Mangos und Mangas

Erinnert ihr euch an die Manga mit der großen cremigen Frucht? Die bekam nun natürlich einen Ehrenplatz den ich mit einem tollen Experiment ausgestattet habe:

Es versteckt sich unter dem Stein.

Dort ist ein Deckel:

Der Deckel dichtet ein Rohr darunter ab.
Wenn man den Deckel abnimmt kann man sehen und fühlen was sich für ein Milieu in z.b. 40cm Tiefe befindet. Denn auch wenn es nach ein paar Tagen oberflächlich zu trocknen scheint, kann es weiter unten im Boden noch klatschnass sein. Das mögen z.b. Orangen und Palmen gar nicht! Und weil ich es lieber genau wissen will, grabe ich an unterschiedlichen Stellen noch mehr Rohre ein, damit man die automatische Bewässerung mit den neuen Erfahrungswerten besser einstellen kann. Es gibt ja noch fast 100 Quatratmeter Garten der mit Unkrautfolie und den schwarzen Steinchen abgedeckt ist. Vor allem dort kann man sonst nur spekulieren, wie es in einem halben Meter Tiefe mit der Feuchtigkeit aussieht!

Eine andere edle Manga hätte sich fast selbst den „Hals abgeschnürt. In der Kerbe war eine verdrehte Klarsicht-Folie versteckt, die früher sicher mal dem Pfropfen gedient hat.

An einer anderen Stelle stand nochmal dasselbe Mango Bäumchen, das ich bis auf ein einiges Blatt zurück stutzen musste:

Bei der gab es das Problem, dass ein ganzer Busch aus dem unteren Stamm gewuchert ist, der auch den oberen veredelten Teil dominierte. Erst jetzt fängt die gewünschte Spitze an zu treiben. Nach dem Knick sieht ma auch hier, wo die Spitze in den alten Stamm rein gekünstelt wurde.

Auch der ältere Mangobaum beginnt nun nach der ersten Ernte wieder auszutreiben. Die ersten Früchte waren zwar noch klein, aber lecker wie ein Mangokonzentrat!

Schnitt

Vor einer Woche schien es die beste Zeit für einen Baumschnitt zu sein. Und es gab eine Menge zu richten:

Viele Orangenbäume hatten einen üblen Schädlingsbefall. Auch nach dem mehrfachen Spritzen mit Neemöl gab es auf den alten Blättern noch eine ziemlich üble Sauerei.
Inzwischen hatten die Bäume bereits über ein halbes Jahr zum wurzeln und aklimatisieren. Doch bevor die neuen Triebe kommen wollte ich z.b. diesen hier gezielt in Form bringen. Denn was nutzt mir ein drei Meter hoher Besen?
So sieht er jetzt aus und er treibt bereits nach drei Tagen aus allen Ecken und Enden. Untere Äste lasse ich genau dort wachsen wo ich sie später sehen will. Da der Stamm sich nach links neigt wird es rechts ein paar Hauptzweige geben die, leicht nach unten hängend, für die richtige Balance sorgen.
Noch ein letztes Bild in der Hippie Version. Sieht ja fast schon aus wie meine Frisur. 😀
Auf dem Foto sieht er ganz schön gestutzt aus. 🙂 Aber was weg muss muss weg! Denn fast 80% wuchsen gerade nach oben. Und je weniger Zeit man verlieren will desto konsequenter muss man handeln!

In etwa vier Wochen zeig ich euch nochmal ein Foto zum Vergleich.

Online

„Ich bin drin“ 🙂 ..wie „B.B.“ schon zu sagen pflegte.  🙂
Nachdem ich verschiedene Optionen probierte entschied ich mich heute für ein mobiles Kästle mit dem ich ziemlich überall ins Netz kann. Das werde ich natürlich ausgiebig testen und davon berichten… später schreibe ich auch noch Neues von der Musikmaschine… bis dahin hab ich euch ein Bild von einem schönen Regenbogen. 🙂

Die Welt wird immer weicher!

Das war zumindest mein Eindruck bei der letzten Wanderung am Samstag. Über die Hälfte lief ich wieder barfuss und schlüpfte nur in die Sandalen wenn der Boden zwischen durch mal zu feuchtkalt wurde.
Unsere Tour begann bei  „Los Erjos“, einem Dorf in der Nähe der kleinen Seen.

