Doppelpack

…ja, ich weiß! 🙂 Lange her! Die Tage fliegen nur so rum und ich war mit Alltagsdingen beschäftigt, über die es nichts interessantes zu erzählen gab. Nur das Entwickeln und Testen meiner gegenwärtigen Laufschuhe beschäftigt mich nebenher von Morgens bis Abends. Es gibt einige Anfragen und darum versuche ich den gesamten Prozess zu optimieren, bevor ich mit dem Vervielfältigen überhaupt beginne.

Zum Beispiel hab ich die Riemen vereinfacht und ich schneide sie jetzt wie Meterware auf Vorrat. Erstaunlich was für Massen an Leder die paar Bendel verschlingen!
Dann werden sie mit einem Gewebekern geklebt, gefaltet und gehämmert. Jetzt kann ich mit den Schablonen meine Rohlinge ausschneiden.
Am Ende kommt da ein sehr aufwändiges Werkstück raus, das neben dem Leder auch unwahrscheinlich viel Zeit verschlingt! Egal wie groß eine Serie wird, mit fast jedem kleinen Riemen könnte man eine halbe Stunde zubringen. Jeder Klettverschluss muss genau geschnitten und plaziert werden. Auch beim doppelten Falten der Schlingen darf nichts verrutschen!
Hier seht ihr nun das optimierte Modell für 2020. 🙂 Nach dem Hämmern der Sohlen kann man noch locker eine Stunde pro Schlappen beim Schleifen verbringen. Realistisch betrachtet, müsste ich mindestens 200 € pro Paar kassieren, damit eine größere Schuh-Bauphase halbwegs Sinn macht. Das Material ist ebenfalls sehr teuer, aber es ist auch das hochwertigste was es überhaupt gibt! Das knarzende Leder duftet! 🙂
Das Gute ist bereits jetzt schon: Dass ich mir damit den absoluten Traum von Barfussschuhen geschaffen hab! Der Maybach unter den Schlappen! 😀

Die zweite Ausführung mit Pyramiden-Noppen auf der Sohle war mir vorher zu steiff und zu schwer! Es war fast schon ein Opfer diese Test zu laufen, weil sie einem das eigentliche „Barfussvergnügen“ rauben! Die neuen Beläge sind statt 3 mm nur noch 2 mm dick, weich und glatt. Damit fühlt man jede Fuge auf dem Boden und man spürt mit der Zeit, was das Barfuss-Laufen ausmacht: Eine super Connection mit dem Planeten auf dem wir stehen! Das linke Paar hab ich für den Eigenbedarf genäht und es bekam einen noch feineren Belag, von nur einem Millimeter. Noch leichter und weicher als die bereits eingelaufenen Vorgänger! 🙂
Ach ja, der mittlere Riemen musste bis zum Oberen verlängert werden, damit man wirklich das perfekte Lauf-Gefühl hin bekommt!
Ihr könnt euch nicht vorstellen, was ich mit den ersten zwei Prototypen alles rumprobiert hab! Dabei muss ich auch Fragen berücksichtigen wie: Wo rutscht man z.B. tendenziell hin, wenn man z.B. mehr mit O – oder X-Beinigen Haltungen läuft!?
Das neue Modell bietet hinten eine Seitenführung, als würde man in einem soliden Schuh stehen und auch vorne fühlt man sich, durch die wenigen Gramm extra Leder, sehr geschützt! Zugleich hat man beim Laufen das Gefühl nichts, als eine feine schützende Haut, an der Sohle zu spüren.
Man spürt also ein sehr solides und hochwertiges- „Nichts“! 🙂

Vinyl

Habt ihr euch nie gefragt, wie eine Hanfmütze mit Vinylschild aussehen könnte? Dieser Frage musste ich auf den Grund gehen und hier ist ein erstes Exemplar.

Ès ist so schwer die Platte von beiden Seiten gefüttert einzunähen, dass der Schritt zu einer handgenähten Edelvelourledermütze nicht mehr weit wäre!

