Ein Gottes Geschenk
ist das Nichts,
das man Schatten nennt!
Man hält ihn für dunkel
und man könnte ihn fürchten,
weil man ihn nicht kennt.
Doch man lernt ihn zu lieben
und schätzt seine Frische,
wenn man in der Sonne brennt!
GöG 🥴
Jetzt oder nie!
Schon beim Erwachen sah ich durch meine gläserne Dachluke, dass das ein Tag Calima bedingte Pause werden wird. Das danken mir auch die Finger und der Rücken. Wenn es mir bis jetzt auch noch sehr gut geht! Das soll so bleiben! Doch was tun mit einem weiteren verlorenen Tag? Ich kenn mich! Jedes Fruchtbäumchen das ich jetzt nicht setze, werde ich im kommenden Jahr bereuen, weil ich unnötig Zeit verlor! Also: Kaufen, kaufen! 😄 Die letzten Bäume dieser Saison sollen noch im Februar im Boden stehen, deshalb machte ich die letzte Fahrt um Bäumchen einzusammeln.


Damit komme ich auf 11 Orangenbäumchen und 7 verschiedenen Sorten. Das Ziel: Irgendwann sollen täglich 1 – 3 kg Orangen auf dem Boden liegen. Die meisten zum entsaften und Mischen, auch mit Parchitas, Maracujas und mehr. Die Chancen stehen gut, weil Orangen rund ums Jahr Früchte tragen und die verschiedenen Sorten unterschiedliche Zeiten haben. Man kann sie auch mal ne Weile liegen lassen und das gefällt mir alles!


Dann dachte ich mir, schnapp ich noch ein paar Avocado Bäumchen, aber die wollte die mir bekannte Verkäuferin nicht geben. Sie sagte, dass es mit größter Wahrscheinlichkeit schief gehen wird und die Früchte sind eh klein und fasrig. Sie wollte auch nicht, dass ich mich nachher wieder beschwere, denn ich beschwere mich oft, wenn es ans Verhandeln geht! 😃 Wir diskutierten heute schon wieder heiß, weil mein letzter Manga gestorben ist. Hat sich gelohnt! Dann wollte ich, wie ursprünglich geplant, im Schwesterladen die Hitze geeignete Sorte Avocados holen, aber die hatten keine mehr. Ist ok, hab noch von Manuel einen im Topf. Geht gleich weiter, aber mit weitestgehend nutzlosen Pflanzen, die nur gut aussehen und/oder duften. 🙂







Bei der Palme und dem Flaschenputzer hab ich noch keinen Plan wo hin damit und das ist schön! Ich liebe es Nachts im Bett zu liegen, vom Park zu träumen und über sowas nachzudenken, falls ich nicht gleich einschlafe.
Stellplatz 5
Mein lieber Freund und veganer Lieblingskoch Geza, hat mich vorhin zum Essen eingeladen. Fantastisch und wie ein paar Stunden Urlaub, weil es dort so schön ist! Trotz der guten Stärkung fielen mir die zwei Stunden am Abend gar nicht leicht! Ich liebe ja auch die Calimas, wenn sie nicht zu oft kommen! Diese unwirkliche und tropisch anmutende Stimmung. Aber zum Buddeln kommt es mir deutlich anstrengender vor!





Lustig, gelegentlich trötet um die Ecke eine Vuvuzela, nur ein zwei mal. Keine Ahnung was das bedeuten soll, aber endlich hab ich es getan: Kurz das ganz laute Powerdidge geschnappt und ne Trompete rausgehauen. Brutal! 😃 Zu tief, die zweite, ganz nah, aber LAUT! 🙉
Calima