Auf dieser Höhe ist der wolkenlose Himmel alles andere als selbstverständlich.
Bereits am Anfang kann man sich kaum entscheiden wo es am schönsten ist, aber Jeanot hatte natürlich einen Plan.
Es ging direkt in einen Lorbeerwald, der ein richtiger Urwald ist.
Eine Aussicht in ein schönes Paradies. Es war so schön still! Am Horizont sieht man wieder La Palma.
Tolle Bäume, Felsen, Moose, Flechten und ein Farn den ich bisher noch nicht gesehen hatte.
Die Neugierde zieht einen immer wieder hinter die nächste Kurve!
Die Pfade wurden kleiner und es schien endlos den Berg hoch zu gehen.
Oben wurde man mit dieser Aussicht belohnt.

Hinten rechts seht ihr die Lavafelder vom vorletzten Samstag, den ich neulich erst postete. Rechts geht der Grad hoch vom letzten Samstag, an dem wir am Ende im Tal der Seen ankamen. (siehe Mitte vom Bild) So bekomme ich zumindest in dieser Ecke langsam einen zusammenhängenden Überblick.
Dort gibt es allerdings endlose Möglichkeiten in alle Richtungen…

Jeanot enteckte eine Gottesanbeterin.
Wieder auf dem Weg zu unserer Küste stoppten wir kurz an einem weitern Aussichtspunkt.
In der anderen Richtung sieht man unser schönes Nachbardorf Garachico mit seiner kleinen Insel. Drei Halbinseln weiter sieht man Buen Paso. Man kann also diesen Platz hier oben bei schönem Wetter auch von uns aus sehen.
Um die Ecke waren wir noch gemeinsam Essen. Nicht viel später zog es sich da oben wieder zu und es entstand wieder diese typisch mystische Stimmung in den Wolken.

 

Wanderung vor zwei Wochen.

Die Tage bekam ich ein Netzteil, das mir mein Kollege Sancho geschickt hat. Nun kann ich also endlich wieder Fotos von der Kamera hochladen. Darum bekommt ihr nun die Bilder von der vorletzten Wanderung zu sehen.

Erst ging es den Pass Richtung Süden und dann über Seitensträßchen auf diese schöne Hochebene.
Jeder Hügel sieht anders aus…
…wer Feigen mag kann sie hier reichlich in der Natur Pflücken.
Hier erreichten wir ein Lavafeld.
Es war so schön…
…dass ich mir die Freude nicht verkneifen konnte!
Mit dem Blick nach Westen sah man La Gomera. Hier konnte man auch einen Deckel vom Wasserkanal öffnen und seine Flasche füllen.
Ein schöner stiller Platz zum rasten.
Als es zwischen den Pinien den Berg hochging dachte ich echt: „Boah, das ist Sport!“ 🙂
Aber die Schönheit und Neugierde trieb uns immer weiter durch die Natur.
…nur noch ein Foto, dachte ich.
Doch wie kann mich sich bei solchen Motiven bremsen?
Links sieht man zwei Vulkane auf denen ich auch mal rumstiefeln will.
Dann gings wieder durch den nächsten Wald, der mir noch besser gefiel!

Morgen geht es wieder durch die Natur. Inzwischen hab ich auch die Gewissheit, dass es so viel zu entdecken gibt, dass man nie an den Punkt kommen wird, an dem man glauben könnte bereits alles gesehen zu haben!

máquina música de la isla

Sie spielt sich so genial! Mit dem linken Fuß lässt sich die Basstrommel stummschalten und wechselt mechanisch in Sekunden-Schnelle zwischen drei Rhythmen. Ich sitz noch viel davor und bewundere sie nur. 🙂 Sie ist so minimalistisch und so vollgestopft mit Liebe und Ideen! Ihr seht schon, ich bin sehr verliebt in das Werk und das gibt mir viel Antrieb!

Die 6 – Spur Magnetwalze wird durch eine 10- Spur Walze der neuesten Generation ersetzt. Damit bekommen die vier akustischen Hauptinstrumente Unterstützung von 10 weiteren elektronischen Sounds..

Wir haben gerade 21:11 Uhr und ich sitze bei fast 18° auf der Terrasse. Also ist es bei euch bereits 22:11 Uhr.
Der heutige Tag war der wärmste den ich hier bisher erlebte. Sogar in Icod hatte es am Nachmittag etwa 28°C.

Didgeständer

heute Vormittag inspizierte ich nach meiner Laufrunde erst mal einen Second Hand Laden und machte eine tolle Entdeckung: Ein Fahrrad-Montageständer.  🙂

Ohne Witz, ich hab nichts gemacht ausser ein Didgeridoo rein zu stecken und das Ergebnis ist einer der besten Didgeständer die ich je gesehen hab!

