10 Spur Magnet Walze

Auch eine weitere Baustelle macht Fortschritte:

Dieses mal bekam jede Spur ein eigenes Instrument. So wären alle aktiv geschaltet…
Zwei Messingkugeln stehen für ein zusammenhängendes Instrument. Z.B. eine Trommel mit einem hohen und einem tiefen Ton. Die vier inneren 4 schwarzen Kugeln bilden nochmal zwei Zweiton, oder ein vierton Instrument. Ganz links und ganz rechts laufen extra Percussions wie eine Snare, Shaker, Sticks oder Glocken. Man kann aber auf Knopfdruck alle 10 Spuren auf ein Melodieinstrument senden. Oder an 6 Trommeln und eine 4-ton Basspur.
Damit kann man allein durch das rein- und rausklappen der Instrumente eine schöne Abwechslung und musikalische Strukturen zaubern. Dann hat man ja noch 320 Magnetnoten zum versetzen… ein Traum von einem Männerspielzeug! 🙂

Letztendlich spielt das Instrument die Klänge direkt von einem Ipad ab. Diese Kombination hat sich in der Sommersaison 18 bereits auf meinem Beatmaker zum ersten mal bewährt. Der Druck und der Groove sind amtlich!

Präsentation…

…steht! Morgen kommt eine ganze Kollektion Didgeridoos in einen Laden in Reutlingen. Um den Glanz zu schützen nähte ich den Instrumenten feine Stoffschläuche und nähte die Preisschilder, die ich auf meine Postkarten druckte direkt ran. So hoffe ich, dass die Leute den Schutzschlauch ähnlich sehen wie die Folie auf dem neuen Smartphone. Aus den Resten nähte ich noch weitere Taschen. Ein schönes Gefühl, wenn man die Gelegenheit hat solche Lagerbestände endlich zu verwerten!
Harz, Holz, Stoff, alles verarbeitet. 🙂

Sieht doch schön aufgeräumt aus, oder? Im Laden gibt es später keine doppelte Reihe, sondern drei Didgeständer die an verschiedenen Stellen plaziert werden.

Gestern bekam ich übrigens Besuch aus Berlin. Marcus, ein erfahrener Didgespieler schnappte sich ein schönes großes Didge. Inzwischern tuckern sie mit dem Bus wieder heim.
Es war mir eine Ehre, dass jemand so einen weitern Weg auf sich nahm, um eines meiner „Holy-Grail“ Didges zu kaufen. Und es war auch ein sehr nettes und unterhaltsames Treffen mit einem neuen Leidensgenossen!  🙂

Problem gelöst

Eines der größten Probleme bei meinen besonderen Didgeridooformen ist die Form der Mundstücke. Gerade die anspruchsvollen Instrumente werden innen bereits 1-2 mm nach dem Mundstück viel größer. Darum passiert es schnell, dass mal ein Mundstück zu groß wird. Nicht viel, aber jeder Spieler weiß, dass genau der Part am wichtigsten ist. Und wie hält man nun den dünnflüssigen Sabber innen, an die richtige Stelle? Gestern löste ich das Problem auf folgende Weise:

Mein altes „Klon-Didge“ wartet schon seit Jahren auf ein neues Mundstück!
der Deckel wird als eine art Syphon eingeklebt.

Aber wie hängt man ein Didge kopfüber an die Decke ohne es zu verkratzen?

Richtig! Mit einer Socke. 😀
Mit der Spritze ein kleiner Einlauf von unten…
Sah nicht ganz so aus wie erwartet, aber mal kurz aufgebohrt.
Geschliffen und mit neuem Glanz veredelt. Man sieht noch die Rillen vom Sprudeldeckel. 🙂

Perfekt! Jetzt spielt sich der alte „Kröten Klon“ besser denn je! Warum Klon? Früher entwickelte ich mal eine Methode um den Innenabdruck originaler Didgeridoos zu kopieren. Auf diesen laminierte ich dann Fieberglass Didges, die verblüffend nah am Original liegen. Das Verfahren war teuer, schwer und aufwendig! Diese kann man auch nicht mehr vervielfältigen, weshalb es für mich so kostbare Einzelstücke sind, wie die Originale!
Würde ich sie vermurksen, wären sie verloren! Deshalb wartete ich jahrelang  bis ich mir meiner Sache sicher sein konnte.
Mit den letzten Tropfen Harz und Herklopfen verpasste ich meinen zwei Klon-Didges ein neues Finish.

Auf dem Bild unten seht ihr ein rituelles Mago aus den frühen Siebzigern. Ein Museumsstück, dessen Klon ich nun in der Gegend rumschleifen kann. Egal ob Hitze oder Kälte, man kann es auch mal im Auto rumliegen lassen, was für den „Opa“ daneben der sichere Tod wäre!

In der Vergrößerung unten sieht man, dass selbst die Maserung bis ins Detail übernommen wurde.

