Obwohl es ein herrlich schattig – milder Tag mit 23° C. ist, hat es mich heute echt Überwindung gekostet, mich zur Arbeit zu motivieren! Es gibt hunderte Büsche mit Wurzeln raus zu reissen und die ganzen Gummibäume spritzen eine ganz üble Milch in der Gegend rum. Von der kann man blind werden, wird man immer gewarnt. Sie juckt zwar nicht direkt auf der Haut, aber wenn sie auf den verkratzen Armen und Beinen festtrocknet wirds doch sehr unangenehm! Die Handschuhe und das Werkzeug klebt… Ein leidvoller Job, aber sowas macht man ja nur ein mal! Also ziehe ich es am besten so schnell wie möglich durch!
Das war der Stand vom letzten mal.Ein paar Stunden später. Bei dem weißen Streifen ist die Grundstücksgrenze. Die Gummibäume sind zumindest mal so weit gestutzt, dass sie nicht mehr ständig auf mich runter tropfen können. Aber es hat sich gelohnt! Die Erde ist wie im ganzen Park sehr schön locker und hier hab ich einen sonnigen Platz für mindestens fünf Bäume.Wenn ich mich auf der Stelle umgedreht hab, sah ich in den Waldrand.So sieht es jetzt aus. Links und rechts müssen die Gummibäume noch weg, dann hat es hier Platz für 3 – 4 große Avocados. Hier kommt mittags der erste Schatten.Gleiches Bild, nur ein paar Schritte zurück: Unten links ist der WaldrandJetzt bin ich tief in den Busch gelaufen und fotografiere wieder raus. Bis zur der Grundstücksgrenze, bei dem weißen Strich, ist die Terrasse 23 Meter lang.
Jetzt kommen die Schattenseiten:
Die Schere hab ich geliefert und sie fehlt mir sehr! Auch der Pickel, dessen Stil ich neulich geklebt hab, knackt schon wieder verdächtig. Wenn der auch noch kaputt geht bin ich echt schikaniert! Aber es könnte ab Montag hier wieder alles lockerer werden. Dann kann man solche Dinge endlich wieder einfacher einkaufen.Einerseits ist es ja ein großer Durchbruch, dass ich jetzt beim Aufräumen einfach das Gestrüpp einen Stock tiefer werfen kann. Auf der anderen Seite ist der letzte Garten, den ich aufgeräumt hab, schon wieder voll mit Zeugs! 😀Das Gestrüpp in Ebene 4. 🙂 Jetzt stapel ich die Gummibäume hinten bei dem Rohr, dann kann man schon wieder laufen. Darauf freu ich mich jetzt richtig! Einfach mal ganz gemütlich ein paar Stämmchen stapeln. Jetzt kann ich die Mauer und den Kaktus von der Hochebene aus sehen und es gefällt mir sehr! Ein schöner Akzent, der den endlosen Busch etwas auflockert! Allerdings ist die fünfte Ebene 110 Meter vom Wohnwagen entfernt. D.h. kurz mal rüber rufen ginge kaum! 🙂
Willkommen auf der fünftenn Ebene! Jeder Lappen von dem Kaktus ist so groß, dass man es sich kaum vorstellen kann! Schätze mal 50 x 30 cm und sauschwer! Die ersten Meter sind geräumt und man kann den Kaktus jetzt vom ganzen Grundstück aus sehen.Rechts liegt eine sonnige Fläche und die linke Hälfte umrahmt den schattigen Wald, der eigentlich mehrstöckig ist.Der Kaktus steht auf der sechsten Ebene. Links und rechts vom Kaktus gibt es weitere Terrassen. Vielleicht wird das rechts der Pfirsichgarten.Rot: Kaktus. Blau: fünfte Ebene.Gelb: sechste Ebene. Grün: Der Weg zum Hinterausgang.
War ne heftige Arbeit soweit! Verkratzt und verstochen, obwohl es da oben gar keine Dornen gibt. Jetzt hab ich mir eine mega Siesta verdient!
Hinter dem Wald wartete ein schönes Beet auf mich. Hier hatte ich bereits einen Pfad rein geschnitten.Am Nachmittag war es bis zur Grundstücksgrenze geräumt. Das Rohr, ganz hinten auf der Mauer, ist die Grenze. Davor hab ich einen Sammelplatz für die ganzen Gummibäume eingerichtet. Rechts steht vorerst noch 2 – 3 Meter Gestrüpp als Sichtschutz. Von der anderen Seite, mit Blick auf den Wald. Sah vorher so aus. Die Mauer sehe ich heute auch zum ersten mal als Ganzes.Über die Leiter geht es auf die fünfte Ebene und auch zum Hinterausgang.Die nächste Ebene wird morgen geräumt, dann sieht man endlich den großen Kaktus 🙂 Die Fläche ist fast so hoch wie meine Hochebene, auf der anderen Seite vom Tal.
