Insel hat eine ganz eigene Ausstrahlung.

Für mich war es wieder die perfekte Barfussstrecke. Wir hatten auch ein sehr großes Glück mit dem Wetter, denn das Gebirge mit seinem Lorbeerwald hängt fast immer in den Wolken. Dieser Tag war ein „Sommertraum“!

Hier bekommt man immer wieder einen schönen Überblick.
Zwischen den schönen Aussichtspunkten läuft man immer wieder windgeschützt durch Tunnels aus Bäumen und Büschen.
Der Teide mal aus einer ganz anderen Perspektive.
Auf so einem Boden hat man barfuss immer wieder das Gefühl Schritt für Schritt die Welt zu umarmen! 🙂

In unserer Fünfergruppe ist es auch immer lustig und alle sind sehr begeisterungsfähig, sonst könnten wir sicher keine so große Runden machen.

Bei Chinamada umrundeten wir eine Höhlensiedlung und machten auch mal ne Rast.

Die ganzen Häuschen sind in den Fels gegraben. So spart man sich drei Wände, eine Decke und die Klimaanlage.
Auch dort sieht es nach jedem Hügel anders aus. Die Dimensionen lassen sich kaum mit der Kamera einfangen.
Von diesem Aussichtspunkt aus sieht man  auf Punta del Hidalgo. Das nördlichst gelegene Städtchen der Insel.
Doch vor allem geht es weit nach unten.
Ein schöner Weg…
…und man schafft es kaum mal die Kamera wegzupacken.
Auf dem Rundweg entdeckt man immer wieder neue spektakuläre Felsen und Inseln. Und es gibt dort noch viele viele interessante Wege!
…oder „Neues in der Botanik.

Als wir aus dem Wald kamen stoppten wir erst mal in einer Guachinche zum Essen. Doch es war immer noch so wunderschön, dass wir genau zum Vollmond, gegen 18:45 Uhr, einen weiteren Stop in der schönen Stadt La Laguna einlegten. Dort solle ich mit meiner Musikmaschine hin! Höre ich immer wieder. Die Stadt hat echt eine super Atmosphäre, viel Leben auf den Straßen und ist wunderschön!

Veredeln

Hola, von der Insel! Die Tage war ich sehr beschäftigt und es geht mir auch sehr gut!
Vorgestern waren vier meiner Sportsfreunde zu Besuch und stellten gleich mehrmals meinen Wohnwagen um. Dazwischen zwitscherten wir gemeinsam ein Bierchen und ich konnte in aller Ruhe entscheiden, ob es sich nun richtig anfühlt, wo der Wohnwagen nun steht. So korrigierten wir immer wieder ein wenig, bis es endlich gepasst hat. Warum es nun perfekt ist werde ich in einem extra Beitrag zeigen…
Wie die Überschrift schon sagt geht es hier um das veredeln und zwar eines Avocado Bäumchens:

Gestern stand ich noch mit Geza vor den letzten Töpfen, die er mir über den letzten Sommer gebracht hatte. Da bei diesem hier alles über der veredelten Stelle abgestorben ist sagte ich noch: „Den hier kann man auch entsorgen, weil würde er gut wachsen, dann hast du bestenfalls ein gutes Holz. Und was will man mit einem guten Holz?“ Kaum ausgesprochen, dacht ich: „Pfropfen!“
Das ist mein erster Avocado Baum. Die aufgesetzte Sorte heisst Pinkerton. Der letzte knappe halbe Meter wuchs seit meiner Anwesenheit, also in etwa 6-7 Wochen.
Die frische Spitze, die eh nach unten wächst, dient als Organspender.
Das ist also mein erster Versuch eine neue Sorte aufzusetzen. Wenn es nicht klappt probier ich noch andere Methoden. Sollte es klappen, dann gibt es bald noch mehr Multifrucht-Bäume.  🙂

máquina música …hecho!

Die letzte Modifikation hat geklappt und das Teil groovt wie sau! 🙂

Die zwei rechts sind stumm geschaltet. Man kann also am Anfang alle zurück klappen und dann im Song ein Instrument nach dem anderen reinklappen. Jetzt vermisse ich beim Spielen noch eine Freihand-Aktivierung, aber auch da kommen mir schon ein paar ganz gute Ideen!