Frisch aus Cambodia

Beim Bau meiner letzten Magnetwalze musste ich feststellen, dass es die elektronischen Kontakte, welche ich für die Musikmaschinen brauche, nicht mehr zu kaufen gibt. Das war verhängnisvoll, da ich bereits für die letzte 10 Kanal-Rhythmuswalze nur noch vier Kontakte hatte. Und derzeit baue ich eine weitere Walze mit 10 Spuren. Auch für weitere Ideen steigt mein Hunger nach den Knöpfen, die vom Markenhersteller immerhin 30 € das Stück gekostet hatten.
Um Grundlagenforschung zu treiben bestellte ich für 20 € günstige Piezos, die man zum Schutz immer noch in Harz eingießen kann… Nach zwei Monaten kamen sie in Zolltüten verpackt:

Statt der erwarteten 20 Stück, kamen 2 x 20 Packungen mit je 6 Stück Inhalt.

Aber das Beste ist: Gestern hab ich den ersten Kontakt zum testen mal eingelötet und er funktioniert bestens!  Wollte ich diese Menge an Kontakten durch die alten Markenteile ersetzen, dann käme da ein Preis von 7200€ raus. Also bei jeder 10 Spur Walze spare ich in Zukunft knapp 300€. Ausserdem waren die alten Knöpfe viel zu breit für meine ganz neuen Instrumente.
Zum Glück hat das geklappt, sonst wüsste ich jetzt echt nicht weiter!

Oktave Didges

Das C# Megadidge, ist immer noch das fetteste und dankbarste das ich bisher je gespielt hab. Mit über 7 Liter Volumen ist es sehr wuchtig, laut und durchsetzungsfähig! Die Stimme klingt ernst aber mit einer guter Seele. Der erste Trompetenton liegt auf der Oktave (c#) und der Zweite ergänzt es mit der Quinte (g#) zum perfekten Instrument.

Eigentlich ging es mir bei dem Bild um den neuen Didgeständer, den ich für den Laden gebaut habe: Im „Limited Edition“ in Reutlingen werde ich bald eine schöne Serie Didgeridoos ausstellen.

Das rechte Instrument wurde schon die zweite Saison auf der großen Musikmaschine gespielt und hat sich dafür sehr gut gehalten! Mit einer neuen Oberflächenvergütung hat sich die Qualität dieses Jahr nochmal wesentlich weiter entwickelt!
Die Tage verarbeite ich die letzten Reste des Materials, wobei nochmal 7 – 8 Schmuckstücke entstehen dürften. Für die Präsentation arbeite ich gerade an einer ausführlichen Beschreibung die bald fertig sein sollte.

Rolf

Gestern bekam ich Besuch von Rolf, einem treuen Fan und Freund aus Weinheim.


Wir hatten sehr schöne Stunden und er hat sich so gefreut! 🙂
Rolf ist ein erfahrener Didger, dem es nach einigen Versuchen nicht schwer fiel sich für ein Masterclass Didge zu entscheiden. Das Didge mit dem schönsten Sound, das allerdings seinen Spieler immer wieder aufs Neue heraus fordert. Und weil es eben fordert war ich mir nicht sicher, ob diese Qualität Liebhaber finden wird. Doch Rolf bekommt nur noch eine Gänsehaut wenn der Ton anspringt.  🙂  Er hat offensichtlich ein akustisches Paradies zum Spielen, was für so ein „bigsound“ Didge perfekt ist! Rolf hat auch einen reichen Ansatz! Vielleicht gibt es ja eines Tages ein Video wenn er sich etwas darauf eingespielt hat. 🙂

Riedlingen

Am 14.10.18 spielte ich den ganzen Nachmittag im Riedlinger Zentrum rum.  🙂  Mitte Oktober saß ich also barfuß und in Shorts auf meiner Musikmaschine und schaute, meist schmunzelnd, in offene Gesichter. Die Leute waren super drauf und feuerten mich freudig an. Was haben wir gelacht! Für die Reaktionen der Kinder finde ich keine Worte mehr… megaherzig! Einmal stand ein kleines Mädchen wie ein Tröpfchen mit zwei großen Augen neben mir und hat überhaupt nicht auf die Maschine geschaut. Stattdessen überwand sie immer wieder ihre Scheu und schaute so lieb zu mir hoch. Sowas rührt mich so!  😀  Ich spielte ihr ein paar Töne. Hier seht ihr mich am Ende meines Marathons. glücklich-fertig-gerührt 🙂

Achja, mitten drin gabs mal ne Panne, bei der mir mit einem lauten „Krack“ ein Kettenspanner um die Ohren flog“. Auf dem Foto seht ihr die Messingrolle die von der Kette ausgehöhlt wurde bis der Rand abgekracht ist. Zum Glück fand ich einen Ersatz zum improvisieren!

Zufällig dachte ich wenige Stunden zuvor daran, dass ich dieses Teil schon sehr lange gegen ein kugelgelagertes Kettenrad austauschen wollte.