Die vielen Entscheidungen sind echt ne Belastung, weil ich nie wieder Bäume rauseissen und umsetzen will! Zig Möglichkeiten und alles auf einmal entscheiden ist auch nicht leicht! Endlich gibt es einen Anfang und weitere Ideen wachsen wieder beim machen! Der Überblick hat auch seine Wirkung! Jetzt hab ich nochmal alle Pläne über den Haufen geworfen, weil ich für den schönsten Abschnitt plötzlich klar vor Augen habe was zu tun ist!
Das ist ein Panorama von meiner Mittelerde, die ich zum Mangogarten machen wollte.
Es gibt noch mindestens vier weitere Gärten für Nutzbäume, aber das hier wird mein Zentralpark! Ein Aufenthaltsort zum wohlfühlen. Vielleicht eine Holzterrasse mit Minibar. Strom, Wasser, Toilette Abwasser. Denke auch über einen Sonnenplatz mit Saharasand nach. Viele Palmen! Sonnensegel, Hängematte. Zeltplatz. Ein Schnipfelplatz im Schatten um Bonsai Bäumchen zu gestalten.
Wenn man reinkommt sieht man rechts den neuen Tamarillo und dahinter die Mauer mit dem kleinen Hügel. Diese Mauer, die in der Mitte in den Hügel übergeht ist ja schon eine Miniaturlandschaft für sich. Besser könnte ein Bonsaigarten gar nicht angelegt sein!Links von der Mauer ist ein kleiner Weg mit Abstieg zur nächste Terrasse. Man kann also links um den ganze Hügel herum Bonsais verteilen und man sieht sie nachher aus verschiedenen Gärten.Der Wasserkanal auf der anderen Seite wäre perfekt für eine Bonsai-Rohling-Massenvermehrung. Vermutlich trage ich die ganzen Steine auf dem Dreieck ab und nutze sie hinterm Steingarten als Übergang. Man könnte eine Holzterrasse drauf setzen, denn man hat von dort eine schöne Aussicht! Ein kleiner Holzweg, der mitten in den Bambus führt wäre eine nette Spielerei. Oder mach ich einen Sonnenplatz mit Sahara Sand und je einer Palme links und rechts in die Ecke. Statt Terrasse einen doppelten Hochsitz!? Oben auf der Mauer hat es einen merkwürdigen Absatz. Da könnte man mit einer Leiter auch ne Holz-Sitzfläche drauf machen und…Dort oben könnte man viele Bonsai drauf setzen, die in Kaskaden den Fels runter hängen. Mach ich alles, weil hier wächst das Zeugs ja wie irre!
Wie wärs mit einem kleinen Biopool? Brunnen- Miniatur Kunstbach und Wasserfall… Wenn ja, dann wäre das der Platz dafür! Muss es mir gerade nochmal ansehen. 🙂
Seht mal was mir mein lieber Nachbar Jabier eben geschenkt hat:
Das sind sechs kleine Pfirsichbäumchen, die er aus seinen Kernen gezogen hat. Und seine Früchte waren wirklich sehr lecker! In den nächsten zwei Wochen sollte ich noch fast einen Pfirsichgarten vorbereiten.Bei der Gelegenheit hab ich ihn gleich gefragt wo ich Piniensetzlinge für meinen Wald finden könnte. Dann zog er gleich los und suchte mir diesen kleinen Kandidaten. Meine erste Pinie! 🙂 könnt ihr den Wald schon riechen? 😀
Juhuu, der große Orangenbaum geht schon wieder voll in Blüte! Und es hängen sogar noch drei Früchte dran. Das gefällt mir so an Orangen, dass zumindest manche Sorten gleichzeitig wachsen, blühen und Früchte tragen.
Der große Orangenbaum steht genau im Wind und es bläst den Duft direkt ins Vorzelt und in den Steingarten.
An den kleinen Bäumchen entferne ich dieses Jahr alle Blüten und trockne sie für Tee. Erstens sollen die Bäumchen vorerst im Wachstum bleiben und zweitens lockt der unwiederstehliche Duft auch Schädlinge an, die den kleinen Pflanzen noch richtig zusetzen.
Auch dem Hibiskus geht es prächtig! Er liefert schon wieder bis zu drei Blüten täglich die man schon aus der Ferne sieht. Der Sichtschutz ist ein toller Nebeneffekt!
Heute ist wieder ein schattiger Tag mit gelegentlichem Niesel. Herrlich! Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, dass es immer warm ist, freut man sich über solche grauen Tage! 🙂
Wenn man sich auskennt bekommt man so viel geboten! Mein Garten liegt in dem mittleren Grünstreifen, oberhalb von dem Felsen. 🙂 Da ist so ein dunkelgrüner Fleck über dieser grauen Mauer.
Es lohnt sich jeden Hügel abzulaufen, weil man alle paar Meter viele unerwartete Entdeckungen macht.