Gestern konnte ich meinen Gästen Christian, Debby und Geza damit auch schon ein kleines Minikonzert spielen. Neben der mechanischen Modifikation bastelte ich gleichzeitig am elektronischen Teil rum. Seit gestern spielt die Maschine auch auf dem Klangerzeuger der Zukunft. Das ist zwar auch „nur“ ne app auf dem Ipad, aber ein richtiger Sampler mit genialen Möglichkeiten! Damit kann ich alle Klänge gezielt so fein filtern, dass sie auch möglichst so klingen wie die Maschine aussieht. 🙂 Praktisch hab ich erst seit gestern die Gewissheit, dass alle Komponenten überhaupt zusammen arbeiten wie ich mir das gewünscht hatte. Es ist also eine große Erleichterung!

3 Orangen

Als ich nach dem Laufen mit dem Frühstück zurück kam, fiel mir ein, dass ich vergessen hatte Orangen für meinen täglich frischen Saft zu kaufen. Doch im selben Moment sah ich im Garten eine auf dem Boden liegen. Zwei weitere fielen fast von selber ab.  😉

Also gab es mal wieder den besten Saft auf der Welt!

Eine musste ich natürlich auch mal komplett probieren. Sie sind zwar nicht so leicht zu zerlegen, schmecken so aber fast noch besser als im Saft.

Eben tauschte ich bei einer Gärtnerei mit einer netten Verkäuferin die ich vom letzten Winter noch kannte nochmal Karten aus. Dabei erklärte ich ihr nochmal meinen Künstlernamen „GöG“ und, dass hier alle „Gott“ sagen, weil es keiner aussprechen kann. Als ich ihr übersetzt hatte was das bei uns in D. bedeutet lachten wir beide herzlich darüber.  Dann verabschiedete sie sich mit einem lieben: „Hasta Luego Gott!“ 😀

Maschinenblög

An der Musikmaschine gibt es immer noch täglich Probleme zu lösen. Es ist eine ganze Kette mechanischer und elektronischer Aufgaben die es noch zu lösen gibt. An den Instrumenten der Walze gab es folgendes:

Die neuen Hebel hab ich leider etwas zu weit nach hinten gesetzt, damit sie mir zum Bedienen etwas komfortabler entgegen kommen. Aber solch kleine Veränderungen rächen sich an anderer Stelle manchmal bitter! Es wurde einfach zu eng für die Hebelchen und ich verbaute mir damit viel Raum für Toleranz, die einem das Leben leichter macht. Auf dem Bild verschloß ich erst mal alle alten Bohrungen mit Kunstharz. Die Schrauben darunter musste ich erst mal mit einem Tropfen Wachs vor dem Kleber schützen.
Natürlich sah ich es schon kommen, dass das Ganze beim Bohren und Gewinde schneiden schnell ausfransen könnte. Ich versuchte es trotzdem. 🙂
Hier umwickelte ich das Gehäuse dann doch sicherheitshalber mit einer Verbindung aus Superzwirn und Kunstharz. Jetzt kann nichts mehr auseinander brechen!
Doch leider muss man bei dieser Maschine gleich alles zehn mal machen! Ich seh schon das nächste Problem kommen, aber auch die Lösung!
Und wenn ich schonmal am Kleben bin repariere ich den Transportschaden der neuen Sitar auch gleich. Der Kürbis-Rand vom Gehäuse wird innen noch öfter mit Harz beschichtet. Dann wird sie stabiler und klingt auch noch etwas knackiger!

Sobald alles trocken ist und es endlich weiter geht werde ich wieder Fotos davon machen. Jetzt gehen wir erst mal nach Puerto de la Gruz ein neues indisches Restaurant testen. 🙂

Wanderung am 15.Dez.18

Also eine gute Nachricht vorab: Mein Internet ist so rasend schnell, dass ich in 3 Sekunden ein 4MB. großes Foto hochschieben kann, genial! 🙂 Weniger gut ist, dass meine Kamera gestern etwas verstellt war, was teils leider zu etwas verrauschten Bilder führte. Aber ein paar akzeptable Fotos hab ich euch ausgesucht.
Gestern flitzen wir bei uns gerade mal 10 Minuten den Berg hoch um dort das Auto zu parken und einen besonderen Weg zu suchen.
Es ging erst mal richtig steil nach oben. Wege, die bei uns ohne Treppen undenkbar wären!
Doch direkt um die Ecke wurde man mit einem Schmuckstück von Landschaft belohnt, die Christian ganz treffend als ideale Filmkulisse beschrieb.

Dort geht man immer wieder über schöne Lava- Muster.

Die Wege waren geheimnisvoll und machten einen immer wieder neugierig zu sehen, was hinter der nächsten Ecke kommt.