Heute begann ich noch früher, denn Steine kann man auch im Dunkeln mit Stirnlampe aufsammeln und abtransportieren!
Die werden denken, dass er jetzt vollens übergeschnappt ist! 😄
So wie letztes Jahr, als Manuel mit panischen Blick zu Isabel sagte: „Der bringt sich um, der bringt sich um!“ 😃 Keine Ahnung von Schwabenpower, wo es heisst: Des mach mer Gschwind! 🙂 Go with the flow! Das ist Meditation! Immer noch Glück mit der Erde! Ich arbeite nicht, sondern sammel nur meinen Reichtum ein! Die letzte Finca, „Finca Borracho“ 🤪 bestand nur aus diesem Dreck, aus La Guancha, wie ich später von Manuel lernte! Wenn du da mal ein Blumentöpfle Erde brauchst bist halt verloren! Wisst ihr noch? Eine Schubkarre hatte nur eine Kehrschaufel Erde. Oder eher blassen Staub und der Rest, nur Steine! Dann gab es die dunkle Erde aus El Tangue, die es auch schon lange nicht mehr gibt. Schön, bleibt aber bei Regen an den Füße kleben. Meine rote Supererde aus Santiago del Teide ist edel, aber schwer und könnte noch wie ein Konzentrat, gestreckt und aufbereitet werden. Aber das hier, gerade wenn man es zu schätzen weiss, pure Freude!



Caras
Heisst, Gesichter und das bezieht sich auf all die schönen Steine, die ich eben noch ausgebuddelt hab. Das sind die gleichmässigsten Flächen die man nach Vorne drehen kann und im Idealfall schön Quadratisch. Eine große Cola war dabei. „Hacer Cola“ heisst Schlange stehen und bei Steinen, sprechen die Kanaren von Colas, wenn sie schön lang sind, damit sie tief in die Mauer reichen um diese zu stabilisieren.



Das mit dem Zeitmanagement könnte klappen! So hab ich fünf Stunden in denen ich es richtig krachen lassen kann! Trotzdem laufe ich heiß und muss mindestens 6 l Wasser trinken! Dabei muss ich mir mit allen Tricks helfen. Z.b. mische ich verschiedene Fruchtsäfte 1 zu 10, damit es einfach besser läuft, auch wenn man keinen Durst verspürt. Vielleicht sollte ich mal nen nassen Turban auf den Kopf setzen, oder ne neue Kühlung erfinden, weil nur die Wärme setzt mir viel zu früh Grenzen! Um 17 Uhr musste ich schon wieder die Palmen auf der Hochebene gießen. Hab sie alle zum ersten mal gedüngt. Da läufst du fast ne Stunde! Muss also schnell den Rest an das System anschließen, wofür ich noch mindestens 100m Zentralleitung verlegen muss. 🙄
Rhythmus
Umgestellt, weil so geht es nicht weiter! Diese Woche Calima, also Sommertraum! Nur nicht zum Arbeiten. Halb sieben raus, stockfinster. Während der Kaffee kocht, mit der Stirnlampe Werkzeug vorbereiten. Kaffee rein und los.





Aber dann kam meine liebe Nachbarin zum ersten mal persönlich zu mir hoch. Sie bat mich ein paar Bäume zu fällen, weil sie im Winter gar keine Sonne mehr zum Wäschetrocknen bekommt. Das hat mich so gefreut, weil damit hat sie mir endlich eine Gelegenheit gegeben das Eis zu brechen! Erst mal erklärte ich ihr, dass ich gleich gespürt hab wie schüchtern sie ist und als Reaktion darauf, werde ich auch schüchtern und dann wirds immer schwieriger. Die wär mir glaub vor Freude am liebsten um den Hals gefallen! Dann erklärte ich ihr, dass ich echt an ihrem Leben interessiert bin, dass sie glücklich sind, aber nicht an ihrer Privatsphäre! Geht ihr natürlich genauso! Wir können über alles, aber auch alles, reden und was ist denn ihre Lieblingsfarbe? Rojo, strahlte sie und ich sagte, siehst, hab ich gehofft und deshalb hab ich ihr letztes Jahr diese rot blühende Rankpflanze im Mangagarten, quasi vor ihre Nase gesetzt. (Hat mir aber auch letztes Jahr schon der kleine Ale bestätigt 😉 ) Dann kam Alejandro dazu, huldigte die schönen neuen roten Blüten und wir machten gemeinsam Witze. Doch ich musste los, bevor die Sonne noch wärmer wird!
Siehst, liebe Isabelita, querita? Sie ist doch nicht unnahbar und auch die „unfreundlichen“ Nachbarn in der Gasse werden dir vielleicht nächstes mal freudig zuwinken! 😃 Glaub, das hat mein alter Nachbar Nori für mich gerichtet und ich habs voll ausgebaut. 🙂