(Mit weissen Punkten Markiert) Mein erster Lieblingsplatz ist nichtmal 800 Meter entfernt. 140 Meter davon sind mein Privatweg. 🙂 Hier sitze ich 100 m. über dem Meer.Man hört links ein tiefes mächtiges Rauschen und rechts hört man die Wellen ganz hell an der Wasseroberfläche zischen. Unten drücken die Wellen manchmal mit einem dumpfen „Fump“ gegen der Berg.
Es ist so facettenreich und intensiv! Dann noch der Geruch und die Farben! Und doch fragt man sich, ob man nicht etwas vom Leben versäumt, wenn man die anderen Plätze noch nicht getestet hat!? 😀
Achja, neuerdings hab ich ein Luftkissen dabei. Damit kannste schwebend träumen.Das war gestern. Wenn es über La Palma Wolken hat, verkürzt das auch unseren Tag.Heute entschied ich mich die tiefste Fläche zu testen. Ganz draussen, auf dem untersten Hügel, hört man das Meer von drei Seiten und noch weiter draussen wird es immer besser! Aber das ist auch eine kleine Wanderung, die man nicht jeden Abend haben muss. Hier sind zwei Punkte markiert. Seht ihr den Schatten beim linken Punkt?Bei dem Punkt saß ich heute. Links davon ist der Boden ganz ausgehölt! Lohnt sich echt das Ganze mal im Internet anzusehen! Aber ich halte mich eh von den Kanten fern! Jetzt noch drei mal mehr! Reicht auch so! 🙂Das Beste ist, was es in 200 Metern Strecke zu entdecken gibt!Es ist auf 50 Meter Höhe auch schön und man sieht das Licht aus einem anderen Winkel. Aber ich lauschte dem Wasser und konnte mich genau an den Klang von Gestern erinnern. Hier rauscht es mehr wie aus einem Brei! 😀 Da oben hört man es genauso intensiv, aber viel differenzierter. Habs beim hochlaufen nochmal verglichen. Das ist echt ein besonderer Platz und man hat wirklich noch genügend Abstand vom Abgrund!
Eigentlich wollte ich was ganz anderes machen, aber die Sonne trieb mich in den Wald. 🙂 Dabei war es noch ein herrlich milder Tag mit viel Schatten!
Bisher musste man Limbo Tanzen um durch den Wald zu kommen!Nach acht mal laufen hatte ich schon einen gepflegten Waldweg. In dem Bereich musste ich mehr schneiden als mir lieb war! Zwei Sorten sind anfällig für Termiten. Die versuche ich durch einige Pinien zu ersetzen. Die schießen wannsinnig schnell in die Höhe und lassen sich gestalten. Von der anderen Seite. Hier komm ich durch wenn ich den Hang runter gestiegen bin.
Apropo`s Hang: Den Weg nach oben hab ich heute auch schöner frei geschnitten und viele Treppen in den Boden gehackt. Man muss sich auskennen, aber dann kann man jetzt sehr gut freihändig, oder mit Einkauf die Abkürzung nehmen.
An zwei Stellen pflanze ich jetzt das ganze Dornenzeugs ein, weil das besser ist als jeder Zaun!
Haha, eigentlich wollte ich ein Bild mit dem neuen Bäumchen zeigen, aber der Garten ist doch so groß, dass so ein kleines Pflänzchen auf dem Foto fast verschwindet. Später begrüsst der Baum einen mit seinen großen herzförmigen Blättern. Diese Baumtomaten kann man essen, aber naja!? Vielleicht mit gutem Dressing, oder studiere ich mal Rezepte, wenn es die erste Ernte gibt.
Hab ihn ziemlich an den Rand gesetzt. Das werden eh keine großen Bäume und die besten Plätze will ich lieber für Mangas freihalten.
Also muss ich den nächsten Garten räumen, damit ich endlich einen Platz für die weniger wichtigen Bäume hab. Klingt jetzt irgendwie auch doof. 🙂 Für mich sind das oberste Ziel: Mangas, Avocados, Orangen und Maracujas. Eine gute Manga beendet man fast immer mit dem Wunsch, noch eine zu essen, weil es kaum etwas leckeres gibt! Papayas sind manchmal auch toll! Wenn man glücklicherweise ne gute Sorte erwischt. Sonst braucht das auch kein Mensch! Guaven sind in Smoothies ganz toll, aber das müsste ich jetzt nicht jeden Tag haben. Die Pfirsiche von Jabier waren auch toll! Aber z.b. den stacheligen Guanabana kenn ich noch gar nicht. Das Wundermittel gegen Krebs, soll wirklich sehr gesund sein, aber auch so schmecken. 😀 Sowas hab ich lieber im Feigengarten stehen, in den man nicht jeden Tag kommt. Und die Feigen? Hab eben eine schöne fette von Chris probiert. Nicht so schlecht wie ich sie in Erinnerung habe, aber naja. 😀 Vielleicht gewöhne ich mich noch daran!?