Silent Runner

Zweiter Versuch:

Ein Schuh besteht in dieser Ausführung aus 37 Teilen.
Jeder Riemen bekam einen Kern aus Gewebe, damit sich auch in einem langen Leben nichts verzieht.
Auf die weichen Kanten kommt der feste Riemen. So kommt jeder Riemen mit Klettverschluss auf 3 – 5 Teile.

Anti-Flapp-Barfussschuhe

Gestern entwarf ich den ersten Prototyp meiner zukünftigen Barfusschuhe. Wie schon geschrieben wären die letzten „Hurache“ Exemplare perfekt, wenn sie nicht wie Badeschlappen auf den Boden klatschen würden. Beim Laufen genieße ich die Stille, das Plätschern vom Bach, oder das Vogelgezwitscher und dann nervt das tollpatschig anmutende Geräusch! Auch von dem Bendel zwischen den Zehen war ich nie ein großer Fan! Wenn sie bei Huraches auch weniger einschneiden als bei Flipflops.

Ein erster Schnitt ist gar nicht so einfach, weil man kaum Bezugspunkte findet. Hier experimentiere ich noch etwas mit Pappstreifen rum.
In Zukunft gibt es Riemen statt Schnüre. Da gibt es später noch schöne Möglichkeiten diese zu füttern.
Auch die Schleifmethoden zum Versäubern haben sich die Tage weiter entwickelt. Das dauert alleine schon gut eine Stunde pro Paar, sieht dann aber auch richtig professionell aus.
Das erste Ergebnis nach zehn Stunden. Alle Riemen, einschließlich der Spitze lassen sich über Klett einstellen. Die Sohle besteht aus 3mm Leder mit 2 mm Gummibelag.

Natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen bei Nacht eine erste Testrunde zu laufen. Traumhaft! Sie sind fast Geräuschlos und damit kann man sich anschleichen wie ein Puma, ein Indianer, oder ein Dieb. 😀 Nach ein paar Kilometern formen sie sich wie ein fussförmiges Schiffchen und werden sicher noch leiser. Durch die Antiflapp-Spitze fühlt man sich auch etwas geschützt. Bereits nach wenigen Kilometern kann man die Riemen etwas lockern bis man an den Füßen fast nichts mehr von Schuhen spürt.
Bei den Folgenden Exemplaren muss ich noch mehr ins Detail gehen, aber mit der ersten Ausführung, bin ich zumindest was das Laufen angeht, mehr als glücklich! 🙂

Leder

Mindestens ein mal im Jahr kaufe ich ein schönes Stück Leder. Da ich gestern eh mit einem Freund etwas für eine Sonderanfertigung gesucht hatte, nutzte ich die Gelegenheit und schnappte mir auch gleich ein kleines, aber superschönes Rind.

5 m² feinstes geöltes Anilin mit einer sehr glatten Oberfläche. Es ist nicht so gummizäh sondern eher etwas pappig und formtreu. Ideal für Taschen, Rucksäcke, Riemen, Halfter und so Deko-Zeugs was in Zukunft geplant ist.

Fitnessuhr

Seit fünf Tagen beobachte ich mich mit einer simplen Fitnessuhr. Allzu lange werde ich damit nicht rumrennen, weil sich meine täglichen Runden eh gleichen, aber es ist interessant! Z.b. komme ich auf über zwei Stunden Tiefschlaf und beginne den Tag manchmal mit einem Puls von 41 . Einmal hat sie die erste Stunde meines Tages als Schlaf wahr genommen, weil ich morgens noch so lahm bin. 😀

Beim Laufen trieb ich sie schon mal auf 178. Dazu muss man schon sehr lange kontinuierlich rennen! Dabei kann es ebenfalls sein, dass sie bei meinem Bergrennen nichtmal auf 130 hoch geht. Also treibt die Kontinuität stärker als kurze Intensivphasen. Nach 10 Schritten Pause geht der Puls wieder ganz schnell runter, was ich gut finde. Ein paar virtuelle Medaillen hab ich auch schon gewonnen. Z.b. für 10 km, oder 100 000 Schritte. 🙂 Jetzt gehts Laufen, dann arbeite ich an einer neuen Mütze weiter und beginne neue Schuhe zu entwerfen… achso, und eine Spezialtasche mach ich später auch noch… Schönen Sonntag! 🙂

Huraches Teil 2.