Als ich nach dem Preis gefragt hab verstand ich erst 40 € und dachte, wow. ein Touristenpreis. Wobei es als Werkzeug echt sein Geld wert wäre! Dann zeigte ich ihr eine Postkarte wofür ich das Teil bräuchte und sie wollte nur noch vier Euro. Wahrscheinlich verstand ich sie einfach am Anfang nicht richtig, egal! Ich bin mehr als glücklich mit einem felsenfesten Spielständer und kann nun den anderen Ständer endlich wieder der Musikmaschine zurück geben.
Nr.3 – die Inselmaschine steht nun bei mir, wird wieder gespielt und weiter entwickelt. Wie ich im folgenden Beitrag berichten werde…

Bogen

hola, heute Morgen war es schon so warm, dass ich im Freien erst mal mit der Sitar geübt hab den Bogen zu führen.

..es klingt ein wenig wie ein schaurig schönes- orientalisches Chello. 🙂 perfekt für die mystische Morgenstimmung!

Nachdem ich die erste Fiesta mit Trommeln hörte hab auch ich mich gegen 9:00 Uhr getraut etwas mehr Lärm zu machen. Naja, Lärm ist übertrieben! Ich spritzte erst mal den Garten bevor die Sonne zu stark brennt. Um 10:00 Uhr ging ich gerade noch rechtzeitig meine Runde rennen, denn es wurde schon ganz schön warm! Gegen 12:00 Uhr hatten wir schon 25 Grad im Schatten, bei strahlend blauem Himmel. Es könnte heute also richtig warm werden. Die letzten Abende hatte ich kurz vor dem Sonnenuntergang fast noch 28 Grad im Vorzelt. Da ist es in Deutschland fast schon zwei Stunden dunkel.
Abends sieht man von hier fast täglich ein Feuerwerk und manchmal hört man auch latino-Musik die rockt- und groovt wie guggenmusik.  😀

 

„Buff“…

…hats eben im Garten gemacht. Während meines ersten Kaffees fiel heute früh die zweite Orange von meinem Bäumchen. 🙂

Die Früchte sind so schwer, dass die ersten Zweige daran brachen. Darum band ich sie lieber mal an eine zentrale Eisenstange.

Ja, so Probleme hat man hier!  🙂

Barfusswanderung

Bei unserer gestrigen Samstagswanderung lud mich die Umgebung förmlich dazu ein barfuss zu laufen. Man konnte teilweise regelrecht durch den feinen Teppich aus Piniennadeln schlürfen. 🙂

Mit Christian hat sich unsere Gruppe vergrößert. Er war der erste Mensch der mich später ebenfalls barfuss begleitete. Zudem gewann ich mit ihm noch einen netten Nachbarn dazu, der mit Klettern, Paddeln, Radeln und sicher noch mehr Aktivitäten zu begeistern ist. Auch handwerklich ist er eine große Inspiration!


Gleich zu Beginn konnte man schön auf Santiago Del Teide sehen. Ein altes Dorf, das auf dem Nord-Süd-Pass liegt.
Die ersten Meter waren von Pinien gesäumt…
…doch direkt um die Ecke sah es fast aus wie im Loorbeerwald.
Im Westen sieht man links auf La Gomera und rechts bis nach La Palma.
Bei einem Blick zurück sieht man links ein Lavafeld. Dort ging unsere letzte Tour Richtung Teide.
Mir gefällt die Botanik mit ihren knorrigen Büschen, die mit ihrem Todholz wie alte Bonsais dastehen.
Eine zweite Rund ging durch das Tal der Seen. Bemerkenswert, weil die Landschaft gerade mal fünf Minuten südlich von dem Biotop eher wie eine Steinwüste aussieht.
Dort war es faszinierend! Auf dem Rücken spürte man die warme Sonne und auch vom Boden her kam es richtig warm. Da war es so schön von den Wolken erfrischt zu werden!
…und wie saftig grün es ist. Auch bei den Bienen war es wärmer als es gerade aussieht.

Nach etwa vier Stunden fuhren wir bis ans Meer runter, wo ich mir beim sanften Meeresrauschen ein Weizen und sagen wir eine leider eher mittelmäßige Pizza bestellte.
Zum Abschluß bekamen wir bei Christian noch einen feinen Kaffee und bewunderten seine teils neu gebaute Finka in einer traumhaften Lage!