Am Abend traf ich dann noch einen alten Freund den ich fast 10 Jahre nicht mehr gesehen hab. Früher machten wir ab und zu Sessions mit meinem Sitarmeister Tommy… Jürgen hat das Lichtspielhaus in Riedlingen wieder aufgebaut. Er ist also ein richtiger Macher! In seinem Kino gab ich zusammen mit Dori auch schon ein Konzert. Ein unvergesslicher Abend, aber auch das letzte Treffen für eine langeZeit.

Didges

Ein Schnappschuß aus der Sommerproduktion:

C# – Masterclass

Nächstes Jahr werde ich nochmals neue Materialien testen, bevor ich einen Standart festlegen kann. Darum verschieben wir den Fototermin auf die kommende Saison. Die Fotos hier hab ich mit ganz einfachen Mitteln gemacht, damit ich euch endlich mal ein paar der neuen Instrumente zeigen kann. Ein Klick aufs Bild und Ihr könnt sie auch ganz groß ansehen.  🙂

C# – Concertclass

Vor lauter Glanz lässt es sich  bei Tageslicht kaum fotografieren.  🙂 naja, muss auf die Schnelle reichen.


2500 km Barfuss gerannt…

Vielleicht waren es auch schon 3000, denn wenn es irgendwie geht renn ich derzeit auch drei mal am Tag meine acht Kilometer. Es war nun meine zehnte Saison täglichen Laufens und die achte ohne Schuhe. Das erste Jahr ohne die geringste Anzeichen von Schmerzen, wie geil! Früher hatte ich Probleme von 30 Jahren Skateboard hüpfen und wahrscheinlich auch vom vielen Rumsitzen.
Das tägliche Laufen durch unsere schöne Landschaft gibt mir die Gewissheit, diesen Lebensabschnitt bestens gewürdigt zu haben. Dabei lernte ich sogar einige Menschen kennen und erlebte irre Situationen. Hier sind drei Anekdoten davon:

– An einem Sommerabend kam ein kleiner Meteor fast über meinem Kopf runter. Er glühte grünlich weiß, was auf Magnesium hindeutet. Er überholte mich in ca. 50 Meter Höhe und verglühte etwa 100m vor mir, knapp über dem Boden. Ein ganz dichter kompakter Rauchschweif stand noch einige Zeit danach am Himmel. Zuerst dachte ich, das kannste ja keinem erzählen, doch dann überholte ich eine Frau, die ihn auch gesehen hat. Eine Woche später war ich mit Andi spazieren und zufällig begegnete uns die selbe Frau, die es meinem Freund bestätigen konnte, dass ich nicht geträumt hatte.  🙂

– Einmal sah ich eine Frau mit Kind, das wegen zwei kleiner Hunde Schutz bei der Mami suchte. Als ich mit der sympathischen Mami einen Smalltalk hielt, stellte sich das kleine Mädchen mit etwa zwei Jahren vor mir hin und schaute zu mir hoch. Dann sagte sie ganz lieb mit aufgerissenen Augen: „wau wau“. Ich bin nur noch dahingeschmolzen. Dann fuchtelte sie mit ihrem kleinen Ärmchen in die andere Richtung und sagte: „Kikerikii“. Die Mami erklärte mir : „Ja, jetzt gehen wir den kikerikii besuchen“. Ich rannte weiter und schaute nochmal zurück um dem kleinen Herzchen zu winken. Sie schaute mir nach und sagte nochmal: „wau wau“. In dem Moment hatte ich auf der Stelle mein Herz verloren!  🙂  Wir sehen uns ganz sicher mal wieder…

– An einem Abend rannte ich über meine Felder heimwärts, als mir eine ganze Gruppe junger Leute den Weg kreuzte. Wir grüßten uns herzig und kaum hatte ich sie überholt, rief mir einer hinterher: „he, hast du deine Schuhe verloren?“
Zuerst schaute ich, immer noch laufend, zurück und erwiederte, dass ich das nicht zum ersten mal höre. Doch dann blieb ich kurz stehen und sprach durch die Gruppe den letzten Kerl an, von dem der Spruch kam: „Du kennst doch diese Kinderhandschuhe, die mit einem Bendel verbunden sind!?“
Der hat mindestens zwei Sekunden gedauert…  Dann gröhlte die ganze Gruppe derart laut lachend raus, dass mir fast die Ohren pfiffen. Das war so toll! Es war schon fast dunkel und aus der Ferne wirkte die Situation fast schon etwas bedrohlich. Doch nach wenigen Worten war es wie eine instant-Party mit vertrauten Freunden.

Dieses Jahr hat sich noch etwas schönes entwickelt: Mittlerweile grüße ich Alle Menschen freundlich, die mir beim Laufen begegnen und es ist mir jetzt echt völlig egal, ob das zurück kommt oder nicht. Denn man sagt ja letztendlich eh alles zu sich selber und es kann nie schaden auch zu sich lieb zu sein. Am Ende winkt mir doch das halbe Dorf freudig lächelnd zu. Voll Schön! Danke!