Was für eine Bereicherung!


Stellplatz 4


Es ist immer ein bisschen ernüchternd, dass die Hügel und Massen auf den Bildern gar nicht richtig zur Geltung kommen, aber dafür kann man auf den nächsten Bildern meine zweite Motivation sehen:





Es war ein Glückstag, denn nach dem Frühstück bekam ich für den ganzen Mittag Schatten. Und auch Dank der fantastischen Erde! Ein Traum, von dem ich gerne nochmal nen extra LKW raus kratze, wenn das so weiter geht!
Wir haben so kleine Molche, die sehen aus wie bronzefarbene Blindschleichen. Nur kürzer und mit Stummelbeinchen. So einer flüchtete heute zielstrebig in den letzten Spalt. Der war zwischen meinem Fuß und meiner Sandale. 😃 Ich hab aber alle, mitsamt Karl dem Käfer, vorsichtig rüber zur Bananenplantage getragen.


Stellplatz 3
Also seit ein paar Tagen hab ich das Gefühl, dass die Sonne steil am Himmel hoch steigt und es schon gar nicht mehr möglich ist, länger an der Sonne zu arbeiten. Mitte Februar, das ist also der Wendepunkt. Davor sind die sonnigen Tage perfekt und danach wieder die schattigen, bis Dezember. Also mach ich lieber mal langsam! Gestern musste ich Waldarbeit machen, weil immer wieder Äste runter krachen.



Stellplatz 2
Eigentlich waren es nur zwei Stunden effektive Arbeit hier, weil ich am Vormittag bei Mike war. Wir checkten gemeinsam das neue Zubehör für die Motorsense. Dann mähte erst ich ein- zwei Stunden, bevor ich Mike mit dem Gerät alleine lies. Um drei arbeitete ich dann bei mir weiter. Was gut ist, weil so ein Vollmarathon endet zu oft mit Kopfweh und ich will mich diesmal echt nicht mehr hetzen!





Meine Hanfshorts waren so nassgeschwitzt, dass sie wie feuchte Lederhosen an mir runter hingen! Danach hab ich mir einfach meinen Feierabend gegönnt und genoß den Spaziergang durch den Park!







Heute live…
…vom Kampfplatz.


Ein Hauptgrund, warum ich so frühzeitig berichte, sind die Zwangspausen! Bis man so einen Baum mit ein paar Felsen aus dem Boden gezogen hat läuft man halt doch warm! Ein Liter Wasser und 30 min. Pause hab ich mir als Pflicht auferlegt.



Halb vier, dritte Pause wegen Überhitzung!

Jetzt wirds mir zu nackig hinter dem Wohnwagen! Erst mal ne kleine Rollerfahrt um ein Seil für den schwarzen Vorhang zu besorgen. Das fahren tut immer gut! Bis auf einmal! 😅 War vorhin auch schon mit dem Roller bei Geza und Mike.



Der Container soll mit dem Eingang 2 – 3m vor dem grünen Zaun stehen. Ungefähr einen Meter von der Straße weg. Gestern Abend hab ich es ausgelasert. Links ist der Boden 35 cm zu hoch. Würde ich das abtragen, dann müsste ich auch die drei Meter vor der Türe abtragen. Generell würde mir das gefallen, aber der Container soll wenigstens so hoch auf Sockeln stehen, dass er von unten schön belüftet wird.