Noch geheimnisvoller war es, selbst barfuß zu spüren, dass viele Stellen über Höhlen verliefen und der Boden ständig seinen Klang veränderte. Die Erde schwingt spürbar, wenn man darauf rumhüpft. 🙂

Diesmal zog ich es durch und ging die komplette Wanderung Barfuß.

Es ging nicht immer über diese schönen Teppiche aus Piniennadeln.
Aber bis auf ein paar steinige Abschnitte war es einfach nur traumhaft, die schönen Wege unter den Füßen zu spüren!
Mitten im Wald gab es fantastische Ruinen und Terrassen.
Und immer dort wo die schönen Flechten in den Bäumen hängen, darf man sich glücklich schätzen, wenn der Himmel über einem strahlend blau leuchtet!

Und wir hatten Glück! Zu Beginn war es im Tal schattig und bei uns schön, später zog es erst im Osten zu und dann im Westen.

Bei einer Rast blickten wir direkt zu uns runter…  🙂
…oder hoch zum Berg.
Immer wieder spürte ich angenehm frische Moos- und Graswege unter den Füßen. Es ist so ursprünglich, so natürlich und doch erneuert sich das Wunder von Augenblick zu Augenblick, wenn man damit Schritt für Schritt verbunden ist!
Auf dem Weg zu Auto war es nicht mehr zu übersehen, dass wir mal wieder das perfekte Timing hatten! …und, dass hier die Elektik manchmal wie kinetische Skulpturen im Wind weht. 😀

Hochzeit

So nennt man es doch, wenn große Elemente z.b. beim Schiffs – oder Flugzeugbau zusammengeführt werden. Bei mir war es die Musikmaschine mit ihrer neuen Magnetwalze:

Jetzt wurde das kleine Maschinchen erwachsen! 🙂 Die Magnetwalze spielt nun 10 Midi-Instrumente vom Ipad ab. Mit insgesamt 14 Instrumenten hat sie halb so viele Sounds wie „Doretta“ und kann also schon ein gewaltiges Spektakel veranstalten! 🙂

Die 10 neuen Instrumente machten mir ganz schön viel Arbeit und es liegt noch ein weiter Weg vor mir. Aber es groovt!
Die kleine schwarze Khan Sitar ist noch viel besser als ich sie in Erinnerung hatte! Aber das Beste ist, dass sie sich ebenfalls mit dem Chellobogen spielen lässt und das sogar auf der Maschine und während dessen! Jetzt hab ich zwei elektrische spitzen Sitars am Start, falls mal eine eine größere Reparatur, wie z.b. eine neue Brücke nötig hat. Die hab ich natürlich im Gepäck!
Für den Transport brauche ich jetzt noch etwa 30 min. Vorbereitung. Das lässt sich aber bald auf 15 min. reduzieren. Dann kann ich die Maschine und das Fahrzeug hochkant und spielend ein- und ausladen.

Papaya

Wir erinnern uns noch genau, wie verlegen uns die Verkäuferin mit ihren traurigen Pflänzchen angeschaut hat. Im April setzte ich drei kleine Stängelchen in die Erde, die nichtmal so dick waren wie ein kleiner Finger. Sie waren auch noch mit Spinnmilben befallen und beim Transport fielen bis auf eines, sämtliche Blätter ab. Aber sie wurden liebevoll auf meinen künstlichen Minihügel gesetzt, unter dem ich einen riesen Fels verbuddelt hab. „Mehr Luft für die Wurzeln“, dachte ich und das ist das Ergebnis nach gerade mal acht Monaten.

Mein großer Dank geht hier vor allem an Geza, der mir mit einem großen Vertrauensvorschuß entgegen kam und sich den ganzen Sommer treu um meinen Garten gekümmert hat! Mit ihm suchte ich kurz vor meiner Heimreise auch noch die ganze Gegend ab, um überhaupt noch Papayas zu finden.

Wie fett, oder? 🙂

Inzwischen haben wir auch bei Geza gemeinsam schon viele tolle Aktionen gemacht: Z.B: Regenrohre umgeleitet und damit das ganze System verbessert. Eine neue Regenrinne dazu gebaut und z.b. einen Service-Deckel installiert, damit man bei Rückstau an einer uneinsichtigen Stelle den Ablauf kontrollieren kann… Bäume geschnitten und gepflegt… und es gibt immer was zu tun. Manchmal erinnert er mich mit seiner ruhigen Art etwas an Tommy! Denn harmonischer kann eine Zusammenarbeit gar nicht sein! 🙂