Inzwischen gibt es drei Ausführungen und es werden noch mehr folgen:

Nur die linken, laden wirklich dazu ein über Schotter zu rennen. Die anderen sind super um über scharfen Kies zu gehen! Dann bekommt man eine schöne Fussmassage. Zum Laufen sind sie allesamt genial! je dünner desto besser.

An den linken Schuhen sieht man, dass ich den vorderen Riemen nachträglich nochmal ziemlich weit versetzt hab um sie zu perfektionieren. Jetzt ist alles perfekt, nur das flappernde Geräusch, das ausgelatschten Badeschlappen gleich nervt! Doch jetzt teste ich gerade eine ganz neue Idee: Der „Antiflap“ 🙂

Mit einer kleinen Schlaufe spanne ich die Spitze etwas nach oben, damit sie nicht mehr wie eine laute Fliegenklatsche auf den Boden knallt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Es sind natürlich immer noch superleichte Schlappen und so klingen sie auch. Wenn man sie trägt sieht man die Schlaufe nicht und man spürt sie auch nicht. Ich weiss, dass es nur ein Weg bis zur entgültigen Idee ist. Ein guter Weg die simpelsten Schuhe noch einmal ganz neu zu erfinden.

Lederjacke Teil. 3

Inzwischen ist die Jacke um 5 cm gekürzt.

Das Futter muss aber länger bleiben, damit sich später nichts verspannt.
Gürtel geschnitten, angenäht und die Gürtelschnallen von Hand ran gesetzt.
Jetzt wird sie unten noch 2 cm eingesäumt, aber vorher will ich noch das Futter für die Zukunft modifizieren.
Hier nochmal als Mantel, zum Vergleich.

Hurache Sandalen

Heute hab ich endlich mal zweilagige Barfussschuhe genäht, einfach wie ich es mir bereits beim Lederkauf vorgestellt hatte:

Dafür hab ich einen zweiteiligen Schnitt entworfen. Die roten Punkte helfen zur Ausrichtung der einzelnen Schichten.
Das Schneiden ist fast schon qualvoll.
Jetzt klebe ich zwei Lagen zu einer Sohle zusammen und markiere oben und unten den Nahtverlauf.
Unten wird die Sohle 2 mm. tief eingeschnitten, damit der Unterfaden darin versenkt wird.
Erster Test mit dem Schwingschleifer um die Kanten zu versäubern.
Hier kommt mein Spezialtrick: Erst schabe ich eine kleine Senkung in die Unterseite der Sohle. Dann Bohre ich sämtliche Löcher und zieh die Schnüre ein.
Die ersten 2 cm werden an der Unterseite verflüssigt und gleich auf den Karton gedrückt, der links davon liegt.
Eingeschweisst! An der Stelle haben fast alle vergleichbaren Sandalen einen lästigen Knoten, auf dem man dann rumrennt. 🙂
Nur noch schnüren, einlaufen, fertig!
Damit kann man über den übelsten Schotter rennen, spürt alles, ist geschützt und man hat das Gefühl kaum etwas am Fuß zu tragen. Ein Traum für die Inselverhältnisse! Da hab ich ähnliche, sogar teure Markenschuhe mit Spezialsohlen. Allerdings viel klebriger, da aus Kunststoff.

Weitere Varianten folgen.

Lederjacke Teil 2.

bei so einer Aktion gibt es viele kleine Arbeiten, wie das Versäubern aller durchgeschnittenen Nähte, oder das erneuern alter Taschenbeutel.

Die alten haben viel zu sehr aufgetragen!
Das Einnähen war ne Herausforderung! Ist auch schon sehr lange her, dass ich sowas gemacht hab.
Jetzt sitzen schonmal die Taschen. Unten wird die Jacke 5 cm gekürzt, dann passt gerade noch ein Gurt unter die Taschen.